CH220919A - Verfahren zur Herstellung von Dispersionen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dispersionen.

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CH220919A
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Wacker Gesellschaft Alexander
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Wacker Chemie Gmbh
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F2/00Processes of polymerisation
    • C08F2/12Polymerisation in non-solvents
    • C08F2/16Aqueous medium
    • C08F2/18Suspension polymerisation
    • C08F2/20Suspension polymerisation with the aid of macromolecular dispersing agents

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Dispersionen.    Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur  Herstellung von Dispersionen, insbesondere  Emulsionen von     Polymerisations-    und  Kondensationsprodukten, wie beispielsweise  Latex aus natürlichen oder künstlichen  Kautschukarten, Emulsionen von     Natur-          und    Kunstharzen, insbesondere auch Emul  sionen von     Polyvinyl-        bezw.    Polyacryl  verbindungen und von     Mischpolymerisaten     entsprechender     Monomerer,    beschrieben,

   bei  dem man als     Dispergierungsmittel    solche  wasserlösliche     Derivate    des     Polyvinyl-          alkohols    verwendet, deren 20%ige wässerige  Lösungen eine niedrige Viskosität besitzen,  das heisst eine Viskosität, die nach der     Ku-          gelfallmethode    bei 20' und 20 cm Kugel  fallmethode gemessen weniger als 30 Sekun  den beträgt, wobei man Dispersionen erhält,  die trotz eines hohen     Festgehaltes    von 40  bis     74%    eine relativ niedrige Viskosität,

    nämlich unter 100     Sekunden    (gemessen unter  den angegebenen Bedingungen nach der     Ku-          gelfallmethode)    besitzen.    Es wurde nun gefunden, dass eine analoge  willkürliche Beeinflussung der Viskosität  mit Sicherheit zu erreichen ist, in dem Sinne,  dass man hochviskose Dispersionen erhalten  kann, deren Viskosität nach der Kugelfall  methode gemessen, oberhalb 200     Sekunden     liegt, wenn man an Stelle der oben genann  ten Derivate des     Polyvinylalkohols    solche  Derivate anwendet, deren 10%ige wässerige  Lösungen eine hohe Viskosität aufweisen,  das heisst     eine    Viskosität,

   die bei 20' und  20 cm     Kugelfallstrecke    gemessen 40 bis 50  Sekunden beträgt.  



  Gegenstand der vorliegenden     Erfindung     ist also ein Verfahren zur Herstellung von  Dispersionen, insbesondere Emulsionen, von       Polymerisations-    und Kondensationsproduk  ten, bei welchem als     Dispergierungsmittel     Derivate des     Polyvinylalkohols    verwendet  werden, die so viel freie     Hydrogylgruppen     enthalten, dass sie noch wasserlöslich sind,  welches dadurch gekennzeichnet ist,     .dass     man als     Dispergierungsmittel    solche Deri-           vate    des     Polyvinylalkohols    verwendet,

   deren  10     ö        ige        iv        ässerige    Lösungen, nach der     Ku-          gelfallmethode    bei 20' und 20     ein    Kugelfall  strecke gemessen, eine Viskosität von 40 bis  50 Sekunden aufweisen, und dass man dem  zu     dispergierenden    Stoff ein solches     Disper-          gierungsmittel    in einer Konzentration von  mindestens<B>3%,</B> berechnet auf die Gesamt  menge des zu     dispergierenden        Gemisches,    zu  setzt, so dass man Dispersionen erhält, deren       Viskosität,

      bei einem Festgehalt von 40 bis       70/'0,    unter den angegebenen Verhältnissen  nach der     Kugelfallmethode        bemessen,    ober  halb 200 Sekunden liegt.  



  Die Viskosität wird dabei wie folgt ge  messen:  Die Dispersion :wird in ein     Viskositäts-          rohr    von 20 cm Länge und ? cm     -2'    gefüllt  und in einem Ständer so über einen Spiegel       estellt,    dass man den Boden des     @i@hositäts-          g   <B>o</B>       rohres    im Spiegel gut beobachten kann. Es  wird dann eine polierte Stahlkugel von  3 mm Z im     Gerichte    von<B>0,1098</B> g mit  einer Pinzette in der Mitte des Rohres auf  die Emulsion gebracht.

   Darauf wird die Zeit  in Sekunden gestoppt, die die Kugel zum  Durchfallen der Strecke von 20     ein    benötigt,  das heisst bis sie am Boden des Gefässes im  Spiegelbild erscheint. Die Temperatur der  Emulsion soll etwa. 20' G betragen.  



