CH220350A - Verfahren zur Gewinnung von Vitamin E. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Vitamin E.

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CH220350A
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CH
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vitamin
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wheat germ
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Fabriken Knoll A-G Chemische
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Knoll Ag
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/335Heterocyclic compounds having oxygen as the only ring hetero atom, e.g. fungichromin
    • A61K31/35Heterocyclic compounds having oxygen as the only ring hetero atom, e.g. fungichromin having six-membered rings with one oxygen as the only ring hetero atom
    • A61K31/352Heterocyclic compounds having oxygen as the only ring hetero atom, e.g. fungichromin having six-membered rings with one oxygen as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings, e.g. methantheline 
    • A61K31/3533,4-Dihydrobenzopyrans, e.g. chroman, catechin
    • A61K31/355Tocopherols, e.g. vitamin E

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Description


  



  Verfahren zur Gewinnung von Vitamin E.



   Es ist bekannt, dass natürliches Weizen  beimol    eine weit höhere biologische Vitamin  E-Wirkung    besitzt, als nach dem auf   chemi-    schem Wege ermittelten   Tocopherolgehalt    des Öls zu erwarten wäre. Diese erhöhte Aktivität des Vitamins E im   Weizenkeimöl    wurde bisher mit dem Vorliegen von Aktivatoren, mit besserer   Resorbiefbarkeit    und andern Gründen zu erklären versucht.



   Versuche haben nun ergeben, dass diese höhere Wirksamkeit des natürlichen Weizenkeimöls darauf beruht, dass in ihm ein Teil des   Toeopherols    chemisch gebunden ist, so dass dieser Teil mit den bekannten   chemi-      schen    Bestimmungsmethoden für Tocopherol weder nachgewiesen, noch quantitativ erfasst werden kann. Nach Aufhebung der Bindung kann dieser Anteil an Tocopherol chemisch mit bestimmt werden.



   Die   Isolierung des gebundenen Toco-    pherols durch Aufspaltung der chemischen Bindungen gelingt erfindungsgemäss in einfaeher Weise dadurch, dass man das   natür-    liche   Weizenkeimöl    auf höhere Temperatur erhitzt und durch Vakuumdestillation, mit einer Entfernung von   Verdampfungs-und    Kühlfläche, die grosser ist als die mittlere freie Weglänge der verdampfenden Moleküle, bei einem Druck unterhalb von 1 mm, nach Abtrennung eines nahezu vitamin-E-freien   Vorlaufes,    eine Fraktion von höchstens   5%    des Ausgangsmaterials auffängt.

   Die folgende Tabelle gibt den   Tocopherolgehalt    eines natürlichen Weizenkeimöls an in Prozenten, bestimmt nach Emmerie und   Engel,    nach Erhitzung unter Kohlensäure auf   stei-    gende Temperaturen und während   verschie-    dener Zeitdauer.



     (Tocopherolgehalt    des unbehandelten    vols :   
0,   260%)    Min.   150   180   220   250   260     
5-0, 299 0,   311    0, 331 0, 339
10-0, 301 0, 308 0, 333
30 0, 263 0, 315 0,   325    0, 330
60 0, 293 0, 325 0,   330--    
Naeh dem erfindungsgemϯen Verfahren kann eine Anreicherung der   Vitamin-E-Kom-      ponente    auf das 70fache und noch höher erzielt werden. Erfindungsgemϯ wird bei Drucken unterhalb 1 mm Quecksilber destilliert da der hohe   Anreicherungseffekt      he !    allzu hohen Temperaturen nicht   mehrer-    reicht wird.

   Es ist dabei zweckmässig, die   vitaminhaltige Fraktion    in m¯glichst   kurzer    Zeit   überzutreiben.   



   Dass ¯ es gelingt, das Vitamin E aus nat rliehem Weizenkeimol in solch   hoher Aus-    beute in einem   einzigen Destillationsgang    ohne komplizierte Apparatur zu gewinnen, war überraschend.



   Es   wurde'schon vorgeschlagen. Vitamin    E in nat rlichen.   Weizenkeimölen dadurch    anzureichern, da¯ das Íl der Desiillation unter vermindertem Druck unterworfen wird. doch liegen keinerlei Angaben darüber vor. ob und bis zu welchem Grade nach diesem Verfahren eine   AnreicherunganVitaminE    erzielt wurde.



   Die offenbar   unbefriedigenden Ergeb-    nisse dieser Arbeitsweise haben dazu gef hrt. dass weiterhin   vorgeschlagen wurde. Vitamin    E in   natürlichen Weizenkeimölen dadurch    anzureichern, dass man das Íl der Molekulardestillation. d. h. der   Eurzweghochvakuum-      destilla. tionunterwirft.DieseDest.illierver-    fahren arbeiten mit Molekulardestillationsapparaten. die in ihrem Aufbau sehr kompliziert sind und das Verfahren zumal bei Durehsätzen in   teehnisehem    Umfang sehr umständlieh und kostspielig gestalten.



   Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von dem der Kurzwegdestillation dadurch grundlegend, dass letzteres   nach der    Definition von   E. W. Faweett    in seiner Arbeit ,,Molekular-Destillation", Kolloid  zeitsehrift    Bd. 86 (1939), S. 43-51, eine    Verdampfungsdestillation, d. h. Destillation    ohne   Siedevorgang,    und das erfindungsge  mässe    Verfahren eine normale Art der Destillation bei einem bestimmten   Siedepunkt dar-    stellt. Die   angewandte Destilliervorriehtung    besteht zweckmässig in einem retortenÏhnlichen Gefäss, bei dem der Durchmesser des   Rohrteils zwischen    Blase und sackartig erweitertem Retortenhals 1/2-1/3 so gro¯ wie der der Blase gewählt ist.

   Aus dem in der Blase befindlichen   Destilliergut    destillieren so die betreffenden Substanzen in den Retor  tenhals hinüber, wobei,    wie stets bei solehen   Retortenanordnungen, zwischen    dem   Heiz-    und Kondensationsraum ein beträchtlicher Druekunterschied vorhanden ist, zum   Linter-      schied von den Druckverhältnissen    bei der    Molekulardestillation.



   Es ist bekannt, dass die Molekulardestil-    lation und die Vakuumdestillation mit einer    Entfernung von Verdampfungs-und Kühl-    flache. die grösser ist als die mittlere freie WeglÏnge der verdampfenden Moleküle, so weil sie sieh der apparativen Anordnung der ersteren bedient, als Hauptnachteil eine   Frak-    tionierung, insbesondere in einem   Durch-    in   @ang in nur beschrÏnktem Umfang gestattet.   



  Demgegen ber besitzt die oben   erss-ählltss      Retortendestillation den Vorteil, dass    es ein Gemisch in hohem Grade zu fraktionieren erlaubt. Auf Grund dieses Vorteils gelingt es, cine in einem Durchgang'bisher nicht erreichte hohe Anreicherung des Vitamins E    ausnatürlichemWcizenkeimöldurchAb-    trennung einer engbegrenzten Fraktion zu erziclen.



   Beispiel:
Als Destilliergefϯ dient cine retorten ähnliche   Blase mit sackartig erweitertem    Retortenhals, die mit einem   Schliffmantel    zur Einf hrung eines Kernschliffthermometers versehen ist, das in das zu destillierende Íl hineintaucht. Die Erhitzung der Blase erfolgt in   einem Heizhad. das zweck-    mϯig das Destilliergefϯ so weit umgibt, dass noch ein kurzes   Stiiek    des   Retorlen-    halses in der Heizzone liegt.



   15 g Weizenkeim¯l werden nach dent   Entschäumen unter 10 mm Druck bei    80 bis 90¯ in dem Destilliergefϯ bei 0, 84 mm Quecksilber der Destillation unterworfen.



  Im Verlauf von einer Stunde wird bei 180 bis 200¯ ein ¯lig kristalliner Vorlauf und wenig gelbes Íl von einem Gesamtgewicht von   1.    8 g   und einem Vitamin-E-Gehalt    von 1 mg aufgefangen. Hierbei wird der   gebun-    dene Teil des Vitamins E in Freiheit gesetzt, Die Hauptfraktion wird durch   anschliessen-    des Erwärmen des   Weizenkeimöls    auf 245 bis   250   während    3 Stunden gewonnen. Ihr Gewicht beträgt 0, 569 g   (= 3, 8 %    des angewandten Ausgangsmaterials), und ihr Vitamin-E-Gehalt 6 % ; das entspricht einer Ausbeute von 74, 2 % des im Ausgangsöl enthaltenen Vitamins. Alle Operationen werden zweckmässig unter Sauerstoffausschluss vorgenommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von Vitamin E durch Vakuumdestillation ausl natürliehem Weizenkeimöl, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Erhitzung des Öls auf höhere Temperatur das chemisch gebundene Vitamin in Freiheit setzt und durch Vakuumdestillation, mit einer Entfernung von Verdampfungs-und Kühlfläche, die grösser ist als die mittlere freie Weglänge der ver dampfenden Moleküle, bei einem Druck unterhalb von 1 mm, nach Abtrennung eines nahezu vitamin-E-freien Vorlaufes, eine Fraktion von höchstens 5 % des Ausgangsmaterials auffängt.
    UNTERANSPRUCH : Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Freisetzen des Vitamins und die Fraktionierung durch Vakuumdestillation im gleichen Gefäss unmittelbar nacheinander vorgenommen werden.
CH220350D 1939-08-08 1940-07-16 Verfahren zur Gewinnung von Vitamin E. CH220350A (de)

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