CH213771A - Verfahren zur Gewinnung von Magnesium durch thermische Reduktion von magnesiumhaltigen Rohstoffen mit einer Ferrosilizium-Aluminium-Legierung. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Magnesium durch thermische Reduktion von magnesiumhaltigen Rohstoffen mit einer Ferrosilizium-Aluminium-Legierung.Info
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Description
Verfahren zur Gewinnung von Magnesium durch thermische Reduktion von magnesiumhaltigen Rohstoffen mit einer Ferrosilizium-Alumininm-Legierung. Bekanntlich kann Magnesium durch De stillation und Sublimation aus den Rohstof fen, welche dasselbe enthalten, durch ther mische Reduktion mit Silizium, Ferro- silizium, Aluminium oder ähnlichen Reduk tionsmitteln gewonnen werden.
Dieses Vor gehen weist merkliche Vorteile gegenüber den gebräuchlichen elektrolytischen Herstel lungsmethoden auf, wie die erhöhte Reinheit des erhaltenen Metalles, welches vollständig frei von Chlorverbindungen ist, die beim elek trolytischen Verfahren unvermeidlich sind, und welche, sofern auch nur in kleinen Spu ren vorhanden, die mechanischen Eigenschaf ten des Magnesiums und seiner Legierungen merklich entwerten und einen ungünstigen Einfluss auf den Korrosionswiderstand aus üben.
Bei den thermischen Verfahren findet die Reduktion in hermetisch geschlossenen Re duktionskammern statt, in denen ein Vakuum herrscht oder in denen ein inertes Gas zum Kreisen gebracht wird. Das sich als Dampf entwickelnde Magnesium wird in besonderen Kondensatoren aufgefangen.
Verschiedene Schwierigkeiten praktischer Natur begrenzen jedoch die Anwendung dieses Verfahrens. Zur Erhaltung einer be achtlichen Reaktionsgeschwindigkeit, welche eine industrielle Gewinnung gestattet, ist es erforderlich, bei einer verhältnismässig hohen Temperatur (1350-1400 ) zu arbeiten, der aber eine Grenze gezogen wird durch die Schmelztemperatur der Reaktionsmasse (ge wöhnlich in Brikettform verwandt).
Die Notwendigkeit, die Reaktion in einem geschlossenen und gasdichten Raum durchzu führen, sowie die verlangte erhöhte Tempe ratur, erfordern die Inanspruchnahme von Heizvorrichtungen, welche elektrische Wider stände verwenden, die notgedrungen im In nern der Reaktionskammer angebracht sind, da nämlich eine Aussenheizung durch die be sondere Konstruktion dieser Kammern die thermische Ausbeute merklich vermindern würde. Aber auch in diesem Fall stellen sich verschiedene Schwierigkeiten ein.
Die im Innern der Reaktionskammer untergebrach ten elektrischen Widerstände sind in der Tat der schädlichen Wirkung der Magnesium dämpfe ausgesetzt, die deren Lebensdauer be grenzen und in einigen Fällen zu Neben reaktionen führen können, die den guten Ver lauf der Reduktion stören. Ausserdem ist es bei Verwendung von Metallwiderständen. zum Beispiel aus Nickelchrom, die sich besser für eine vakuum- oder gasdichte Montage eignen, nicht möglich, die Temperaturen von<B>1350</B> bis 1400 C zu erreichen, welche für eine genügend schnelle Abwicklung der Reaktion erforderlich sind.
Ein für dieses Reduktionsverfahren be sonders geeignetes Reduktionsmittel ist Alu minium, welches gegenüber den andern Re duktionsmitteln den Vorteil aufweist, die Reaktion bei einer weniger hohen Tempe ratur erfolgen zu lassen und den Reduktions vorgang merklich zu beschleunigen. Ausser in der handelsüblich reinen Form wird dieses Reduktionsmittel in Form einer Ferrosili- zium-Aluminium-Legierung verwendet. Im allgemeinen ist beim Gebrauch eines der artigen Reduktionsmittels die Reduktions reaktion allein auf das Aluminium be schränkt.
In diesem Fall verläuft die Re aktion sehr schnell, während das Ferro- silizium praktisch unverändert bleibt und zusammen mit den Reaktionsrückständen entfernt wird. Dies hat einen merklichen Verlust an Ferrosilizium zur Folge, das nur sehr schwer mit guten Ausbeuten wieder gewonnen werden kann, da es sich innig mit den bei der Reaktion gebildeten Schlacken vermischt.
Alle diese Nachteile werden dagegen durch das erfindungsgemässe Verfahren be hoben. Es ist durch dieses Verfahren mög lich, mit grosser Leichtigkeit die geeignetste Reaktionstemperatur zu erreichen, die erfor derlich ist, damit der Reduktionsprozess sich schnell und mit guten Ausbeuten abwickelt;
man stösst auf keine Schwierigkeiten beim vollständig gas- oder vakuumdichten Bau der Reaktionskammer und erreicht schliesslich die Möglichkeit einer Wiedergewinnung der gan- zen Reduktionsmasse, die nicht an der Re duktion teilgenommen hat und wieder ge braucht werden kann.
