Photomechanisches Kopiergerät. Die Erfindung bezieht sich auf ein photo mechanisches Kopiergerät zum deckungsge nauen Aufkopieren einer Vielzahl gleicher oder unterschiedlicher Bilder auf lichtemp findlich gemachte Druckplatten.
Zum Verrichten dieser Arbeiten kommen gegenwärtig zwei unterschiedliche Arbeits weisen in Anwendung, nach denen also ein Bild oder mehrere Bilder, sowie die etwa er forderliche mehrmalige Wiederholung der gleichen Bilder deckungsgenau und nach einer vorher festgelegten Einteilung, Stand plan genannt, auf eine Druckplatte auf kopiert werden können.
In dem einen Fall kommt ein pneumatischer $opierrahmen in Anwendung, mit dem durch einmalige Be lichtung eine nach der Einteilung (Stand plan) hergestellte Bildmontage aufkopiert wird. Diese Bildmontage wird, getrennt vom Kopierrahmen, auf einer durchsichtigen, aus Glas, Zellglas oder Pauspapier bestehenden Unterlage eines Montagetisches hergestellt, auf die so viele Filme aufzukleben sind, als die Druckplatte Bilder erhalten soll, und die alle für das. Aufkopieren im Kopierrahmen deckungsgenau auf dem von der Einteilung vorgesehenen Platz stehen müssen.
Bei der andern Arbeitsweise wird eine kostspielige Kopier- und Repetiermaschine verwendet, die den Vorteil besitzt, dass sie erlaubt, mittels eines Systems mikrometrischer Einteilungen einen einzigen, also den gleichen Film durch nacheinander erfolgende Belichtungen genau auf dem ihm zukommenden Platz aufzu- kopieren, ihn also so oft als erforderlich und an genau den vorgesehenen Stellen zu wieder holen und genau die gleichen Stellen bei der Herstellung aller folgenden,
zu einem Viel farbendruck gehörenden Farbplatten wieder zufinden, so dass sich die Teilbilder im Zu sammendruck auf dem Papierbogen der Auf lage genau decken.
Mit der vorliegenden Erfindung wird nun bezweckt, in einem Gerät durch Verbindung von Montagetisch und Kopierrahmen die Vorteile der beiden vorgenannten Arbeits- ,weisen zu vereinigen, so dass selbst kleineren Betrieben die Möglichkeit gegeben ist, die Druckplatten mit Vorteil anzufertigen. Die Erfindung besteht nun darin, dass ein eine Glasplatte tragender Oberrahmen um seine Achse schwingbar ist und ein Montagetisch derart ausgebildet und angeordnet, ist, dass sich durch Verschwenken des Oberrahmens dessen Glasplatte planparallel zum Montage tisch einstellen lässt.
Auf der Zeichnung ist das photomecha nische Kopiergerät in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch das kombinierte Gerät, Fig. 2 einen Quer schnitt des obern Rahmens, Fig. 3 einen Längsschnitt des untern Rahmens des pneu matischen Kopiergerätes; Fig. 4 und<B>5</B> zei gen in Draufsicht und Querschnitt die An ordnung der Blenden am obern Rahmen und Fig. 6-14 schematisch den Übertragungs vorgang.
Der die Glasplatte b tragende obere Rah men a wird um die Achse d verschwenkbar an dem Gestell des 'Kopiergerätes gehalten. Sein Eigengewicht wird durch das Gegen- gewicbt g ausgeglichen, so dass sich das Ver- schwenken des Rahmens a ohne Anstrengung durchführen lässt. Auf dem untern Rahmen h ruht die Gummidecke i, die mittels des Schlauches k an eine Saugpumpe angeschlos sen ist.
3Iit dem Unterrahmen h ist mittels über einandergreifender Laschen mi, rz der Mon tagetisch verbunden, der im wesentlichen aus einem die M attglasscheibe p tragenden Rah men o und dem Lichtkasten r besteht. Dieser Montagetisch ist zur Schwingachse d des Rahmens a so angeordnet und derart ausge bildet. dass letzterer sich beim Verschwenken mit seiner Glasscheibe b planparallel zur Glasscheibe p, also zum Montagetisch, ein stellt.
Infolge der durch die Laschen<I>m,</I> n her gestellten lösbaren Verbindung der beiden Geräteteile können sie im Bedarfsfalle auch unabhängig voneinander in Benutzung ge nommen werden. Wie die Fig. 3 zeigt, ist der untere Rahmen h mit einer fest ange ordneten, quergerichteten Leiste s versehen.
An dieser Leiste <I>s</I> ist die Gummidecke<I>i</I> teil weise versenkt und in der gebildeten Versen kung befinden sich die mit der Leiste s lös bar verbundene Leiste t und eine Leiste u, <I>t</I> und u bilden zusammen eine Klemme, in welche die Druckplatte v mit ihrer Greifer kante zv fest, d.h. unverrückbar einzuspannen ist.
