CH214491A - Verfahren zur Einschmelzung eines aus Wolfram bestehenden Gegenstandes in Glas, und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand. - Google Patents
Verfahren zur Einschmelzung eines aus Wolfram bestehenden Gegenstandes in Glas, und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand.Info
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Description
Verfahren zur Einschmelzung eines aus Wolfram bestehenden Gegenstandes in Glas, und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand. Bei den bekannten Einschmelzungen von Wolframgegenständen, z. B. Wolframdräh- ten, in Glas, das einen nicht vernachlässig- baren Alkaliogydgehalt enthält, bildet sich während der Einschmelzung auf der Wolf ramoberfläche aus dem Alkaliogyd ein Wolf - ramhäutchen bräunlicher Farbe, so dass die Oberfläche des eingeschmalzenen Wolfram gegenstandes eine braune Farbe hat.
Da man die Bildung eines solchen Häutchens bräun licher Farbe auf der Wolframoberfläche von grosser Wichtigkeit für eine gute Ein schmelzung erachtete, wurde die Wolfram oberfläche vor dem Einschmelzen zuweilen mit einer Schicht Wolframbronze überdeckt, wodurch das Entstehen eines braunfarbigen Häutchens auf der Wolframoberfläche noch gefördert wird.
Obwohl mit diesen bekann ten Einschmelzungen gute Ergebnisse erzielt worden sind, hat es sich jedoch herausgestellt, dass die Verbindung zwischen dem Wolfram und dem Glas dennoch nicht in allen Fällen vollkommen gasdicht ist oder bleibt, insbeson- dere nicht, wenn die Einschmelzung während des Betriebes auf hohe Temperatur gebracht wird, so dass bei der fabrikatorischen Anwen dung ein verhältnismässig grosser Ausfall prozentsatz auftreten kann oder die Ein schmelzung nur während einer verhältnis mässig kurzen Betriebszeit vollkommen gas dicht bleibt.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Einschmelzung von Wolfram gegenständen, insbesondere Wolframdrähten, in Glas, das einen nicht vernachlässigbaren Alkaliogydgehalt von mehr als 1 % enthält und hat den Zweck, die erwähnten 17bel- stände zu vermeiden und daher die Ein schmelzungen zu verbessern.
Das Wolfram wird erfindungsgemäss während der Einschmelzung auf eine derart hohe Temperatur gebracht, dass die Ober fläche des eingeschmolzenen Wolframgegen- standes blank ist.
Es wurde gefunden, dass das so nützlich erachtete braune Häutchen auf dem ein.ge- schmolzenen Wolframgegenstand zur Erzie lung einer guten Einschmelzung gar nicht nötig ist, und dass im Gegenteil das Vermei den dieses braunen Häutchens zu einer zu vierlässigeren Einschmelzung führt. Es wurde ferner gefunden, dass dieses braune Häut chen dadurch vermieden werden kann, dass die Temperatur, auf die das Wolfram wäh rend der Einschmelzung gebracht wird, we j sentlich höher gewählt wird, als bisher üblich war.
Die wahrscheinliche Erklärung davon ist, dass bei dieser sehr hohen Tem peratur das auf der Wolframoberfläche ge bildete Wolframoxyd in hohem Masse von der '#Volframoberfläche verschwindet, so dass höchstens nur ein äusserst dünnes Wolfram oxydhäutchen auf dem Wolfram zurück bleibt. Die Menge dieses auf der Wolfram oberfläche zurückbleibenden Wolframoxyds ist in diesem Fall zu gering, um mit dem Al kalioxyd des Glases eine braunfarbige Schicht auf der Wolframoberfläche zu bilden.
Dem Glas, in das der Wolf ramgegenstand eingeschmolzen wird, wird zweckmässig eine derartige Zusammensetzung gegeben, dass die Erweiehungstemperatur hoch genug ist, um das Wolfram auf die erforderliche hohe Tem peratur bringen zu können, ohne dass das Glas so dünnflüssig wird, dass es leicht vom Wolframgegenstand abfliessen würde. Die Erweichungstemperatur, das heisst die Tem peratur, bei der die Viskositätskurve schnell zu sinken anfängt, wird dabei vorzugsweise höher als 550 C gewählt.
Zur Erhöhung der Erweichungstemperatur des Glases kann der Aluminiumoxydgehalt erhöht werden, es wird daher vorzugsweise ein Glas benutzt, das wenigstens 15 % Aluminiumoxyd enthält.
Zwecks Erleichterung der Erhitzung des Wolframgegenstandes ist es empfehlenswert, den Wolframgegenstand, der zum Beispiel aus einem Draht bestehen kann, nicht von einem Glaskörper, z. B. einem Glasröhrchen, zu umgeben, um dann diesen Glaskörper von aussen her zu erhitzen. Es ist nämlich auf diese Weise in vielen Fällen schwierig, den innerhalb des Glaskörpers befindlichen Wolf- ramgegenstand auf eine hinreichend hohe Temperatur zu bringen.
Das Glas wird daher vorzugsweise in weichem Zustande auf die Wolframoberfläche gestrichen, zu diesem Zweck kann das Glas in die Form eines Sta bes oder ähnlichen Körpers gebracht und ein Ende dieses Körpers in der Nähe der Wolf ramoberfläche stark erhitzt werden.
Die Wolframoberfläche ist bei dieser Weise des Aufbringens des Glases für die zugeführte Wärme besser zugänglich, und das Wolfram lässt sich leichter auf die erforder liche hohe Temperatur bringen.
