Einrichtung für Verbrennungsmotoren, Kompressoren und dergleichen zur Verbesserung der Leistung derselben. Die vorliegende Erfindung (Erfinder: K. E. Kylen) betrifft eine Einrichtung für Verbrennungsmotoren, Kompressoren und dergl. zur Verbesserung der Leistung der selben und ist gekennzeichnet durch minde stens eine an eine der beiden die Ein- und Auslassleitungen des Arbeitsraumes für das Arbeitsgas bildenden Leitungen angeschlos sene Rotationskammer von runder Aussen- umfangsfläche mit mindestens einer Ein- strömöffnung für den Zutritt des
Arbeits gases in die Rotationskammer, durch welche das Arbeitsgas mindestens angenähert tan- gential in diese Kammer eintritt, um das Arbeitsgas in schnelle Rotation in dieser Kammer zu versetzen.
Ist hierbei die Rota tionskammer an die Einlassleitung ange- sehlossen, wird bezweckt, eine Erhöhung des an der Einlassöffnung zum Arbeitsraum, oder in deren Nähe herrschenden Arbeitsgas druckes zu bewirken. Hierdurch wird, wenn die Einrichtung an einem Verbrennungs motor angebracht ist, ermöglicht, :dass die Spülarbeit oder die Zufuhr neuer Gas gemische oder Spülluft zum Arbeitsraum bei kleinstmöglichem Energieverbrauch stattfin den kann.
Um, wenn die Einrichtung an einem Ver- brennungsmotor angebracht ist, eine mög lichst gute Füllung des Arbeitsraumes mit Gasgemisch oder Luft zu gewähren, kann zweckmässig eine gewisse Arbeit in einem an den Verbrennungsmotor angeschlossenen Kompressor oder dergl., oder im Arbeitsraum selbst, ausgeführt werden, so dass ein Über- bezw. Unterdruck gebildet wird. Wenn ein Kompressor vorgesehen ist, befindet sieh die Rotationskammer zweckmässig zwischen Kompressor und Arbeitsraum.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes und Detailvarianten sind auf den beigefügten Zeichnungen veranschau licht. Es zeigen: Fig. 1 ein zum besseren Verständnis der Erfindung dienendes Druckdiagramm für das Kurbelgehäuse und für die Verteilungs kammer eines Zweitaktmotors, Fig. 2 ein entsprechendes Diagramm für eine Rotationskammer eines Viertaktmotors, Fig. 3 einen.
Schnitt senkrecht zur Kur belwelle durch einen Viertaktmotor, welcher mit dem ersten Beispiel versehen ist, Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3, Fig. 5 einen Schnitt. durch einen mit dem zweiten Beispiel versehenen Motor, Fig. 6 einen Schnitt durch die Vertei lungskammer in Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt senkrecht zur Kur belwelle durch einen Zweitaktmotor mit Kurbelgehäusekompression, welcher mit.
dem dritten Beispiel versehen ist, Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII in Fig. 7, Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX in Fig. 7, Fig. 10 einen mit einem weiteren Bei spiel versehenen Motor, Fig. Il einen Schnitt längs der Linie XI-XI in Fig. 10, Fig. 12 einen Vertikalschnitt durch eine modifizierte Form einer Rotationskammer,
Fig. 13 einen Schnitt längs der Linie XIII-XIII in Fig. 12, Fig. 14 einen Vertikalschnitt durch eine Rotationskammer mit nur einem zentral ge legenen Einlassventil zum Arbeitszylinder, Fig. 15 einen Schnitt längs der Linie XV-XV in Fig. 14, Fig. 16 einen vertikalen Schnitt,
durch eine Rotationskammer von wesentlich koni scher Form und Fig. 17 einen .Schnitt längs der Linie XVII-XVII in Fig. 16.
Bei dem .in Fig. 1 gezeigten Diagramm eines Zweitaktmotors bildet der Kolbenweg die Abszisse, und es veranschaulicht die Kurve a die Drucksteigerung in einer Kam- mer, beispielsweise in einer Verteilungskam mer des Motors, wobei die Überströmung zur Verteilungskammer mit verhältnismässig klei ner Geschwindigkeit von einem Raum, bei spielsweise von einem Kurbelgehäuse-Kom- pressor gebildet, erfolgt.
