DE714095C - Zweitaktbrennkraftmaschine - Google Patents

Zweitaktbrennkraftmaschine

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DE714095C
DE714095C DES121686D DES0121686D DE714095C DE 714095 C DE714095 C DE 714095C DE S121686 D DES121686 D DE S121686D DE S0121686 D DES0121686 D DE S0121686D DE 714095 C DE714095 C DE 714095C
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cylinder
slots
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inlet
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DES121686D
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Seld & Boehmer Motorenbau G M
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B25/00—Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
    • F02B25/14—Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders using reverse-flow scavenging, e.g. with both outlet and inlet ports arranged near bottom of piston stroke
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B75/00—Other engines
    • F02B75/02—Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke
    • F02B2075/022—Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle
    • F02B2075/025—Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle two

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Cylinder Crankcases Of Internal Combustion Engines (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zweitaktbrennkraftmaschine Die Erfindung betrifft eine Zweitaktbrennkraftmaschine mit in einer gemeinsamen Schlitzzone angeordneten Ein- und Auslaßschlitzen, bei der die aus Luft oder Vergasergemisch bestehende frische Ladung durch tangential zum Zylinder angeordnete, schräg in Richtung zum Zylinderkopf hin geneigte Kanäle derart eingeführt wird, daß sie sich in schraubenfönnigem Strom an der Zylinderwand zum Zylinderkopf bewegt, dort ihre Richtung umkehrt und darauf in Achsenrichtung absteigt. Bei den bekannten Brennkraftmaschinen dieser Art mit kreisend im Zylinderinnern aufsteigendem Spülmittel und Frischgas sowie zentralem Abstieg der Ab- gase tritt namentlich bei geringerer Belastung der Maschinen infolge der unzureichenden Ab- führung der Abgase nach ihrem Auftreffen auf den Kolbenboden einNerlust an einströmendem Gemisch auf, da dieses zum Teil durch das nahe der Zylinderwand erfolgende Zusammentreffen mit den Abgasen vor seiner Ausnutzung unmittelbar aus dem Zylinder abgeleitet wird.
  • Erfindungsgemäß soll dies dadurch vermieden werden, daß die Ein' und Auslaßschlitze über den gesamten Zylinderumfang verteilt sind und daß die an die Auslaßschlitze anschließenden Auslaßkanäle im gleichen Richtungssinn wie die- Einlaßkanäle zum Zylinder angeordnet sind. Hierbei ist es vorteilhaft, daß die Ein-und Auslaßschlitze im äußeren Kolbentotpunkt in der Reihenfolge abwechseln, wobei die einzelnen Kanäle in ihrer Einmündungsstelle in den Zy4nder gegebenenfalls durch Stege in mehrere Schlitze unterteilt sind. Durch Heranziehung des gesamten Zylinderumfanges für eine gleichförnüge Spülung wird eine gleichmäßige Verteilung der Wärmespannungen über den Zylinderumfang ermöglicht, so daß sowohl der Kolben als auch der Zylinder bei der Betriebstemperatur vollkommen rund bleiben. Dabei werden die an die Auslaßschlitze angeschlossenen Kanäle zweckmäßig in der vom Zylinderkopf abgewandten Richtung schräg zur Zylinderwand, jedoch zur Zylinderquerschnittsebene weniger geneigt angeordnet als die an die Einlaßschlitze angeschlossenen Kanäle. Hierdurch wird erreicht, daß die Frischgase in den Zylinder steil einströmen und die Verbrennungsgase erst auf den Kolbenboden aultreffen, bevor sie nach den mit weniger Steigung verlaufenden Auslaßschlitzen und -kanälen abgeleitet werden.
