CH232896A - Verfahren zur Herstellung eines harzartigen, härtbaren Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines harzartigen, härtbaren Kondensationsproduktes.

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CH232896A
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Gmbh Henkel Cie
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Henkel & Cie Gmbh
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/26Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with heterocyclic compounds
    • C08G12/30Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with heterocyclic compounds with substituted triazines

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines harzartigen,     härtbaren        Kondensationsproduktes.       Es ist     bekannt,    harzartige     härtbare    Kon  densationsprodukte durch Umsetzung von       Melamin,        Ammelin    oder     Cyanursäure    - mit  Aldehyden, insbesondere Formaldehyd her  zustellen.

   Von diesen haben nur die     Melamin-          Formaldehyd-13arze    technische Bedeutung er  langt, während die entsprechenden Erzeug  nisse aus     Ammelin    wegen der Schwierigkeit  der Darstellung desselben     und    die     aus          Cyanursäure    wegen ihrer schlechten     Be-          ständigkeitseigenschaften    technisch nicht ver  wendet werden.  



  Ferner ist bekannt, dass sich durch Um  setzung von     Ammoniumrhodanid    mit     Di-          cyandiamid    in salzsaurer Lösung oder mit       Guanidin        Thioammelin    bildet. Ausserdem ist  es bekannt, dass dieses im Gemisch mit an  dern Stoffen auch durch Zusammenschmel  zen von     Ammoniumrhodanid    mit     Dicyandi-          amid    erhalten werden kann.  



  Die technische     Herstellung    von     Thio-          ammelin    oder     thioammelinhaltigen        Gemischen     ist also bedeutend einfacher als die von         Melamin,    da aus     Dicyandiamid    oder     Cyan-          amid    mit oder ohne Zusatz von Ammoniak  nur unter     Anwendung    von hohem Druck eine  zufriedenstellende     Ausbeute    erhältlich ist.

    Sie gestaltet sich auch bedeutend wirtschaft  licher durch den Ersatz     eines    Teils des     Di-          cyandiamids    oder     Cyanamids    durch die Ver  wendung des aus     Gasreinigungsmasse        in    be  liebiger Menge leicht erhältlichen     Ammo-          niumrhodanids.     



  Es wurde     nun    gefunden, dass man     in    ein  facher Weise zu harzartigen     härtbaren    Kon  densationsprodukten, deren technische Eig  nung der der     Melamin-Aldehyd-gondensa-          tionsprodukte    nicht nachsteht, dadurch ge  langen     kann,    dass man     Thioammelin    oder       thioammelinhaltige    Gemische mit Aldehyden,  insbesondere Formaldehyd umsetzt. Diese  Umsetzung, die sowohl in wässriger Lösung  als auch in Gegenwart von organischen     Lö-          sungs-        und        Verdünnungsmitteln,    z.

   B.     Me-          thyl-    oder     Äthylalkohol,    vorgenommen     wer-          .den    kann, erfolgt     zweckmässig        durch    Erhitzen      in Gegenwart von etwas Alkali. Durch  Ansäuern kann dann das Harz ausgeflockt  und von. der     Elektrolytlösung    getrennt wer  den, doch genügt für die meisten Verwen  dungszwecke ein einfaches Verdampfen der  Harzlösungen, z. B. im Vakuum, auf     Trok-          kenwalzen    oder in     Zerstäubungstrocknern.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Herstellung eines  harzartigen,     härtbaren    Kondensationspro  duktes, das dadurch gekennzeichnet     ist,        da,ss     man     Thioammelin    mit Formaldehyd umsetzt.  Dieses Kondensationsprodukt ist ein sprödes,  in Wasser unter Trübung lösliches Harz, das  durch Erhitzer     härtbar    ist. Seine Härtung  kann. durch einen Zusatz von Säuren, sauren  Salzen oder von säureabspaltenden Substan  zen, beispielsweise     Ammoniumsalzen,    be  schleunigt werden. Die gehärteten Produkte  sind chemisch sehr widerstandsfähig.  



  Besonders vorteilhaft     ist    es, technisches       Thioammelin,    wie es insbesondere beim Zu  sammenschmelzen von     Ainmoniumrhodanid     mit     Dicya.ndiamid    oder     Cyanamid    erhalten  wird, als Ausgangsmaterial zur Herstellung  des erfindungsgemässen Kondensationspro  duktes zu verwenden. Ein solches     Thioamme-          lin    enthält     neben    diesem noch etwas     Melamin     und dessen     Desaminierungsprodukte.     



