CH220292A - Verfahren zur Erhöhung der Bereitschaft für plötzliche Lastaufnahmen von Gasturbinenanlagen. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Bereitschaft für plötzliche Lastaufnahmen von Gasturbinenanlagen.

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CH220292A
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CH
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C3/00Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid
    • F02C3/20Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid using a special fuel, oxidant, or dilution fluid to generate the combustion products
    • F02C3/30Adding water, steam or other fluids for influencing combustion, e.g. to obtain cleaner exhaust gases

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description


  Verfahren zur Erhöhung der Bereitschaft für plötzliche Lastaufnahmen  von Gasturbinenanlagen.    Bei Gasturbinen mit Gleichdruckverbren  nung wird mit Rücksicht auf den Wirkungs  grad die Treibgastemperatur bei allen Be  lastungen so hoch gehalten, als es die Be  triebssicherheit der Beschaufelung erlaubt.  Erfolgt die Bemessung der     Treibgastemperatur     durch     Kühlluftbeimischung,    so verlangt jede  Belastung der Turbine eine bestimmte Luft  menge und diese, bei     Kreiselverdichtern,    eine  ganz bestimmte Drehzahl des Verdichters,  wenn die Anlage mit gutem Wirkungsgrad  arbeiten soll.  



  Man lässt aus diesem Grunde die ihren  Verdichter antreibende     Gasturbine,    wo nur  immer möglich, mit veränderlicher Drehzahl  arbeiten, oder führt mit     Vorteil    die Anlage  mehrwellig aus, wobei die     Nutzleistungs-          turbine    gleichbleibende, die den Verdichter  antreibende Gasturbine aber veränderliche       Drehzahl    erhält. Erschwert wird dadurch  allerdings die Regelung, da es nicht möglich  ist, ohne besondere Vorkehrungen die Tur  bine mit ihrem Verdichter bei grösseren und    plötzlichen Belastungszunahmen rasch genug  auf die Drehzahl zu beschleunigen, die erfor  derlich ist, damit der Verdichter die der  neuen Belastung     entsprechende    Luftmenge  liefert.

   Es könnte zwar der zu einer Lei  stungserhöhung erforderliche Brennstoff so  fort zugeführt und einwandfrei verbrannt       werden,    da dieser in der Kühlluft mehr wie  genug Sauerstoff vorfände; diese Massnahme  ist aber nicht ohne weiteres     zulässig,    da viel  zu hohe Temperaturen entstehen würden. Es  würde überdies eine Temperaturerhöhung  allein, ohne     gleichzeitige    Erhöhung der Treib  gasmenge nicht genügen, um die erforderliche  Beschleunigungsarbeit aufzubringen. Neben  dem Kühlmittel muss also auch für ein sofort  zusätzlich zur Verfügung .stehendes Treib  mittel gesorgt werden.  



  Es wird nun vorgeschlagen, zur Erhöhung  der Bereitschaft für plötzliche Lastaufnah  men von     Gasturbinenanlagen    mit einer oder  mehreren Wellen, von denen mindestens eine  eine mit der Belastung     ändernde    Drehzahl      aufweist, den Treibbasen mindestens einer  Turbine bei plötzlichen     Belastungszunahmen     zur Beschleunigung des Regelvorganges, und  zwar nur während der Zeit dieses Vorganges,  Wasser oder Wasserdampf beizumischen.  



  Wasser zur Niedrighaltung der Treibgas  temperaturen beizumischen, ist bei Gastur  binen schon oft vorgeschlagen worden; ebenso  ist es bekannt, mit Dampf zu kühlen oder vor  allem durch Beimischung von Dampf die  Leistung von Gasturbinen zu erhöhen. Diese  Beimischung erfolgt aber stets dauernd, das  heisst nährend des regulären Betriebes und  bedeutete, sofern der Dampf nicht lediglich  aus nicht anders verwertbaren Abwärmen be  stand, stets eine Verschlechterung des An  lagewirkungsgrades.  



