CH220918A - Verfahren zur Herstellung von Dispersionen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dispersionen.

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CH220918A
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Wacker Gesellschaft Alexander
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Wacker Chemie Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F2/00Processes of polymerisation
    • C08F2/12Polymerisation in non-solvents
    • C08F2/16Aqueous medium
    • C08F2/18Suspension polymerisation
    • C08F2/20Suspension polymerisation with the aid of macromolecular dispersing agents

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Dispersionen.    Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur  Herstellung von     Dispersionen,    insbesondere  Emulsionen, von     Polymerisatio.ns-    und  Kondensationsprodukten wie beispielsweise  Latex aus natürlichen oder künstlichen  Kautschukarten, Emulsionen von     Natur-          und    Kunstharzen, insbesondere auch Emul  sionen von     Po:

  lyvinyl-        bezw.        Polyacrylver-          bindungen    und von     Miscbpolymerisaten    ent  sprechender     Monomerer,    beschrieben, bei dem  man als     Dispergierungsmittel    solche wasser  lösliche Derivate des     Polyvinylalkohols    ver  wendet, deren 20%ige wässerige Lösungen  eine niedrige Viskosität besitzen, das heisst  eine Viskosität, die nach der Kugelfall  methode bei 20' und 20 cm     Kugelfallstrecke     gemessen, weniger als 30 Sekunden beträgt.

    wobei man Dispersionen erhält, die trotz  eines hohen Festgehaltes von 40 bis 70  eine relativ niedrige Viskosität, nämlich  unter 100 Sekunden (gemessen unter den an  gegebenen Bedingungen nach der Kugelfall  methode) besitzen.    Es wurde nun gefunden,     dass    die gleiche  willkürliche Beeinflussung der Viskosität  mit Sicherheit zu erreichen ist, wenn man  an Stelle der oben genannten Derivate des       Polyvinylalkohols    solche Derivate anwendet,  deren 10%ige     wässrige    Lösungen eine hohe  Viskosität aufweisen, das heisst eine Visko  sität, die. bei 20  und 20 cm     Kugelfallstrecke     gemessen, 40 bis 50 Sekunden beträgt.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist also ein Verfahren zur Herstellung von       Dispersionen,    insbesondere Emulsionen, von       Polymerisations-    und Kondensationsproduk  ten, welches .dadurch gekennzeichnet ist, dass  man     a1,3        Dispergierungsmittel    solche     wasser-          lö:sliche    Derivate des     Polyvinylalkohols    ver  wendet, deren Gehalt an freien     Hydroxyl-    .

         gruppen    80 bis 95 % beträgt und .deren       10%ige    wässerige Lösungen nach der Kugel  fallmethode bei 20  und 20 cm Kugelfall  strecke gemessen eine Viskosität von 40 bis  50 Sekunden aufweisen, und     dass    man ein  solches     Dispergierungsmittel    dem zu disper-      gierenden Stoff in einer Konzentration von  3 bis 3,5%, berechnet auf die Gesamtmenge  des zu     dispergierenden    Gemisches, zusetzt,  so dass man Dispersionen erhält, deren Vis  kosität bei einem     Festgehalt    von 40 bis  <B>70%,</B> unter den angegebenen Bedingungen  nach der     Kugelfallmethode    gemessen, unter  halb 100     Sekunden    liegt.  



  Die Viskosität wird dabei wie folgt ge  messen:    Die Dispersion wird in ein Viskositäts  rohr von 20 cm Länge und 2 cm     -e"    gefüllt  und in einem Ständer so über einen Spiegel       gestellt,    dass man den Boden des     Viskositäts-          rohres    im Spiegel gut beobachten kann. Es  wird dann eine polierte Stahlkugel von  3 mm     -e'    im Gewicht von 0,1098 g mit einer  Pinzette in der Mitte des Rohres auf die  Emulsion gebracht. Darauf wird die Zeit in  Sekunden gestoppt, die die Kugel zum  Durchfallen der Strecke von 20 cm benötigt,  das heisst bis sie am Boden des Gefässes im  Spiegelbild erscheint. Die Temperatur der  Emulsion soll     etwa    20' C betragen.  



  Versuche haben gezeigt,     dass    wenn man  von     dispergierend    wirkenden     Pol'yviny        lderi-          vaten,    die mit hohen     Viskositäten    auswählt,  das heisst die durch     Verseifung    von     Poly-          vinylestern,        -Acetalen    oder     -Äthern,    deren  Lösungen hohe     Viskositäten    im oben an  gegebenen Sinn aufweisen, gewonnenen,  man im Vergleich zum     Festgehalt    über  raschend     niedrigviskose    Dispersionen erhal  ten kann.

   Während durch die Auswahl des       Viskositätsgrades    des     Dispergierungsmittels     die Grobeinstellung der Viskosität bewirkt  werden kann, lässt sich eine feinere An  passung an das gewünschte Ergebnis durch  die Verwendung von     Dispergierungsmitteln     mit verhältnismässig hohem Gehalt an freien       Hydroxylgruppen    erzielen, z.

   B. bei Ver  wendung von partiell verseiftem     Polyvinyl-          aeetat    mit mindestens<B>80%</B>     Hydroxylgehalt,     sowie durch Verwendung der im Vergleich       zii    der Menge der zu     dispergierenden    Sub  stanz verhältnismässig geringen Mengen des       Dispergierungsmittels.       Versuche haben gezeigt,

   dass diese ziel  bewusst     ausgewählten        Dispergierungsmittel     die gewünschten überraschend     nienrigen          Emulsionsviskositäten    sowohl bei ihrer     Ver-           >endung    \nährend der auf irgendeine Art  bewirkten     Polymerisation        bezw.    Kondensa  tion der     Mononieren    in     Dispersionen    als auch  bei der     Dispergierung    halbfertiger oder  fertiger     Polymerisate        bezw.    Kondensate und  infolgedessen z.

   B.     aueb    bei der Bereitung  von Emulsionen aus     natürlichen    oder künst  lichen Kautschukarten und Natur- oder  Kunstharzen verschiedenster Art ergeben.  



  Bei der Anwendung der ausgewählten       Dispergierungsmittel    gemäss der oben be  schriebenen Arbeitsregel während der     Poly-          merisation        bezw.    Kondensation ergeben sich  weitere Vorteile. Beispielsweise wird es da  durch möglich, mit geringen Mengen von       Polymerisationsbeschleunigern    und mässigen       Temperaturen    eine rasche und infolge dieser  schonenden Bedingungen besonders unge  störte     Polymerisation    herbeizuführen, bei  der die Bildung von Abbau- und sonstigen  Nebenprodukten weitgehend     zuriiekgedrängt     ist.

   Man kann so hervorragend gleichmässige       Polymerisate    von ausserordentlich hohen       Viskositätsgradenerhalten.    Durch die Herab  setzung der     Dispersionsviskosität    kann also  zugleich eine Erhöhung der Eigenviskosität  der     Festsubstanz    herbeigeführt werden. Man       kann    so     gleichzeitig    den Vorteil guter     Ver-          arbeitbarkeit    bei ausserordentlich hoher Kon  zentration und die mit höchstmolekularer  Ausbildung verbundene vorzügliche mecha  nische Eignung der aus den Dispersionen  gewonnenen Überzüge, Imprägnierungen und       dergl.    erreichen.  



       Beispiel:     400 kg einer 10 %     igen        wässrigen    Lösung       eines    partiell mit Essigsäure veresterten       Polyvinylalkohols,    der noch<B>85%</B> freie       Hy        droxylgruppen    enthält und aus einem       Polyvinylacetat    hergestellt wurde, das in  20%iger Lösung in     Essigsäure-äthylester     bei 20  nach der     Kugelfallmethode    (polierte       Stahlkugel    von 3 mm     Durchmesesr    und 25 cm       Kugelfallhöhe)

      eine     Viskosität    von 40 Sek.      aufwies und selbst in 10%iger wässeriger  Lösung bei 20' und 20 cm     Kugelfallstreekc     eine Viskosität von 40 Sek. besass, werden       unter    ständiger Rührung innerhalb von drei  Stunden mit 800 kg     Vinylacetat    versetzt.  Der dabei entstandenen Emulsion werden  400 cm' 30%iges Wasserstoffsuperoxyd zu  gesetzt. Anschliessend wird die Masse auf  50 bis<B>60'</B> erwärmt.

   Dabei setzt .die     Poly-          merisation    des     Vinylacetates    ein und schrei  tet ohne weitere Wärmezufuhr fort, bis das  gesamte     monomere        Vinylacetat    polymerisiert  ist.     Gegebenenfalls    kann, um die     Polymeri-          sation    zu vervollständigen, zum Schluss  noch etwas Wasserstoffsuperoxyd zugegeben  werden.  



  Man erhält auf diese Weise eine Emul  sion, deren Trockengehalt<B>70%</B> ist. Nach  dem Verdünnen auf<B>60%</B> beträgt die Visko  sität mit der oben beschriebenen Kugelfall  methode 55 Sek.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Disper sionen, insbesondere Emulsionen, von Poly- merisations- und Kondensationsprodukten, bei welchem als Dispergierungsmittel Deri vate des Polyvinylalkohols verwendet wer den, die soviel freie Hydroxylgruppen ent halten, dass sie noch wasserlöslich sind, da durch gekennzeichnet, dass man als Disper- gierungsmittel solche Derivate des Poly- vinylalkohols verwendet,
    deren Gehalt an freien Hydroxylgruppen 80 bis 95% beträgt und deren 10%ige wässerige Lösungen bei 20' und 20 cm Kugelfallstrecke eine Visko sität von 40 bis 50 Sekunden aufweisen, und dass man ein solches Dispergierungsmittel dem zu dispergierenden Stoff in einer Kon zentration von 3 bis<B>3,5%</B> berechnet auf .die Gesamtmenge des zu dispergierenden Ge misches zusetzt, so dass man Dispersionen erhält, deren Viskosität, bei einem Fest gehalt von 40 bis 70 %, unter den an gegebenen Bedingungen nach der Kugelfall methode gemessen, unterhalb 100 Sek. liegt. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Dispergie- rungsmittel einem in der Polymerisation be griffenen Gemisch des zu diepergierenden Produktes zugesetzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Dispergie- rungsmittel dem fertigen zu dispergierenden Produkt zugesetzt wird.
CH220918D 1938-03-31 1939-03-30 Verfahren zur Herstellung von Dispersionen. CH220918A (de)

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