Eine solche Über strömung und Drucksteigerung (Kurve a) kommt beispielsweise vor, wenn der Druck unterschied am Anfang der Überströmung verhältnismässig klein ist, und wenn der Überströmung-skanal zwischen den beiden Räumen weit ist, sowie auch wenn die Ma schine langsam läuft. Im Diagramm hat man den im Überstrtimkanal in diesem Falle ent stehenden Reibungsverlusten nicht Rechnung getragen.
Die Drucksteigerungskurve für die Verteilungskammer folgt dann im wesent- lichen der entsprechenden Kurve für den Kurbelgehäusekompressor. Man kann des halb .sagen, dass die Kurve a auch die Drucksteigerung im Kurbelgehäuse darstellt. Irgendwelche Arbeit zur Überleitung der Gase vom Kurbelgehäuse zur Verteilungs kammer, wenn von dem unbedeutenden Rei bungsverlust abgesehen wird, ist nicht erfor derlich.
Wenn aber der ttberströmkana.l einen verhältnisnlä.ssig kleinen Durehschnittsquer- s .hnitt hat., oder wenn man die Gasmischung auf einen gewissen Überdruck im Kurbel gehäuse komprimieren lässt, ehe der Auslass vom Kurbelgehäuse sich öffnet, so muss eine gewisse Arbeit auf die Gase im Kurbel gehäuse ausgeübt werden. Die Überströmung vom Kurbelgehäuse zur -Verteilungskammer erfolgt dabei mit grosser Geschwindigkeit, und die Drucksteigerung im Kurbelgehäuse wird durch die Kurve b .in Fig. 1 ver anschaulicht.
Die Kurve c gibt dabei die un gefähre Drucksteigerung in der .genannten Kammer bei bekannter Ausbildung dersel ben an, wenn die Drucksteigerung .sieh im Kurbelgehäuse gemäss der Kurve b ent wickelt. Die auf die Gase im Kurbelgehäuse aufgewandte Arbeit., oder die zum Drücken der Gase vom Kurbelgehäuse durch den Überst.römkanal zur Verteilungskammer er forderliche Arbeit wird in Diagramm durch die zwischen den Kurven c und b einge schlossene gestrichelte Fläche A gezeigt.
Fig. 2 zeigt ein Druckdiagramm für die Verteilungskammer eines Viertaktmotors, wobei die Abszisse .den Ansaughub des Mo tors bildet. Die Kurve e veranschaulicht die Druckänderung, wenn die Füllung .langsam oder ohne Rotationskammer erfolgt, und die Kurve f zeigt die Druckänderung bei An wendung des Beispiels nach Fig. 3.
Die Ent stehung der Kurve f ist weiter unten bei der Beschreibung der Wirkungsweise der Ein richtung nach Fig. 3 erläutert. Aus,den Kur ven geht hervor, dass der Schluss.druck P2 und P3 an die Kammerwand .in diesem Falle grösser ist als üblich. Die zwischen .den Kur ven befindliche gestrichelte Fläche B be zeichnet die zum Erzielen der Druck erhöhung, .das heisst die zum Erkalten .der erhöhten Füllung angewandte Extraarbeit.
Bei .dem in Fig. 3 .gezeigten Viertakt motor bezeichnet 1 den Kolben, der sieh auf- und abwärts im Zylinder 2 bewegt, wobei er die Kurbelstanbe 3 und die Kurbelwelle 4 treibt. Die Einlassventile 5 öffnen von einer Kammer @6 aus und können entweder vom selbsttätigen Typus sein oder durch eine zweckmässige Vorrichtung bekannter Art, beispielsweise eine Noekenanordnung, :ge steuert sein. Das Auslassventil 7 setzt den Zylinder in Verbindung mit dem Auslass- rohr B.