  Das erfindungsgemässe Kondensationspro  dukt lässt sich zur     Heisstellung    von     Press-          ma.ssen    durch Einwirkung von Hitze und  Druck, von Klebstoffen, insbesondere für die       Holzverleimung,    zur Veredlung von Texti  lien,     insbesondere    für     Appreturzwecke,    sowie  zur Herstellung von Lacken verwenden. Für  die letztere Verwendung ist es zweckmässig,  die     Kondensation    von v     orneherein    in orga  nischen Lösungsmitteln vorzunehmen, worauf  die erhaltenen Harze mit üblichen Lack  lösungsmitteln verschnitten werden.  



  Man kann das erfindungsgemässe     Kon-          densätionsprodukt    weitgehend mit Füll- und  Streckmitteln üblicher Art vermischen, bei  spielsweise mit Holzmehl, Pigmenten, Stärke  und     bezw.    oder deren L     mwandlungsproduk-          ten,    wie     Quellstärke    und     Degtriü    u. a.     m.       Ferner kann das Verfahrensprodukt im  Gemisch mit anderen     härtbaren    Kondensa  tionsprodukten, z. B.

   Phenol-, Harnstoff-,       Thioharnstoff-,        Guanidin-    und     Melamin-          Aldehydharzen,    mit     Aminaldehydkondensa-          tionsproduhten,    mit     Cellulosederivaten,    bei  spielsweise     Celluloseestern    und     -äthern,    mit       Polymerisaten    bekannter Art, z. B.     Vinyl-,          Akrylsäure-    und     Styrolharzen,    sowie mit     Al-          kydharzen    aller Art verwendet werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  1 Gewichtsteil     Thioammelin    wird mit  2     Gewichtsteilen    40%iger Formaldehyd  lösung unter Zusatz von Natronlauge unter  Rühren     ?,'LI    Stunde auf 80" erwärmt. Das  Gemisch wird dann durch Zusatz von Salz  säure auf einen     p11-Wert    von 7 bis 8 gebracht  und im Vakuum bei 50-60  eingedampft.  Es entsteht ein in wenig Wasser klar lös  liches Harz. Das     gepulverte    Harz sintert bei  Erhitzen zusammen und lässt sich durch An  wendung von Hitze und Druck zu festen  Massen pressen.

   Wird die Harzlösung     scliv@ach     sauer gemacht, so     sehneidet    sich das Harz ab  und kann auf diese Weise von verunreinigen  den Elektrolyten befreit werden.  



       Beispiel   <I>2:</I>  1     Gewiehtsteil        Amriioniumrhodanid    wird  mit 2     Gewichtsteilen        Dicyandiamid        gemischt     und im Ölbad vorsichtig erhitzt.

   Bei 170 bis  180  setzt eine heftige Reaktion ein, wobei  das     Reaktionsprodukt        erstarrt.    Das erhaltene       Reaktionsprodukt    bestellt im wesentlichen  aus     Thioammelin    neben     wenig        Melamin    und  vermutlich     Desaminierungsprodukten    des       31elamins,    wie     Melam,        Melcin    und     Mellon.     Ein Teil dieses Produktes wird mit 3 Ge  wichtsteilen 40 %     iger        Formaldehydlösung    bei  einem     pH    von 8-9 auf 80" erwärmt,

   wobei  langsam Lösung eintritt. Das Gemisch wird  im     Vakuum    bei 50-60" auf etwa     \,1\3    einge  dampft.. Es entsteht eine     viskose    Lösung, die  sich ausgezeichnet als Holzleim verwenden  lässt. Man kann zum Beispiel     Buchenfurniere     mit der Lösung     bestreichen    und 10     Minuten     in der     Sperrliolzpresse    auf 100 bis 110" er  hitzen. Eine noch bessere     Verleimung    wird      erhalten, wenn der Harzlösung 3 %     Ammo-          niumchlorid    zugefügt werden.  



  Bei der     Verleimung    von Buchenfurnieren  wurde     unter    Verwendung der     beschriebenen     Lösung eine Festigkeit von 93     kg/cm2,    bei       Zumischung    . von 3 %     Ammoniumchlorid     jedoch von 152     kg/cm@    beobachtet.  