  • Damit die Verbrennungsgase schon vor Freigabe der Einlaßschlitze durch den abwärts gehenden Kolbenboden in die Ausfaßschlitze einzuströmen beginnen, sind ferner die letzteren nach dem Zylinderkopf hin taschenartig erweitert. Die hierdurch bewirkte Entspannung des Zylinderraumes über dem abwärts gehenden Kolben erleichtert die Einströmung der Spül- luft und Frischgase und sichert den störungsfreien Abzug der Abgase. Durch Schrägstellung dieser Taschen und der Auslaßschlitze zur radialen leichter Über Richtung die Auslaßschlitze strömen die hinweg Frischg:#se narV ' dem Zylinderkopf hin. Durch Verlegung der` Oberkanten und -Unterkanten der Einlaßschlitze zwischen den Oberkanten der Taschen und den Unterkanten der Auslaßschlitze wird die Einströmung der Frischgase weiterhin störungsfrei von der Ausströmung der Abgase gemacht.
  • je nachdem ein schnelleres Einströmen der Frischgase mit großer Steigung oder ein langsameres Einströmen der Frischgase mit geringrerer Steigung der schraubenlinienförmigen Strömung erwünscht ist, kann bei Kurbelkastenspülung die untere Einströrnöffnung der Überströmkanäle in der gleichen oder in einer anderen Radialebene liegend angeordnet werden, wie der obere EinstrOmschlitz der Überströmkanäle. Bei Anordnung in der gleichen Radialebene werden die 'Cberstr#mkanäle in der Tangentialebene bogenförmig gekrümmt, damit der Überströmkanal am oberen Einlaßschlitz auch in der Tangentialebene des Zylinders schräg in den Zylinderraum über dem Kolbenboden einmündet.
  • Zur Verbesserung der Zuleitung der Frischgase und Ableitung der Abgase werden vorteilhaft im oder am Zylinder Ringkanäle vorgesehen, die zur Zusammenfassung der aus dem Zvlinder austretenden oder in diesen eintretenden Gase oder Luft dienen, wobei der Auslaßringkanal oberhalb des Einlaßringkanals liegt. Die Zusammenfassung der Abgasströme wird dadurch erleichtert, daß der Auslaßringkanal, in seiner Strömungsrichtung zunehmenden Querschnitt aufweist.
  • Der Kolben kann zur Unterstützung der durch die schraubenlinienförnüge Einströmung und die zentrale Ausströmung erzielten günstigen Strömungsverhältnisse als normaler Flachkolben mit leicht überböhtern Boden ausgeführt werden.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen Abb« i den Zvlinder einer Brennkraftmaschine im Längsschnitt, Abb. 2 einen Teil des gleichen Zylinders im Querschnitt nach der Linie A-B der Abb. i, Abb. 3 eine abgeänderte Form des Zylinders mit je zwei Einlaß- und Auslaßöffnungen im -leichen Querschnitt nach der Linie A-B der Abb. i, Abb. 4 eine andere Ausführungsform der Kanalanordnung an einer Vorkammer-Dieselmaschine im Längsschnitt durch den Zylinder,-Abb. 5 eine sinnbildliche Darstellung der Einströrmi-ng an einer Abvleklung des inneren Zylinderumfanges unter Fortlassung der An>-puffschlitze und unter Kennzeichnung der vom -einströmenden Spülmittel unberührten Fläche, -Abb. 6 eine der Abb. 5 ähnliche sinnbildliche Darstellung mit Auslaßschlitzen und Einitf,,-schlitzen in anderer Form, Abb. 7 eine weitere sinnbildliche Darstellung mit anders ausgeführten Ein- und Auslaßschlitzen, wobei sich benachbarte Ein- und Auslaßschlitze parallel zur Längsrirbtung des Zylinders teilweise überschneiden, Abb. 8 eine sinnbildliche Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Ein- und Auslaßschlitze, wobei die Auslaßschlitze nach oben in eine taschenartige Form übergehen und die Einlaßschlitze zwischen den Ober- und Unterkanten der Auslaßschlit7e angeordnet sind, Abb. 9 die sinnbildliche Darstellung einer Ein- und Auslaßschlitzanordnung mit für Luft und Gas getrennten Einlaßschlitzen, Abb. io einen Querschnitt durch den Zylinder nach der Linie C-D der Abb. 4, Abb. ii einen