Eine Rotationskammer 1,0 steht mit tels einer Leitung 9 mit der Kammer @6 in Verbindung. Die Kammer 10 ist ringförmig, und die Aussen;umfangsfläche F dieser Kam mer ist rund.
Für die Zufuhr einer Ladung zur Kammer 10 ist eine Zufuhrleitung 11 vorgesehen, die durch eine Anzahl Einström- öffnungen 12 mit der Kammer 10 in Verbin dung steht. Die Öffnungen 12 sind im Ver hältnis zur ringförmigen Kammer 10 so ge richtet, dass die Arbeitsgase durch diese Öff nungen mindestens angenähert tangential in die Rotationskammer einströmen, und die Verbindungsleitung 9 schliesst sich tangen- tial zur Aussenwand der Kammer 10 an.
Die Öffnungen 12 sind gegen die Öffnungen der Verbindungsleitung gerichtet. Die Leitung 9, 11, an welche die Rotationskammer 1,0 an geschlossen ist, bildet die Einlassleitung ,des Arbeitsraumes für das Arbeitsgas. Die Ein- strömöffnungen 12 befinden sich in der Nähe des Zentrums .der Kammer 10, sie könnten ,sich auch im Zentrum befinden, und es könnte auch nur eine einzige Einströmöff- nung da sein.
Die Einrichtung arbeitet in der folgen den Weise: Nachdem der Kolben während seiner Ab- wärtsbewegung im Zylinder 2 etwas nach abwärts gelangt ist, öffnen sich die Einlass- ventile 5, und die Ladung strömt mit gro sser Geschwindigkeit in den Zylinder unter Einwirkung des Druckunterschiedes ein, der durch die Bildung eines- teilweisen Vakuums im Zylinder verursacht worden ist.
Zur Bil dung dieses teilweisen Unterdruckes ist es notwendig, einen gewissen Teil der Motor leistung in Anspruch zu nehmen. Diese Lei stung wandelt sich in kinetische Energie der , Luft oder Gasmischung, die dem Motor zu zuführen ist, um, und diese kinetische Ener gie wird in der Form rotierender Bewegung der Luft oder Gasmischung dadurch aufge speichert, dass der durch die Öffnungen 1:
2 in die Kammer 10 einströmenden Luft oder Gasmischung, auf Grund der Schiefstellung der Öffnungen 12 und der Form der Kam mer 10, die gewünschte Bewegung beige bracht wird, das heisst :das Arbeitsgas in ; .der Rotationskammer in schnelle Rotation versetzt wird. Durch diese Anordnung wird die bei .der Bewegung .des Kolbens von .der Höchstlage 1.3 zur Lage 14 zur Überwindung ,des Luftwiderstandes angewandte Energie nutzbar .gemacht. Wenn der Kolben sich be wegt, rotiert die Luft oder das Gasgemisch in der Rotationskammer 10.
Der Druck in .dieser Kammer wird unter Einwirkung .der Zentrifugalkraft grösser an der Aussenwand, als nach innen gegen die Mitte zu, und ein teilweiser Unterdruck entsteht deshalb im letztgenannten Teil der Kammer. Die Luft oder das Gasgemisch strömt daher weiter in die Rotationskammer ein, um das teilweise , Vakuum auszufüllen. Die Verbindun:gelei- tung 9 öffnet sich aber tangential gegen die Aussenwand 10 der Kammer, also wo der Druck in der Kammer am grössten ist.
In dieser Weise wird dem Zylinder eine grössere Menge Luft zugeführt als dem Hubvolumen entspricht, weil der Druck in der Kammer 6 dem Druck an der Aussenwand der Kammer 11 entspricht. Die Rotationskammer wird also als Kompressor dienen, obgleich die Ro tation .der Luft oder des Gasgemisches nicht mittels Laufräder sondern mit Hilfe tanäen- tialer Ein- und Ausla.sskanäle zu und von der Rotationskammer geleitet wird.
