Kopfluftkissen, insbesondere für die Reise. Gegenstand der Erfindung ist ein insbe sondere für die Mitnahme auf Reisen geeig netes Kopfluftkissen, das den Reisenden auf längeren Bahnfahrten die Annehmlichkeit bietet, im Bahnwagenabteil nach hinten oder zur Seite gelehnt auszuruhen, ohne dass dabei die Fahrterschütterungen unerträglich stark auf den Kopf übertragen werden.
Die bereits bekannten Luftkissen eignen sich für diesen Zweck weniger, einmal des wegen, weil sie in der Regel reichlich gross sind und demzufolge auch bei abgelassener Luft im Reisegepäck noch unerwünscht viel Platz in Anspruch nehmen, und zum andern vor allem auch aus dem Grunde, weil die bis- herigen Luftkissen, die nach ihrem Format und ihrer ganzen Gestaltung hauptsächlich als Sitzunterlagen gedacht sind, sich an einer Rück- und/oder Seitenwand nicht richtig an bringen und festlegen lassen.
Durch vorliegende Erfindung ist nun ein vornehmlich als Reisekopfkissen verwend bares Luftkissen geschaffen, das in seiner Ausbildung dem neuen Gebrauchszweck be sonders angepasst ist. Es besteht erfindungs gemäss aus zwei durch einen Zwischensteg aus nachgiebigem Werkstoff verbundenen, je für sich vollständigen Luftkissen, die ein Anbringen des Kopfkissens sowohl an einer ebenen Rückwand als auch bei Fenster- oder Türplätzen in einer Ecke ermöglichen und nach dem Ablassen der Luft aus beiden Kis senhälften auf die halbe Grundfläche des Kopfkissens zusammengelegt werden können.
Ein in dieser Weise zweiteilig ausgeführtes Kopfluftkissen lässt sich, was bei den bis herigen Luftkissen nicht der Fall ist, auf so kleinen Raum zusammenfalten, dass es bei Nichtgebrauch beispielsweise in einer Rock-, Mantel- oder Handtasche untergebracht, so mit auf Reisen überall mitgenommen werden kann und jederzeit bequem zur Hand ist. Die bewegliche Verbindung beider Kissenhälften bietet den Vorteil, das Kopfkissen nach Be lieben an einer ebenen Rückwand oder bei Eckplätzen an zwei rechtwinklig zueinander stehenden Wänden anzubringen.
Die Grösse beider Kissenhälften kann dabei so bemessen sein, dass sie eine für die Auflagerung des Kopfes gerade ausreichende Fläche bedecken, ein Wegrutschen des Kissens unter dem Kopf infolge allzu grosser Abmessungen des Kis sens jedoch nicht zu befürchten ist.
Um das Kopfkissen an der Rückwand bezw. an der Rückwand und einer Seiten wand auch ohne Gegenlehnung des Kopfes unbedingt abrutsehsicher festlegen zu kön nen, ist es zweckmässig, an den hirtenliegen den Flächen beider Kissenhälften je ein oder mehrere Gummisaugnäpfchen als Befesti gungsmittel für das Kissen anzuordnen.
Das neuartige Kopfluftkissen bringt für Zivilpersonen und insbesondere auch für Sol daten auf längeren Eisenbahnreisen eine we sentliche Erleichterung, da es ein bequemes Schlafen oder Ausruhen bei zurückgelehnten, auf stossdämpfender, weicher Unterlage ab gestütztem Kopf gestattet. Nicht nur im Eisenbahnabteil, sondern auch im Wartesaal, im Kraftwagen oder bei sonstiger Gelegen heit leistet ein erfindungsgemäss ausgebildetes Kopfkissen gute Dienste. Selbstverständlich kann es auch von in liegender Lage ausruhen den Personen als Kopfunterlage benutzt wer den.
Auf der Zeichnung ist das neuartige Kopfluftkissen in einem Ausführungsbeispiel schaubildlich dargestellt, und zwar in Fig. 1 im gebrauchsfertig hergerichteten Zustand in Draufsicht auf die Kissenrück seite und in Fig. 2 im zusammengelegten Nichtge- brauchszustande.
Wie die Zeichnung erkennen lässt, besteht das neue Kopfluftkissen aus zwei beweg lieh miteinander verbundenen, ungefähr hand tellergrossen Luftkissen<I>a, b,</I> die in überein stimmender Grösse in etwa rechteckiger Form mit gerundeten Schmalseiten ausgeführt und in bekannter Weise aus Gummi oder ähnli chem elastisch dehnbaren Werkstoff herge stellt sind. Jedes der beiden Luftkissen a, b stellt einen für sich aufblasbaren, ringsum ge schlossenen, flachen Beutel dar, der an einer Längsseite mit einem Ventil c bekannter Art. ausgestattet ist.
Die, nicht mit den Ventilen besetzten Längsseiten beider Luftkissen<I>a, b</I> sind durch einen Zwischensteg d aus Textil stoff oder aus einer dünnen Gummilage zu einem beweglichen Ganzen vereinigt, derart, dass die beiden Kissenhälften u, <I>b,</I> wenn sie mit Luft gefüllt sind, gegeneinander ver- schwenkt werden können, so dass sie ent weder, wie in Fig. 1 dargestellt, in einer Ebene nebeneinariderliegen oder unter einem beliebigen Winkel zueinander stehen.
Das Kopfkissen kann also wahlweise an einer flachen Rückwand oder bei Eckplätzen mit der einen Hälfte an der Rückwand und mit der andern Hälfte an einer Seitenwand an gebracht werden, je nachdem wie es die ört lichen Verhältnisse erlauben lind es für die Ruhelage des Kopfes am bequemsten ist.
Nach dem Ablassen der Luft aus beiden Kissenhälften a, b können letztere in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise in eine flache, die Hälfte der Grundfläche des Kopfkissens ein nehmende Form zusammengefaltet und in diesem Zustande auf kleinstem Raum in einer Rock-, Mantel- oder Handtasche oder an einem sonst geeigneten Platz untergebracht werden.
Wenn auch das Kopfkissen dank seiner verhältnismässig kleinen Abmessungen in der Regel schon dadurch ausreichend festgehal ten ist, dass man es mit dem nach hinten oder zur Seite gelehnten Kopf gegen die Stütz ,vapd bezw. gegen die Stützwände andrückt, so kann es trotzdem noch mit Mitteln zur leicht lösbaren Befestigung ausgerüstet sein.
Im gezeichneten Beispiel sind zu diesem Zwecke an den Rückseiten der beiden Kissen hälften a, b je vier kleine Gummisaugnäpf- chen f angeordnet, die in bekannter Weise beim Andrücken gegen eine Fläche an dieser festhaften.
Um das Kopfkissen an einer ge- wünschten Stelle anzubringen, braucht man -- gegebenenfalls nach schwachem Anfeuch ten der Saugnäpfchen - die einzelnen Saug näpfchen f gegen glatte Abschnitte der Rück wand bezw. Seitenwand nur anzupressen und kann das Kopfkissen so im Augenblick aus- reichend haltbar in jeder beliebigen Lage in flacher oder in Winkellage festlegen. Soll das Kopfkissen nach Gebrauch wieder abgenom men werden, so ist das durch vorsichtiges Lösen der einzelnen Saugnäpfchen f von den Befestigungsstellen gleichfalls in kürzester Zeit und einfachster Weise zu bewerkstelli gen.
Beim Zusammenlegen des Kopfkissens sind zweckmässig die ohne Saugnäpfchen f belassenen Vorderflächen beider Kissenhälf ten a, b gegeneinanderzuklappen, weil so ein lückenlosesAufeinanderlegen beiderLuft- kissen a, b mit geringstem Platzbedarf mög lich ist (siehe Fig. 2).
Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel be schränkt, vielmehr sind mancherlei Abände rungen des gezeichneten Beispiels und andere Ausführungen insbesondere in der Form der beiden Luftkissen a, b sowie in der Anzahl und Ausbildung ihrer Befestigungsmittel f möglich, ohne dass dadurch vom Wesen der Erfindung abgewichen würde. So könnte bei- spielsweise die obere Hälfte des Kissens ge. wölbt ausgeführt sein.