CH216830A - Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Absorptionsmasse zur Bindung von Kohlensäure in Atemluft. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Absorptionsmasse zur Bindung von Kohlensäure in Atemluft.

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CH216830A
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    • A62B21/00Devices for producing oxygen from chemical substances for respiratory apparatus

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Absorptionsmasse zur     Bindung     von     Hohlensäure    in Atemluft.    Die Bewertung von Absorptionsmassen  zur Bindung von     Kohlensäure        in    Atemluft  geschieht heute allgemein so, dass die Massen       in    geeigneter Anordnung, z. B. auf     Well-          sieben    in Patronenform gebracht werden.

   Die  Prüfung solcher     Patronen    erfolgt,     indem        ein          Luftstrom    bekannter Grösse durch die Pa  tronen geleitet     wird.    Diesem     Luftstrom    wird       Kohlensäure    und Wasserdampf nach Mass  gabe der für die betreffende Patronenart beim  praktischen Gebrauch zur Anwendung kom  menden     Zusammensetzung    vor dem Eintritt  in die Patrone beigemengt. Die     Befreiung    des       Luftstromes,    besonders von     Kohlensäure    hin  ter der Patrone ist das; Mass für die Absorp  tionsleistung der Patronen.

     Durch den zunehmenden     Gebrauch.    von       Sauerstoffschutzgeräten        in    den letzten 20 Jah  ren haben sich nun     Standardbedingungen          herausgebildet,    nach denen     meist    die Bewer  tung der Schutzgeräte erforderlichen     "Luft-          reinigungspatro#nen"    erfolgt.

   In solchen Be-         dingungen,    wie sie für Bergbaugeräte  vom     "Ausschuss    für das     Grubenrettungs-          wesen    in Preussen" veröffentlicht sind  (siehe -     "Der        Kompass",    amtliches Organ der       Knappschaft-Berufsgenossenschaft,    Nr. 23  vom 5.

   Dezember 1925, Berlin); sind  die Temperaturen und der Wasserdampf  gehalt der     Prüfluft        mit   <B>371</B> C bei voller       Sättigung    mit Wasserdampf vorgesehen.     Eine     unter     diesen        Bedingungen        vorgenommene     Prüfung von Absorptionsmassen setzt für den       praktischen    Gebrauch also     immer        diese        Be-          dingung    voraus.

   Es hat sich aber gezeigt, dass  bei     Verwendung    für andere als Bergbau  zwecke andere, und zwar wesentlich niedri  gere Temperaturen mit     entsprechend    geringe  rer Sättigung mit Wasserdampf in Frage  kommen.  



  Nach einem bekannten Verfahren werden  die durch Zerkleinern von     Atznatron    herge  stellten     Absorptionsmassen    zur     Bindung    von  Kohlensäure     in        Atemluft    dadurch zu höherer           Kohlensäureaufnahme    angeregt, dass die zer  kleinerte Masse vor der Anordnung in geeig  neten Gebrauchsformen mit trockener, gas  förmiger Kohlensäure behandelt wird. Dabei  entstehen nach der     Reaktion     2     Na0H        -I-   <B>CO,</B> =     Na2COg        -I-    1120  für 106 g Soda jeweils 18g Wasser.

   Wird  also beispielsweise trockenes     Ätznatron    mit  trockener Kohlensäure so lange behandelt,  dass 5 % Karbonat entstanden sind, so ent  hält die     Absorptionsmasse    gleichzeitig etwa  0,8 % Wasser. Es hat sich gezeigt, dass dieses  Wasser     eine    verbesserte     Kohlensäureauf-          nahme        bedingt,    bei Temperaturen, wie sie im  Freien im Frühjahr und Herbst üblich sind.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun ein Verfahren zur Herstellung einer       hochwertigen    Absorptionsmasse zur Bindung  von Kohlensäure in     Atemluft,    das dadurch  gekennzeichnet ist, dass geschmolzenem Al  kalihydroxyd     unter    Umrühren     Natriumbikar-          bonat        zugefügt        wird    und die     entstehende,          Alkalihydroxyd,    Soda und Wasser enthal  tende Schmelze nach dem Erstarren zerklei  nert wird.

