CH216146A - Einrichtung zur trockenen Destillation pflanzlicher Stoffe, insbesondere von Holz. - Google Patents

Einrichtung zur trockenen Destillation pflanzlicher Stoffe, insbesondere von Holz.

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CH216146A
CH216146A CH216146DA CH216146A CH 216146 A CH216146 A CH 216146A CH 216146D A CH216146D A CH 216146DA CH 216146 A CH216146 A CH 216146A
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CH
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retort
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A G Fuer Chemische Holz Wimmis
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Chemische Holzverwertung Wimmi
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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    • Y02E50/10Biofuels, e.g. bio-diesel

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Description


  Einrichtung zur trockenen Destillation     pilanzlicher        Stoffe,    insbesondere von Holz.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein  richtung zur trockenen     Destillation    pflanz  licher Stoffe, insbesondere von Holz, und be  steht     darin,    dass eine Retorte mit Heizmantel  und aufgesetztem, unten und oben abschliess  barem     Einfüllschacht    für das Destilliergut  und am     untern    Ende angeordneter, von  aussen zugänglicher Entnahmeöffnung für  den     Destillationsrüekstand    vorgesehen ist,

   an  welche Retorte oben eine Zuleitung für heisse  Gase und am mittleren Teil     eine    Abzugs  leitung für die     Schwelgase    angeschlossen ist,  die über     ein    Gebläse mit einem unter der  Retorte angeordneten,     mit    deren Heizmantel  kommunizierenden     Verbrennungsraum    für  die     Schwelgase    in Verbindung steht, um     mit          denselben    die     Retorte    zu heizen.  



  Auf der     Zeichnung,    die ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes dar  stellt, ist       Fig.    1 ein     Vertikalschnitt    desselben,       Fig.    2 ein Teilschnitt hierzu nach Linie       II-II    der     Fig,    1 und         Fig.    3 ein weiterer     Teilschnitt    nach Linie       III-III    der     Fig.    1.  



  Auf einem Sockel 1 ist eine stehende  zylindrische Retorte 2 mit diese auf     ihrer     ganzen Höhe umgebendem Heizmantel 3 und       Wärmeisoliermantel    4     aufgestellt.    Im Reiz  mantel 3 ist eine     schraubenlinienförmig    ver  laufende Leitschikane 5 zur     Ausnützung    der       Heizgasewärme    eingebaut.

   Der Boden 2' der  Retorte 2 ist über einen     mit    dem     Innern    des  Heizmantels     kommunizierenden    Heizraum 6  hinweg schräg abfallend angeordnet und  geht unten in die untere     Begrenzungswand     des seitwärts nach     aussen    führenden, von  aussen also zugänglichen     Entnahmestutzens    7  für die     Destillationsrückstände    über.

   Der  Stutzen 7 ist     mittels    eines     abnehmbaren    oder  aufklappbaren Deckels 8 abgeschlossen.     Oben     ist auf die     Retorte    ein     Einfüllschacht    9 für  das     Destillationsgut,    insbesondere zu ver  kohlendes Holz aufgesetzt. Dieser     Einfüll-          schacht    ist unten gegen die Retorte hin mit  tels     eines    von     aussen    zu bedienenden     Schiebers         10 und oben mittels eines aufklappbaren  Deckels 11 abgeschlossen.

   Am     obern    Ende  des Heizmantels können die Heizgase durch  ein Kaminrohr 12 abziehen. An die     Retorte     2 ist oben eine Zuleitung 18 für heisse Gase       angeschlossen,    die am Anfang des Betriebes  in einem auf die     Retorte    neben dem Füll  schacht aufgestellten Hilfsgenerator 14 er  zeugt oder auch von einer andern Stelle der       Einrichtung    aus     zugeführt    werden können.  Am mittleren Teil, das heisst auf halber  Höhe, ist an der Retorte 2 eine     Abführungs-          leitung    15 für die Schwelgase angeschlossen.

    Die Leitung     1.5    führt die heissen Schwelgase  an einem nicht gezeichneten Thermometer  vorüber     in    einen     vertikalen,    zugleich als  Wasserkühler ausgebildeten Reiniger 16, in  welchem unten Teer und andere Kondensa  tionserzeugnisse     aus    den Schwelgasen aus  geschieden werden. die sich in einer Teer  vorlage l r\ sammeln.

   Aus dem     Reiniger    16  gelangen die     vorgereinigten    und gekühlten  brennbaren     resp.    nicht     kondensierten    Gase  durch ein Rohr 18' in einen     Trockenturm    18,  in welchem sie gereinigt und getrocknet wer  den und aus welchem sie oben     durch    ein  Rohr 19 hindurch von einem Gebläse 20 ab  gesaugt werden.