Kolben mit #Cberströraöffnungen für die Überströmkanäle im Zylinder, Abb. 12 eine sinnbildliche Darstellung eines Ausführungsbeispiels gemäß der Erfindung für Kurbelkastenspülung an einer abgewickelten inneren Zylinderfläche, Abb. 13 einen Zylinder in der gleichen Ausführungsform im Querschnitt nach der Linie E-F der Abb. 12, Abb. 14 den «Zylinder des gleichen Ausfährungsbeispiels nach Ab * b. 12 und 13 in Ansirbt, teilweise im Längsschnitt, Abb. 15 eine sinnbildliche Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels gemäß der Erfindung für Kurbellzastenspülung mit abweichender Führung der Einströmschlitze in Abwickelung des Zylinderinnern und Abb. 16 die gleiche Ausführungsform im Ouerscbnitt durch den Zvlinder nach der 17,inie G-H der Abb. 15-In Abb. i ist die tangential und nach dem Zylinderkopf gerichtete Einströmung des Spül- mittels und der Frischgase durch Pfeile angedeutet,-wonach das Spülmittel und die Frischgase im Zylinder einen rotierenden, schraubenlinienförmig in Richtung nach dem Zylinderkopf sich fortbewegenden Mantel bilden. Ferner ist der Verlauf der Strömung der Auspufigase beim Spülvorgang angedeutet-. Die Einlaßschlitze i sind in Richtung der Kanäle 4 steil aufwärts und annährend tangential zum Zylinderumfäng gerichtet. Zwischen den Einlaßschlitzen i liegen die Auspufischlitze 2, die gegenüber ersteren zur Horizontalen etwas weniger geneigt sind und an ihrer Austrittsstelle.aus dem Zylinder in Richtung nach dem Zylinderkopf zu. in Taschen 3 übergehen.
  • Die Lage-der Einlaßkanäle 4 und der Auspuffkanäle 5 zum Zylinder wird durch die Abb, 2 erläutert. Sämtliche Kanäle treten annähernd tangential an den Zylinderumfang heran.
  • . Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 sind nur je zwei Ein- und Auslaßkanäle 4 bzw. 5 vorgesehen. Bei diesen Anordnungen wird jeg- licher durch Abströmen- des Spülmittels und der Frischgase in die Auslaßkanäle entstehender Verlust vermieden, da nur die zentral auf den Kolben zuströmenden nicht rotierenden Ab- gase durch die Auslaßkanäle ausströmen können. Selbst bei kleinster Drehzahl des Motors kann kein Frischgasgemisch oder Spülmittel in die Auslaßkanäle gelangen, da das in Rotationsströmung befindliche Spülmittel und die Frischgase ent&gengesetzt zur Richtung der tangentialen Auslaßkanäle strömt und sich infolge der ihm innewohnenden Massenkraft einem mit der Ablenkung Lind Ausströmung durch die Auslaßkanäle verbundenen starken Richtungswechsel widersetzt.
  • Die Abb. 4 zeigt einen Motor mit Gebläseaufladung, bei dem die mit den einzelnen tangentialen Ein- und Ausströmkanälen in Verbindung stehenden Ringhanäle im Querschnitt wiedergegeben sind. Die Einlaßkanäle 4 münden hierbei viel steiler nach dem Zylinderkopf zu in den Zylinder als die Auslaßkanäle 5. Die Öberkanten der Einla£schlitze i liegen niedriger als die Oberkanten der Taschen 3 der Auspuffschlitze 2, während die Unterkanten der Einlaßschlitze i jedoch höher liegen als die Unterkanten der Auslaßschlitze 2, so daß die Einlaßschlitze i in der Übergangszone der Auspufftaschen 3 nach den Auspuffschlitzen z liegen. Die Schraubenspülung kann jedoch auch dann angewendet werden, wenn die Einlaßschlitze i bis zur Kolbenbodenebene in dessen tiefster Stellung hinuntergeführt und die Auslaßschlitze '2 in den vom einströmenden Spül- strom unbespülten Flächen angeordnet sind.
  • Die unbespülten Flächen 6 sind aus Abb. 5 ersichtlich, Die Abb. 6, 7, 8 und 9 zeigen verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der Spü- lung gemäß der Erfindung. Die Abb. 9 zeigt die Möglichkeit einer Vorlagerung von Luftpolstern vor dem einströmenden Friscbgasgemisch durch Anbringung zusätzlicher Lufteinlaßöffnungen 7.
