CH216420A - Verfahren zur Herstellung von Zubereitungen feinst verteilter Pigmente. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zubereitungen feinst verteilter Pigmente.

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CH216420A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/006Preparation of organic pigments

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Zubereitungen     feinst    verteilter Pigmente.    Für viele technische Zwecke, insbesondere  die Kunststoffindustrie, photographische In  dustrie, Färberei und Druckerei sowie zum  Teil auch für Heilmittel, haben feine Ver  teilungen unlöslicher Stoffe erhebliche Be  deutung erhalten.  



  Bei den bekannten Verfahren wird das  Pigment mit     Hilfe    von Rührvorrichtungen,  Kugel- oder     Kolloidmühlen    oder andern Dis  pergiervorrichtungen in möglichst feine Ver  teilungen gebracht und dieses Pulver in meist       Kolloidlösungen,    z. B.     Kunstseidenspinn-          lösungen,        Gelatinelösungen    oder Salben  grundlagen, eingerührt. In anderer Ausfüh  rungsform wird das Pigment in Gegenwart  des Kolloids oder     eines    Hilfsstoffes, wie  z. B.

   Zucker, zerrieben, in Gegenwart eines  Kolloids aus irgendeinem Lösungszustand  dargestellt oder zur Ausfällung gebracht,  oder aber man gewinnt durch intensive me  chanische Bearbeitung aus dem Pigment und  einem Trägerstoff eine     knet-    und walzfähige    plastische Masse, die, gegebenenfalls     unter          Mitverwendung    einer kleinen Menge einer  Flüssigkeit, durch intensives Kneten oder ;  Walzen im plastischen Zustand schliesslich  eine sehr feine Verteilung des Pigmentes er  gibt.

   Als Verteilungsmittel für dieses Ver  fahren dienen bisher     wässrige        Lösungen    von       Degtrin,    Gelatine, Wasserglas     (E.    P. 473058)  oder von     Sulfitcelluloseablauge,    Konden  sationsprodukten von aromatischen     Sulfo-          säuren    mit niedrigen     aliphatischen    Aldehy  den, Schweizer Patent Nr. 209169.  



  Gegenstand der vorliegenden     Erfindung     ist ein Verfahren zur Herstellung von Zube  reitungen (einst verteilter Pigmente durch  intensive mechanische Bearbeitung eines pla  stischen Gemisches der Pigmente mit Träger  stoffen im     Walz-    oder Knetverfahren, das da  durch gekennzeichnet ist, dass als minde  stens ein Trägerstoff ein     dünnflüssiger    bis  viskoser, zum     mindestens    zweiwertiger Alko-      hol mit mindestens 2     C-Atomen    Anwendung  findet.  



  Mit Vorteil können auch die durch Zu  sammentritt von zwei oder mehr Molekülen  derartiger Alkohole entstandenen Konden  sationsprodukte angewandt werden. Als gün  stig haben sich auch Gemische     verschiedener     solcher Alkohole     bezw.    deren     Polymeri-          sationsprodukte    erwiesen. Gegebenenfalls  können bei der Verarbeitung auch Verdün  nungsmittel, wie Wasser oder Alkohol oder  weitere Trägerstoffe,     Mitverwendung    finden.  



  Besonders geeignet ist ein technisches  Abfallprodukt, das in der Hauptsache aus  Triolen und     Tetrolen    des     Hexans    und     Ok-          tans,    vorzugsweise     1,3,5-Trioxy    hexen und       1,3,5,        7-Tetraoxyoktan,    in verschiedenen     DIi-          schungsverhältnissen,    die für das Mahlver  fahren selbst nicht von     prinzipieller    Bedeu  tung sind, besteht.

   Diese Produkte sind dicke  Flüssigkeiten, die in Zähigkeit noch das     Gly-          cerin    übertreffen, aber nicht dessen starke       Hy        groskopizität    besitzen. Dieses Abfallpro  dukt ist mit Wasser und organischen Lö  sungsmitteln mischbar, wodurch man gegen  über den bisher genannten Verteilungsmitteln  den Vorteil besitzt, dass die Produkte je nach  Bedarf in Wasser     bezw.        wässrigen        Kolloid-          lösungen    oder in     entsprechenden        organischen     Mitteln weiter verwendet werden können.

    Das Produkt. ist ferner im Gegensatz zu vie  len andern der bisher benutzten     Verteilungs-          mittel    farblos,     luft-    und lichtbeständig und  photographisch einwandfrei. Es besitzt die  Fähigkeit, Pigmentmengen     aufzunehmen,    die  oft erheblich grösser sein können als sein  eigenes Gewicht, zumal es noch in Verdün  nungen mit Wasser oder organischen     Li5-          sungsmitteln        wirksam    ist.

   Es besitzt an  scheinend auch die Eigenschaft, das Korn  des P     b,-mentes    zu erweichen, wodurch     dieZer-          kleinerung    erleichtert wird, und Zusammen  ballungen so weitgehend zu     zerteilen,    dass  man eine ausserordentlich feine Aufteilung  des Pigmentes erhält. Es konnten vielfach  Teilchengrössen unter Lichtwellenlänge er  halten werden, so     da.ss    Verteilungen des Pig  mentes in     Wasser    für das Auge klar wie         echte    Lösungen aussehen und mikroskopisch  das Pigment nicht mehr nachweisbar ist.  