  Im vorliegenden Fall erfolgt das Wasser  einspritzen oder die Dampfbeimischung nur  während der kurzen Zeit, die nötig ist, um  die durch     Belastungserhöhungen    bedingte  Drehzahlerhöhung herbeizuführen. Diese  Zeit ist so kurz, dass eine etwaige Wirkungs  gradsverschlechterung keine Rolle spielt.  Wird der Dampf aus Abwärmen gewonnen,  so fällt auch hier eine Wirkungsgradver  schlechterung dahin.  



  Man hat auch schon vorgeschlagen, bei  den Gasturbinen, die Aufladeverdichter zu  Brennkraftkolbenmaschinen antrieben. den  Regelvorgang durch Druckluft zu beschleu  nigen, die in Flaschen gespeichert und zu  sammen mit den Treibgasen oder getrennt  durch besondere Düsen auf das Turbinenrad  beschickt wurde. Dieses Verfahren kann wohl  für die verhältnismässig kleinen     Leistungen     der Aufladeeinrichtungen in Betracht kom  men, ist aber für Gasturbinenanlagen, bei  denen es sich um Hauptmaschinen handelt,  viel zu unwirtschaftlich, umfangreich und  kostspielig.  



  Die Zeichnung zeigt zwei Gasturbinen  anlaben, die mit Einrichtungen zur Durch  führung des Verfahrens versehen sind. An  Hand derselben wird das Verfahren gemäss  der Erfindung beispielsweise erläutert. Fig. 1  betrifft eine Anlage mit zwei Gasturbinen,    einer gemeinsamen Brennkammer und mit  Verwendung von Dampf zur Beschleunigung  des Regelvorganges. Die atmosphärische Luft  wird vom Verdichter 1 angesaugt, verdichtet  und der Brennkammer 2 zugeführt, in wel  cher der Brennstoff verbrannt wird. Nach  der Brennkammer gelangt das Treibgas einer  seits in die Nutzleistungsturbine 3, welche  den     Stromerzeuger    4 mit gleichbleibender  Drehzahl antreibt, und anderseits in die  zweite Turbine 5, welche ihre Leistung an  den Verdichter 1 abgibt und mit veränder  licher Drehzahl betrieben wird.

   Zur Inbetrieb  setzung wird die Verdichtergruppe vom An  wurfsmotor 6 angetrieben. Der Geschwindig  keitsregler 7 bestimmt über eine Kulisse oder  Kurvenbahn 8 die Stellung des Brennstoff  ventils 9, das von einem Kraftkolben 10 und  seinem Steuerkolben 11 betätigt wird. Sinkt  zum Beispiel die Drehzahl des Stromerzeu  gers 4 wegen Lastaufnahme, so wird das  Brennstoffventil 9 mehr geöffnet, so dass die  Temperatur der Treibgase ansteigt und die  Turbinen 3 und 5 mehr Leistung abgeben  können. Über eine zweite Kurvenbahn 12  wird die Drehzahlregelung der     Verdichter-          bruppe    beeinflusst, indem über eine dritte  Kurvenbahn 13 und einen Steuer 14 und  Kraftkolben 15 die Verteilung der Leistungs  abgabe von den Treibgasen an die beiden  Turbinen geregelt wird.

   Im Beispiel sind  zwei mittels Zahnstangen- und Seilzugsan  triebes verstellbare Drosselorgane 16 und 17  eingezeichnet, welche die Gase abwechselnd  vor der einen oder andern Turbine drosseln.  Bei einer Belastung     beispielsweise    wird zu       n,zu-          'Mist        heiunveränderter    Ste ll     ungdes        Ge-          seliwindi;gkeitsreglers    18 die Kurvenbahn 13  durch das Gestänge angehoben, so dass zu  nächst das Ventil 16 ganz geöffnet wird  (falls es     iiieht        schon    offen war), so dass das  Ventil 1 7     zii    schliessen anfängt.

   Dadurch  wird die     Leistmig    der Turbine 5 so     lange          erhöht,    bis die Drehzahl     desVerdiehters    ihren       Sollwert    erreicht hat. Ist das der Fall, stellt  der Geschwindigkeitsregler 18 über die       Kurvenhahn    13 die     lieistimgsverteilung    zwi  schen den beiden Turbinen wieder so weit zu-      rück, dass die Drehzahl des Verdichters nicht  weiter ansteigt oder absinkt.  