Es ist bekanntlich dafür Sorge zu tra gen, dass der Ausdehnungskoeffizient des Glases von jenem des Wolframs nicht zu sehr verschieden ist. Sind die Ausdehnungs koeffizienten des Glases und des Wolframs einander nicht gleich, so wird vorzugsweise eine Glassorte benutzt, deren Ausdehnungs- koeffizient kleiner als derjenige des Wolf rams ist. Es sind in diesem Fall verhält nismässig grosse Unterschiede in den Ausdeh nungskoeffizienten zulässig.
Die fertige Einschmelzung gemäss der Er findung ist dadurch gekennzeichnet, da.ss die Oberfläche des eingeschmolzenen Wolfram gegenstandes blank ist, das heisst, dass die Wolframoberfläche ein metallisches Aus sehen und die Farbe des reinen Wolframs hat. Diese Einschmelzungen sind, insbeson dere bei hohen Betriebstemperaturen, erheb lich zuverlässiger als die bekannten Ein schmelzungen von Wolfram in alkalihaltige Glassorten, so dass der Ausfallprozentsatz bei der Herstellung wesentlich kleiner ist und auch der Zeitraum, in dem die Einschmel zungen gasdicht bleiben, insbesondere bei hohen Betriebstemperaturen vergrössert ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einer beispielsweisen Ausführung erläutert. Das Einschmelzglas kann zum Beispiel die folgende Zusammensetzung besitzen:
EMI0002.0039
Aus diesem Glas, das einen Ausdehnungs koeffizienten von 41,3 X 10-7 und eine Er weichungstemperatur von etwa 670 C be sitzt, wird ein Stäbchen mit einem Durch ; messer von zum Beispiel 3 bis 4 mm her gestellt. Ein Wolframdraht mit einem Durch messer von zum Beispiel 1 mm wird in einer Flamme von Leuchtgas, dem Sauerstoff und Luft zugeführt werden, erhitzt, bis der Draht weissglühend ist.
Das eine Ende des Glas stäbchens wird dann in dieser Flamme der art erhitzt, dass das Glas an dieser Stelle er weicht. Das weiche Glas wird auf den Wolf ramdraht gestrichen, der während des Auf bringens des Glases von Hand oder mecha nisch um seine Längsachse gedreht wird. Es lässt sich auf diese Weise auf den Wolfram draht eine Glasschicht mit einer Dicke von zum Beispiel 1 mm und einer Länge von 2 cm aufbringen. Die Temperatur, bei der die Bil dung einer braunen Schicht auf dem Wolf- ra.mdraht vermieden und eine blanke Ober fläche des Wolframs erhalten wird, lässt sich leicht experimentell durch Regelung der der Flamme zugeführten Sauerstoff- und Luft menge einstellen.
Die auf den Wolframdraht aufgebrachte Glasschicht kann ferner auf bekannte Weise an einen Glasgegenstand angeschmolzen wer den. Es können zum Beispiel einer oder meh rere von derartigen mit einer Glasschicht überdeckten Wolframdrähten in dem Ende eines Glasröhrchens angeordnet und dann dieses Röhrchenende unter Erhitzung zuge kniffen werden, wodurch ein sogenannter Quetschfuss mit Traggestell erhalten wird.
Dieses Glasröhrchen kann zum Beispiel aus Glas der folgenden Zusammensetzung be stehen:
EMI0003.0015
Si02 <SEP> 77,3
<tb> <B>B203</B> <SEP> 15,6
<tb> NazO <SEP> 5,8
<tb> K20 <SEP> 0,8
<tb> <B>A1203 <SEP> 0,5</B> Der Fuss kann auf bekannte Weise zur Herstellung von Vakuumröhren, wie Glüh- Lampen, Senderöhren, Kathodenstrahlröhren usw. benutzt werden.
Eine andere Glassorte, die zur Einschmel zung des WolframArahtes angewendet wer den kann, ist zum Beispiel das Glas folgen der Zusammensetzung:
EMI0003.0018
SiO2 <SEP> 50
<tb> <B>B203</B> <SEP> 21
<tb> A1203 <SEP> 16
<tb> Mg0 <SEP> 3
<tb> Zn0 <SEP> 2
<tb> CaO <SEP> 3
<tb> BaO <SEP> 2
<tb> Na20 <SEP> 3 Der Ausdehnungskoeffizient dieses Gla ses beträgt 39,5 X 10-7, während die Er weichungstemperatur etwa 600 C ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Einschmelzung eines aus Wolfram bestehenden Gegenstandes, insbeson dere eines Wolframdrahtes, in Glas mit einem Alkalioxydgehalt von mehr als 1 %, dadurch gekennzeichnet, dass das Wolfram während der Einschmelzung auf eine derart hohe Temperatur gebracht wird, dass die Ober fläche des eingeschmolzenen Wolframgegen- standes blank ist.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Wolfram gegenstand in Glas mit einer Erweichuugs- temperatur von mehr als 550 C eingeschmol zen wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Wolfram gegenstand in Glas eingeschmolzen wird, das mindestens 15 % Aluminiumoxyd enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Glas in wei chem Zustand auf den Wolframgegenstand gestrichen wird. 4.Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Glas mit Hilfe eines aus dem Glas hergestellten Stäbchens, dessen eines Ende in der Nähe der Wolfra,m- oberfläche erhitzt wird, auf den Wolfram gegenstand gestrichen wird. PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I erhaltener, in Glas mit einem Al kalioxydgehalt von mehr als 1 % einge schmolzener Wolframgegenstand, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des ein geschmolzenen Wolframgegenstandes blank ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 5.Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwei- chungstemperatur des Glases höher als <B>550'</B> C ist. 6. Gegenstand nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass das Glas min destens 15 ö Aluminiumoxyd enthält.
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