CH218117A - Verfahren und Einrichtung zur Peilung mit direkter Anzeige der Einfallsrichtung. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Peilung mit direkter Anzeige der Einfallsrichtung.

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CH218117A
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Guanella Gustav Ing Dipl
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Description


  



  Verfahren und Einrichtung zur Peilung mit direkter Anzeige der Einfallsrichtung.



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Peilverfahren mit direkter Anzeige der Einfallsrichtung der empfangenen Radiowellen und   auf-eine Einrichtung    zur Durchfiihrung dieses Verfahrens.



   Man kennt Einrichtungen mit rotierenden   Peilrahmen,    wobei durch Phasenvergleich der verstärkten und gleichgerichteten Empfangsspannung mit einer der jeweiligen Rahmenstellung entsprechenden Gr¯¯e eine direkte    Anzeige der Einfallsrichtung zustandakommt.   



  Die hierzu erforderlichen rotierenden   Rah-    men-oder   Goniometersysteme erfordern    um  fangreiche Antriebsvorrichtungen    ; ihr Einbau bereitet aus Gründen des Raumes und des zulässigen Gewichtes oft gro¯e Schwie  rigkeiten, und zahlreiche Störungen    und An  zeigefehler    können durch die umfangreichen, mechanisch   bewegten Einrichtungen verur-      sachet    werden.



   Es sind aueh   Empfangseinrichtungen    mit zwei festen gekreuzten Rahmen zur direkten   Anzeige de° Einfallsrichtung    bekannt, wobei die Rahmenspannungen im Takte einer nie  derfrequenten      Hilfsspannung    umgeschaltet und gemeinsam verstärkt werden, worauf die   Richtungsanzeig'e    durch Messung des Phasenunterschiedes zwischen der   Hilfsspannung    und der verstärkten und gleichgerichteten   Empfangsspannungen zustande    kommt. Ein solcher Phasenvergleich kann zu grossen An  zeigefehlern    führen, besonders dann, wenn die Frequenz der   Hilfsspannung    nicht geniigend   d konstant gehalten    wird.



   Beim Verfahren nach der Erfindung wer  den die Empfangsspannungen    zweier gerichteter Antennensysteme, deren Amplituden nach einem   Sinus-bezw.    Cosinusgesetz von der Einfallsrichtung abhängen, in nieder  frequentem    Takte abwechselnd nacheinander umgepolt und gemeinsam mit der Empfangs  spannung einer ungerichteten    Antenne ver  stärkt, gleichgerichtet    und hierauf einerseits im gleichen   Taktei    wie die   Empfangsspan-    nung des ersten gerichteten Antennensystems und anderseits im gleichen Takte wie die Empfangsspannung des zweiten gerichteten Antennensystems umgepolt werden,

   worauf die beiden durch diese   Umpolung gewonne-    nen Wechselstr¯me zwei zueinander senkrecht orientierten Feldspulen eines Drehfeldzeigers mit vormagnetisiertem Drehsystem zugeführt werden, welcher Zeiger die Ein  fallsriehtung    der empfangenen Wellen angibt.



   An Hand der Fig. 1-3 werden Ausfüh  rungsbeispiele    des Verfahrens näher   erläu-    tert.



   In Fig.   1    sind zwei gekreuzte feste   Rah-    menantennen durch R1 und R2 dargestellt.



  Die mit diesen Rahmen   empfangenen Hoch-      flequenzschwingungen    werden durch die vom   Motor J7    mit den Nockenscheiben N1 und N2 angetriebenen Umschalter S1 und S2 und   stan-    dig abwechselnder Folge umgepolt, worauf sie gemeinsam mit der   Empfangsspannung M      der ungerichteten Antenne Q auf den abgestimmten   Geradeausempfänger    E geführt werden.

   Die   verstärkten Hochfrequenzschwin-    gungen werden in   D    gleichgerichtet und über die gemeinsam mit   S,    und   S,    angetriebenen   Umschalter SS ;    und   S,    auf die gekreuzten Feldspulen   Fi    und   F3    des Drehfeldzeigers J geführt. Der Zeiger Z dieses Instrumentes ist mit einem   vormagnetisierten Drehsystem    verbunden, welches sich in Richtung des aus den Feldern beider Spulen aufgebauten resul  tierenden    Feldes   einstetllt.   



