CH220788A - Magnetostriktiver Schwinger. - Google Patents

Magnetostriktiver Schwinger.

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CH220788A
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Hermes Patentverwertun Haftung
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Hermes Patentverwertungs Gmbh
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    • B06B1/02Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy
    • B06B1/08Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with magnetostriction
    • HELECTRICITY
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    • HELECTRICITY
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Description


      Magnetostriktiver    Schwinger.    Die Erfindung betrifft einen Schwinger,  der nach dem Prinzip der     Magnetostriktion     arbeitet. Es ist bekannt, die     magnetostrik-          tiven    Eigenschaften von     Eisen-Nickel-Ko-          balt    und Legierungen dieser Metalle zum Bau  von Schall- oder Ultraschallschwingern zu  verwenden. Hierbei wird ein Körper, vor  zugsweise ein Stab, aus dem     magnetostrik-          tiven    Werkstoff durch ein hochfrequentes  magnetisches Wechselfeld zu Schwingungen  in seiner Eigenfrequenz angeregt.

   Bei der  Verwendung eines massiven Körpers als       Magnetostriktionsschwinger    treten aber er  hebliche     Wirbelstromverluste    auf, die mit  der Frequenz und der Dicke des als Schwin  ger dienenden     Stabes    zunehmen. Aus diesem  Grunde ist mit massiven Schwingern nur ein  geringer Wirkungsgrad zu erreichen. Um  diesem     Übelstand        abzuhelfen,    ist man auch  schon dazu übergegangen, den metallischen  Querschnitt des Schwingers     in    dünne Bleche  oder Drähte zu unterteilen, wodurch die         Wirbelstromverluste    verringert werden.

   Eine  erhebliche Verbesserung des Wirkungskreises  ist aber auch auf diese Weise nicht zu er  reichen, denn der aus einzelnen Drähten oder  Blechen zusammengesetzte Körper hat in  homogene elastische     Eigenschaften,    so dass  eine scharfe akustische Eigenfrequenz nicht  vorhanden ist. Die einzelnen Bestandteile  eines solchen Schwingers schwingen offenbar  nicht gleichmässig, so dass sich eine starke  Dämpfung ergibt. Diese Schwierigkeit wird  auch dadurch nicht beseitigt, dass man etwa  die Körper unter Zwischenfügung von isolie  renden Zwischenlagen     zusammenpresst.    Es  treten dann auch erhebliche     Reibungsverluste     auf, welche die Dämpfung vergrössern.  



  Die vorliegende Erfindung gestattet es,  die geschilderten Nachteile völlig zu vermei  den und einen     dämpfungsarmen    Schwinger  mit einer ausgesprochenen Eigenfrequenz zu  schaffen, bei dem nur sehr kleine Wirbel  stromverluste auftreten. Erfindungsgemäss           sind    bei einem nach dem Prinzip der     Magneto-          striktion    arbeitenden Schwinger, der läng  liche - Einzelteile aus     magnetostriktivem        Ma;          terial    aufweist, diese Teile voneinander iso  liert und wenigstens über den grössten Teil  ihrer Länge durch ein Bindematerial fest  miteinander verbunden.

   Dadurch entsteht,       wie    sich gezeigt hat, ein festes Gebilde, das  in seiner Gesamtheit schwingungsfähig ist  und eine ausgesprochene Eigenfrequenz be  sitzt.  



  Ein Ausführungsbeispiel des erfindungs  gemässen     Schwingers    ist in der Zeichnung       (Fig.    1) dargestellt. Diese zeigt     einen    aus  einer Reihe von Drähten 1 bestehenden Ultra  schall-     bezw.    Schallschwinger, bei dem die  Drähte durch einen     Glasfluss    2 miteinander  verbunden sind. Es hat sieh herausgestellt,  dass ein solcher     Schwinger    eine hohe mecha  nische Festigkeit besitzt und den Beanspru  chungen im Betriebe ohne weiteres gewachsen  ist. Auch die Herstellung eines solchen  Schwingers ist sehr einfach.

   Die heute koch  entwickelte     Einschmelztechnik    kennt eine  grosse Reihe von Metallen und     Gläsern,    die  sich sehr gut miteinander verbinden lassen.  Für die Herstellung der Drähte eignet sich  zum Beispiel eine     Nickel-Eisen-Legierung,     die etwa 30 bis 50     zo    Nickel enthält. Dieser  Werkstoff erfüllt sowohl in bezug auf die       magnetostriktiven    Eigenschaften als auch auf  seine     Verbindungsfähigkeit    mit Glas die an  ihn gestellten Bedingungen aufs beste.

