AT159217B - Alkalipatrone für Sauerstoffatmungs- und Rettungsapparate. - Google Patents

Alkalipatrone für Sauerstoffatmungs- und Rettungsapparate.

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AT159217B
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Ver Chemische & Metallurgische
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  Alkalipatrone für   Sauerstoffatmungs-und   Rettungsapparate. 



   In den   Sauerstoffatmungs-und Rettungsapparaten,   wie sie vorzugsweise im Bergbau und im   Feuerwehrwesen   Verwendung finden, werden sogenannte Alkalipatronen vorgesehen, die mit Ätznatron und/oder Ätzkali gefüllt sind und denen die Aufgabe zufällt, aus der verbrauchten Atemluft die Kohlensäure zu absorbieren. 



   Die Wirkung dieser Füllung hält im Gebrauch nur kurze Zeit an, weil das meist in gekörnter oder   stückiger   Form vorliegende Ätzalkali sich schon nach kurzer Zeit mit einer Karbonatkruste überzieht, die den Zutritt der zu regenerierenden Atmungsluft zu dem noch   unverbrauchten Ätzalkali   verhindert. Dies bedeutet eine nur unvollständige Ausnutzung der Füllung und vorzeitigen Durchgang   ungenügend   regenerierter Atmungsluft. 



   In der österr. Patentschrift Nr. 81247 ist ein Verfahren zur Herstellung von Massen beschrieben, die bei gleichzeitiger Absorption von Kohlensäure und Wasserdampf Sauerstoff entwickeln. Solehe Massen werden sus Alkalisuperoxyden durch Beigabe geringer Mengen von Salzen von Metallen mit schwächer elektropositiven Eigenschaften als die Alkalimetalle (z. B. Bariumnitrat) hergestellt, wobei das Gemisch bis zum beginnenden Schmelzen oder Erweichen erhitzt wird. Weiter werden   Ammonsdze,   poröse inerte Stoffe und auch Katalysatoren als Beschleuniger für die Sauerstoffentwicklung (z. B. 



  Salze von Cu, Co, Mn usw.) oder die genannten Metalle allein zugesetzt. Die Salze der Metalle mit   schwächeren elektropositiven Eigenschaften reagieren   bei der erwähnten Erhitzung mit den Alkalisuperoxyden unter   Wärmeentwicklung,   die Mssse fängt an zu erweichen und Sauerstoff zu entwickeln, der die Masse auflockert und porös macht. Nach dem Erstarren bleibt jedoch die Masse fest. Der Zusatz dieser Salze hat eine bessere Ausnutzung des Sauerstoffgehaltes der   Mr sse   zur Folge. 
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 miniums oder beider Metalle, vorteilhaft in Mengen bis zu   10%   des Gewichtes der   Gesamtfiillung,   einverleibt werden. Meistens genügen schon wenige Prozente, beispielsweise   1-2% solcher   Zusätze, um den gewünschten Effekt zu erreichen. 



   Die Verbindungen des Zinks oder Aluminiums, welche den Alkalihydroxyden zugefügt werden, setzen sich, während die Hydroxyde im vollen   Schmelzfluss   sind, in Zinkate oder Aluminate um. Ihr Zusatz ändert die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Schmelze beträchtlich, so dass diese für die Aufnahme der Kohlensäure weit geeigneter wird. 



   Es hat sich gezeigt, dass durch solche Zusätze bei Gebrauch der   Patronen eine Blähung   des Ätzalkalis eintritt, was zur Folge hat, dass stets frische, noch nicht karbonisierte Anteile des Ätzalkalis auf die zu regenerierende Atmungsluft einwirken können. Während z. B. gewöhnliches Ätznatron sieh beim   Schlägeln   nach strahlenförmigen   Kristallflächen   spaltet, stört die Anwesenheit obiger Zusätze diese normale Spaltungsweise, so dass die Füllmasse sich wie eine amorphe Masse unregelmässig teilt. 



   Beim Atmen, d. i. bei der Absorption der Kohlensäure und Wasserdämpfe durch die Masse in der Patronenfüllung, werden die Zinkate oder Aluminate wieder zersetzt und es bildet sich dabei ein voluminöser, gelförmiger Niederschlag der Metallhydroxyde Zn/OH/2 oder   AljOH/3,   die während der Absorption der   Oberfläche   der Füllung eine rissige Struktur verleihen, welche eine weit bessere Ausnutzung der Körnermassen als bisher gewährleistet. 



   Beispiel. Eine heisse, flüssige   Ätznatronschmelze   versetzt man mit 2% ihres Gewichtes an festem Aluminiumsulfat und homogenisiert die Schmelze unter Rühren bis zur völligen Auflösung des Sulfats. Hierauf wird die Masse erstarren gelassen und in bekannter Weise gekörnt. An Stelle von Aluminiumsulfat können auch andere Verbindungen des Aluminiums oder des Zinks allein oder im Gemisch miteinander verwendet werden. 



   Als Füllung von Alkrlipatronen weisen die so erhaltenen Massen durchschnittlich eine um 50% höhere Resistenzzeit auf, als die aus gewöhnlicher   Ätznatronschmelze   hergestellten Produkte. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Alkalipatrone für Sauerstoffatmungs-und Rettungsppparpte, dadurch gekennzeichnet, dass die zweckmässig gekörnte oder stückige Ätzalkali-Patronenfüllung Verbindungen des Zinks oder Aluminiums enthält, welche als Zinkate oder Aluminate in der Füllung anwesend sind, u. zw. allein oder im Gemisch miteinander, vorteilhaft in Mengen bis zu 10% des Gewichtes der Gesamtfüllung. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT159217D 1937-05-08 1937-12-06 Alkalipatrone für Sauerstoffatmungs- und Rettungsapparate. AT159217B (de)

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