   Bei einem Einfallswinkel a der   empfan-    genen Wellen gegenüber dem   Rahmen-Bi    gilt für die Hochfrequenzspannungen an beiden Rahmen :    el    =   A. cos a. sin (vt) (1)    e2 = A. sin a . sin (vt) (2) wenn durch A eine von den   Empfangsver-    hÏltnissen und den Antenneneigenschaften abhängige Konstante und durch v die Kreisfrequenz der hochfrequenten Schwingungen bezeichnet wird. Für die Spannung an der ungerichteten Antenne gilt dagegen    uo    = A . C sin   (vt)    (3) wobei die von den Antenneneigenschaften abhängige Konstante C gr¯¯er   als i 2 sei    soll.



   Die Umschalter   Si    und   S,    weisen vier   Stellungen gleieher    Dauer auf, da sie in gleiehen Zeitabständen nacheinander betätigt   wefrden. Für    die von den Schaltern zum EmpfÏnger E geführten Spannungen gilt bei den einzelnen Stellungen : Stellung   I    :   Mi    = el u2 = e2 (4) Stellung II :   Mi    =-ei   = e2    Stellung III : ul = -e1 u2 = -e2 Stellung IV : ul =   el      u2    2 = -e2 Die gesamte Eingangsspannung des EmpfÏngers setzt sich aus diesen umgeschalteten Spannungen und der Empfangsspannung des ungerichteten Antennensystems zusammen : u = u0 + u1 + u2 Bei den einzelnen Schaltstellungen gilt also für diese Eingangsspannung :

   Stellung   I    : i = A (C + cas a + sin a) sin   (vt)    (6) Stellung II : u = A (C-cos a + sin a) . sin   (vt)    Stellung III :   u    = A (C-cos a-sin   a).    sin   (vt)    Stellung IV : u = A (C + cos a - sin a) . sin (vt) Diese Spannung wird in E verstärkt und hierauf im Gleichrichter D gleichgerichtet.



  Durch Gleichrichtung entsteht dann ein Strom, der bei den einzelnen Schaltstellungen folgende Werte annimmt : Stellung   I    :    i,    = K   (C + cos a + sin    a) (7) Stellung II :    i,,    = K (C-cos   a + sin    a) Stellung III :    i,,    = K   (C-cos      a-sin    a) Stellung IV :    io    =   K (C + cos a-sin    a) Dabei stellt K eine Konstante dar, die von A und der Verstärkung abhängig ist.

   Der Strom   io    wird über die Umschalter   S5    und   S4    auf die Feldspulen   F,    und   F2 geführt.    Da diese   Umschalteir gleichzeitig    wie die Umschalter S1 und   S2    betätigt werden, gilt f r die   Stroma    in den Feldspulen :

   Stellung I :   ii    = io   i,    =   i,    (8) Stellung II : il   = ¯io i2    =o Stellung III :   il      =-io iz =-io    Stellung IV : i = i0 i2 = -i0 Die Mittelwerte dieser   Feldspulenströme    betragen gemäss (8) und (7) : i1m = K cos a (9a)    m    =   IÇ sin a (9b)    Entsprechend diesen Mittelwerten ergibt sich ein mittlerer resultierender Feldvektor aus beiden Spulenfeldern, der um den Winkel a   gegenüber der Nullrichtung    gedreht ist. Der Drehmagnet des Instrumentes folgt den ver  änderlichen    Feldkomponenten vermöge seiner Trägheit nicht, d. h. er stellt sich in Richtung dieses resultierenden mittleren Feldvektors ein.

   Der mit dem Magnet verbundene Zeiger Z zeigt deshalb direkt die Einfallsrichtung a der empfangenen Wellen an.



