CH220018A - Verfahren zur Plastifizierung unmetallischer elektrischer Widerstandsmassen. - Google Patents
Verfahren zur Plastifizierung unmetallischer elektrischer Widerstandsmassen.Info
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Description
Verfahren zur Plastifizierung unmetallischer elektrischer Widerstandsmassen. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet ein Verfahren zur Plastifizierung unmetallischer, elektrischer Widerstandsmas sen, zum Zwecke einer leichteren Verformung derselben mit der Strangpresse. Die für die Herstellung technisch brauchbarer unm-etal- lischer Widerstandskörper verwendeten, aus Metall-Sauerstoffverbindungen bestehenden Massen,
die vor der eigentlichen Formgebung einem Vorsinterungsprozess unterworfen wer den und welche sich in kristallinem Zustande befinden, sind durch die gewöhnlichen, für die Formgebung durch Pressen verwendeten Bindemittel, wie Wasserglas, :Sirup, Sulfit- lauge, nicht plastisch zu erhalten. Anderseits versagen die in der keramischen Industrie verwendeten Methoden zur Erzeugung plasti scher, feuerfester Massen schon aus dem Grunde, weil keramische Produkte, wie z. B.
Tone, den Widerstandsmassen selbst in der kleinsten Menge nicht zugegeben werden dür fen, da sie die elektrischen Eigenschaften die ser schon bei Vorhandensein in geringer Menge vollkommen verändern. Für die Plasti- fizierung elektrischer Widerstandsmassen ist es vielmehr ratsam, folgende Bedingungen einzuhalten: 1. Binde- und Gleitmittel organischer Art sollen sich ohne Rückstände beim Trocknen oder Vorbrennen entfernen lassen.
2. Anorganische Beimengungen sollen, so fern sie sich beim Brennen nicht verflüchti gen, so beschaffen sein, dass sie die elek trischen Eigenschaften der Widerstandsmasse nicht oder nur in gutem Sinne beeinflussen. Sie dienen vor allem dazu, die zwischen den einzelnen Körnchen der Grundmasse noch vorhandenen winzigen Zwischenräume aus zufüllen, um einen dichten Körper zu bilden. Bei einer durch Wasseraufnahme hervorge rufenen Quellfähigkeit und einer Neigung des Zusammenbackens in diesem Zustande können sie ähnlich wie die Gleit- und Binde mittel wirken.
Im übrigen können sie die Massekörner durch Bildung eines Überzuges, auf denselben abrunden.
Die Menge der zugesetzten organischen Mittel soll tunlichst gering gehalten werden, um eine zu grosse Porosität der nach der Formgebung- gesinterten Nassen zu verhin dern.
Erfindungsgemäss teilen sich die für eine Plastifizierunb der vorgezeichneten Massen verwendeten Beimen;unben in drei Gattun gen ein, von denen mindestens je eine aus jeder Gattung vorhanden sein muss.
a) Mittel zur Gewährleistung des Zu sammenhaltes beim Formen, also ei-entliclie Bindemittel. Als solche können Verwendung finden: Lacke, Firnisse, Leime, .Sirup usw.; b) Mittel zur Geschmeidigmachunb, also Gleitmittel, wie fettige Substanzen, Seifen, Öle, Emulsionen usw.
c) Zum Ausfüllen der Zwischeniär?ire den Einzelteilchen der Grundmasse amorphe: 3le- talloxde liochtemperaturbeständiger Art, die fein verteilt (pulverisiert) sind und durch Ausfällen gewonnen werden können; in Be tracht kommen solche Metalloxyde, die sieh beim Sintern den MTiderstandsmassen einver leiben, indem sie zum Beispiel analoge oder chemische Verbindungen höherer Ordnung bilden bezw. mit der Grundmasse eine feste Lösung eingehen, ohne dass die elektrischen Eigenschaften derselben nachteilig beeinflusst werden.
Für die gemeinsame Verwendung der drei Gattungen von Zusatzmitteln ist es selbstver ständlich von Vorteil, wenn die gemeinsam verwendeten -Mittel sich bebenseitib nicht ab weisen. Zum Beispiel sollte einem wasser löslichen Bindemittel, wie Dextrin, als Gleit- mittel nicht ein wasserabweisendes, schweres Mineralöl beigegeben werden.