  • Die Abb. io zeigt eine sinnbildliche Anordnung der Auspufftaschen 3 und der Einlaßkanäle 4 im Querschnitt durch den Zylinder oberhalb der Auslaßschlitze --9 nach der Linie C-D der Abb. 4. Die Auspufftaschen 3 sind irn Horizontalschnitt so ausgebildet, daß die tangential einströmenden Fri§chgase oder die Spülluft über sie hinwegstreichen, ohne in die Taschen 3 oder in die AuslaßSChlitZe 2 einzudringen.
  • Die Abb.- ii zeigt einen Kolben für eine Brennkraftmaschine mit Kurbelkastenspülung im Längsmittelschnitt. Im Zusammenhang mit der Schraubenspülung ist der Kolbenboden nach Art eines abgestumpften Kegels in der Mitte leicht überhöht. Im Kolbenmantel sind eine Reihe von Überströraöffnungen 8 vorgesehen, durch wQlche Gas oder Luft aus dem Kurbelgehäuse in die auf gleichen Radialebenen liegenden Überströraöffnungen 9 mit anschließenden Überströmkanälen io im Zylindermantel überströmen kann (Abb. 12 bis 15). Durch die im Zylindermantel angeordneten Überströmkanäle io, die jeweils nach in den gleichen oder in benachbarten Radialebenen darüberliegenden. Einlaßschlitzen i führen, tritt das Gas in den Zylinderraum oberhalb des Kolbenbodens bei unterster Kolbentotpunkt-Inge ein. Die Überströmkanäle io können entweder die in den Abb. 12 und 14 gezeigte Form ,aufweisen oder aber, wie in Abb. 15 und 16 gezeigt, schraubenlinienförmig in der Zylinderwand verlaufen.
  • In der Abb. 13 ist ein Auspuffringkanal ii im Ouerschnitt durch den Zvlinder nach der Linii E-F der Abb. 12 dargestellt. In diesem Ringkanal ii sammeln sich die durch die Auslaßscblitze 2 zwischen den Einlaßschlitzen i aus dem Zylinder ausströmenden Abgase. Der Auspuffringkanal ii kann in der Strömungsrichtung der Abgase, wie aus Abb. 14 ersichtlich ist, zunehmenden Ouersebnitt haben.
  • Unterhalb des Auspuffringkanals ii ist ein Ansaugringkanal 12 angeordnet, welcher zur Zuleitung von Frischgas oder Luft dient (Abb. 14). Falls dem Motor Frischgas und Luft getrennt zugeführt werden, ist für jedes dieser Medien ein besonderer Ansaugringkanal 12 vorgesehen.
  • Das Spülmittel und die Frischgase treten bei der Ausführung nach Abb. 15 für eine Brennkraftmaschine mit Kurbellrastenspülung durch die mit den Auspuffschlitzen 2 auf gleichen Radialebenen liegenden Ansaugöffnungen 13, welche durch die Kolbenunterkante gesteuert werden, in den Zylinder unterhalb des Kolbens bzw. in das sich hieran anschließende Kurbelgehäuse ein. Die Ansaugöffnungen 13 liegen im Zylinder höher als die Überströraöffnungen g. Werden Lufteinlaßöffnungen und Gaseinlaßöffnungen gesondert vorgesehen, so münden die Luftansaugöffnungen tangential in den Zy- linder, während die Gaseinsaugöffnungen radial einmünden. Auf diese Weise kann während des Ansaugvorganges unter dem Kolben ein rotierender Luftmantel mit einem Gaskern geschaffen werden. Während der Steuerzeit dauert die Rotation des Luftmantels an, wodurch ein Luftpolster den Friscbgasen bei der Spülung vorgelagert wird. Derselbe Effekt läßt sich bei tangentialen Einlaßöffnungen für die Luft und gesonderter Steuerung des Gases durch -einen Drehschieber oder einen Spülpumpenkolbe-ii erzielen. Bei Anwendung der Schraubenspülung gestalten sich die Verbrennungsvorgänge für Dieselmotoren und für Vergasermotoren verschieden. Infolgedessen muß bei diesen beiden Maschinengattungen der Zylinderkopf bei Anwendung der Schraubenspülung verschieden ausgestaltet werden.
