CH215815A - Verfahren zur Herstellung von Dihydrotestosteron. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dihydrotestosteron.

Info

Publication number
CH215815A
CH215815A CH215815DA CH215815A CH 215815 A CH215815 A CH 215815A CH 215815D A CH215815D A CH 215815DA CH 215815 A CH215815 A CH 215815A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
alcohols
ketone
derivative
agent
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Schering A G
Original Assignee
Schering Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering Ag filed Critical Schering Ag
Publication of CH215815A publication Critical patent/CH215815A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Dibydrotestosteron.       Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zur Herstellung von     Dihydrotestoste-          ron    aus     Androstandion.    Das Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass man im     Andro-          standion    die in     3-Stellung    befindliche     Keto-          gruppe    durch Einwirkung eines,     Ketonreagenz     blockiert und im so erhaltenen Monoderivat  durch Behandlung mit einem Reduktions  mittel die freie     Ketogruppe    in die OH-Gruppe       überführt,

      wonach aus dem so .erhaltenen     Di-          hydrotestosteronderivat    durch     hydrolysie-          rende    Mittel das bekannte     Dihydrotestosteron     freigesetzt wird, das als Arzneimittel oder als  Zwischenprodukt für .die     Herstellung    von  Arzneimitteln Verwendung finden soll.  



  Für die Überführung des     Androstandions     in sein     3-iVIonoderi@rat    sind als     Ketonreagen-          zien    die üblichen Stoffe, die     Ketone    in De  rivate überzuführen vermögen und aus denen  durch Hydrolyse die freie     Ketongruppe    zu  rückgebildet werden kann, wie z. B.     Semi-          karbazid,        Phenylhydrazin        bezw.    seine Sub-         stitution.sprodukte,    wie z.

   B.     Nitrophenyl-          hydrazin,        Hydroxylamin    und dergleichen ge  eignet.  



  Die erwähnten     Ketonreagenzien    haben die  gemeinsame Eigenschaft, mit     Netonen    Kon  densationsprodukte unter Wasserabspaltung  zu bilden, die wieder .aufgespalten werden       können,    wobei die freien     Ketone    gebildet  werden. Sie sind zum Beispiel beschrieben in       Houben    "Methoden der Organischen Chemie",  3.     Aufl.,    z.     Bd.,    S.     572-573.     



  Um in dem     3-Monoderivat    die freie     Keto-          gruppe    zur     Hydroxylgruppe    umzuwandeln,  wird es einer Behandlung mit reduzierenden  Mitteln unterworfen, die, wie sich zeigte,  die blockierte     Ketogruppe    im wesentlichen       unangegriffen    lassen. Als besonders geeignet  hat sich zum Beispiel die Reduktion mit Na  trium in Alkohol erwiesen, jedoch können  auch andere an sich bekannte Verfahren Ver  wendung finden.

   So kann zum Beispiel die           Reduktion    nach dem Verfahren von Meer  wein und     Ponndorf    mit Alkoholen in Gegen  wart von Aluminium- oder     #iIabnesiuma.llzo-          holaten    durchgeführt werden.  



  Um aus diesem Reduktionsprodukt     das          zugehörige        Oxyketon        (Dihy        drotestosteron)     zu erhalten, wird dasselbe vorzugsweise ohne  weitere     Reinigung,        hydrolytisch    aufgespal  ten, vorzugsweise mit Säure, z. B. mit     Salz-          #zäure,    Schwefelsäure,     Oxalsäure    usw. am be  sten in     alkoholischer    Lösung.  



  Falls erforderlich kann -das     Hvdrierungs-          produkt    in bekannter Weise     gereinigt    wer  den, z. B. durch Umkristallisation, Destilla  tion im Hochvakuum oder indem man es der  Behandlung mit besonderen     Ketonreagenzien          unterwirft,        besonders        dem        so,-        #ena.nnten        Gi-          rard    Reagenz     (Trimethyl-ammonium-Essib-          sätire-hydrazid-hydrochlorid)    usw.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren sei an  Hand des     nachstehenden    Beispiels noch näher  erläutert.  



       Beispiel:     300 mg     Androstandion-monosemicarbazon,          jarbestellt    durch     Umsetzung    von     Androstan-          dion-3.    17 mit. 1     Mol        Semikarbazid,    wurden  in 75     ein:'        abs.        Isopropanol    gelöst und in der       Siedehitze    während 25     Minuten    mit Natrium  bis fast zur     Sättigung    versetzt.

   Das heisse  Gemisch wurde .schnell     aiisbebossen,    vom un  verbrauchten Natrium befreit, die erstarrte  Kristallmasse in Wasser gelöst und unter       Kühlung    mit verdünnter Schwefelsäure bis  zur schwach alkalischen Reaktion neutrali  siert. Das     Reaktionsprodukt    wurde     sorgfältig     mit Äther oder Chloroform     ausgezogen    und  aus verdünntem Alkohol kristallisiert erhal  ten. Ausbeute 180     m--.    In entsprechender       Weise        gelang    die Reduktion auch mit     Na-          1        rium    in Äthanol.  



