CH219411A - Verfahren zur Herstellung von 17-Vinyl-testosteron. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 17-Vinyl-testosteron.

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CH219411A
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     17-Vinyl-testosteron.       Die partielle katalytische Hydrierung von  Acetylenderivaten .der Steroidreihe zu den  entsprechenden     Vinylderivaten    ist in einigen  Fällen schon ausgeführt worden (vergleiche       Ruzicka    und     Mitarb.,        Helv.        Chim.    Acta 21,  371, 597 [1938] ; 22, 150 [1939] ;     Inhoffen,          Logemann,    Hohlweg und     Serini,        Ber.    71,  1024 [1938] ;     Serini    und     Logemann,        Ber.    71,  1364 [1938<B>1</B>).  



  Bei allen     bisher    beschriebenen Beispielen  handelt es sich um     ringgesättigte    Verbin  dungen, oder solche, die eine Doppelbindung  in Stellung 5,6 und eine freie oder     veresterte          Hydroxylgruppe    am     Kohlenstoffatom    3 auf  weisen.

   Die partielle katalytische Hydrie  rung dieser     Acetylenderivate    konnte ohne  grosse Schwierigkeiten ausgeführt werden, da  die Doppelbindung von     d5,6-ungesättigten        3-          Oiy-Derivaten    der     Steroide        relativ    schwer       hydrierbar    ist (vergleiche zum Beispiel die  partielle     Hydrierung    von     trans-Dehydro-          androsteron    zu     Androstendiol,        Ruzicka    und       Wettstein,

          Helv.        Chim.    Acta 18, 1273    [1935] ). Im Gegensatz dazu wird bekannt  lich die     Doppelbindung    von     d4,5-Keto-Deri-          vaten    der Steroide, dem allgemeinen Verhal  ten a,     ss-ungesättigter    Betone entsprechend,  sehr leicht     hydriert.    :

  So erhält man bei der  partiellen     Hydrierung    von     d4,5-Cholesteron     mit Palladium und Wasserstoff bei Zimmer  temperatur unter     Absättigung    der Doppel  bindung     Koprostanon    (vergleiche     Grasshof,     Z.     physiol.        Chem.    223, 250; 225, 197 [1934] ;       Ruzicka    und     Mitarb.,        Helv.        Chim.    Acta 17,  1407 [19341).  



  Es     wurde        nun    gefunden, dass es über  raschenderweise gelingt,     Vinyl-testosteron          bezw.    seine     Enolderivate    herzustellen, indem  man     Äthinyl-testosteron        bezw.    seine     Enol-          derivate    unter den den     Reduktionsmitteln     entsprechend milden Bedingungen durch An  lagerung von nur 1     Mol        Wasserstoff    an die  dreifache Bindung der Acetylengruppe par  tiell reduziert und erhaltene     Enolderivate     gegebenenfalls     

  hydrolysiert.     



  Verfahrensgemäss wird die partielle Re-           duktion    mit solchen Mitteln durchgeführt.  die imstande sind, eine dreifache Bindung in  eine Doppelbindung überzuführen, und zwar  unter den den Reduktionsmitteln entspre  chend milden Bedingungen. (Milde Reduk  tionsmittel unter den üblichen Bedingungen  oder starke     Reduktionsmittel    unter speziell  gemilderten Bedingungen, wie zum Beispiel  relativ niedriger Temperatur, Druck, Kon  zentration, wobei die Wahl des     Lösungs-          mittels    von besonderer Bedeutung ist!) Die  Reduktion kann zum     Beispiel    mit     kataly-          tisch    (beispielsweise mit durch Eisen, Nickel,  Kobalt, Palladium,

   Platin oder andern Me  tallen, Metalloxyden, Metallsalzen oder auch  deren Gemischen) angeregtem oder mit     nas-          cierendem    Wasserstoff oder auch auf elek  trolytischem oder biochemischem Wege  durchgeführt werden. Bei der katalytischen  Hydrierung empfiehlt sich gegebenenfalls  der Zusatz von die Aktivität des     Kataly>#a-          tors    herabsetzenden Stoffen. Es seien hier  zum Beispiel genannt: Basen, wie     Pyridiu,          Chinolin,        Dimethylanilin.     