   Als     Alkalihydroxyd    kann     Atz-          natron    oder     Ätzkali    oder ein Gemisch von  diesen beiden verwendet werden. Dieses Ver  fahren bietet den besonderen Vorteil, dass das       zwangsläufig    dabei entstehende Wasser  gleichmässiger     verteilt    wird und so das be  vorzugte Abschmelzen der     besonders    feuch  ten Aussenzonen der gekörnten Absorptions  massen nach dem bekannten Verfahren ver  hindert wird. Das Verfahren nach der Erfin  dung kann noch     weitere    Vorteile bieten. N a  triumbikarbonat lässt sich bekanntlich be  sonders     rein    darstellen.

   Wird es, wie be  schrieben,     geschmolzenem        Ätznatron    zuge  fügt, so entsteht durch     thermischen    Zerfall  primär Soda, Wasser     und    Kohlendioxyd. Die  entstehende Soda ist in     ,statu    nascendi" und  daher besonders     feinteilig    und wird wegen  der     sofortigen        Vermischung    mit     Ätznatron     auch in diesem Zustand erhalten.

   Ebenso er  gibt das Kohlendioxyd mit dem     Ätznatron     eine besonders feinverteilte und daher wir  kungsvolle     Karbonatbildung.    Gleichzeitig    verteilt sich das     entstehende    Wasser     in    der       Masse.     



  Wenn nach Grösse und     Absorptions-          leistung    der Patrone ein     Karbonatgehalt    von  15     %    erforderlich ist, enthält eine nach dem  beschriebenen Verfahren     hergestellte    Absorp  tionsmasse gleichzeitig etwa 2,5 % Wasser.  Sind höhere     Karbonatgehalte    erforderlich,  ohne dass für den     gedachten    Zweck ein höhe  rer     Wassergehalt    erforderlich ist, so kann ein  Teil des     Bikarbonates    durch     sekundäres-    Kar  bonat     ersetzt    werden.

   Sollen     beispielsweise     100 kg einer     Absorptionsmasse    mit 40     %    Kar  bonat und 2,5 % Wasser     hergestellt    werden,  so werden zu 63,1 kg     Ätznatron    11,9 kg Bi  karbonat und 25 kg trockene Soda zugegeben.  Ist bei     geringem        Karbonatgehalt    ein hoher  Wassergehalt erforderlich, ,so kann der Masse  vor dem Schmelzen noch     Wasser    direkt zuge  fügt werden.

   Bei Anordnungen mit geringer  Wärmestauung, also bei kleinen Patronen,  wie Format 7 X 14 nach DIN, Blatt Nr. 8176,  ist     erfahrungsgemäss        nur    eine     geringe    Kar  bonisation erforderlich, dafür aber beim Ge  brauch     -dbr    Patronen im Freien     ein    Wasser  zusatz von 1-5     %.    Bei Patronen mit     grosser          Wärmestauung,    also grossen Formaten wie  9 X 18 nach DIN, Blatt Nr. 3176, ist ein  hoher     Karbonatgehalt    ohne wesentlichen  Wassergehalt nötig.

       Auf    die     beschriebene     Weise lässt sich eine für alle     Verhältnisse     brauchbare     Absorptionsmasse    herstellen.  



       Zweckmässigerweise        wird    die Zugabe des       Bikarbonats    zur Schmelze in einem geschlos  senen Behälter unter     Druck    durchgeführt, um       Verluste    an H20 zu vermeiden.  



  Die Zugabe von     Bikarbonat    und Karbonat  zur     Dosierung    des Wassergehaltes der  Schmelze kann entweder gleichzeitig oder  nacheinander vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer hochwer tigen Absorptionsmasse zur Bindung von Kohlensäure in Atemluft, dadurch gekenn zeichnet, dass geschmolzenem Alkalihydroxyd unter Umrühren Natriumbikarbonat zugefügt wird und die entstehende, Alkalihydroxyd, Soda und Wasser enthaltende Schmelze nach dem Erstarren zerkleinert wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Ätznatron ver wendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Ätzkali verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch von Ätznatron und Ätzkali verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zugabe des Bikarbonates in einem geschlossenen Behälter unter Druck erfolgt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch; da durch gekennzeichnet, dass dem Alkali hydrogyd vor dem Schmelzen Wasser zu gefügt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Dosierung des Wassergehaltes in der Schmelze Bikarbonat und Karbonat gleichzeitig zugesetzt werden. 7. Verfahren nach .Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Dosierung des Waseergehaltes in der Schmelze Bikarbonat und Karbonat nacheinander zugesetzt werden.
CH216830D 1938-04-11 1939-04-11 Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Absorptionsmasse zur Bindung von Kohlensäure in Atemluft. CH216830A (de)

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