   An Stelle der festen Rahmenantennen können natiirlich auch   a. ndere gerichtelte    feste Antennensysteme angewendet werden. In Fig. 2 ist beispielsweise durch Q1-Q3, Q2 bis Q4 ein Adcock-Antennensystem dargestellt, das sich bekanntlich durch Wegfall   der durch Nachteffekt verursachten    Peilfehler auszeichnet. F r die Hochfrequenzspan nungen beider Antennenpaare gelten wieder die Beziehungen   (1)    und (2). Diese Spannungen werden  ber die Spulen   Li    und   Lz    auf die Umschalter S1 und S2  bertragen, welche nacheinander durch die von Motor M angetriebene Nockenscheibe betätigt werden. An den Schaltern treten deshalb die Spannungen gemäss Schaltprogramm (4) auf.

   Die Summe dieser Spannungen und der über   Lo     bertragenen Hochfrequenzspannung u0 der un  gerichteten Antenne Qo wird    dem EmpfÏnger E   zugefiihrt.    Die Spulen der Antennensysteme sind mit dem Kondensator C0 auf die zu empfangende Welle abgestimmt. Die in E verstärkten Hochfrequenzschwingungen werden in D gleichgerichtet. Der   Ausgangs-    strom   io    ist deshalb der. Amplitude der Eingangsspannung   u    proportional. Dieser Strom fliesst  ber die Umschalter S3 und S4 durch die Feldspulen   Fi    und   Fz      d'es    Instumentes J.



  Je nach der Stellung dieser Schalter wird die eine oder die andere   Spulenhälfte      durchflos-    sen, d. h. der in jeder Spule e flie¯ende Strom wird durch die vom Nocken   N6      betatigten    Schalter umgepolt, so da¯ wieder die Beziehung (8) erf llt ist. Da sich der Zeiger Z mit dem vormagnetisierten Drehsystem wieder in Richtung des mittleren resultierenden Feldes einstellt, kann am Instrument J die Einfallsrichtung der Radiowellen direkt abgelesen werden.



   Bei der Einrichtung Fig. 3 werden die    Hochfrequenzsohwingungen mit einem Über-    lagerungsempfänger verstärkt. Durch die Schalter   8,    und   S2,    welche wieder durch Nockenscheiben N1 und N2 betätigt sind, werden abwechselnd nacheinander je zwei   Spulenhälften    der Rahmenantennen R1, R2 mit dem Eingangskreis verbunden, so daB an der ersten Primärspule   des-Übertragers      L3    die Spannungen   Mi      und Ms gemäss dem    Umschaltprogramm (4) auftreten.

   ¯ber eine zweite Primärspule wird noch die   Hochfre-    quenzspannung uo der ungerichteten Antenne   QO    zugeführt, so da¯ am   Empfängereingang    wieder die Spannung u gemäss (5) auftritt.



  Der Eingangsübertrager ist mit dem Kondensator Co auf die zu empfangende Welle ab  gestimmt.   



   Die   Hochfrequenzschwingungen    werden durch den Vorverstärker mit der R¯hre   V1    und dem   Bandfilter Bl verstärkt    und in der   Mischrohre Ts mit    der Hilfsfrequenz des Oszillators   0     berlagert.   Diviser    Oszillator ist beispielsweise aus der Rohre   V,    und dem abgestimmten R ckkopplungskreis L4, C4 aufgebaut. Die aus der   Mischstufe    entnommene    Zwischenfrequenz gelangt über das Ba, nd-    filter   B2    auf den   Zwisehenfrequenzverstär-      ker,    der beispielsweise die Röhren V3, V4 und die   Bandfilter    B3, B4 enthält.

   Durch das Dop  peldiodensystem    der Rohre   Vs    werden die hochfrequenten Schwingungen   gleichgerich-    tet, so dass an der Mittelanzapfung der   Sekundärspule    von B4 stets eine Spannung auftritt, die der Hochfrequenzamplitucle analog der Beziehung (7) proportional ist. Der Kondensator   Ci    dient zur Unterdrückung der hochfrequenten Komponenten dieser Spannung, welche in den   Niederfrequenz-Verstär      kerstufen    V5, V6 weiter verstÏrkt wird.