Die Aus strömöffnung für den Austritt des Gases, an die die Leitung, 9 angeschlossen ist, ist, an der Aussenumfangsfläehe F angeordnet. Sie könnte auch in der Nähe dieser Fläche an geordnet sein, und es könnten auch mehrere Ausströmöffnungen vorgesehen sein. Der Durchströmquerschnitt der Öffnungen 1? kann in geeigneter Weise variiert werden, z. B. durch eine in der Längsrichtung des Rohres 11 verschiebbare Hülse oder dergl., die ein teilweises Schliessen der Öffnungen verursacht.
Hierdurch wird der Öffnungs- querschnitt derart angepasst, dass die Ein strömung kontinuierlich und nicht nur wäh rend der Ansaugperiode stattfindet, weil geben die Mitte der Kammer ein Unterdruck vorhanden ist. Durch die Verlängerung der Zeit für die Einströmung kann ein kleinerer Vergaser, als sonst bei einem Motor der glei chen Grösse im allgemeinen notwendig, ver wendet werden. Die Kammer 10 bildet hier eine separate Einheit.
Bei dem Beispiel wird die .der überströ menden Gasmenge innewohnende kinetische Energie, die durch die Fläche A in Fig. 1 angegeben wird, dadurch nutzbar gemacht, dass den schnell strömenden Gasen eine ro tierende Bewegung in der Rotationskammer 1.0 beigebracht wird, was dadurch geschieht, dass die Kanäle 12 in .die erwähnte Kammer angenähert tanbential münden. Auf Grund der schnellen Rotation der Gase in der Kam mer 10 erfolgt eine Erhöhung des Druckes gegen die Aussenwand der Kammer und eine entsprechende Druckverminderung regen die Mitte der Kammer.
Mit andern Worten, der Druck an der Ausseirwand wird höher als der Durchschnittsdruck Pi in Fib. l., und der Druck in der Mitte der Kammer wird klei ner als der Durcbscbnittsdruck Pi in der Kammer, wie aus der Kurve d in Fib. 1 er sichtlich ist, welche den Druck an der Kam- meraussenwand darstellt..
Die Ausführungsform nach Fib. 5 und 6 unter..seheidet sich von derjenigen gemäss Fi-. 3 und I gezeigten und der im Zusam menhan- damit beschrielxnen nur dadurch. dass auch der Verteilun--sraum 6 zum Ver teilen der Arbeitsaase auf die Einlassventile als Rotationskammer auscel>ildet ist, wobei die Verbindungsleitung 0 sich tanbential an diese Kammer anschliesst.
Die Einlassventile 5 sind auf verhä ltnismässig grossem Durch messer gelegen, und zu ihrer Betätigung wirkt der durch die Rotation erhöhte Druck. Das Auslassventil i ist an der Mitte des Zylinderkopfes angeordnet., und das Auslass- rohr 8 ist, mit dein Zylinder innerhalb der ringförmigen Rotationskammer 6 verbunden.
Durch diese Ausführungsform erhält man zwei hintereinander; esebaltete Rotations kammern, die Kammer 10 und der Vertei- lunbsra.um 6, wodurch eine Verdoppelung der Aufspeicherung kinetischer Energie er- möglieht wird. Es könnten auch mehr als zwei Rolationskammern .da sein.
Auch hier strömt das Arbeitsgas durch die Einström- öffnunben mindestens angenähert tanbential in die Rotationskammern. Die Rotationskam mer 6 ist ringförmig und es verläuft die Auslassleituno- 8 vom Arbeitsraum durch die zentrale Öffnung dieser Rotationskammer.
Da hier die selbsttätigen Einlassventile 5 zum Verbrennunbszyl:inder so angeordnet sind, dass sie von dem an der Aussenwand der Verteiluiibskammer herrschenden höhe ren Druck und von der kinetischen Energie hetätibt werden, so öffnen sich die Ventile hierdurch schneller als bei dem niedrigen Druck, der bei gewöhnlicher radialer Strö mung zur Verteilungskammer erzeugt wird. Die Ventile erhalten somit einen beträchtlich höheren Wirkungsgrad, und die Kammer 6 wird besser ihres Inhaltes entleert.