  An Stelle der Drosselorgane 16 und 17  können auch Mischventile vorgesehen werden,  die den Treibgasen Kaltluft vom Verdichter  druckstutzen beimischen, oder die Turbinen  können mit einer Einlasssteuerung versehen  sein.  



  Bei einer plötzlichen grösseren Entlastung  funktioniert die Regulierung ohne     weiteres     in zulässiger Weise: Zunächst wird die  Treibgastemperatur infolge der Brennstoff  reduktion sofort stark absinken, sodann wird  aber infolge der nach und nach sinkenden  Drehzahl des Verdichters die Luftmenge re  duziert, so dass die Temperatur wieder an  steigt. Bei einer plötzlichen grossen Belastung  würde sich jedoch vorübergehend eine unzu  lässig hohe Treibgastemperatur einstellen. In  diesem Moment greift nun gemäss der Erfin  dung ein Regelorgan ein, das den Treibgasen  Wasser oder Wasserdampf beimischt. Bei  dem Beispiel Fig. 1 spricht ein Temperatur  fühler 19 an, sobald die Temperatur ihren  höchstzulässigen Wert erreicht hat.

   Er setzt  elektrisch oder mechanisch über den Emp  fänger 20 den Steuerkolben 21 in Bewegung,  der den Kraftkolben 22 steuert. Durch den  Kraftkolben 22 wird das Ventil 23 betätigt,  durch welches nun, erfindungsgemäss, Dampf  in das Treibgassystem eingeblasen wird.  



  Die Einführung des Dampfes kann, wie  im gezeigten Ausführungsbeispiel, in die  Brennkammer, sie kann aber auch in die  Treibgasleitung oder     unmittelbar    vor die  Turbine oder auch in eine spätere Stufe der  Turbine erfolgen. Durch die Beimischung des  Dampfes wird das Treibgasvolumen erhöht.  Da die Schluckfähigkeit der Turbine sich  aber nicht ändert, so müsste ein Druckanstieg  eintreten, der ein Absinken der Fördermenge  des Verdichters in das Pumpgebiet zur Folge  hätte. Um das zu verhüten, werden Zusatz  öffnungen vorgesehen, die während des Re  gelvorganges geöffnet werden.

   Als solche Zu  satzöffnungen kommen in Betracht     entweder     besondere Düsengruppen, oder Leit- oder  Laufschaufeln, deren Durchtrittsquerschnitte    durch Verdrehen vergrössert werden,     oderUm-          gehungsleitungen,    durch die entweder einige  Stufen derselben Turbine, oder bei mehreren  hintereinandergeschalteten Turbinen, ganze       Turbinen.    übersprungen oder     zueinander    par  allelgeschaltet werden. Es     kann    auch eine be  sondere, nur während     des    Regelvorganges  Leistung liefernde Turbine vorgesehen sein.  



  In den vorliegenden Ausführungsbeispie  len wird die     Querschnittserhöhung    durch Ein  führen des Treibmittels in eine tiefere Stuf  der     Verdichterantriebsturbine    herbeigeführt.  Das Abzweigrohr 28 ist im regulären     Betrieb     abgeschlossen. Kommt Kraftkolben 22 in Be  wegung, so öffnet er gleichzeitig mit dem       Dampfeinspritzventil    28 die im Rohr 28 ein  gebaute Klappe.  



  Der zur Beschleunigung des Regelvor  ganges     verwendete    Dampf kann, wie ein  gangs erwähnt, aus     Abwärmen    der Gastur  bine oder in besonders gefeuerten Kesseln  während längeren     Arbeitsperioden    erzeugt  werden. Um eine genügend grosse Dampf  menge aber sofort zur Verfügung zu haben,  wird dieser Dampf     zweckmässigerweise    in  einem     Gefällespeieher    24, der mit Rückschlag  ventil 25 und Kondenstopf 26 versehen ist,  gespeichert.  



