CH219358A - Verfahren zum Verteilen chemischer Mittel auf Pflanzenbeständen. - Google Patents
Verfahren zum Verteilen chemischer Mittel auf Pflanzenbeständen.Info
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Description
Verfahren zum Verteilen chemischer Mittel auf Pmanzenbestanden. Zur Verteilung keim-oder insektentöten- der Mittel, z. B. auf Flache, die mit Pflanzenwuchs bestanden sind, ist es bekannt, die chemischen Wirkstoffe in Flüssigkeit zu losen. Diese Flüssigkeiten werden entweder versprüht oder in die Schaumform gebracht und als Sc'haum durch Aufstreichen oder Aufspritzen derart auf die Pflanzen geför- dert, dass sie dort eine längere Zeit haltbare Schaumdecke bilden. Die unmittelbare Verspritzung von Flüssigkeit erfordert erhebliche Kraftaufwen- dung, da sie einen sehr erheblichen Spritzdruck benötigt, und bedingt ferner einen ver hältnismässig groBen Flüssigkeitsbedarf, insbesondere weil die Feinheit der Bohrungen in den Zerstäubern wegen der Verstopfungsgefahr begrenzt ist. Bei der Verwendung von Schaumdecken -d. h. zusammenhängenden Decken aus nicht zerstörten Schaumbläschen-sind, da die Schaumbläschen die Wirkstoffe nur in ihrer Oberfläche gesammelt enthalten, erhebliche Teile der Wirkstoffe au¯er Kontakt mit den Pflanzenblättern und deshalb nicht oder nur in geringem Masse wirkungsvoll. Das vorliegende Verfahren besteht nun darin, dass die Spritzflüssigkeit zunächst in an sich bekannter Weise verschäumt wird und dann mit Hilfe von Druckluft unter Zerreissung der Schaumbläschen zu feinsten Tröpfchen auf die Pflanzen geblasen wird. Beim Aufblasen gehen die Schaumfetzen infolge ihrer Oberflächenspannung in die Form von Feinsttröpfohen über. Bei diesem Verfahren ist das Pflanzenblatt oder dergleichen nach dem Arbeitsgang mit einem Belag von Feinsttröpfohen versehen. Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens bestehen darin, dass ein erheblich geringerer Druck als beim unmittelbaren Zerstäuben der Flüssigkeit benötigt wird und die verbrauchte Flüssigkeitsmenge pro FlÏ cheneinheit herabgesetzt werden kann. Im nachstehenden werden Durchführungsbei- spiele des erfindungsgemässen Verfahrens er ortert. Versuche haben ergeben, dass der Druck, welcher bei der unmittelbaren Zer stäubung von Fliissigkeit 7 Atü betrug, auf 3,0 Atü herabgesetzt werden konnten, wÏhrend der Flüssigkeitsbedarf von 80 () Liter je Hektare auf 200 Liter je Hektare verringert werden konnte Während bisher der Tropf chendurchmesser etwa 0,1 mm betrug, betrÏgt er bei dem genannten Verfahrensbeispiel etwa 0,025 mm. Diese Herabsetzung der je Flächeneinheit benötigten Flüssigkeits- menge ist für die praktische Durchführbarkeit der Verteilung chemischer Mittel von ausschlaggebender Wirkung, da auf diese Weise ein GerÏt f r Schaumzerstäubung von gleichem Fl ssigkeitsfassungsverm¯gen, wie ein solches f r unmittelbare Flüssigkeitszer- stäubung bei gleicher Arbeitsbreite den vierfachen Arbeitsweg zurücklegen kann. Hierdurch wird nicht nur die im Feldbetrieb stets schwierige Heranfiihrung der notwendigen Flüssigkeitsmenge erheblich vereinfacht, sondern auch die LeistungsfÏhigkeit des GerÏtes erheblich vergrössert, weil die unproduktiven Arbeitszeiten des Einfüllens der notwendigen Flüssigkeitsmenge erheblich verringert werden. Die erwähnte Herabsetzung des Kraftaufwandes für die Zerstäubung erlaubt nicht nur die Anwendung eines leichteren Krafterzeugers. sondern auch eine erhebliche Herabsetzung der benötigten Betriebsstoffmenge f r denselben. Die Zerreissung der Schaumbläschen zu Schaumfetzen durch Druckluft kann auf ver schiedene Weise erfolgen. Erfolgt auch die Erzeugung des Schaumes in bekannter Weise durch Druckluft, so kann man in der bei Zerstäubern für Flüssigkeiten bekannten Art und Weise auf die SchaumblÏschen einen zweckmässig etwa senkrecht zur Förderrich- tung der Bläschen bei der Erzeugung des Schaumes gerichteten zweiten Druakluftstrahl führen, welcher zur Zerreissung der Schaumbläschen dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH- Verfahren zum Verteilen chemischer Mittel auf Pflanzenbeständen, dadurch gekenn- zeichnet, daB die Spritzflüssigkeit zunächst verschäumt und dann mit Hilfe von Druckluft unfer Zerreissung der Schaumbläschen zu feinsten Tröpfchen auf die Pflanzen geblasen wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE219358X | 1939-09-23 | ||
| DE439347X | 1940-07-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH219358A true CH219358A (de) | 1942-02-15 |
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ID=33477429
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH219358D CH219358A (de) | 1939-09-23 | 1940-08-12 | Verfahren zum Verteilen chemischer Mittel auf Pflanzenbeständen. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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1940
- 1940-08-12 CH CH219358D patent/CH219358A/de unknown
- 1940-09-20 BE BE439347D patent/BE439347A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| BE439347A (de) | 1940-10-31 |
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