   Das Gebläse 20 drückt diese  Gase durch eine Leitung 21 an einem     Kon-          denswassersammler    22 vorbei und durch  einen mit dem Kamin in Verbindung stehen  den     Dreiweghahn    23 hindurch in eine     Bren-          nerdüse    24, die sich in der Heizkammer 6  unter der     Retorte    befindet.

   Mit der Kammer  6 steht ein regulierbares     Luftzutrittsrohr    25  in Verbindung, das mit einem     erweiterten     Teil 25' das     Brennerrohr    konzentrisch um  gibt und die zur Verbrennung des Gases nö  tige Luft zuführt. 26 und 26' sind in ver  schiedenen Höhen an die Retorte 2 ange  schlossene     Thermometer,    die auch durch       Lufteintrittsdüsen    ersetzt werden können,  wenn es sich als wünschenswert erweist, mit  der beschriebenen Einrichtung auch Holzgas  erzeugen zu können.

   27 sind von den Seiten  wänden des Entnahmestutzens 7     einwärts     vorstehende Führungsansätze für einen vorn  vorteilhaft spitz zulaufenden     Schieber    28,    welcher in     Fig.    1 nur durch strichpunk  tierte Linien angedeutet ist und ein geregel  tes und     gleichmässiges        Herausrutschen    der  fertigen Holzkohle     aus    dem Stutzen 7     be-          zweckt.     



  Nach dem     Füllen    der     Retorte    2 z. B. mit  zu verkohlendem Holz und des     Hilfsgenera-          tors    14 mit Holzkohle werden der letztere       und    der     Ventilator    20 in     Betrieb    gesetzt.  Durch die Saugwirkung des     Ventilators    wer  den die im     Hilfsgenerator    14 erzeugten  heissen     Gase    durch das in der     obern        Hälfte     der     Retorte    2     befindliche    Schwelgut hin  durch abgesaugt, welches dabei erhitzt wird.

    Die sich anfänglich aus dem Schwelgut ent  wickelnden     Waserdämpfe    werden ebenfalls       abgesaugt,    so dass auch zu     Beginn    des Be  triebes eine Kondensation der     Wasserdämpfe     im Innern der Retorte     verhindert    und die  gründliche     Durchwärmung        des        Schwelgutes     begünstigt und beschleunigt wird.

   Die ge  waschenen     resp.        gereinigten    und gekühlten       Gase    werden     durch    den Ventilator 20 in die       Heizkammer    6     gedrückt    und dort     unter    der       Retorte    2 verbrannt. Dadurch wird der  eigentliche     Schwelprozess    in der Retorte ein  geleitet.

   Nach zwei Stunden, wenn die Tem  peratur im     untern        Teil    der     Retorte    auf zirka  270   C gestiegen ist, setzt eine ziemlich stür  mische     Gasentwicklung    ein, und die Tempe  ratur kann sich ohne äussere Wärmezufuhr  auf zirka 550   C     steigern.    Mit fortschreiten  der Erhitzung des     Schwelgutes        steigert    sich  infolge bedeutender     Schwelgasentwicklung     der Druck im     Innern    der     Retorte    soweit,

   bis  die     Saugkraft    des mit     stets    gleicher Ge  schwindigkeit laufenden Ventilators 20 nicht  mehr     Schritt    zu     halten        vermag    mit der       Schwelgasentwicklung.    In diesem Zeitpunkt       übersteigt    der Druck im     Innern    der     Retorte     den Saugdruck des Ventilators. Infolge dieses  kleinen Überdruckes in der Retorte wird in  den Hilfsgenerator 14     keine    Luft mehr an  gesaugt, wodurch dieser erlöscht und     ausser     Betrieb gesetzt wird.

   Gegebenenfalls kann  in die Zuleitung 13 eine     Rückschlagklappe     eingebaut sein, welche das     Eintreten    von      Schweldämpfen in den Generator 14 selbst  tätig     verhindert.     



  Der     Destillationsrückstand,    das heisst die  fertige Holzkohle, kann dann der     Retorte     unten durch den Stutzen 7     entnommen    werden.  Vor dem Öffnen des     Entnahmestutzensi    7  wird der     Dreiweghahn    23 so umgestellt, dass  das Gas     in    das Kamin geleitet wird, weil  die Gefahr besteht, dass durch den nach dem  Öffnen des Stutzens 7 in der Retorte auf  tretenden     Luftüberschuss    die     Flamme    aus  geblasen wird.