   Durch den Kopplungskondensator C5 wird die Gleichstromkomponente der zum Gitter von   T'"iibertragenen    Spannung unterdrückt, d. h. die Gleichstromkomponente des iiber die Schalter S3 und   S4    gef hrten Stromes   i,,    ist konstant und entspricht dem mittleren Anodenstrom der   Robre    V6. F r i0 gilt demnach wieder die Beziehung (7),   orin aber    das Produkt K, C nicht von den   Empfangsver-    hältnissen sondern lediglich vom mittleren Anodenstrom der letzten   Robre    abhängt.



  Dies ist jedoch für   die Richtungsanzeige    ohne Belang, da die Gleichstromkomponente von   io    wegen der ständigen Umpolung ohne Einfluss auf die   Peilanzeige    ist.



   Der Strom i0 wird  ber die Schalter   Ss    und S. 4 abwechselnd je einer   Spulenhälfte    der Feldspulen   Fi    und   F2    zugeführt, so da¯ die Strome und Felde.   r dieser Spulen im Sehalt-    rhythmus umgepolt werden. Das   vormagne-      tisierte    Drehsystem mit dem Zeiger Z stellt sich wieder in Richtung des mittleren resultierenden Feldes der Spulenkerne P, und P,. ein, so dass an diesem Instrument gemäss den   früheiren Überlegungen    die   Einfallsriehtung    der   Radiowellen    direkt abgelesen werden kann.



   Durch unsauberes Schalten der Schalter S1-S4 kann die Anzeige gestört werden. Dieses ist namentlich dann der Fall, wenn die    Umschaltung'wegenungenauerEinstellung      der Noekenscheiben Nl-N4 nicht genau    in den vorgeschriebenen gleichen Zeitabständen erfolgt. Um allfällige Störungen infolge klei  ner Abweichungen    der Umschaltmomente zu vermeiden, wird der Strom i0 durch einen weiteren Schalter S5 wÏhrend der Umschaltung jeweils kurzzeitig unterbrochen. Der   Unterbrecherschalter S5    ist durch eine   liber    das Getriebe G angetriebene Nockenscheibe   N5    betÏtigt, welche in jeder   Schaltperiode    eine volle Umdrehung macht.

   Die zeitlichen Abstände und die jeweilige Dauer aller Unterbrechungen von   Sb    sind deshalb für alle Stellungen der Umschalter   S1S4    genau gleich gross. Ein störender Einfluss der Unter  brechungen    auf die   Richtungsanzeige    wird deshalb nicht mehr bemerkbar und sämtliche Störungen infolge ungenauer Umschaltung fallen weg, da die Spulen   Fi    und   F2    wÏhrend   derUmsehaltungstromlos    sind.



   Mit Rücksicht auf die verÏnderliche Amplitude der empfangenen Wellen ist eine automatische Verstärkungsregelung   vorge-    sehen. Durch Beruhigung der   gleichgerichte-    ten Zwischenfrequenzspannung in den LängswiderstÏnden W2, W3, und den   Ableitungs-    kapazitÏten C2, C3 entsteht eine Regelspannung u3, welche beispielsweise die   Verstär-    kung der ersten R¯hre V1 im Sinne einer    Konstanthaltung der mittleren Hochfreqenz-      und Zwischenfrequenzamplitude    regelt. Die Zeitkonstante der Beruhigung mu¯ natürlich so gross gewählt werden, da¯ die Verstärkung   wahrend    einem vollen Umlauf der Umpolschalter praktisch konstant bleibt.

   In diesem Falle bleibt die Beziehung (7) erhalten, wobei die Konstante K in vermindertem Ma¯e von den Empfangsverhältnissen abhängt und für alle vier Schaltstellungen gleich gross ist.



   Es empfiehlt sich, die mittlere Amplitude der gleichgerichteten Hochfrequenzspannung durch ein   Kontrollinstrument    Jk sichtbar zu machen, damit eine   ständige Kontrolle mög-    lieh wird, ob überhaupt Schwingungen empfangen werden, d.   h.    ob der Instrumentenanzeiger nicht eine zufällige Lage einnimmt, sondern tatsächlich die Einfallsrichtung von empfangenen Wellen anzeigt.