  <I>Beispiel 3:</I>  1 Gewichtsteil     Ammoniumrhodanid    wird  mit 3     Gewichtsteilen        Dicyandiamid    gemischt  und durch     portionenweises    Aufgeben auf ein  erhitztes Eisenblech zur Reaktion gebracht.  Das     Reaktionsprodukt    wird zerkleinert und  mit der doppelten Menge 40%iger Form  aldehydlösung bei einem     pg    von 10 erwärmt.  Dabei löst sich der grösste Teil. Das     pa    des  Reaktionsgemisches wird langsam auf 7,5       bis    8 erniedrigt. Nach einiger Zeit wird das  Reaktionsgemisch auf einen auf     140-150      erhitzten Walzentrockner gebracht.

   Man er  hält ein nach dem     Abkühlen    sprödes Harz,  das     in    Wasser zum grössten     Teil    löslich ist.  



  30 Gewichtsteile dieses Harzes können  mit 30     Gewichtsteilen    Kartoffelstärke und  40     Gewichtsteilen        Quellstärke    gemischt wer  den. Das Gemisch wird dann     in    der     2,7fachen     Menge kaltem Wasser angerührt. Es     wird    so  ein ohne weitere     Zusätze    zur     Sperrholzver-          leimung    geeigneter Leim erhalten.  



  Beim Verleimen von Buchenfurnieren mit  dieser Mischung bei 110' wurden     Festigkeiten     von 150-160     kg/cm@    beobachtet. Unter Ver  wendung dieser Mischung hergestelltes Sperr  holz aus Buchenfurnieren gab trotz des grossen  Anteils an wasserlöslichen Stoffen nach  48stündiger Wasserlagerung beim Versuch  der Trennung der Furniere noch teilweise  Holzbruch.  



  <I>Beispiel 4:</I>  2 Gewichtsteile     Dicyandiamid    und 1 Ge  wichtsteil     Ammoniumrhodanid    werden zu  sammengeschmolzen. Das feste Reaktions  produkt wird in der doppelten Menge 40 %     iger          Formaldehydlösung    von     p$    9 bis 10 suspen  diert und 1 Stunde zum Sieden erhitzt. Da  bei löst sich der grösste Teil. Das Gemisch  wird auf einen auf 130-140  erhitzten    Walzentrockner aufgebracht und so getrock  net. Es lässt sich pulvern, ist nicht mehr zu  einer dünnflüssigen Schmelze schmelzbar,  aber sintert beim Erwärmen     zusammen.     



  Das Pulver     liefert    durch Pressen wäh  rend einigen Minuten     in.    einer auf 150  er  hitzten     Pressform    harte     Presskörper    von guten  mechanischen     Eigenschaften.     



  <I>Beispiel s:</I>  Gleiche Mengen von     Ammoniumrhodanid          und        Cyanamid    werden zusammengeschmolzen.  Bei 130      tritt        eine    heftige Reaktion ein. Das  Reaktionsprodukt wird in -der 4fachen Menge  40%iger     Formaldehydlösung    vom     p$    9 bis  10 suspendiert und einige Zeit gekocht. Die  dabei entstehende Lösung wird im Vakuum  eingedampft bis eine viskose Flüssigkeit er  halten wird. Diese ist als Klebstoff für Holz  verwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines harz artigen, härtbaren Kondensationsproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man Thioamme- lin mit Formaldehyd umsetzt. Dieses Kon densationsprodukt ist ein sprödes, in Wasser unter Trübung lösliches Harz, das durch Er hitzen härtbar ist und sich insbesondere zum Kleben von Holz verwenden lässt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch,-da- durch gekennzeichnet, dass das zur Umset zung verwendete Thioammelin ein tech nisches Produkt ist, das aus Dicyandiamid und Ammoniumrhodanid hergestellt wurde. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass das zur Umsetzung verwendete Thioammelin ein technisches Pro dukt ist, das aus Cyanamid und Ammonium- rhodanid hergestellt wurde. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Umset zung in Gegenwart von mindestens einem organischen Lösungsmittel vornimmt.
CH232896D 1941-08-16 1942-06-10 Verfahren zur Herstellung eines harzartigen, härtbaren Kondensationsproduktes. CH232896A (de)

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