  Selbst bei anorganischen Pigmenten, wie  Braunstein u. a., sind diese neuen Vertei  lungsmittel wirksamer als z. B. Gelatine,  das heisst man erhält feinere Verteilungen,  wenn man sie allein, verdünnt oder unver  dünnt, oder zusammen mit Gelatine zum  Verkneten der Pigmente verwendet, als Ge  latine allein.  



  Die mit den genannten Alkoholen oder dem  technischen Alkoholgemisch     verknetbaren     oder     verwalzbaren    Pigmente sind sehr zahl  reich, und es wurde bei allen bisher unter  suchten Pigmenten Wirksamkeit festgestellt.  So können von anorganischen Pigmenten,  z. B. aus     Manganoxyden,        Cadmiumsulfid,          Bleichromat,        Titandioxyd,    Eisenblau, Chrom  oxyd und andern Mineralfarben, Schwefel,       Magnesiumoxyd,    Zinksulfid, Quecksilber  jodid,     Silberbromid    und andern     schwerlös-          lichen    Silbersalzen, z.

   B. für die Herstellung  lichtempfindlicher Schichten,     bas.    Wismut  nitrat usw. Verteilungen von besonderer  Gleichmässigkeit und Feinheit des Korns,  hergestellt werden. Zahlreich sind auch die  organischen Pigmente, die     untersucht    wur  den, und bei denen ebenfalls ein besonders  guter Verteilungsgrad nach der Behandlung  festgestellt wurde.

   So können beispielsweise  die zahlreichen     Küpen-    und     Azofarbstoffpig-          mente    in Teig- oder Pulverform,     Phthalo-          cyanin    und Verwandte, sowie deren     Chlo-          riermigsprodukte    und Metallverbindungen,  Russ, Farblacke und     Fällungsprodukte    lös  licher Farbstoffe basischer oder saurer Natur  mit     Fällmitteln    der jeweils entgegengesetz  ten Natur, Farbstoffe zum Färben von     Cellu-          loseestern    und     -äthern,    ferner Zwischenpro  dukte der organischen Industrie.

   wie     Farb-          stoffkomponenten,    die ebenfalls gefällt sein  können, und Schädlingsbekämpfungsmittel       verwandt    werden.  



  Die Produkte können, entsprechend der  Vielseitigkeit der verwendbaren Pigmente,  für die verschiedensten Zwecke dienen, z. B.  



  zum Färben von in Wasser oder organischen  Mitteln gelösten Kolloiden, aus denen Kunst-      f     äden,    Filme,     Überzüge,        Anstrichmittel    oder  Lacke hergestellt werden sollen oder zum  Färben von plastischen oder thermoplasti  schen Massen, wie auch zur Herstellung von  Farben für Färberei und Druckerei, schliess  lich auch für Heilmittel, z. B. Zahnreini  gungsmittel,     Schädlingsbekämpfungsmittel     und photographische Produkte.

      <I>Beispiel:</I>  In einer     Knetapparatur    nach dem Prinzip  von Werner  &      Pfleiderer    werden 30 Teile  Gelatine mit 25 Teilen Wasser, 25 Teilen  des Handelsfarbstoffes     Fanalrot    6 B     supra     Teig und 10 Teilen eines im wesentlichen  aus     1,3,5,7-Tetraoxyoktan    bestehenden Pro  duktes verknetet. Dieser Masse werden noch  nach und nach 40 Teile Pulvergelatine zuge  geben, und diese ganze Mischung wird dann  noch zwei Stunden geknetet. Die Masse gibt,  mit Wasser verdünnt und auf Glasplatten  vergossen, ein klar durchsichtiges Filter.  Ohne den     Zusatz    des     Tetraoxyoktans    entsteht  nur ein trübes, unbrauchbares Filter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Zuberei tungen (einst verteilter Pigmente durch in tensive mechanische Bearbeitung eines pla stischen Gemisches der Pigmente mit Träger stoffen im Walz- oder Knetverfahren, da durch gekennzeichnet, dass als mindestens ein Trägerstoff ein dünnflüssiger bis viskoser, zum mindesten zweiwertiger Alkohol mit mindestens 2 C-Atomen Anwendung findet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Träger stoff Gemische von zum mindesten zweiwer tigen Alkoholen mit mindestens 2 C-Atomen verwendet. 2.
    Verfahren -nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Trägerstoff die mindestens zwei Oxygruppen enthaltenden Kondensationspro dukte von mindestens 2 Molekülen der artiger Alkohole verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Trägerstoff Gemische verschiedener Kondensationsprodukte mit mindestens je zwei Oxygruppen verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Verdün nungsmittel mitverwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass -man weitere Trä gerstoffe mitverwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Träger stoff 1,3,5,7-Tetraoxyoktan verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Träger stoff ein Gemisch aus 1,3,5-Trioxyhexan und 1,3,5,7-Tetraoxyoktan verwendet.
CH216420D 1939-05-03 1940-05-16 Verfahren zur Herstellung von Zubereitungen feinst verteilter Pigmente. CH216420A (de)

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