   Unter Beachtung der gegebenen   Erklärun-    gen lassen sich natürlich nach zahlreiche Mo  difikationen    der gezeigten Schaltungen und weitere Einrichtungen angeben, bei denen das Verfahren ebenfalls zur Durchführung gelangt.



   Statt der beschriebenen Antennensysteme können nat rlich auch irgendwelche andern bekannten festen Empfangssysteme mit ge kreuzten Richtcharakteristiken verwendet werden. An Stelle der   Nockenschalter können    auch   Kommutatorsehalter    mit Schleifkontak   ten oder irgendwelche ändern Umpolschalter    vorgesehen werden. Die Umpolung kann auch mit Hilfe von steuerbaren Ventilen erfolgen, welche durch zwei gegenseitig um   90   pha-      senversehobene    Wechselspannungen gesteuert    w erden.

   Die versehiedenen Empfangsspa. n-    nungen können nötigenfalls vor der Umpolung   a-uch    durch getrennte Vorverstärker verstärkt werden, und die umgepolten Aus  gangsströme lassen    sich vor der Zuführung zum Instument J ebenfalls noch verstärken.



  Zur Vermeidung von   Verstärkungsabwei-    chungen können die zusätzlichen Verstärker linearisiert werden.



   Durch   Ferniibertragung    des angezeigten Winkelwertes kann die Messung der Einfallsrichtung auch an entfernten Orten nutzbar gemacht werden. Die Anzeige kann auch zur automatischen Betätigung von   Kontroll-oder    Steuerungsmeehanismen dienen. So lässt sich das Anzeigeinstrument   beispielsweis    mit einem elektrischen Kontaktgeber verbinden, welcher positive bezw. negative Ströme auslöst, sobald die Welleneinfallsrichtung von bestimmten vorgegebenen Werten um gewisse Beträge nach oben bezw. nach unten abweicht. Mit diesen Strömen können Steuerungsmittel betätigt werden, welche   beispiels-    weise den Kurs von bewegten Fahrzeugen im Sinne einer Verminderung der Richtungsabweichung beeinflussen.



