CH220742A - Verfahren zur Herstellung ungesättigter Alkohole. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung ungesättigter Alkohole.

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CH220742A
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hydrogen
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Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C33/00Unsaturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C33/02Acyclic alcohols with carbon-to-carbon double bonds
    • C07C33/025Acyclic alcohols with carbon-to-carbon double bonds with only one double bond

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung ungesättigter Alkohole.    Es ist     bekannt,    ungesättigte Alkohole  aus ungesättigten     Carbonylverbindungen    da  durch herzustellen, dass man     a-,B-ungesättigte     Aldehyde oder     Ketone,    wie z. B.     Crotonalde-          hyd,    mit Wasserstoff über einen Katalysa  tor leitet. (Siehe z. B.     Ullmann,    Enzyklo  pädie der technischen Chemie, 2.

   Auflage,       Bd.        II,    Seite<B>710,</B>     Abs.        22.)    Dabei wurde je  doch nicht nur die     Carbonylgruppe    reduziert,  sondern auch die Doppelbindung im Aus  gangsmaterial zum Teil hydriert, so dass die       ungesättigten    Alkohole nur in schlechten  Ausbeuten anfielen.  



  Es     wurde    nun gefunden, dass sich die  Hydrierung der Doppelbindung bei der Re  duktion der     Carbonylgruppe    vermeiden lässt,  wenn man     eadmiumhaltige    Katalysatoren  verwendet und bei erhöhtem Druck arbeitet.

    Als Katalysatoren kann man etwa Cadmium  selbst     verwenden,    wie es beispielsweise durch  Ausfällen des     Hydrogyds    gewonnen     wird,     Erhitzen desselben auf 400' C und Reduk-         tion.    Weiterhin können die erfindungs  gemäss zu verwendenden Katalysatoren da  durch hergestellt werden, dass man     Cad-          miumverbindungen,    wie     Cadmiumnitrat    oder       -acetat    auf Trägern, wie aktive Kieselsäure,  aktive Kohle, Bimsstein, Tonerde,     Magne-          siumogyd    oder dergleichen aufträgt,

   sodann  den Katalysator erhitzt und vor Beginn der  eigentlichen Reaktion oder auch während  derselben die Reduktion zum Cadmium  m.etall bewirkt. Sehr gute     Ergebnisse    werden  auch erzielt mit Katalysatoren, welche neben  Cadmium noch andere hydrierend wirkende       Bestandteile    enthalten, wie z. B. Silber, Ei  sen, Nickel,     Cobalt,    Chrom, Zink, Mangan  und vor allem     Kupfer.    Dabei können diese       Katalysatorzusätze    in beliebiger Form und       gegebenenfalls    in     beliebigen    Kombinationen  untereinander verwendet werden.

   So erhält  man zum Beispiel     einen    ausgezeichnet wir  kenden Katalysator, wenn man Cadmium  und Kupferacetat gemeinsam als     Hydrogyde         ausfällt und dieses Gemisch gegebenenfalls  nach Erhitzen und nach anschliessender Re  duktion mit Wasserstoff für die Reduktion  der     a-ss-ungesättigten        Carbonylverbindungen     verwendet. Mitunter ist es von Vorteil, bei  der Herstellung von Mischkontakten dafür  zu sorgen, dass die stärker hydrierend wir  kende     Komponente,    wie z. B.

   Kupfer, Nickel,       Cobalt    oder dergleichen, in weniger aktiver  Form zur Anwendung gelangt, um dadurch  die     unerwünschte        Absättigung    der Doppel  bindung zu vermeiden. So kann man zum  Beispiel bei der Herstellung eines Kupfer  Cadmiumkontal:tes zunächst Kupfernitrat  durch Erhitzen zersetzen, das so erhaltene  Kupferoxyd mit aus     wässriger    Lösung durch  Fällung erhaltenes     Cadmiumhydroxyd    gut  mischen und sodann mit oder ohne Träger  und gegebenenfalls nach vorheriger Reduk  tion im Sinne der vorliegenden Erfindung  anwenden. Weiterhin ist es erfindungsgemäss  wesentlich, dass man bei erhöhten Drucken  arbeitet.

   Als solche     kommen    in Betracht  Drucke von     ?0        Atui.    und mehr: vorteilhaft  arbeitet man bei Drucken zwischen etwa 100  und     3()()        Atm.    Die Temperaturen, die für  das vorliegende Verfahren in Betracht kom  men, können in weiten Grenzen variieren.  So kann man die Reduktion sowohl im       Dampfzustand    als auch im flüssigen Zustand  durchführen. In vielen Fällen ist es von Vor  teil.     Temperatur    und     Drucli:    so einzustellen,  dass die     Reduktion    in der flüssigen     Phase     stattfindet.  



       Beispiel:     1 Hol     Cadmiumnitrat    und ? Hol Kupfer  nitrat auf Bimsstein niedergeschlagen, der so  Zur Herstellung eines Kontaktes wurden    erhaltene Kontakt erhitzt und im Wasser  stoffstrom reduziert. Diese     Vorreduktion    des       Kontaktes    kann übrigens mit Wasserstoff  bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck vor  genommen werden. Über diesen Kontakt  wurde     Aerolein    zusammen mit Wasserstoff  bei einem Druck von     ?00        Atm.    und bei einer  Temperatur von     ?75      C geleitet.

   Aus dem       Reaktionsgemisch    liess sieh durch fraktio  nierte     Destillation        Allylalkohol    in vorzüg  licher eise mit guter Ausbeute gewinnen.  



  In analoger Weise kann     mann        Crotonalde-          hyd,        Vinylniethyl-Keton    oder Zimtaldehyd  in die entsprechenden Alkohole überführen.  



  Das vorliegende Verfahren war keines  wegs naheliegend, vielmehr musste man er  warten, dass bei     der    Behandlung der     a-ss-un-          gesättigten        Carbonylverbindungen    mit Was  serstoff in Gegenwart von Katalysatoren und  dazu noch bei erhöhten Drucken in erster  Linie die Doppelbindung angelagert wird,  weil die Reduktion der     Carbonylgruppe    mit       Wasserstoff    im allgemeinen wesentlich  schwerer zu     bewirken    ist als die     Absättigung          aliphatiscber    Doppelbindungen mit Wasser  stoff.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von ungesät tigten Alkoholen durch Umsetzung von a-ss- nngesättigten Carbonylverbindungen mit Wasserstoff in Gegenwart von Katalysato ren, dadurch gekennzeichnet, dass mann die Ausgangsstoffe bei erhöhtem Druck über cadnmiunilialtige Katalysatoren leitet.
CH220742D 1940-02-08 1940-10-18 Verfahren zur Herstellung ungesättigter Alkohole. CH220742A (de)

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CH220742D CH220742A (de) 1940-02-08 1940-10-18 Verfahren zur Herstellung ungesättigter Alkohole.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2763696A (en) * 1956-09-18 Production of alpha
DE1232950B (de) * 1963-06-07 1967-01-26 Kyowa Hakko Kogyo Kk Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Alkoholcn durch katalytische Hydrierungungesaettigter Fettsaeuren und/oder ungesaettigter Fettsaeureester

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2763696A (en) * 1956-09-18 Production of alpha
DE1232950B (de) * 1963-06-07 1967-01-26 Kyowa Hakko Kogyo Kk Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Alkoholcn durch katalytische Hydrierungungesaettigter Fettsaeuren und/oder ungesaettigter Fettsaeureester

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