   Bei  einem Schwinger der dargestellten     Bauart    ist  es auch ohne weiteres möglich, eine weitere  Bedingung einzuhalten, durch deren Erfül  lung die     Schwingerleistung    noch erheblich  vergrössert werden kann. Es gelingt nämlich,  die Materialien so zu wählen, dass die     Schwin-          gungs-Fortpflanzungsgesehwindigkeit    in bei  den Materialien gleich ist. Wenn man die  Materialien so wählt, dann erzielt man gleich  zeitig mehrere Vorteile.

   Zunächst     erreicht,     man eine eindeutige Eigenfrequenz des  Schwingkörpers, da die Bestandteile des  Schwingers, nämlich die     magnetostriktiven     Metallteile sowie das isolierende Bindemate  rial bei gleicher Länge die gleiche Eigen-         frequenz    haben.

   Ferner wird die mechanische       Beanspruchung    an den Verbindungsflächen  zwischen den     Metallteilen    und dem Isolier  material (Glas) auf ein Mindestmass herab  gesetzt, da die Trennflächen     zwischen    den       Metallteilen    und dem Glas lediglich die Be  anspruchung durch die Kraftübertragung von  dem     magnetostriktiven    Material auf     das    Füll  material aufzunehmen haben.  



  Um die Dämpfung des gesamten     Scliwin-          gergebildes    möglichst klein zu halten, ist es  empfehlenswert, ein Bindematerial mit     mög-          glichst    geringer innerer Dämpfung zu ver  wenden. Bei dem eben beschriebenen Schwin  ger nach der Figur ist auch diese Bedingung  erfüllt. Die Dämpfung dieses     Schwingers     ist geringer als die Dämpfung eines entspre  chenden aus vollem Material bestehenden  Metallschwingers.  



  Diese     Schwingerbauart    gestattet es, noch  einen weiteren Vorteil in einfachster Weise       zit    erzielen. Stellt man die feste Verbindung  zwischen den     magiietostriktiven    Schwinger  teilen und dem Bindematerial unter solchen  Bedingungen her, dass das     magnetostriktive     Material eine bestimmte mechanische Vor  spannung erhält, dann gelingt es, einen gün  stigen     magnetostriktiven    Arbeitspunkt zu er  reichen. Zu diesem betriebsmässigen Vorteil  tritt noch ein baulicher Vorteil hinzu.

   Bei  der Verwendung von Glas als Bindemittel  zwischen den einzelnen Teilen des     Magneto-          striktionssehwingers    ist darauf Rücksicht zu  nehmen, dass durch die Kräfte, die von der  im Betriebe auftretenden stehenden Welle  herrühren, das Glas nicht in einer Weise be  ansprucht wird, dass     Brachgefahr    eintritt.  Bekanntlich ist das Glas auf Druckbeanspru  chung viel weniger empfindlich als auf Zug  beanspruchung, das heisst man kann es in  einem viel weiteren Bereich der Ausdehnung  ohne:     Brueligefahr    auf Druck beanspruchen  als auf Zug.

   Wählt man eine entsprechende       mechanische        Vorspannung    der     magnetostrik-          tiv    en     Schw        ingerteile,    so wird das Glas im  Ruhezustand des Schwingers     auf    Druck be  ansprucht. Durch geeignete     @.Vahl    der mecha  nischen     Vorspannung    kann man es erreichen,      dass das Glas während des     Schssingvorganges     gar nicht oder nur     wenig    auf Zug bean  sprucht wird, jedenfalls aber die Zugbean  spruchung in so engen Grenzen gehalten  wird, dass eine Bruchgefahr nicht auftritt.  



  Besonders gut ist jedes Material als  Bindematerial für den Schwinger nach der  Erfindung geeignet, das einerseits eine feste  Verbindung zwischen den     magnetostriktiv     wirksamen Teilen untereinander ermöglicht  und dessen     Schallgeschwindigkeit    von der  dieser Teile nicht zu sehr abweicht. Es ist  zum Beispiel auch möglich, als wirksame       Schwingerteile    Bleche (oder dicht zusammen  ; gepresste Drähte) zu verwenden, die ober  flächlich mit einer isolierenden     OYydhaut     überzogen sind. Als Bindemittel kann dann  Metall, z. B.