   Verschiedene Vorteile sind bei allen beschriebenen Durchführungsformen des Verfahrens erkennbar : Unter Vermeidung beweglicher Antennen ist eine direkte und eindeutige Anzeige der Einfallsrichtung auf einer   360  -Skala möglich. Hierzu    ist nur ein einziger Empfänger erforderlich, an den weder hinsichtlich Konstanz der Verstärkung    noch hinsichtlich Einschwingzeit und Phasen-    drehungsverhältnissen besondere Anforderungen gestellt werden. Eine Synchronisierung oder Tourenregelung der bewegten Teile ist nicht nötig. Es ist keine Eichung erforderlich und die Anzeige ist sehr genau. Die Apparaturen sind sehr einfach und Betriebsstörungen sind deshalb praktisch fast ganz ausgeschlossen. Dabei beanspruchen die Einrichtungen ein Minimum an Platz und Gewicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Peilung von Radiowellen mit direkter Anzeige der Einfalls. richtung, dadurch gekennzeichnet, dass die hochfrequen- ten Empfangswechselspannungen zweier gerichteter Antennensysteme, deren Amplituden nach einem Sinus-bezw. nach einem Cosinusgesetz von der Einfallsrichtung abhän- gen, in niederfrequentem Takt abwechselnd nacheinander umgepolt und gemeinsam mit der Empfangsspannung einer ungerichteten Antenne verstärkt, gleichgerichtet und hierauf einerseits im gleichen Takt wie die Empfangsspannung des ersten Antennensystems und anderseits im gleichen Takt wie die Empfangsspannung des zweiten Antennensystems umgepolt werden,
    worauf die beiden durch diese Umpolung gewonnenen niederfrequen- ten Wechselströme zwei zueinander senkrecht orientierten Feldspulen eines Drehfeldzeigers mit vormagnetisiertem Drehsystem zugeführt werden, so daB der Zeiger die Einfallsrichtung der empfangenen Wellen eindeutig angibt.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, gekenn- zeichnet durch zwei gerichtete Antennensysteme, deren horizontale Richtcharakteristik wie die Richtcharakteristik von zwei gekreuzten Rahmenantennen verläuft, durch zwei abwechselnd nacheinander wirkende Umschaltvorrichtungen, welche die Empfangsspannungen dieser Antennensysteme in niederfrequentem Takte nacheinander umpolen, durch einen Radioempfänger, dem diese umgepolten Empfangsspannungen gemeinsam mit der hochfrequenten Empfangsspannung einer ungerichteten Antenne zugeführt werden, durch einen Gleichrichter zur Gleich- richtung der verstärkten Hochfrequenzspannungen, durch zwei weitere U, mschaltvorrich- tungen, welche mit den beiden ersten Umschaltern synchron arbeiten,
    und über welche die gleichgerichteten Ströme je einer der beiden gekreuzten Feldspulen eines Drehfeld zeigers mit vormagnetisiertem Drehsystem zugeführt werden.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens dia Empfangsspannungen der beiden geriehteten Empfangssysteme vor der periodischen Umpolung getrennt verstärkt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durchgekennzeichnet, dass dieNiederfrequenz- komponenten der gleichgerichteten Spannungen vor der Umpolung in einem Niederfrequenzverstärker verstärkt werden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die periodisch umgepolten niederfrequenten Weehselströme über zwei getrennte Niederfrequenzverstärker den beiden Feldspulen des Drehfeldzeigers zugeführt werden.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungen beider den Feldspulen vorgeschalteten Verstärker durch Linearisierung gleich gross und konstant gemacht sind.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die umgepolten und zusammengeführten Empfangsspannungen mit einem Geradeausempfänger verstärkt werden.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die umgepolten und zusammengeführten Empfangsspannungen mit einem Überlagerungsempfänger ver stärkt und auf eine geringere Frequenz gebracht werden.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I, da dureh gekennzeichnet, dass die zum Drehfeldzeiger geführten Strome während den Umpolungen jeweils kurzzeitig unterbrochen werden.
    8. Verfahren naeh Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Amplitude der verstärkten Hochfrequenzsehwingungen durch eine automatische Verstär- kungsregelung, deren Zeitkonstante gross ist gegenüber einer ganzen ITmlaufperiode der Umschaltvorrichtung, wenigstens annähernd konstant gehalten wird.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Amplitude der verstärkten Hochfrequenzschwin- gungen durch ein Kontrollinstrument angezeigt wird.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als gerichtete Antennensysteme zwei gekreuzte Rahmenantennen vorgesehen sind.
    11. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als gerichtete Antennensysteme je zwei gegenüberliegende Antennen eines Adcock-Antennensystems vorgesehen sind.
    12. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Umschal- tung mechanisch angetriebene Nockenschalter vorgesehen sind.
    13. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur LTmschal- tung mechanisch angetriebene Kommutator- schalter mit Schleifkontakten vorgesehen sind.
    14. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Umschaltung steuerbare elektrische Ventile vorgesehen sind, die durch zwei gegenseitig um 90 phasenverschobene Niederfrequenz-Wech- selspannungen gesteuert werden.
    15. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschal- tung durch abwechselnde Einschaltung von zwei entgegengesetzt wirkenden Spulenhälften erfolgt.
    16. Einrichtung naeh Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehsystem des I) rehfeldzeigers ein so grosses Massenträgheitsmoment aufweist, dass der Zeiger den durch die Umschaltungen bedingten raschen Feldänderungen nicht mehr zu folgen vermag.
    17. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehfeldzeiger mit Kontakten ausgerüstet ist, dureh welche positive bezw, negative Kontroll- ströme ausgelöst werden, sobald die Anzeige von einem vorgegebenen Sollwert um einen bestimmten Betrag nach oben bezw. nach unten abweicht.
    18. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daB die positiven bezw. negativen kaon- trollströme die Steuerung bewegter Fahr- zeuge im Sinne einer Verminderung der Anzeigeabweichung beeinflussen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1044185B (de) * 1952-11-29 1958-11-20 Csf Feldstaerkevergleichspeiler

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DE1044185B (de) * 1952-11-29 1958-11-20 Csf Feldstaerkevergleichspeiler

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