Im Falle, dass die ganze kinetische Energie in der Kammer für das Öffnen. der Ventile nicht in Anspruch ,genommen wird, das heisst wenn die in der Kammer noch verblei bende Gasmischung oder Spülluft, nachdem die Ventile geschlossen sind, zu rotieren fort setzt, so kann diese kinetische Energie für die Aufladunz oder zur Verminderung der Kompressorarbeit beim nächsten Kompres sionshub beansprucht werden.
Beim nächsten Kompressionshub im Kurbelgehäuse und bei der nächsten Stromeinlassperiode in der Kam mer 6 russ nämlich das vom Kurbelgehäuse kommende Gasgemisch einen niedrigeren Druck überwinden, wenn die Gasmischung oder die Luft in der Nähe des Zentrums der Kammer einströmt.
Ein erhöhter Wirkungs grad der Ventile bringt ausserdem eine nied rigere Temperatur des Gasgemisches oder der Spülluft mit sich, ,sowie eine bessere Füllung, einen höheren Wirkungsgrad des Motors und einen kleineren Brennstoffver- brauch.
In den Fig. 7, 8 und 9 ist die Erfindung auf einen Zweitaktmotor des Gleichstrom- spülungstyps angewendet gezeigt, das heisst auf einen Motor, bei dem die Luft oder das Gasgemisch dem Zylinder am einen Ende zugeführt wird und die Verbrennungsgase durch Ausla-ssschlitze 15 am andern Ende ausströmen. Bei dem gezeigten Motor ist das Kurbelgehäuse 16 als Kompressor ausge führt.
Die Kurbelarme 17 sind als Kreis scheiben ausgebildet, und das Kurbelgehäuse tritt dicht an diese Scheiben heran, wodurch der schädliche Raum des Kurbel,gebäuse- Kompressors auf ein Minimum herunter gebracht wird. Die Strömung der Gase zu und von dem Kurbelgehäuse wird zweek- mässigdurch Organe reguliert, die hier nicht näher beschrieben sind.
Durch die Regulie rungsorgane wird die Auslassöffnwng 18 vom Kurbelgehäuse 16 freigelegt, nachdem der Kolben ein Stück Wegs abwärts zurück gelegt hat, so dass die Luft oder da.s Gas gemisch auf einen gewissen Überdruck im Kurbelgehäuse komprimiert worden ist, bevor die Verbindung zwischen dem Kurbel gehäuse und dem in Anschluss an den Aus lass 18 stehenden Ü-benströmkanal 19 ent steht. Dieser Kanal bildet die Einlassleitung für den Arbeitsraum.
Der Kanal 19 mündet tangential in eine oberhalb des Zylinders 20 gelegene kreis förmige Rotationskammer 21, in welcher die Einlassventile 22 zum Arbeitsraum angeord net sind. Die Ventile 22 sind von selbsttäti gem Typus. Damit die Ventilanordnung nicht auf die Rotation der Gase in der Kammer 21 hindernd wirken, sind sie durch eine scheibenförmige konzentrisch zur Kam mer angeordnete Wand 23 gegen den Teil der Kammer, in .den die Eintrittsöffnung 19' der Kammer mündet, abgeschirmt.
Zwi schen der Wand 2,3, deren Durchmesser klei ner ist als der Aussendurchmesser der Kam mer 21, und der Aussenwand .der Kammer 21 entsteht ein Ringspalt 24, durch welchen die Gaee von dem Kammerteil, in welchen -die Einlassöffnung 19' mündet zu dem Kammer teil, in ,dem die Ventile 22 angeordnet sind, strömen.
Die Ventile 22 sind in taschenför- migen Räumen 25 angeordnet, deren zwi- sehen den Ventilen angeordnete Zwischen wände annähernd in der Bewegungsrichtung der rotierenden Gasmassen in der Kammer 21 verlaufen, um die einströmenden Gase zu den Ventilen zu leiten und in bestmöglicher Weise ihre kinetisehe Energie zu verwerten.
