CH216195A - Verfahren zur Herstellung von Polarisationsfiltern. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Polarisationsfiltern.Info
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- G02B5/00—Optical elements other than lenses
- G02B5/30—Polarising elements
- G02B5/3025—Polarisers, i.e. arrangements capable of producing a definite output polarisation state from an unpolarised input state
- G02B5/3033—Polarisers, i.e. arrangements capable of producing a definite output polarisation state from an unpolarised input state in the form of a thin sheet or foil, e.g. Polaroid
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Description
Verfahren zur Herstellung von Polarisationsfiltern. Es sind heute verschiedene Verfahren zur Herstellung von Polarisationsfiltern bekannt. Eines der bekanntesten Verfahren besteht in der Herstellung von dichroitischen Ein kristallschichten, die zum Schutz gegen äussere Einflüsse und dergl. zwischen zwei Deckgläser verkittet werden.
Bei einem andern Verfahren werden kleinste dichroiti- sche Kriställchen in ein isotropes, meist zu nächst zähflüssiges Trägermedium eingebet tet bezw. in ihm erst erzeugt und das so ent stehende Gemisch zu einer Schicht ausgegos sen. Gleichzeitig werden die dichroitischen Teilchen unter dem Einfluss mechanischer, elektrischer oder magnetischer Kräfte gleich artig ausgerichtet. Für derartige Polarisa tionsfilter können die verschiedensten be kannten dichroitischen Kristalle Verwendung finden, z.
B. die Jodadditionsprodukte des Chininsulfates (Herapathit), die Additions verbindungen von Jod an andere hetero- zyklische Basen, wie z. B. Toluidin, Cincho- nin, Picolin, Chinolin, Chinaldin usw. An Stelle von Jod können auch Brom oder Me tallsalze an heterozyklische Basen angeglie dert werden.
Als Trägersubstanz für diese griställchen werden vorzugsweise die Zellu lose bezw. Derivate der Zelhdose, Gelatine, Kunstharze usw. benutzt.
Ein weiterer bekannter Weg zur Herstel lung dichroitischer Polarisationsfilter besteht schliesslich darin, dass man optisch anisotrope Körper, vorzugsweise anisotrope Schichten, geeignet einfärbt.
So kann man beispiels weise einer Zellulosefaser von nur etwa l ,u Dicke durch Behandlung mit Chlorzinkjod schon einen so ausgeprägten Dichroismus verleihen, dass die Faser im polarisierten Licht bei Parallelstellung ihrer Längsrich tung mit der Polarisationsebene völlig farb los, bei Kreuzung beider Richtungen schwarz erscheint.
Bezüglich der Auswahl von flächenförmigen, anisotropen Körpern, die sich zur Herstellung von Polarisationsfiltern durch Einfärbung eignen, sowie von geeigne ten Farbstoffen besteht eine Vielzahl. von Möglichkeiten. Insbesondere eignen sich die heute unter den verschiedensten Handelsbe zeichnungen erhältlichen Folien aus Zellulose bezw. Zellulosederivaten, wie z.
B. das unter der Marke "Cellophane" bekannte Produkt, ferner Transparit, Cuprophan, Ultraphan, Pliaphan usw. zum Einfärben. Fernerhin sind auch Kunstharze, Gelatine und andere Stoffe verwendbar. Gross ist die Zahl der Farbstoffe, die den gewünschten Effekt er geben.
Unter anderem können eine sehr grosse Zahl von idiochromatischen oder allochroma- tischen Substanzen wie Methylenblau, Kongo rot usw., weiterhin alle Elemente wie Kup fer, Silber, Gold, Quecksilber, Arsen, Anti mon, Wismut, Selen, Tellur, Brom, Jod und andere mehr sowie Verbindungen derselben Verwendung finden. Bekanntlich ist es auch möglich, von isotropen Körpern auszugehen und diese erst durch geeignete Massnahmen, wie z. B. Strecken oder Dehnen, anisotrop zu machen.
Bei der Verwendung von Folien, die bereits anisotrope Eigenschaften aufweisen, ist es in vielen Fällen nützlich, eine Verstär kung der Anisotropie, ebenfalls durch Strek- ken oder Dehnen der Folien vorzunehmen.
In besonderen Fällen kann aber auf diese Be handlung vollkommen verzichtet werden Für die dichroitische Einfärbung von Zellulose- bezw. Zellulosederivatfolien ist das Jod ein besonders geeigneter Farbstoff, welcher am besten auf dem Umweg über das Chlorzinkjod oder auch durch Verdrängung aus Kaliumjodid mit Chlorgas oder in Form anderer, bekannter organischer bezw. anorga nischer Jodverbindungen in die Schicht ein gebracht werden kann.