Das Verfahren gemäss vorliegender Er findung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Heizung des Reaktionsgutes durch eine ge schmolzene, in der Reaktionskammer befind liche Masse aus Ferrosilizium erfolgt, welche durch Wärmezufuhr im geschmolzenen Zu stand gehalten wird. Vorzugsweise verwendet man eine Ferrosiliziumlegierung von gleicher Zusammensetzung wie die Metallmasse, die bei Beendigung des Reduktionsverfahrens übrig bleibt.
In der Tat bleibt, wie bereits gesagt, am Ende des Reduktionsvorganges als Rück stand des Reduktionsmittels aus Fe-Si-Al eine Legierung von Fe-Si.
Die Heizmasse bildet die Sohle der Heiz kammer und bewirkt, da sie eine geschmol zene Masse ist, einen hermetischen Verschluss des untern Kammerteils, auf welche Weise jegliche Art von bisher verwandten elek trischen Heizwiderständen und jegliches ab gedichtete Leitsystem für die Stromzufüh rung zu den genannten Widerständen über flüssig wird.
Als Beispiel wird in beiliegender Zeich nung das Schema eines für vorliegendes Ver fahren gebrauchten Reduktionsofens ge bracht: 1 ist eine Schmelzmasse aus Fe-Si, die als Heizelement dient.
Diese beispielsweise aus 80 % Fe und 20 \%o Si bestehende Masse wird mit einem beliebigen bekannten System in den Schmelzzustand gebracht und in ihm ge halten, zum Beispiel indem man in fraglicher Vorrichtung einen Niederfrequenzinduktions- ofen verwendet.
Das gemahlene und in den nötigen Teilmengen mit einem aus Ferro- silizium-Aluminium bestehenden Reduktions- mittel, zum Beispiel im Verhältnis von<I>40</I> %o Fe,<B>10%</B> Si und<B>50%</B> Al, vermischte Mag nesiumerz wird in Brikettform durch einen Fülltrichter mit Doppelschieber 2, der jede direkte Verbindung mit der Aussenumgebung verhindert, in die Reaktionskammer geladen.
Das spezifische Gewicht der Briketts liegt bedeutend unter demjenigen der geschmol zenen Heizmasse, weshalb die Briketts auf ihr schwimmen und nach kurzer Zeit eine Temperatur erreichen, die derjenigen der Heizmasse nahekommt. Das im Reduktions mittel enthaltene Aluminium reagiert unter diesen Umständen mit grosser Geschwindig keit. Das sich als Dampf entwickelnde Mag nesium wird im Kondensator 3 aufgefangen.
Auf diese Weise enthalten die Briketts am Ende der Reaktion nur Fe, Si und A1203. Durch den Mischer 4 werden die ausgebeu teten Briketts in die Heizmasse versenkt und mit ihr vermischt, wodurch die Schmelze des <B>80%</B> Fe und 20% Si enthaltenden Fe-Si- Restes und die Abscheidung des A1203, das auf die Oberfläche des Metallbades gebracht wird, bewirkt wird.
Wenn die Schmelzmasse 1 durch andauernde Brikettzuführung eine gewisse Höhe erreicht hat, wird sie in be stimmten Zeiträumen auf das gewünschte Niveau gebracht, indem man sie durch das Ausflussloch 6 ablässt, während die Tonerde 5, welche auf der Oberfläche des Bades bleibt, durch Hinzufügen zweckentsprechender Fluss mittel als flüssige Schlacke durch das Ab flussloch 7 entfernt werden kann. Man er hält so ein Ferrosilizium, welches als solches verwendet oder für die Bereitung des als Reduktionsmittel dienenden Eisen-Silizium- Aluminiums wieder gebraucht werden kann.
Das soeben angeführte Beispiel be schränkt sich weder im Hinblick auf den Ofentyp noch im Hinblick auf die prozen tuale Zusammensetzung der Fe-Si-Legierung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Magne sium durch thermische Reduktion von ma.gne- siumhaltigen Rohstoffen mit einer Ferro- silizium-Aluminium-Legierung, dadurch ge kennzeichnet, dass die Heizung des Re aktionsgutes. durch eine geschmolzene, in der Reaktionskammer befindliche Masse aus Ferrosilizium erfolgt, welche durch Wärme zufuhr im geschmolzenen Zustand gehalten wird.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Heizung des Reaktionsgutes verwendete Fe-Si-Legierung praktisch die gleiche prozentuale Zusammen setzung der Fe-Si-Masse hat, welche als Rückstand des Reduktionsmittels am Ende des Reduktionsverfahrens zurückbleibt.
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