   Eisen, das gleiche     magneto-          striktive    Eigenschaften besitzt wie das zu  ,verbindende Material, dienen, das vorzugs  weise in Pulverform zwischen die Schwinger  elemente eingebracht und durch eine Wärme  behandlung in feste Verbindung mit den       Schwingerelementen    gebracht und auch in  sich verfestigt     worden    ist. Eine solche  Wärmebehandlung ist zum Beispiel ein     Sin-          terprozess.     



  Anstatt drahtförmiger wirksamer     Schwin-          gerteile    kann man auch blechförmige     Schwin-          0        gerelemente    aus     magnetostriktivem    Material  verwenden, wie dies beispielsweise in     Fig.    2  dargestellt ist. Bei dem Schwinger nach die  ser Figur ist eine Anzahl von Platten 3  durch     Glasfluss    4 fest miteinander verbunden.  Auch hier ergibt sich wieder ein     dämpfungs-          armes    schwingfähiges Gebilde von scharf  ausgeprägter     Eigenfrequenz.     



  Die Tatsache, dass die Schwinger nach der  Erfindung eine scharf ausgeprägte Eigen  o     frequenz    besitzen, macht sie nicht nur für  die Behandlung von Körpern mit Schall- oder  Ultraschallschwingungen geeignet, sondern  ermöglicht auch ihre     Verwendung    für     Fre-          quenznormale    und eventuell auch für abge  stimmte Mikrophone.  



  Es ist vorgeschlagen worden, bei einem       Magnetostriktionsschwinger    eine     optimale     Leistungsabgabe dadurch zu erzielen, dass    man im Betriebe dem magnetischen     Schwing-          körper    eine     Gleichstromvormagnetisierung    er  teilt. Diese Massnahme kann man sich er  sparen, wenn man dem     magnetostriktiven    Ma  terial bei der Herstellung eine bestimmte me  chanische     Vorspannung    erteilt, so dass im fer  tigen Schwinger das     magnetostriktive    Ma  terial auf Zug, das die     magnetostriktiven     Teile verbindende Glas auf Druck bean  sprucht ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Nach dem Prinzip der Magnetostriktion arbeitender Schwinger, der längliche Einzel teile aus magnetostriktivem Material auf weist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Teile voneinander isoliert und wenigstens über den grössten Teil ihrer Länge durch ein Bindematerial mechanisch fest miteinander verbunden sind.
    UNTERANSPRüCHE 1. Schwinger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das magnetostrik- tive Material und das Bindematerial die glei che Schwingungs - Fortpflanzungsgeschwin digkeit haben. 2. Schwinger nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass als Bindematerial Glas dient. 3.
    Schwinger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Bindematerial Metall dient und zur Isolierung der einzel nen magnetostriktiven Teile gegeneinander auf deren Oberfläche eine Ogydschicht auf gebracht ist. 4. Schwinger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als magnetostrik- tives Material eine Nickel-Eisen-Legierung mit 30 bis 50% Nickelgehalt verwendet ist. 5.
    Schwinger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verbindung der magnetostriktiven Teile untereinander derart vorgenommen ist, dass diese Teile im Ruhezustand des Schwingers -eine mechani sche Vorspannung haben. 6.
    Schwinger nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen dem Gesamtquerschnitt der magneto- striktiven Teile und dem Querschnitt des Bindematerials derart gewählt ist, dass die Vorspannung einen hinsichtlich des Lei stungsvermögens des Schwingers optimalen Wert erreicht. 7.
    Schwinger nach Unteransprueh 2, da durch gekennzeichnet, dass die magnetostrik- tiven Teile im Ruhezustand des Schwingers eine Vorspannung haben, derart, dass beim Betrieb des Schwingers das als Bindematerial dienende Glas nur einer mit seiner Festig keit zu vereinbarenden Zugbeanspruchung unterworfen ist. B. Schwinger nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass auf die magneto- striktiven Teile des Schwingers eine solche Zugspannung wirkt, dass sich ohne Gleich stromvormagnetisierung eine optimale Lei stungsabgabe ergibt.
CH220788D 1940-05-17 1940-12-20 Magnetostriktiver Schwinger. CH220788A (de)

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