Von den un ter c) benannten Mitteln sind besonders gut solche Stoffe geeignet, die bei feiner Vertei lung starke Neigung zum Zusammenbacken haben, wie z. B. Zinkoxyd. Je nach der Na tur der Grundmasse für den l@'iderstandsIzör- per wird man die Natur der anorganischen Zusätze wählen.
So verwendet man zum Bei spiel für Widerstandsmassen von Spinell- charakter Eisenoxyd, welches die Eigen schaft hat, beim Brennen auf 1200 in llabnetit überzugehen, welcher selbst Spinell- typus besitzt und infolge seiner Isomorphie mit der Grundsubstanz eine innige Vereini- buIi b (feste Lösung) mit dieser eingeht. Für 5o Grundmassen von Zinkit. Charakter wird man Zink- oder Iiadiniumoxyd wählen.
Als Bei spiel für eine vollständige Zusammenstellung von Grundsubstanz und Beimischungen kann folgendes dienen: Zur Plastifizierunb einer<B>55</B> Grundmasse ausabnesiumferrit verwendet man als Bestandteil a): bis zii 5 % Leinöl firnis, ais Bestandteil b): bis zu 5 ö Schmier seife und als Bestandteil c): bis zu 10!% fein verteiltes. gegebenenfalls durch Ausfällung oo gewonnenes Eisenoxyd.
Bei der Aufbereitung der so zusammen- bestellten Masse kann man folgendermassen vorgehen: Zuerst werden Bestandteil a) und b) gilt vermischt oder, wenn nötig, das heisst c5 falls sie zunächst abweisen sollten, zu einer Emulsion verarbeitet. Sodann wird Bestand teil c) zugegeben und mit a) und b) zu einer
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lm allbeineinen wird man die l1en("e der flüchtigen Zusätze so niedrig halten können, dass sie insgesamt höchstens 10?0 (Gewicht) der besamten Masse ausmachen.
Dies ist zur Erzielung dichtgesinterter Widerstandskör per und zur Vermeidung zii starken Sehwun des beim Brennen unbedingt erforderlich.
Claims (1)
- PATEN TANSPRUCII Verfahren zur Plastifizierunb unmetal- lischer, elektrischer Widerstandsmassen, zum Zwecke einer leichteren Verformung dersel ben mit der Stranbpresse, dadurch gekenn zeichnet, dass zit einer vorbesinterten, kristal linen, aus Metall-Sauerstoffverbindungen, be stehenden Grundmasse drei Gattungen von Stoffen beigegeben werden, und zwar:a) ein Bindemittel, b) ein Gleitmittel zur Geschmeidib- machunb und c) zur Ausfüllung der Zwischenräume zwischen den Einzelteilchen der Grundmasse ein lioehtemperaturbeständiges, amorphes ?Metalloxyd in ferner Verteilung von solcher Beschaffenheit, dass es sich bei der Sinterung der Widerstandsmasse einverleibt, ohne dass di-, elektrischen Eigenschaften derselben nachteilig beeinflusst werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass als unter a) ge nannter Stoff Lacke verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als unter a) ge nannter Stoff Firnisse verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als unter a) be nannter Stoff Leime verwendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als unter a) ge nannter Stoff Sirup verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als unter b) ge nannter Stoff fettige Substanzen verwendet werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als unter b) ge nannter Stoff Seifen verwendet werden. 7.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als unter b) ge nannter Stoff Öle verwendet werden. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als unter b) ge nannter Stoff Emulsionen verwendet werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet,. dass als unter c) ge nannter Stoff ein Metalloxyd verwendet wird, welches Neigung zum Zusammenbacken zeigt. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur der vorgesin- terten, kristallinen, aus Magnesiumferrit be stehenden Grundmasse bis zu 5 % Firnis, bis zu 5 % Schmierseife und bis zu 10 % fein ver teiltes Eisenoxyd zugegeben werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH220018T | 1940-07-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH220018A true CH220018A (de) | 1942-03-15 |
Family
ID=4451450
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH220018D CH220018A (de) | 1940-07-17 | 1940-07-17 | Verfahren zur Plastifizierung unmetallischer elektrischer Widerstandsmassen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH220018A (de) |
-
1940
- 1940-07-17 CH CH220018D patent/CH220018A/de unknown
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