Daraus ergibt sich die Möglichkeit, den durch die Rahmen<I>a</I> und<I>h</I> gebildeten Kasten so oft als nötig zu öffnen und wieder zu schliessen, ohne Gefahr zu laufen, dass eine Verlagerung zwischen der Platte v und.der arn Oberrahmen a befestigten Glasscheibe eintritt. Die Glasplatte b wird in bestimm ten Montageverfahren mit den transparenten Registerzeichen versehen und ist nicht fest angekittet, sondern leicht auswechselbar im Rahmen a angebracht. Das Repetieren, d. h.
das wiederholte Aufkopieren des gleichen Bildes kann infolgedessen ohne weiteres ge schehen, indem nach jeder Belichtung der gleiche Film auf der Glasscheibe nach den auf ihr sichtbaren Deckungsmarken befestigt wird. Zum auswechselbaren Festhalten der Glasplatte b im Rahmen a dienen um Achsen J schwingende Klinken x. An zwei Seiten vorgesehene Druckschrauben z sichern die Glasplatte innerhalb des Rahmens a gegen Verschiebung. In Fig. 4 und 5 ist die be kannte Anordnung von Blenden 2 und 3 er sichtlich, wobei 4 die von den Blenden frei gelassene Kopieröffnung ist.
Wenn beispielsweise zweifarbige unter schiedliche Bilder 5a,<I>5b,</I><B>5e,</B> 5d photomecha nisch reproduziert werden sollen, so werden zunächst auf einem Film die Farbauszüge hergestellt. Bevor die Farbauszüge angefer tigt werden, sind die Vorlagen (Fig. 6) an bildfreien Stellen mit Deckungszeichen 8 zu versehen, die somit beim Anfertigen der Farbauszüge an der gleichen Stelle erschei nen.
Entsprechend diesen Deckungszeichen 8 sind auch auf der Glasscheibe b des Kopier gerätes gleiche Deckungszeichen 8 anzubrin gen (Fig. 9). Mit diesen auf der Glasscheibe b angebrachten Zeichen sind beim Aufkleben der Negative (Farbauszüge) Fig. 7 und 8, deren Zeichen 8 in Deckung zu bringen, so dass, wenn beispielsweise zuerst die Negative 6a, 6b,<B>6e,</B><I>6d</I> (Fig. 7)
der einen Farbe auf der Glasscheibe b zum Aufkopieren auf eine Druckplatte durch Kleben befestigt worden waren, im nächsten Arbeitsgang die Nega tive<I>7a, 7b,</I><B>7e,</B><I>7d</I> der andern Farbe (Fig. 8) sich genau an der gleichen Stelle der Glas scheibe b befinden, wo sich vorher die Nega tive der Fig. 7 befanden und infolgedessen die beiden Druckplatten für blau und rot die Bilder in vollkommen gleicher Anordnung, d. h. deckungsgenau tragen (Fig. 10 und 11).
Bei dieser Arbeit ist der Rahmen a mit der Glasplatte b über den Lichtkasten r zu schwingen, und nachdem alle Farbauszüge der einen Farbe (Fig. 7) in der angegebenen Weise auf der Glasplatte b befestigt wurden, ist der Rahmen<I>a</I> über den Unterrahmen h zurückzuschwingen, so da.ss nun das Ruf kopieren auf die Druckplatte v erfolgen kann.
Hierauf wird der Rahmen a, wieder über den Lichtkasten r geschwungen, die ersten Farb- auszüge (Fig. 7) werden entfernt und an ihrer Stelle nun die Farbauszüge der andern Farbe (Fig. 8) in der gleichen Weise wie vorher die ersten Farbauszüge (Fig. 7) auf der Glasplatte b befestigt, und diese zweiten Farbauszüge (Fig. 8) werden somit in der gleichen gegenseitigen Anordnung auf eine zweite in dem Unterrahmen h des Kopier gerätes eingespannte Druckplatte v auf kopiert (Fig. 10 und 11),
so dass nun beim späteren Übereinauderdrucken der beiden Farbauszüge (Fig. 7 und 8 bezw. 10 und 11) genau Deckung erzielt wird.
Wenn eine Vielzahl gleicher Bilder auf eine Druckplatte (Fig. 12) deckungsgenau aufkopiert werden soll, so ist nur ein Nega tiv f (Fig. 13) notwendig, das in Überein stimmung der Deckungszeichen 8 in beliebi ger Aufeinanderfolge auf der Glasplatte b in der bereits geschilderten Weise zu befesti gen ist, d. h. so, dass ihre Deckungszeichen 8 mit den entsprechenden Zeichen 8 der Glas scheibe b jeweils in Deckung sind.
Der hier- bei jeweils von der Vorlage f nicht einge nommene Raum ist beim Aufkopieren des Bildes auf die lichtempfindlich gemachte Druckplatte mit Hilfe der aus, den Fig. 4 und 5 ersichtlichen Blenden 2, 3 abzudecken.