  In     Fig.    2 ist an     einem    zweiten Beispiel  schematisch erläutert, wie die Erfindung auf  eine einwellige mit veränderlicher Drehzahl  arbeitende     Gasturbinenanlage    angewendet wer  den kann. Der Geschwindigkeitsregler 32 wirkt  über eine Kurvenbahn 33 auf den Kraftkol  ben 35 und     seinen    Steuerkolben 36 und somit  auf das Brennstoffventil 9. Sinkt zum Bei  spiel die Drehzahl, so wird das Brennstoff  ventil mehr geöffnet. Eine zweite Kurven  bahn 34 wird von Hand oder von einem an  dern Regler verstellt; dadurch wird .die Dreh  zahl     beeinflusst.    Bei einem Verschieben der  Kurvenbahn 34 nach rechts wird beispiels  weise das     Brennstoffventil    zunächst mehr ge  öffnet.

   Dadurch steigt die Drehzahl und der  Geschwindigkeitsregler reguliert von     dann     an auf erhöhter Drehzahl. Die     Wasserdampf-          beimischung    erfolgt genau     wie    beim ersten       Beispiel    beschrieben.      An Stelle von Dampf kann auch Wassar  den Treibgasen beigemengt werden. In diesem  Falle ist die Brennstoffmenge sofort noch  mehr zu erhöhen, da nun nicht nur Überhit  zungswärme für den Dampf, sondern auch  noch die Verdampfungswärme für das einge  spritzte Wasser aufzubringen ist. Die zur  Verbrennung dieses Brennstoffes erforderliche  Luft wird wieder der Kühlluft entnommen,  bis das Gebläse so weit aufgeholt hat, um die  dem neuen Belastungszustand entsprechende  Treibmittelmenge allein zu liefern.

   Für den  Einsatz der Wassereinspritzung sorgt auch  hier wieder der Temperaturfühler 19. An  Stelle des Speichers 24 tritt ein Wassergefäss  mit Windkessel. Es kann die benötigte, ver  hältnismässig kleine     Wassermenge    aber auch  unmittelbar von einer Pumpe geliefert wer  den.  



  An Stelle des Temperaturfühlers 19 kön  nen auch andere Impulsgeber verwendet wer  den. So zum Beispiel Gemischregler, die un  mittelbar das Verhältnis Brennstoffmen-e  zur Brennluftmenge vergleichen. Dabei kann  die Brennstoffmenge durch eine Durchfluss  mengenmessung oder einfach durch die Stel  lung des Brennstoffventils oder durch eine  dieser Stellung zugeordnete Grösse (beim  ersten Beispiel der Drehzahl der Nutz  leistungsturbine) gemessen werden, während    die Luftmenge entweder ebenfalls durch eine  Durchflussmengenmessung oder durch die  Drehzahl des Verdichters bestimmt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Bereitschaft für plötzliche Lastaufnahmen von Gastur binenanlagen mit einer oder mehreren Wellen, von denen mindestens eine eine mit der Be lastung ändernde Drehzahl aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass den Treibgasen minde stens einer Turbine bei plötzlichen Bela stungszunahmen zur Beschleunigung des Re gelvorganges und nur während der Geit die3es Vorganges Wasser oder Wasserdampf bei gemischt wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Bereitschaft für plötzliche Lastaufnahmen von Gastur binenanlagen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während der Wasser- oder Wasserdampfbeimischung Zusatzquer schnitte geöffnet werden, um die Schluck fähigkeit mindestens einer Turbine entspre chend der durch die Wasser- oder Wasser- dampfbeimischimg erhöhten Treibgasmenge ohne unzulässigen Druckanstieg zu erhöhen.
CH220292D 1940-11-28 1940-11-28 Verfahren zur Erhöhung der Bereitschaft für plötzliche Lastaufnahmen von Gasturbinenanlagen. CH220292A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1196900B (de) * 1961-06-05 1965-07-15 Wolfgang Doehling Gas-Dampf-Turbinenanlage
DE1258193B (de) * 1962-12-11 1968-01-04 Bbc Brown Boveri & Cie Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinenanlage

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1196900B (de) * 1961-06-05 1965-07-15 Wolfgang Doehling Gas-Dampf-Turbinenanlage
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