  • Gegen Ende des Spülvorganges ist der Zylinder nach Abb. 14 oberhalb des unteren Kofbentotpunktes bis zum Zylinderdeckel von rotierendem Frischgas angefüllt. Der Rest der Verbrennungsgase befindet sich über der Kolbenbodenmitte und nimmt einen zentralen, kegelartigen Raum ein. Nunmehr verschließt der Kolben bei Beginn des Kompressionshubes die Einströbschlitze, i. Infolge der kinetischen Energie des Spülmittels, welche am Umfang des Zylinders im Bereich des unteren Kolbentotpunktes ein Nachsaugen bewirkt, und zusammen mit der Verdrängerwirkung des aufsteigenden Kolbens werden die Abgase nach dem Umfang des Kolbenbodens befördert und entweichen bei weiterem Aufsteigen des Kolbens durch die Taschen 3 der Auslaßschlitze 2 restlos.
  • Nach dem Vorbeistreichen der Kolbenbodenkanten an den Oberkanten der Auspufftaschen 3 ist der Spülvorgang beendet. Bei der Verdichtung steigt die Rotationsgeschwindigkeit der Ladung, da die schraubenförmige Strömung in eine ringförmige Strömung mit kleinerem Radius übergeht. Die schwereren Bestandteile des Spülmittels bleiben am äußeren Umfang der rotierenden Gas- oder Luftsäule. Die leichteren Bestandteile der Frischgase oder des Gemisches geraten in den mittleren Teil des Zylinders, über dem sich bei Vergasermotoren auch die Zündkerze bzw. bei Einspritzmotoren die Einspritzdüse befindet. Hierdurch soll die Zündung erleichtert und die Klopffestigkeit des Motors erhöht werden. Eine Mischung der Frischgase oder des Gemisches aus Spülmittel und Frischgase mit den Abgasen ist nicht möglich, da das Spülmittel wesentlich schwerer als das erhitzte Abgas ist und daher während des Spülvorganges unter dem Einfluß seiner rotierenden Strömung nach außen drängt. Da mit wachsender Drehzahl der Brennkraftmaschine die Rotationsgesohwindigkeit des Spülmittels zunimmt, so ist von der niedrigsten bis zu jeder beliebig hohen Drehzahl des Motors eine vollständige Ausspültnig gesichert. Die zentral nach unten strömenden Abgase setzen dem mantelartig an der Zylinderwandung aufsteigenden Spülmittel an den gegenseitigen Berührungsflächen nur einen geringen Widerstand durch Gegenströmung entgegen, da die aus dem Zylinder ausströmenden Gase den Strömungsbedingungen in Rohrleitungen unterworfen sind und demzufolge an dem äußeren Umfang der Abgassäule nur eine sehr geringe Ausströmungsgeschwindigkeit erreichen. Die Brennkraftmaschine kann mit gemeinsamer Frischgas- und Spülluft- oder Gasgemischzuführung oder mit Kurbelkastenspülung und Überströnikanälen ausgerüstet werden. Die Erfindung kann mit gleichem Erfolg überall da angewendet werden, wo es darauf ankommt, die Abgase mit einem Spülmittel oder Frischgasen restlos aus dem Arbeitsraum des Zylinders über dem Kolben herauszudrängen, ohne daß hierbei Verluste an Spülmittel oder Frischgasen auftreten. Sie ist besonders für Einkolbenmotoren geeignet. Die Überströmkanäle oder bei Gebläseaufladung die Zuströmkanäle können an ihrer Einmündung in den Zylinder düsenartig verengt werden, wodurch die kinetische Energie des Spülmittels vergrößert und die Gefahr einer Umlenkung in die Auslaßkanäle praktisch noch weitgehender ausgeschaltet wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweitaktbrennkraftmaschine mit in einer gemeinsamen Schlitzzone benachbart angeordneten Ein- und Auslaßschlitzen, bei der die aus Luft oder Vergasergemisch bestehende frische Ladung durch tangential 7um Zylinder angeordnete, schräg in Riebtung zum Zylinderkopf hin geneigte Kanäle derart eingeführt wird, daß sie sich in schraubenförmigem Strom an der Zylinderwand zum Zylinderkopf bewegt, dort ihre Richtung umkehrt und darauf in Achsenrichtung absteigt, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein- (i) und Auslaßschlitze (2) über den gesamten Umfang verteilt sind und daß die an die Auslaßschlitze (2) anschließenden Auslaßkanäle (5) im gleichen Richtungssinn wie die Einlaßkanäle (4) zum Zylinder angeordnet sind.
  2. 2. Zweitakt:brennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die in einer Zylinderzone benachbart angeordneten Ein- (i) und Auslaßschlitze (:2) in der Reihenfolge abwechseln und gegebenenfalls die einzelnen Kanäle an ihrer Einmündungsstelle in den Zylinder durch Stege in mehrere Schlitze unterteilt sind. 3. Zweitaktbrentikraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an die Auslaßschlitze (2) angeschlossenen Kanäle (5) in der vom Zylinderkopf (ig) abgewandten Richtung schräg zur Zylinderwand, jedoch zur Zylinderquerschnittsebene weniger geneigt als die an die Einlaßschlitze (i) angeschlossenen Kanäle (4) angeordnet sind. 4. Zweitakt:brennkraftmaschine nach Anspruch :r, dadurch gekennzeichnet, daß die an die Auslaßschlitze (2) angeschlossenen Kanäle (5) an ihrer Einmündungsstelle in den Zylinder stark erweitert sind, so daß der dem Zylinderkopf (ig) zugekehrte Teil der Auslaßschlitze (2) Taschen (3) in der Zylinderwand bildet. 5. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Taschen (3) der Auslaßschlitze (2) derart schräg zur radialen Richtung verlaufen, daß die Frischgase über die Auspufftaschen (3) hinwegströmen. 6. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberkanten der Einlaßschlitze (i) unterhalb der Oberkanten der Auspufftaschen (3) und die Unterkanten der Einlaßschlitze (i) oberhalb der Unterkanten der Auslaßschlitze (2) angeordnet sind (Abb, 8). 7. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch o-, dadurch gekennzeichnet ' daß die Überströmkanäle (io) sich nach der Zylinderkopfseite zu verjüngen und von den -unteren Überströmöffnungen (9) kurvenförmig zu den in gleichen Radialebenen liegenden Einlaßschlitzen (i) führen. t11 8. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Zylindermantel Überströmkanäle (io) angeordnet sind, deren untere Einlaßschlitze (9) von Kolbenfenstern (8) gesteuert werden und in anderen Radialebenen liegen als ihre von der Kolbenunterkante gesteuerten oberen Auslaßschlitze (i) (Abb. 15). g. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im oder am Zylindermantel Ringkanäle (11, 12) vorgesehen sind, die zur Zusammenfassung der aus dem Zylinder austretenden oder in diesen eintretenden Gase oder Luft dienen, wobei der Auslaßringkanal (ii) oberhalb des Einlaßringkanals (12) liegt (A4b. 14). io. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßringkanal (ii) in seiner Strömungsrichtung zunehmenden Querschnitt aufweist (Abb. 14). ii. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenboden in der Form eines abgestumpften Kegels mit angerundeten Kanten schwach überhöht ist (Abb. ii).
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955462C (de) * 1951-06-02 1957-01-03 Gutbord Motorenbau G M B H Im Zweitaktverfahren arbeitende Mehrzylinder-Brennkraftmaschine
DE1242402B (de) * 1963-03-23 1967-06-15 Daimler Benz Ag Einlasskanal fuer eine Rotationskolben-Brennkraftmaschine in Trochoidenbauart
DE10162138B4 (de) * 2001-12-18 2013-03-14 Andreas Stihl Ag & Co. Zweitaktmotor

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