Wenn die Auslassleitung 18 vom Kurbel gehäuse freigegeben wird, strömt die Luft oder das Gasgemisch vom Kurbelgehäuse 1,6 durch die Öffnung 18 und den ;die Einlass- lei:tung bildende Kanal 19 zu der oberhalb des Zylinders gelegenen Kammer 21, in wel che der Kanal 19, wie bereits erwähnt, tan- gential mündet.
Die auf die Luft oder das Gasgemisch im Kurbelgehäuse-Kompressor verwandte Arbeit wird in kinetische Energie umgewandelt und in .der Rotationskammer 21 akkumuliert. in welcher die Luft oder das Gasgemis.eb in eine heftige Rotation ver setzt wird. Durch diese Rotationsbewegung wird der Druck gegen die Aussenwände der Rotationskammer wesentlich grösser als in der -Nähe des Zentrums.
Mit diesem äussern Teil der Rotationskammer ist der ringför mige Spalt 24 in Verbindung, der zu den Taschen 25 führt, in welchen die Ventile 2.2 angeordnet sind. Ein grösserer Druck steht deshalb zum Öffnen der Ventile zur Ver fügung, als wenn die gleiche Luftmenge der Kammer 21 ohne die schnelle Rotation zuge führt worden wäre. Die Ventile öffnen sich deshalb früher, als wenn die Luftmasse oder das Gasgemisch oberhalb .der Ventile in Ruhe wären. Dank der Rotation wird die Rotationskammer auch besser entleert. Die Wirkungen werden deshalb ähnlich denjeni gen, die oben im Zusammenhang mit Fig. 3 beschrieben sind.
Das Beispiel nach den Fig. 10 und 11 unterscheidet sich von demjenigen nach Fig. 7 hauptsächlich dadurch, dass der die Einlassleitung bildende L'berströmkanal 19 sich zentral an die Rotationskammer, statt an den Umfang anschliesst.
Den Gasen wird die rotierende Bewegung dadurch beige bracht, dass die Ein.strömungsöffnungen 26 vom Kanal 19 zur Kammer 21 mehr oder weniger tangential angebracht ,sind. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, da.ss die Gase in die Rotationskammer an einer Stelle eingeführt werden, wo der Druck auf Grund der Rotation am niedrigsten ist, und wo also der ZVidetstand gegen die Strömung am kleinsten ist. Die Verhältnisse sind analog wie bei den in Fig. 3 und 5 veranschaulich ten Rotationskammern.
Die in Fig. 12 und 13 veranschaulichte Ausführungsform gründet sich auf die im Zusammenhang mit Fig. 7 gezeigte und be schriebene. In .diesem Falle kommt noch eine an die Aussenluft angeschlossene Zusatzein- la.ssleitung 27 hinzu, die sieh an die Mitte der Rotationskammer anschliesst und in.
der ein Regulierventil 28 angebracht ist, und die durch tangential gestellte Öffnungen 26 des bereits beschriebenen Typus mit der Rota tionskammer 21 in Verbindung steht, wobei die Einlassleitung mindestens angenähert tau- gential zur Aussenwand der Rotationskam mer in letztere einmündet. Dadurch, da.ss die Öffnungen 26 mit. der Rotationskammer 21 an einer Stelle in Verbindung stehen, wo der Druck in der Kammer am kleinsten ist.
kann der Überschuss an kinetischer Energie zum Öffnen des Ventils 28 angewendet und dadurch extra. Luft oder Gasgemisch zur Kammer geführt. werden.
Bei der Anordnung nach Fig. 14 ist nur ein einziges Einlassventil 29 zum Arbeits raum vorgesehen, das im Verhältnis zur Ro tationskammer 21, zentral angeordnet ist. Um die Rotation der Luft in dieser Kammer nicht zu stören, ist das Ventil durch eine Wand 23 abgeschirmt, aber durch den ring förmigen am Umfang der Kammer gelege- nenSpalt 24 mit dem obern Teil der Kam mer verbunden. Der Überströmkanal 19 mün det a.ueh in diesem Falle tangential in die Kammer 21.