  Gegenstand des vorliegenden     Patentes    ist  ein Verfahren zur Herstellung von     17-Vinyl-          testosteron,    welches dadurch gekennzeichnet  ist, dass man     Athinyl-testosteron    durch An  lagerung von nur 1     Mol    Wasserstoff an die  dreifache Bindung der Acetylengruppe par  tiell reduziert.  



  Man erhält, wie Versuche ergaben, als  Reduktionsprodukt in sehr guter Ausbeute       17-Vinyl-testosteron,    dessen Herstellung auf  dem bekannten Wege ausgehend von     45,6-17-          Vinyl-androsten-3,17-diol    durch Oxydation  der     Hydroxylgaruppe    am     Kohlenstoffatom    3  zur     Ketogruppe    nur mit relativ schlechter       Ausbeute    gelingt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  0,7 Teile eines     \?        öigen        Palladium-Cal-          ciumcarbonat-Katalysators    werden in 100  Teilen reinem     Pyridin    drei Stunden mit  Wasserstoff     vorreduziert,    wobei nur un  wesentliche Mengen Wasserstoff verbraucht  werden. Dann fügt man 3,1 Teile     17-Athinyl-          testosteron    und 5 Teile     Piperidin    hinzu und    schüttelt     bei        Zimmertemperatur    mit Wasser  Stoff.

   Die für 1     blol    berechnete Wasserstoff  menge wird in etwa     11-@@    Stunden     aufgenom          men.    Die Lösung wird dann filtriert und in  Vakuum eingedampft. Aus dem     Rückstan(     erhält man durch     Umkristallisieren    au;  Essigester     :3,8    Teile reines     Vinyltestosterot     vom F. 140  .  



  An     Stelle    von     Pyridin    kann man     aucl     andere Lösungsmittel oder Lösungsmittel       gemische    verwenden, insbesondere solche,     di <      die Aktivität des verwendeten     Katalysator:     herabsetzen.  



  <I>Beispiel 2:</I>  1 Teil     Äthinyl-testosteron,    gelöst in 30C  Teilen     absolutem    Alkohol, wird nach     Zusat2     von     Raney-Eisen-Katalysator    unter einer <        \Vasserstoffdruck    von 70     At.    und einer Tem  peratur von<B>110'</B> während längerer Zeit in  einem     Schüttülautoklaven    hydriert. Nach dem  Abkühlen wird vom Katalysator filtriert,  das Lösungsmittel im Vakuum entfernt und  das so erhaltene     Vinyltestosteron    durch Kri  stallisation gereinigt. F. 140'.  



       Beispiel   <I>3:</I>       GO    Teile     17-Athinyl-testosteron    und 8  Teile eines 2 % ixen     Palladium-Calciumcarbo-          nat-Katalysators    werden in 1000 Teilen     Py-          ridin        aufgeschlämmt    und bei Zimmertempe  ratur unter Wasserstoffdruck     geschüttelt.     Dabei löst sich das     Ausgangsmaterial.    Nach  beendeter Reduktion filtriert man die Lösung  vom Katalysator ab und arbeitet sie wie in  Beispiel 1 beschrieben auf.  



  An Stelle von     Pyridin    kann man auch  andere Basen, wie zum Beispiel.     Chinolin,          Dimethylanilin    und dergleichen, verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 17-Vinyl- testosteron, dadurch gekennzeichnet, dass man Athiny l-testosteron durch Anlagerung von nur 1 Mol -Wasserstoff an die dreifache Bin dung der Acetylengruppe partiell reduziert. UN TERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Reduk- tionsmittel Wasserstoff in Gegenwart eines Palladium-Caleiumcarbonat-gatalysators ver wendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch. gekennzeichnet, dass man als Reduk tionsmittel einen Raney-Eisen-Katalysator unter erhöhtem Wasserstoffdruck verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von tertiären Basen arbeitet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man in Gegenwart von Pyridin arbeitet.
CH219411D 1939-04-01 1939-04-01 Verfahren zur Herstellung von 17-Vinyl-testosteron. CH219411A (de)

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