Bewegungsübertragungsanordnung, insbesondere für Messapparate. Die vorliegende Erfindung (Erfinder Eric Georg Iljärpe und Hilding Valdemar Törne bohm) betrifft eine BewegUngsübertragungs- anordnung, insbesondere für Messapparate, bei welchen die Bewegung eines beweglichen Messorganes auf ein Messinstrument, z. B. ein Minimeter, zu übertragen ist.
Die Anord nung weist einen Halter und ein Verbin dungsorgan auf, das mit dem Halter mittels Blattfedern beweglich verbunden ist. Die Anordnung wird zweckmässig als separater Einsatz ausgeführt, der bei verschiedenen Arten von Messorganen und Messinstrumenten verwendbar ist.
Wenn die Länge der Blattfedern einen gewissen Wert überschreitet, können unbe rechenbare Biegungen derselben entstehen. Es liegt hierbei keine Sicherheit vor, dass das von den Blattfedern getragene Verbindungs organ die eben beabsichtigte Bewegung aus führt. Bei früher bekannten Anordnungen dieser Art war man also genötigt, sich auf kurze Längen der Bewegung der Verbin dungsorgane zu beschränken. Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, diese Mängel zu vermeiden. Die Bewegungsübertragungsan- ordnung nach der Erfindung wird dadurch gekennzeichnet, dass die Blattfedern auf einem Teil ihrer freien Länge versteift sind.
Die Blattfedern sind vorzugsweise nur an ihren dem Halter und dem Verbindungsorgan am nächsten liegenden Teilen nicht versteift. Bei dieser Anordnung kann die Bewegung des Verbindungsorganes beträchtliche Werte betragen, und man hat doch die Gewähr, dass es die vorgesehene Bewegung macht. Ein Ausführungsbeispiel der Bewegungs- übertragungsanordnung nach der Erfindung ist auf der beigefügten Zeichnung veran schaulicht.
Es zeigen: Fig. 1 und 2 zwei zueinander senkrechte Projektionen einer Bewegungsübertragungs- anordnung, Fig. 3 in kleinerem Massstabe eine senk rechte Projektion dieser Anordnung. auf einem im Schnitt gezeigten Messapparat für Wälzlagerringe montiert, und Fig. 4 eine horizontale Projektion des Messapparates nach Fig. 3, wobei einige Teile weggenommen sind.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Bewegungs- übertragungsanordnung ist als separater Ein satz ausgeführt, der auf dem Gestell eines Messapparates oder dergleichen montiert wer den kann. Die Anordnung weist einen Hal ter 1, zwei auf diesem fest. eingespannte parallele Blattfedern 2, 3 und einen als Ver bindungsorgan dienenden, beweglichen Block 4 auf. Der Halter 1 ist zwecks Festschrau ben auf einem 3l essapparat mit Schrauben löchern 5 versehen. Die Federn 2, 3 tragen den Block 4 und führen denselben, so dass er bei Betätigung eine Parallelbewegung aus führt.
Weil die vorkommenden Bewegungen im Verhältnis zur Länge der Blattfedern 2. 3 ziemlich klein sind, wird die Bewegung des Blockes etwa geradlinig und winkelrecht zur Längsrichtung der Blattfedern. Die Bewe- gung des Blockes 4 erfolgt ohne irgendwel ches Spiel, weshalb eine auf ein Ende des selben ausgeübte Bewegung einer genau ent sprechenden Bewegung des entgegengesetzten Endes des Blockes entspricht.
Um nicht vorauszusehende Biegungen der Federn 2, 3 zu vermeiden, sind diese mittels auf denselben aufgeschraubten Platten 6 ver steift. Nach Fig. 1 sind nur die Teile beim Halter 1 und beim Block 4 nicht versteift, wobei zirka 90% der freien Länge der Feder (also ohne deren eingespannte Enden) ver steift ist. Hierdurch wird die Biegung der Fe dern auf diejenigen Teile derselben be schränkt, die dem Halter 1 und dem Block 4 am nächsten belegen sind.
Der Einsatz ist mit einer Anordnung ver sehen, um den Block 4 einem Federdruck in der einen oder der andern Richtung auszu setzen. Diese Anordnung besteht aus einem auf dem Halter 1 drehbar gelagerten Winkel hebel 7 und einer auf demselben befestigten Blattfeder 8, die in eine Nut 9 im Block 4 eingreift. Eine im Halter 1. eingeschraubte Schraube 10 greift mit ihrem Endteil<B>11</B> in eine Nut 12 des Winkelhebels 7 ein. Mittels der Schraube 1.0 kann der Winkelhebel in gewünschter Richtung gedreht und dadurch die Feder 8 so eingestellt -erden, dass sie einen Druck auf den Block 4 in der einen oder andern Richtung ausübt.
Hierdurch wird bei der Verwendung der BewegunYsübertra- gungsanordnung auf einer Messanordnung er möglicht, dieser einen Messdruek gewünschter Richtung und Grösse zu geben.