Polarisationsfolien, die nach diesem Ver fahren hergestellt werden, besitzen nur eine stark begrenzte Haltbarkeit, da der Farb stoff verhältnismässig schnell von selbst, ins besondere durch Sublimation, wieder aus dem Träger entweicht.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polarisations filtern, bei dem eine optisch anisotrope Trägerschicht eingefärbt wird, welches Ver- fahren dadurch gekennzeichnet ist, dass zu nächst eine weitgehende Durchfärbung der Trägerschicht vorgenommen wird, der Farb- stoffgehalt aber dann z. B. durch Aus waschen wieder bis auf das für die ge wünschte Dichte bezw. Transparenz erforder liche Mass vermindert wird.
Dadurch wird eine polarisierende Schicht erhalten, bei wel cher der Farbstoff vorwiegend in den tiefer liegenden Teilen der Trägerschieht enthalten ist. Ein solches Filter zeigt dem bekannten gegenüber grössere Haltbarkeit bei zudem noch gesteigerter Polarisationswirkung.
Der überschüssige Farbstoff kann auch z. B. durch Wärmeeinwirkung ausgetrieben oder durch Einwirkung chemischer Stoffe be seitigt werden. Offenbar gelingt es auf diese Weise, die Farbstoffteilchen vorwiegend in die innern Körperschichten einzulagern, wäh rend die äussern Folienteile weitgehend vom Farbstoff frei werden.
Nach erfolgtem rich tigen Einfärben und Auswaschen kann die Folie in noch nassem Zustand einer geeigne ten Dehnung zur Erhöhung der Anisotropie unterworfen werden. Diesem Dehnungszu- stand bleibt sie zweckmässigerweise bis zur vollkommenen Trocknung ausgesetzt. Durch den Trocknungsprozess wird die Spannung in der Regel noch weiter vergrössert.
Man wird deshalb die Dehnung im nassen Zustand vor zugsweise so bemessen, dass die endgültig entstehende Spannung gerade noch unterhalb der Grenze der Zerreissfestigkeit des Mate rials bleibt. Man kann bei dem erfindungs gemässen Verfahren auch so vorgehen, dass man das Einfärben, Auswaschen und Dehnen in beliebiger Reihenfolge wiederholt, z. B.
derart, dass man vor dem Einfärben schon eine gewisse Dehnung der Trägerschicht vor nimmt und diese dann nach dem Einfärben nochmals, eventuell auch mehrmals und unter mehrfachem Einfärben wiederholt. Nach dem Verfahren können äusserst wirk same und haltbare Polarisationsfilter herge stellt werden. Die Methode beschränkt sich nicht auf die Einfärbung mit Jod, sondern kann auch bei andern Farbstoffen Anwen dung finden.
PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Polarisa tionsfiltern, bei dem eine optisch anisotrope Trägerschicht eingefärbt wird, dadurch ge kennzeichnet, dass zunächst eine weitgehende Durchfärbung der Trägerschicht vorgenom men wird, der Farbstoffgehalt aber dann wieder bis auf das für die gewünschte Dichte bezw. Transparenz erforderliche Mass ver- mindert wird.
Claims (1)
- ÜNTERANSPRUCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Farbstoff gehalt durch Auswaschen vermindert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht nach dem Einfärben und Auswaschen einer Dehnung mindestens annähernd bis zur vollkommenen Trocknung unterworfen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Einfärben, Auswaschen und Dehnen in beliebiger Reihenfolge wieder holt wird.PATENTANSPRUCH II: Polarisationsfilter, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbstoff vorwiegend in den tieferliegenden Teilen .der Träger schicht enthalten ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE216195X | 1938-12-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH216195A true CH216195A (de) | 1941-08-15 |
Family
ID=5827921
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH216195D CH216195A (de) | 1938-12-09 | 1940-04-16 | Verfahren zur Herstellung von Polarisationsfiltern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH216195A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0000209A1 (de) * | 1977-06-29 | 1979-01-10 | Polaroid Corporation | Polarisator für sichtbares Licht bestehend aus einem mit Jod gefärbten Polyvinylalkoholfilm und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1940
- 1940-04-16 CH CH216195D patent/CH216195A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0000209A1 (de) * | 1977-06-29 | 1979-01-10 | Polaroid Corporation | Polarisator für sichtbares Licht bestehend aus einem mit Jod gefärbten Polyvinylalkoholfilm und Verfahren zu seiner Herstellung |
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