U m die durch den Spalt. 221 von der Kammer 21 kommenden rotierenden Gase zum Ventil 29 zu führen. ist eine An zahl angenähert tangential gestellter um das Ventil herum angeordneter Leitschienen 311 vorgesehen, die im Sinne der Rotationsrich tung der Gase gerichtet sind und letztere vom äussern Teil der Rotationakammer zum Ventil führen. Diese Allordnung ist beson ders bei Dieselmotoren verwendbar, weil die Leitschienen den in den Zylinder einströ menden Urasen eine rotierende Bewegung bei bringen.
Die Rotationskammer nach Fig. 16 und 17 besitzt im wesentlichen konische Form. Der Durchmesser der Kammer ist. am obern Ende kleiner als am untern Ende. Die Strö mung zur Kammer 21 erfolgt tangential vom Einlasskanal 19. und die Ventile 22 sind auf einem grösseren Durchmesser als der Durch- messer der Kammer an der Einströmungs- stelle angeordnet.
Die Einströ möffnung ist also am obern Ende und die Aus strömöff- nungen sind am untern Ende der Kammer angeordnet. Durch diese Anordnung strömen 'die Gasse an einer Stelle nahe der R.otations- achle der Grasmasse ein, wo der niedrigere Druck die oben angegebenen Vorteile bringt.
Es ist. von Wichtigkeit, dass die Quer- scllnittsfläche des Überströmkanals 19 nicht. zu gross ist. Diese Fläche soll in geeignetem Verhältnis zur gewünschten Rotationsge schwindigkeit in der Rotationskammer 10 bezw. ,21 stehen. Je kleiner diese Fläche, um so grösser die Rotationsgeschwindigkeit und umgekehrt. Die Rotationskammer weist einen konischen Teil auf, der den Übergang vom Kammerteil mit kleinerem Durchmesser zum Kammerteil mit grösserem Durchmes ser bildet.
Die Rotationskammer steht mit dem Arbeitsraum durch selbsttätige Ventile in Verbindung. Die Einlassventile sind so angeordnet und ausgebildet, dass sie sich erst, nachdem ein Druckunterschied zwischen der Rotationskammer und dem Arbeitsraum entstanden ist, öffnen.
Mittels der dargestellten Einrichtungen ist es möglich geworden, bei einem Zweitakt motor die maximale Leistung bei sehr hohen Drehzahlen - über 4000 Umdr/Min. - zu erreichen, trotzdem die Ventile vom selbst tätigen Typus waren, welcher Typus sich sonst bei hohen Drehzahlen als ungeeignet erwies und ohne Anwendung der Erfindung es nicht möglich war,
die Röohstleistung bei Höheren Drehzahlen als 2500 Umdr/Min. bei einem wesentlich niedrigeren effektiven mitt leren Druck und wesentlich erhöhtem Brenn stoffverbrauch zu erzielen.
Ein anderer Vorteil der dargestellten Einrichtungen liegt darin, dass der Motor durch die Rotation in der Rotationskammer auch weniger empfindlich für 'Gassclhwin- gungen in .der Auslassleitung wird. Es ist auch möglich, in der Auslass,leitung eine Ro tationskammer beispielsweise .gemäss Fig. 116 und 17 vorzusehen, wobei der Einlass zur Kammer bei 19 erfolgt und der Auslass tan- gential am erweiterten Ende der konischen Kammer.
Diese Anordnung erzeugt ein teil weises Vakuum im Zylinder und macht die Maschine für Schwingungen in der Auslass leitung unempfindlich.
Man kann sich selbstverstäudli.ch inner halb des Rahmens der Erfindung auch andere Ausführungsformen denken, ohne dass vom Prinzip der Erfindung abgegangen wird; es kann beispielsweise unter anderem die Kammer 10 beim Motor na.eh Fig. 5 weggelassen werden, in welchem Falle der Motor nur mit der Rotationskammer 6 ver sehen ist.