   Nach Öffnen des Stutzens 7       wird    der     Schieber    28     eingeführt,    um einen  geregelten     Austritt    der Kohle zu bewirken.  Nach     Entnahme    der fertigen     Kohle    aus der  Retorte und Schliessen des     Stutzens    7 wird  das Gas     wieder        in    die Düse 24 geleitet und  entzündet. Nachher kann durch Herausziehen  des Schiebers 10 das in dem oben geschlosse  nen, gefüllten Schacht 9 befindliche Holz in  die Retorte fallen gelassen werden. Der  Schieber 10 wird sofort wieder geschlossen  und der Schacht 9 von neuem gefüllt.

   Durch  das noch glühend heisse     Destillationsgut    wird  der     Schwelprozess    auf das frisch eingefüllte  Material übergeleitet, ohne dass der Genera  tor 14 von neuem in     Betrieb    genommen wer  den muss.  



  Die     Hauptteile    der beschriebenen Ein  richtung können zum     Tranport    derselben  voneinander getrennt und einzeln verladen  werden. An Ort und     Stelle    der     Holzgewin-          nung    oder in der Nähe derselben am     besten     da, wo Wasser und elektrischer Strom zur  Verfügung stehen, kann die Einrichtung zu  sammengestellt und in Betrieb genommen  werden.

   Da die     unkondensierbaren,    brenn  baren Gase zur Heizung der Retorte verwen  det werden, ist der Betrieb der Einrichtung  für     die        Umgebung    gefahrlos und praktisch  geruchlos, weshalb die     Einrichtung    in der  Nähe von     'Wohnstätten    und sogar in     Gebäu-          lichkeiten    aufgestellt werden kann. Die be  schriebene     Einrichtung    arbeitet praktisch       kontinuierlich    und kann von einem einzigen  Mann bedient werden. Bei Bedarf, z. B. für  den Betrieb von Motoren oder einer Heizung,  kann die Einrichtung nach Anschliessen von

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur trockenen Destillation pflanzlicher Stoffe, inbesondere von Holz, gekennzeichnet durch eine Retorte mit Heiz- mantel und aufgesetztem, unten und oben abschliessbarem Einfüllschacht für das De stilliergut und am untern Ende angeordneter, von aussen zugänglicher Entnahmeöffnung für den Destillationsrückstand,
    an welche Retorte oben eine Zuleitung für heisse Gase und am mittleren Teil eine Abzugleitung für die Schwelgase angeschlossen ist, die über ein Gebläse mit einem unter der Retorte an geordneten, mit deren Heizmantel kommu nizierenden Verbrennungsraum für die Schwelgase in Verbindung steht, um mit denselben die Retorte zu heizen.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zuleitung für die zum Einleiten des Schwelprozesses be nützten heissen Gase mit einem auf der Re torte aufgestellten Hilfsgenerator in Verbin dung steht. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Hilfsgenera tor neben dem Einfüllschacht aufgestellt ist.
    3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Retorte auf ihrer .ganzen Höhe von einem gegen Wärme verlust isolierten Heizmantel umgeben ist. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Retorte einen gegen einen seitlichen Entnahmestutzen für den Destillationsrückstand schräg abfallen den Boden aufweist.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Retorte auf Erzeugung von Holzgäs umzustellen. Lufteintrittsdüsen an die Retorte an den hiefür vorgesehenen Stellen zur Erzeugung von Holzgas, resp. Sauggas, verwendet werden.
CH216146D 1940-11-30 1940-11-30 Einrichtung zur trockenen Destillation pflanzlicher Stoffe, insbesondere von Holz. CH216146A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2622930A1 (de) * 1976-05-21 1977-12-01 Patra Patent Treuhand Verfahren und einrichtung zur unter gasbildung bewirkten behandlung auf vorrat gehaltenen brennstoffs
FR2583427A1 (fr) * 1985-06-14 1986-12-19 Gourbeyre Claude Procede de fabrication de charbon de bois, dispositif pour sa mise en oeuvre et produits obtenus par ce procede
EP0471357A3 (de) * 1990-08-15 1992-04-08 Heiyo Shoji Kabushiki Kaisha Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Aktivkohle unter Verwendung von kohlehaltigem Material

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DE2622930A1 (de) * 1976-05-21 1977-12-01 Patra Patent Treuhand Verfahren und einrichtung zur unter gasbildung bewirkten behandlung auf vorrat gehaltenen brennstoffs
FR2583427A1 (fr) * 1985-06-14 1986-12-19 Gourbeyre Claude Procede de fabrication de charbon de bois, dispositif pour sa mise en oeuvre et produits obtenus par ce procede
EP0471357A3 (de) * 1990-08-15 1992-04-08 Heiyo Shoji Kabushiki Kaisha Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Aktivkohle unter Verwendung von kohlehaltigem Material

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