Um die Bewegung des Blockes 4 zu be grenzen, ist eine Schraube 13 vorgesehen, die durch ein mit Gewinde versehenes Loch im Halter 1 geht und mit ihrem kegeligen Ende zwischen zwei iiu Winkel zueinander stehende Flächen 25, 26 des Blockes 4 eingreift. Je weiter die Schraube 13 eingeschraubt wird, am so kürzer wird die zulässige Bewegung des Blockes 4. Wenn die Schraube 13 ganz eingeschraubt wird, liegt sie, wie in Fig. 1 0,ezeigt ist, gegen die im Winkel zueinander stehenden Flächen des Blockes an, und es ist .jede Bewegung des Blockes 4 verhindert, was beim Transport der Anordnung vorteilhaft ist.
Zwecks Verbindung des Blockes 4 mit den Teilen, zwischen welchen die Bewegung zu übertragen ist. sind zwei schwalben- schwanzförmige Nuten 14 und 15 im Block 1 vorgesehen.
Fig. 3 und 4 zeigen den Einsatz auf einer Messanordnung für Kiigellagerringe montiert. Der zu messende Ring 40 wird auf eine Platte 16 zwischen drei Scheiben gelegt. Zwei dieser Scheiben sind in Nuten der Platte einstellbar und dazu bestimmt, während des Messverfahrens auf der Platte fest. angebracht zu sein. Die eine der festen Scheiben ist. mit 18 in Fig. 3 gezeigt, die andere feste Scheibe ist um 90 im Verhältnis zur Scheibe 18 ver schoben, ist aber in Fig. 3 nicht gezeigt.
Die dritte Scheibe 17 ist in einer Nut in der Platte 16 beweglich und stellt das eigentliche :1lessorgan dar.
Der in Fig. 1 und 2 gezeigte Einsatz wird nach Fig. 3 und 4 dazu verwendet, die Bewe- gung der Messseheibe 17 auf die Messspitze 32 eines Minimeters 31 zu übertragen. Die Scheibe 17 ist mittels einer Hülse 20, einer Schraube 21 und einer Mutter 22 auf einem Arm 23 fest angebracht. Der Arm 23 hat eine schwalbenschwanzförmige Nut 33, in welche der Kopf 34 der Schraube 21 ein greift, und die Messscheibe kann somit in ge wünschter Lage in der Längsrichtung der Nut befestigt werden.
Der Arm 23 ist sei nerseits mit dem Block 4 mittels einer Mut ter 25 und einer Schraube 26 fest verbunden, deren Kopf in die Nut 14 des Blockes 4 ein greift. Auf diese Weise ist also die Mess- scheibe 17 mit dem Block fest verbunden und wird von diesem getragen.
Ein zweiter Arm 27 ist mit dem Block an dessen einem Ende mittels einer Mutter 28 und einer Schraube 29 (Fig. 3) verbunden, wobei der Schraubenkopf in eine Nut 15 des Blockes 4 eingreift (Fig. 2). Der Arm 27 hat ein mit Gewinde versehenes Loch, durch welches eine Schraube 30 hindurchgeht. Der Minimeter 31 ist auf dem Gestell des Mess- apparates angebracht, wobei seine Messspitze 32 in Linie mit der Schraube 30 angeordnet ist, und beim Messen liegt die Schraube 30 gegen die Messspitze 32 an.
Bei dem beschriebenen Messapparat wird die Bewegung der Messscheibe 17 zum Mini meter 31 durch folgende Teile übertragen: die Hülse 20 und Schraube 21, den Arm 23, den Block 4, die Schraube 29, den Arm 27, die Schraube 30 und die Messspitze 32.
Beim Messen gewisser Werkstücke, z. B. des gugellagerringes 40, werden zunächst die festen Messscheiben, wie 18, in geeignete Lage gebracht. Die bewegliche Messscheibe 17 wird gegen ein 'Werkstück von nominellen Massen gedrückt, wobei dieser Druck, das heisst der Messdruck, mittels der Schraube 10 eingestellt ist.
Nach erfolgter Nullstellung des Minimeters mittels der Schraube 30 kann das eigentliche Messen beginnen. Wenn ein Werkstück zwischen die Scheiben eingelegt wird, so wird die Messscheibe 17 eine Lage einnehmen, die vom Mass des Werkstückes im fraglichen Punkt abhängig ist. Die Bewe gung der Messscheibe 17 wird durch die be schriebene Anordnung auf die Messspitze des Minimeters übertragen, und die Abweichung des Masses des Werkstückes von dem nomi nellen Mass kann auf der Gradeinteilung des Minimeters abgelesen werden.
Die Ausführungsformen der erfindungs gemässen Bewegungsübertragungsanordnung können bei einer grossen Anzahl verschiedener Messanordnungen und anderer Anordnungen, bei denen eine Bewegung von einem Organ zu einem andern zu übertragen ist, Verwen dung finden.