  Versuche haben nämlich gezeigt, dass  wenn man von den     dispergierend    wirkenden       Polyvinylderivaten    die mit höheren     Viskosi-          täten    auswählt, das heisst die durch     Versei-          fung    von     Polyviny        lestern,    -     Aeetalen    oder       -Äthern,    deren Lösungen höhere     Viskosi-          täten    im oben angegebenen Sinne aufweisen,  gewonnenen, man im Vergleich zum Fest  gehalt überraschend hochviskose Disper  sionen erhalten kann.

   Während durch die  Auswahl     des        Viskositätsgrades    des     Disper-          gierungsmittels    die     Grobeinstellung    der  Viskosität bewirkt werden kann, kann man  eine feinere Anpassung an das gewünschte  Ergebnis durch Verwendung von     Dispergie-          rungsmitteln    mit verschiedenem Gehalt an  freien     Hydroxylgruppen    erzielen, indem  man z.

   B. bei Verwendung von partiell ver-    seiften     Polyvinylacetat    solches mit weniger  als<B>80%</B>     Hydroxylgehalt,    oder solches mit       einem        Hy        droxylgehalt    von 80 bis 9  verwendet. Im     ersteren    Fall genügt dann  schon ein Zusatz des     Dispergierungsmittels     von     3%'    an, während im letzteren Fall die  Menge des zuzusetzenden     1)i"2pergieruiigs-          mittels    mindestens 4' betragen muss, um       Dispeisionen    der     genannten    hohen Viskosität  zu erhalten.  



       Vei-uclie    haben gezeigt, dass diese selbst  bewusst     ausgew;#ihlten        Dispergierungsmittel     die     gewünschten    überraschend     hohen        Emul-          sionsviAkositä        ten    sowohl bei ihrer Verwen  dung     während    der auf irgendeine Art be  wirkten     Polvnici-isation        bezw.    Kondensation  der     Monoineren    in Dispersionen als auch bei  der     Dispergierung        halbfertiger    oder fertiger       

  Polynierisate        bezw.    Kondensate und infolge  dessen z. B. auch bei der Bereitung von       Emulsionen    aus natürlichen oder künstlichen       Kautschukarten    und Natur- oder Kunst  barzen verschiedenster Art ergeben.  



  Bei der Anwendung der ausgewählten       Dispergierungsmittel    gemäss der oben     be-          achriebenen    Arbeitsregel während der     Poly-          merisation        bezw.        Kondensation    ergeben -ich  weitere Vorteile.

   Beispielsweise wird es da  durch     möglich,    mit beringen Mengen von       Poly        merisationsbeschleuni        ;ern    und mässigen  Temperaturen eine rasche und infolge dieser  schonenden Bedingungen     besonders    unge  störte     Polymerisation    herbeizuführen, bei  der die Bildung von Abbau- und sonstigen  Nebenprodukten weitgehend zurückgedrängt  ist. Man kann so hervorragend gleichmässige       Polymerisate    von ausserordentlich hohen       Viskositätsgraden    erhalten.

   Neben der Er  höhung der     Dispersioirsviskosität    kann also       zubleicli.    eine Erhöhung der Eigenviskosität  der Festsubstanz herbeigeführt werden.  



       Dlan    erhält nach dem beschriebenen Ver  fahren Dispersionen, die sich z. B. mit be  sonderem Vorteil zum Verkleben von     lUa-          terialien    aller Art verwenden lassen.  



       Beispiele:     1. 500 kg einer 12 %     igen        wässrigen    Lö  sung     eines    partiell mit Essigsäure verester-           ten        Polyvinylalkohols,    der noch 85 % freie       Ifydrogylgruppen    enthält und aus einem       Polyvinylacetat    hergestellt wurde, das in  20%iger Lösung in     Es@sigsäure-äthylester     bei 20' nach der     Kugelfallmethode    (polierte  Stahlkugel von 3 mm Durchmesser und  25 cm     Kugelfallhöhe)    eine Viskosität von  40 Sek.

   aufwies und selbst in 10%iger  wässeriger Lösung bei 20' und 20 cm Kugel  fallstrecke eine Viskosität von 40 Sek. besass,        -erden    mit 500 kg     Vinylacetat    kalt zu einer  Emulsion     verrührt    und nach Zugabe von  500     cc    30%igem Wasserstoffsuperoxyd auf  50 bis<B>60'</B> erwärmt und nach Einsetzen der       Polymerisation    des     Vinylacetates    ohne wei  tere     MTärmezufuhr    polymerisiert.

   Nach voll  endeter     Polymerisation    des     Vinylacetates     wird die Emulsion durch Wasserzusatz auf       507o    Trockensubstanz     eingestellt.    Die     Ku-          gelfallmethode    ergibt für diese 50%ige  Emulsion eine Viskosität von 500 Sek.  Dieses Erzeugnis eignet sich infolge seiner  Dickflüssigkeit beispielsweise besonders zum  wirtschaftlichen Verkleben von     Materialien     aller Art, weil es auch von saugfähigen  Stoffen nur in dem Masse oberflächlich auf  genommen wird, wie es für eine gute     Ver-          klebung    erforderlich ist. Dadurch ist es im  Verbrauch sehr sparsam.  



