CH215150A - Verfahren zum Gerben tierischer Häute. - Google Patents
Verfahren zum Gerben tierischer Häute.Info
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
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Description
Verfahren zum Gerben tierischer Häute. Die hydrogylgruppenhaltigen syntheti schen Gerbstoffe geben wie die vegetabili schen Gerbstoffe mit Eisenchloridlösung eine dunkle Färbung bezw. Fällung. Aus diesem Grunde ist zu erwarten, dass sie auch gleich wie die vegetabilischen Gerbstoffe Eisen leder dunkel und missfarbig nachgerben. Das ist auch tatsächlich bei solchen synthetischen Gerbstoffen der Fall, die nur in Form der freien Sulfosäure ihre volle Gerbwirkung entfalten und infolgedessen auch in dieser Form in den Handel gebracht werden.
Es sind dies die Produkte wie man sie beispiels- Weise nach D. R. P. Nr. 262558 aus Phenol oder Kresolsulfonsäure und Formaldehyd er hält.
Es wurde nun gefunden, dass im Gegen satz dazu, diejenigen synthetischen Gerb stoffe, die als Neutralsalze, gegebenenfalls nach Zugabe schwacher organischer Säuren, gut gerben und infolgedessen auch in dieser Form in -den Handel gebracht werden, dies nicht tun. Im Gegenteil, manche dieser Pro dukte verbessern die an sich schöne Farbe eisengarer Leder noch. Gegenüber der rei nen Eisengerbung bietet das vorliegende Verfahren den Vorteil, dass qualitativ viel höherwertige Leder erzielt werden, die zudem im Gegensatz zu Eisenleder in der üblichen Weise mit den gebräuchlichen Fet- tungsmitteln gefettet und wie üblich zuge richtet werden können.
Im Vergleich zur rein synthetischen Gerbung ist zu erwähnen, dass man zur Duchgerbung nur mit einem Bruchteil der sonst benötigten Gerbstoff menge auskommt. Tritt bei der Gerbung dennoch eine leichte Verfärbung auf, was normalerweise nicht vorkommen sollte, so liegt dies daran, dass das Eisenleder nicht genügend entsäuert war. In solchen Fällen stellt ein Zusatz von Salzen schwacher orga nischer Säuren, wie zum Beispiel Natrium- acetat, die schöne Farbe wieder her.
Am vorteilhaftesten hat sich die Ver wendung von Produkten erwiesen, wie man sie nach den Schweizer Patentschriften Nr. 156126, 158723 und 158724 aus den Sulfonsäuren aromatischer Kohlenwasser- stoffe, Formaldehyd und unsulfierten Di- oxydiarylsulfonen erhält. Aber auch Pro dukte, wie man sie nach der Schweizer Patentschrift Nr.177474 erhält, sind brauch bar. sowie Produkte, die man aus Novolak herstellen kann, wenn man nur so weit sul- fiert, dass die Sulfonsäuren auch schwach organisch sauer gut gerben.
Solche Harzsulfonsäuren erhält. man leicht wio folgt: 100 Teile Phenol und 50 Teile Formal dehyd 30%ig werden in der Kälte mit 30 Teilen Monohydrat versetzt, sodann kurze Zeit. auf<B>70-80'</B> erwärmt. Das Produkt entwässert man im Vakuum und erhitzt dann so lange auf 100 , bis Wasserlöslich keit eingetreten ist. Das Sulfonierungspro- dukt wird in Wasser gelöst, mit Lauge neu tral gestellt, mit Essigsäure schwach ange- sätiert und mit Wasser auf 300 Teile aufge füllt.
BeispIeL: In bekannter Weise mit Eisensalzen vor gegerbte oder gegerbte, gefalzte und ent säuerte Felle werden im Fass wie folgt mit dem Gerbstoff nach der Schweizer Patent schrift Nr. 156126 behandelt:
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50-100 <SEP> % <SEP> Wasser <SEP> 20 <SEP> <B>0</B> <SEP> C
<tb> 30 <SEP> % <SEP> Gerbstoff <SEP> Dauer <SEP> 6-8 <SEP> Stunden. Über Nacht kann man die Felle im Fass be lassen, man kann sie aber auch auf den Bock schlagen. Hierauf wird gut mit 30 C Wasser gewaschen und wie folgt gefettet:
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4-8 <SEP> % <SEP> sulf. <SEP> Klauenöl
<tb> 1-2 <SEP> % <SEP> Seife <SEP> Dauer <SEP> 1-2 <SEP> Stunden.
<tb> 100% <SEP> Wasser <SEP> 50 <SEP> <SEP> C Nachher schlägt man die Felle auf,den Bock.
lässt vorteilhaft einige Stunden hängen, reckt am Narben gut aus, trocknet bei mässiger Temperatur, wenn möglich nicht über 30 C und richtet hernach in üblicher Weise zu.
Die Prozentsätze beziehen sich auf das Falzgewicht.
An Stelle des obenerwähnten Gerbstoffes kann auch ein anderer, der in neutraler oder organisch .saurer Lösung gerbt, verwendet werden, zum Beispiel ein Gerbstoff nach der Schweizer Patentschrift Nr. 177474 oder eine nach obenstehenden Angaben herge stellte neutralisierte Novolak-Sulfonsäure <B>USW.</B>
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Gerben tierischer Häute, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Eisen- salzen gegerbte Blössen mit solchen hydr- oxylgruppenhaltigen synthetischen Gerbstof fen nachgerbt, die in Form ihrer Neutral salze gute gerbende Eigenschaften haben. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die in Form ihrer Neutralsalze zur Anwendung gelangen..den Gerbstoffe in Gegenwart schwacher organischer Säuren zur Nachgerbung ver wendet werden. PATENTANSPRUCH II Leder, gegerbt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH215150T | 1940-02-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH215150A true CH215150A (de) | 1941-06-15 |
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ID=4448996
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH215150D CH215150A (de) | 1940-02-01 | 1940-02-01 | Verfahren zum Gerben tierischer Häute. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH215150A (de) |
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1940
- 1940-02-01 CH CH215150D patent/CH215150A/de unknown
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