CH214561A - Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Mottenschutzmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Mottenschutzmittels.

Info

Publication number
CH214561A
CH214561A CH214561DA CH214561A CH 214561 A CH214561 A CH 214561A CH 214561D A CH214561D A CH 214561DA CH 214561 A CH214561 A CH 214561A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
water
soluble
moth
production
acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH214561A publication Critical patent/CH214561A/de

Links

Landscapes

  • Coloring (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Mottenschutzmittels.    Wasserlösliche     Mottenschutzmittel    wur  den bisher hauptsächlich so hergestellt, dass  man in wirksame wasserunlösliche,     pheno-          lische        Hydroxylgruppen    enthaltende Stoffe  im aromatischen gern     Sulfo-        bezw.        Carboxyl-          gruppen    einführte oder zum Aufbau dieser  Verbindungen solche Komponenten ver  wandte, welche in einem     aromatischen    gern  der wirksamen,

       phenolische        Hydroxylgruppen     enthaltenden Verbindung     Sulfo-        bezw.        Carb-          oxylgruppen    enthielten.  



  Es wurde nun gefunden, dass man wasser  unlösliche     Mottenschutzmittel,    die mindestens  eine freie     phenolische        Hydroxylgruppe    ent  halten, dadurch in wertvolle, wasserlösliche       Mottenschutzmittel    überführen kann, dass  man sie in Gegenwart tertiärer Basen mit ein  seitigen Halogeniden oder mit     Anhydriden     aromatischer     Sulfocarbonsäuren    umsetzt.

   Die  Umsetzung geschieht beispielsweise     wie    folgt:  Man löst die berechnete Menge     Carbonsäure-          sulfochlorid    bei erhöhter     Temperatur    in was  serfreiem     Pyridin    und gibt hierauf     portions-          weise    die berechnete Menge des Phenols zu.    Nach ein-     bis        zweistündiger    Behandlungs  dauer ist die Reaktion beendet. Dabei werden  die     phenolischen        Hydroxylgruppen    ganz oder  teilweise verestert, und zwar vermutlich mit  der     Carboxylgruppe.     



  Als Ausgangsstoffe für die beschriebene  Arbeitsweise kommen alle Arten von wasser  unlöslichen,     mindestens    eine freie     phenolische          Hydroxylgruppe    besitzenden Mottenschutz  mittel in Frage, z. B.     Phenole,        Naphtole,          Oxyverbindungen,    die sich vom     Diphenyl,          Diphenylmethan    oder     Triphenylmethan    ab  leiten lassen, und andere mehr.

   Dabei gilt im  allgemeinen der Satz, dass, je wirksamer die  unlösliche Ausgangsverbindung ist, auch<B>-um</B>  so     wirksamer-    die erfindungsgemäss erhält  lichen Umsetzungsprodukte sind; in vielen  Fällen scheint durch die Umsetzung die  Wirksamkeit noch etwas gesteigert zu wer  den.

   Als     Sulfocarbonsäuren,    deren einseitige       Halogenide        bezw.    deren     Anhydride    für das  Verfahren     verwendet    werden können, seien  beispielsweise genannt:     Sulfobenzoesäure,          Sulfosalicylsäure,        Sulfophtälsäure,    Diphenyl-           earbonsäuresulfosäuren,        aliphatische        Sulfo-          carbonsäuren    und andere, sowie deren     Substi-          tutionsprodukte.     



  Der Vorzug der beschriebenen     Arbeits-          weise    gegenüber den oben erwähnten bekann  ten Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher  Mottenschutzmittel besteht zunächst darin,  dass die Wirksamkeit durch die     Veresterung     mit den     Sulfocarbonsäuren    nicht verringert,  sondern im Gegenteil eher erhöht wird, wäh  rend bei     direkter    Einführung von     Sulfo-          oder        Carboxylgruppen    in     phenolische        Hydr-          ogylgruppen    enthaltende Mottenschutzmittel  deren Wirksamkeit mehr oder weniger weit  zurückgeht,

   die Anwesenheit zweier solcher       Sulforeste    aber im allgemeinen bereits völlige       Aufhebung    der Schutzwirkung zur Folge hat.  Durch die     Veresterung    nach der oben be  schriebenen neuen Arbeitsweise     hingegen    las  sen sich ohne Beeinträchtigung der Schutz  wirkung zwei und mehr     Sulforeste    einführen,  wodurch die so erhältlichen Schutzstoffe in  folge leichterer Löslichkeit ein hervorragen  des     Egalisiervermögen    aufweisen. Ein wei  terer Vorzug der erfindungsgemäss erhält  lichen Mottenschutzmittel besteht darin, dass  sie nicht nur aus saurem Bad, sondern auch  mit hervorragender Wirksamkeit aus neutra  lem Bad auf die zu behandelnde Ware aufge  bracht werden können.

   Die neuen Motten  schutzmittel ziehen sowohl aus saurer wie  neutraler Flotte auf die Faser und sind da  her für die mottenechte Ausrüstung von  Wolle-,     Zellwolle-Mischgeweben,    die in vielen  Fällen vorteilhaft neutral gefärbt  -erden, von  besonderer     Bedeutung.    Sie unterscheiden sieh  durch diese Eigenschaft, aus neutraler     Flotte     mit voller Wirksamkeit auf die Faser zu  ziehen, von den bekannten Mottenschutzmit  teln (zum Beispiel des     schweizerischen    Paten  tes Nr. 13:

  5l66 vom Typ der     3,3!,5,5'   <B>-</B>     tetrachlortriphenylmethan    - 2'     -sulfo-          säure),    die nur in saurer Flotte angewandt  eine genügende Affinität zur tierischen Faser  und Schutzwirkung besitzen.  



  Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver  fahren zur Herstellung eines wasserlöslichen  Mottenschutzmittels. Das Verfahren ist da-    durch gekennzeichnet,     da.ss    man     2,2'-Dioxy-          3,3',5,5',2",4",5"-        heptaehlortriphenylmethan     mit     Benzoesäure-m-sulfosäurehalogenid    in  Gegenwart eines säurebindenden Mittels, wie  beispielsweise     wasserfreien        Pyridins,    um  setzt. Der gebildete neue Ester kann in  Form seines     Natriumsalzes        ausgeschieden     werden.  



       Beispiel:     Man löst 46     Gewichtsteile        Benzoesäure          m-Sulfochlorid    in 100 Gewichtsteilen wasser  freiem     Py        ridin    bei etwa 80   C und gibt  nach und nach unter Rühren 52 Gewichts  teile 2     2'-Dioxy-3.3',5,5',2",4",5"-heptachlor-          triphenylmethan    hinzu. Nach ein- bis zwei  stündigem     Rühren    ist die Reaktion beendet.  Nach dem Verdünnen mit Wasser und An  säuern kann der Erster     bezw.    sein Natrium  salz durch     Aussalzen    mit Kochsalz abge  schieden werden.  



  Behandelt man Wollgewebe zum Beispiel  mit 1     %    des so erhältlichen Esters (bezogen  auf das Warengewicht) nach Art des Färbe  prozesses unter Zusatz von Essigsäure und  Schwefelsäure eine Stunde bei Kochtempera  tur, so erhält die Ware dadurch einen echten  Mottenschutz.  



  Die gleiche Schutzwirkung wird erhalten,  wenn man Mischgewebe, das aus Wolle und       Viskose-Zellwolle    besteht, mit 1555 (bezogen  auf das Warengewicht) obiger Verbindung in       neutraler    Flotte eine Stunde bei 95   C unter  Zusatz von     109o'    Glaubersalz behandelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines wasser löslichen Mottenschutzmittels, dadurch ge kennzeichnet, dass' man 2',2'-Dioxy-3,3',5,5', 2",4".5"-heptachlortripheny lmethan mit Ben- zoesäure-m-sulfosäurehalogenid in Gegenwart eines säurebindenden Mittels umsetzt. Der so erhältliche Ester kann nach Art des Färbeprozesses auf Wollgewebe a-ufge- braeht werden, wodurch die Ware einen ech ten Mottenschutz erhält.
CH214561D 1938-04-28 1939-04-18 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Mottenschutzmittels. CH214561A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE214561X 1938-04-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH214561A true CH214561A (de) 1941-05-15

Family

ID=5819352

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH214561D CH214561A (de) 1938-04-28 1939-04-18 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Mottenschutzmittels.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH214561A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE659277C (de) Dispergier-, Netz-, Reinigungs- und Durchdringungsmittel
DE725820C (de) Verfahren zum Waschen und Reinigen
DE635522C (de) Wasch-, Netz-, Dispergier- und Egalisiermittel
CH214561A (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Mottenschutzmittels.
DE756903C (de) Verfahren zum Weichmachen von Textilgut, Leder und Papier
DE705433C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Mottenschutzmittel
DE970958C (de) Verfahren zur Herstellung von waschaktiven Eiweissfettsaeurekondensationsprodukten
DE722122C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Mottenschutzmitteln
DE699887C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Phenolestern
DE677600C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren hoeher molekularer aliphatischer Aminoaether
AT136197B (de) Behandlungsbäder für Materialien aller Art.
DE721809C (de) Netz-, Reinigungs- und Dispergiermittel
CH218260A (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Mottenschutzmittels.
DE744609C (de) Wasch-, Netz-, Dispergier- und Emulgiermittel
DE738982C (de) Verfahren zur Herstellung von Estern von aromatischen Kondensationsprodukten
DE440827C (de) Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Kuepenfarbstoffpraeparaten
CH218261A (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Mottenschutzmittels.
DE662092C (de) Behandlungsbaeder
DE902258C (de) Verfahren zur Herstellung von betainartigen Kondensationsprodukten
DE741268C (de) Verfahren zur Herstellung von Puddingstaerke aus nativer Kartoffelstaerke
AT222100B (de) Verfahren zur Herstellung neuer saurer Ester
DE676343C (de) Netzmittel
DE2510872C3 (de) Verfahren zur Verbesserung von Glätte und Griff von Textilien
AT138021B (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten.
DE550702C (de) Verfahren zur Herstellung von Celluloseestern