  2. 400 kg einer 10     %    ixen w     ässrigen    Lösung  eines partiell mit Essigsäure veresterten       Polyvinylalkohols,    der nur noch 77 % freie       Hydroxylgruppen    enthält und aus einem       Polyvinylacetat    hergestellt wurde, das in  20 %     ige-r    Lösung in     Essigsäureäthylester    bei  20  nach der     Kugelfallmethode    (polierte  Stahlkugel von 3 mm     Durchmesser    und  25 cm     Kugelfallhöhe)    eine Viskosität von  40 Sek.

       aufwies    und selbst in 10%iger       wässriger    Lösung bei 20' und 20 cm Kugel  fallstrecke eine Viskosität von 40 Sek. besass,  werden unter ständiger Rührung innerhalb  von drei Stunden mit 800 kg     Vinylacetat     versetzt. Der dabei entstandenen Emulsion  werden 400     co    30%iges Wasserstoffsuper  oxyd zugesetzt. Anschliessend     wird    die Masse  auf 50 bis<B>60'</B> erwärmt. Dabei setzt die     Po-          lymeri@sation    des     Vinylacetates    ein und    schreitet ohne weitere Wärmezufuhr fort,  bis das gesamte     monamere        Vinylacetat    poly  merisiert ist.

   Gegebenenfalls kann, um die       Polymerisation    zu vervollständigen, zum       Schluss    noch etwas     Wa@sserstoffsuperogyd    zu  gegeben werden.  



  Man erhält auf diese Weise eine Emul  sion, deren Trockengehalt 70 % ist. Nach  dem Verdünnen auf<B>60%</B> beträgt die Visko  sität nach der oben beschriebenen Kugelfall  methode 800 Sek.  



  3. Ein Gemisch von 6000 g     Vinylacetat     und 12 000 g     Vinylcblorid,    in dem 36 g       Benzolsuperoxyd    gelöst sind, wird im Rühr  autoklaven mit<B>18000</B> g einer 10%igen       wässrigen        Lösung    eines     Polyvinylalkohol-          derivates,    wie es in Beispiel 1 verwendet  wurde,     emulgiert.    Die Emulsion wird so lange  auf<B>36'</B> erwärmt, bis die Druckabnahme das  Ende der     Polymerisation    anzeigt.

   Durch die  niedrige     Polymerisationstemperatur    ist der       Polymerieationsgrad    des der Emulsion zu  grunde liegenden Festkörpers ausserordent  lich hoch. Die Viskosität der 45 % ixen Emul  sion beträgt nach der     Kugelfallmethode     240 Sek.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Dieper- sionen, insbesondere Emulsionen, von Poly- merisations- und Kondensationsprodukten, bei welchem als Dispergierungsmittel Deri vate des Polyvinylalkohols verwendet wer den, die so viel freie Hydroxylgruppen ent halten, dass sie noch wasserlöslich sind, da durch gekennzeichnet, dass man als Disper- gierungsmittel solche Derivate .des Poly- vinylalkohols verwendet,
    deren 10%ige wässerige Lösungen nach der Kugelfall methode bei 20' und 20 cm Kugelfallstrecke gemessen, eine Viskosität von 40 bis 50 Se kunden aufweisen, und dass man dem zu dispergierenden Stoff ein solches Dispergie- rungsmittel in einer Konzentration von mindestens 3/"o, berechnet auf die Gesamt menge des zu dispergierenden Gemisches, zusetzt, so dass man Dispersionen erhält, deren Viskosität,
    bei einem Festgehalt von 40 bis<B>70%</B> unter den angegebenen Bedin- gungen nach der KugelfallmethodeKemessen, oberhalb 200 Sekunden liegt. TJh' TERA-"#'SPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein solche Dispergierungsmittel verwendet, dessen Ge halt an freien Hydroxylgruppen weniger als 80% beträgt, und dass man dieses Dispergie- rungsmittel in Konzentrationen von 3, ö an zusetzt. 2.
    Verfahren nach PatentanGspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Disper- gierungsmittel verwendet, dessen Gehalt an freien Hydroxylgruppen 80 bis 95 (i be trägt, und da.ss man dieses Dispergierungs- mittel in einer Konzentration von mindestens 4% zu\etzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Dispergie- rungsmittel einem in der Polymerisa.tion be griffenen Bildungsgemisch des zu dispergie- renden Stoffes zugesetzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da dureli gekennzeichnet.. dass das Dispergie- rungsmittel dem fertigen zu dispergierenden Stoff zugesetzt wird.
CH220919D 1938-03-31 1939-03-30 Verfahren zur Herstellung von Dispersionen. CH220919A (de)

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