  180     mb    des Reduktionsproduktes wurden  in einer     -Mischung    von 20     ein'    Alkohol und  10     cm'        2-n        wässii,

  -    er     Schwefelsäure    eine halbe  Stunde     gekocht.    Nach üblicher     Aufarbeitung     durch     Ausäthern    wurde das Produkt in  alkoholischer Lösung mit einer Lösung von         etwa    50     inny    des     Chlorides    vom     Trimethyl-          ammonium-essigsäure-livdrazid    in Alkohol       vereinigt    und nach Zusatz von 0,5 cm' Eis  essig eine halbe Stunde in gelindem Sieden       gehalten.    Die     Reaktionslösung    wurde in Was  ser     ge--ossen,

      in dem zur annähernden Neu  tralisation der Essigsäure 420 mg     1\Ta2C03          0,elöst    waren. Nach dem Entfernen des     keton-          freien    Anteils durch     :',\.usäthern    wurde die       wässrige    Lösung mit verdünnter     Schwefel-          säure        an.o-esätiert;

      sie     trübte    sich und wurde  nach fünfstündigem     Aufbewahren    bei Zim  mertemperatur     ausge,11thert.    Nach     Umkristal-          '.isieren    aus verdünntem Alkohol und     ver-          fltinntem    Aceton wurde     Androstanol-1.7-on-3          (1)ihydrotestosteronl    vom Schmelzpunkt<B>177</B>  bis 178   erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: EMI0002.0093 Verfahren <SEP> zur <SEP> Ilerstellun,-- <SEP> von <SEP> Dili.-dro 1-1-oaeron, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> man <tb> Androstandion <SEP> durch <SEP> Umsetzung <SEP> mit <SEP> einem <tb> T#etonrea@"-enz <SEP> in <SEP> sein <SEP> 3-Monoderivat <SEP> über führt, <SEP> im <SEP> -ebildeten <SEP> Monoderivat <SEP> die <SEP> freie <tb> Fe o""ruppe <SEP> durch <SEP> Einwirkung <SEP> eines <SEP> Reduk 1ior@smittas <SEP> in <SEP> die <SEP> OH-Grnppe <SEP> überführt <SEP> und <tb> ans <SEP> dem <SEP> so <SEP> erhaltenen <SEP> 1)ihydrotestosteron derivat <SEP> durch <SEP> hydrolvsierende <SEP> Mittel <SEP> das <SEP> Di hvdrotestosteron <SEP> freisetzt.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gel@eniizeiehnel-. dass man als Keton- rea,genz Semikarbazid verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da dureh gekennzeichnet, dass man als Keton- reiigeiiz Pheovlbydrazin verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet. dass man als Keton- reaelenz IIvdroxylamin verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da- dureh o;elkf-nnzeiehnet. dass man als R:eduk- lionsmitiel durch Ein-,virknng von Alkali metall auf Alkohole erhaltener na.szierender Waserstoff verwendet. :i. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Reduk- tionsmittel Alkohole in Gegenwart von Alu- miniumalkoholaten verwendet.
    6. \'erfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Reduk tionsmittel Alkohole in Gegenwart von Ma- gnesiumalkohola.t verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hydrolyse des Dihy drotestosteronderivates mittels Säuren durchgeführt wird.
CH215815D 1937-10-05 1938-09-29 Verfahren zur Herstellung von Dihydrotestosteron. CH215815A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE215815X 1937-10-05
CH210427T 1938-09-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH215815A true CH215815A (de) 1941-07-15

Family

ID=25724867

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH215815D CH215815A (de) 1937-10-05 1938-09-29 Verfahren zur Herstellung von Dihydrotestosteron.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH215815A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1545645A1 (de) Verfahren zur Herstellung von disubstituierten Adenosin-Derivaten
CH215815A (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydrotestosteron.
DE931829C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-p-Nitrophenyl-2-acylamidopropan-1, 3-diolen
DE907172C (de) Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid
DE611055C (de) Verfahren zur Herstellung von Glucosiden hoeherer aliphatischer Alkohole
CH210427A (de) Verfahren zur Herstellung von Testosteron.
DE509938C (de) Verfahren zur Darstellung von Phenylglycidsaeure
AT151011B (de) Verfahren zur Herstellung von Glucosiden höherer aliphatischer Alkohole.
DE948059C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Amino- bzw. 4-Acylamino-2-alkoxybenzoesaeuren
DE594275C (de) Verfahren zur Gewinnung von Glycin aus seinen Estern und deren Salzen durch Verseifung
AT160752B (de) Verfahren zur Darstellung von Pregnen-(4)-dion-(3.20).
DE600923C (de) Verfahren zur Gewinnung von basischen Estern der Tropasaeure
DE539806C (de) Verfahren zur Darstellung von Isopropylallylbarbitursaeure
DE882549C (de) Verfahren zur Darstellung von Dihydrotestosteron
DE553070C (de) Verfahren zur Herstellung von Aldol aus Acetaldehyd
DE870098C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von Diketonen der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe in Oxyketone
DE702648C (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydrofollikelhormon
DE482841C (de) Verfahren zur Darstellung von Barbitursaeuren
DE834850C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2, 3-dimethyl-4-dimethylamino-5-pyrazolon
DE709617C (de) Verfahren zur Darstellung von AEtiocholylglyoxalen
DE896804C (de) Verfahren zur Darstellung von Enolaethern von ª‡,ª‰-ungesaettigten Steroidketonen
CH220206A (de) Verfahren zur Herstellung von Testosteron-benzyl-enoläther.
CH216340A (de) Verfahren zur Herstellung eines Androstendions.
DE1135488B (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylolalkanen
CH215816A (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydrotestosteron.