CH221330A - Verfahren zur Herstellung von farbigen Bildern unter Verwendung von Teil-Negativen und -Positiven und nach diesem Verfahren hergestelltes Bild. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von farbigen Bildern unter Verwendung von Teil-Negativen und -Positiven und nach diesem Verfahren hergestelltes Bild.

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CH221330A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
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Description


      Verfahren    zur     Verstellung    von farbigen Bildern unter Verwendung von Teil-Negativen  und -Positiven und nach diesem Verfahren hergestelltes Bild.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung von farbigen Bil  dern unter Verwendung von Teil-Negativen  und -Positiven und ein nach diesem Verfah  ren hergestelltes Bild. Sie bezieht sich ins  besondere auf das sogenannte "additive"       Farbbildverfahren,    bei welchem von dem wie  derzugebenden Objekt für jede der Grund  farben ein Negativ und diesem entsprechend  ein Positiv hergestellt wird und bei welchem  die Positive dann unter Zwischenschaltung  der erforderlichen Farbfilter durch gleich  zeitige oder zeitlich schnell aufeinanderfol  gende Durchleuchtung zu dem farbigen Bilde  zusammengesetzt werden.

   Dies kann zum  Beispiel dadurch erreicht werden, dass die zu  den verschiedenen Grundfarben gehörigen  Positive mittels Filme auf einem Schirm  projiziert werden.  



  Bis jetzt wird bei der additiven Methode  zur Erzielung eines farbigen Bildes eines  Objektes derart gearbeitet, dass für jedes der    zwei oder mehr im Licht der verschiedenen  Grundfarben auf photographischem Wege  aufgenommenen     Schwarz-Weiss-Bilder    der so  genannte gerade Teil der     Schwärzungskurve     benutzt wird.     In    dieser Weise ist es theo  retisch möglich, das Objekt naturgetreu, das  heisst unter Beibehaltung der gegenseitigen  Verhältnisse der im Objekt in jeder Grund  farbe vorhandenen Lichtwerte, zu reprodu  zieren.

   Bei     Anwendung    der üblichen licht  empfindlichen Materialien ergibt sich aber,  dass das Gebiet der     Intensitäten,    das dem  geraden Teil der     Schwärzungskurve    ent  spricht, in einem solchen Masse begrenzt ist,  dass die naturgetreue Wiedergabe im all  gemeinen gestört     ist.     



  Die vorliegende     Erfindung    bietet die  Möglichkeit, auf einem andern, ebenso photo  graphischen Wege von einem Objekt ein far  biges     Bild    zu erhalten, dessen     Naturgetreu-          heit    mindestens ebensogut oder sehr viel bes-           ser    angenähert wird als mit den bisher be  kannten Methoden möglich war.  



  Gemäss der Erfindung kommen für das  Negativ und das Positiv für     wenigstens    eine  der Grundfarben lichtempfindliche Schichten  mit Durchlässigkeitskurven zur     Anwendung,     von denen wenigstens die dem     Durchhang    der  zugehörigen     Schwärzungskurven    nahezu ent  sprechenden Teile verwendet werden.

   Diese  Teile sollen in einem     Koordinatensystem,    in  dem auf die Abszissen-     bez -.    die Ordinaten  achse die auf das lichtempfindliche Material  aufgetroffenen Lichtmengen pro Oberflächen  einheit     bezw.    die erhaltenen     Durchlässigkeits-          w        erte    in einem Massstab von 0     bis        100%    in  0<B>0'</B> e       ichen    Abschnitten aufgetragen sind, ge  genüber einer in dem     Quadranten    der Durch  lässigkeitskurven unter 45   durch den Ur  sprung des betreffenden     Koordinatensystems     gezogenen Geraden,

   in den praktisch vorkom  menden Intervallen nahezu das Spiegelbild  voneinander sein.  



  Unter den im     obenstehenden    genannten       100%    der Lichtmenge pro     Oberfläclreneiri-          heit    wird hier die Lichtmenge verstanden,  die erforderlich ist, um im allgemeinen auf  eine lichtempfindliche Schicht eine praktisch  verschwindende Durchlässigkeit von zum Bei  spiel 1     %    zu verursachen. Diese 100     %    sollen  bei der Aufnahme wenigstens gleich der gröss  ten auf das lichtempfindliche Material auf  treffenden von irgend einem Teil des aufzu  nehmenden     Objektes    herrührenden Licht  menge pro Oberflächeneinheit. gewählt wer  den. Die kleineren, auf dem Material pro  Oberflächeneinheit wirksamen Lichtmengen.

    die von weniger hellen Teilen des Objektes  herrühren, verursachen dann also     eine    im  Verhältnis (abhängig von der Form der       Durchlässigkeitskurve)    grössere Durchlässig  keit des Materials.  



  Unter     "Durchlässigkeitskurve"    wird hier  eine Kurve verstanden, welche die Beziehung  zwischen den in     bezug    auf den immer vor  handenen photographischen Schleier gemes  senen Durchlässigkeitswerten der lichtemp  findlichen Schicht und den auf diese Schicht  pro Oberflächeneinheit aufgetroffenen Licht-    mengen angibt. Es ist klar,     dass    die Form       dieser    Kurve durch die nach der Belichtung  stattfindende photographische Entwicklung  des Materials beeinflusst werden kann.  



  Bemerkt sei, dass das Arbeiten mit Durch  lässigkeitskurven, wie im     obenstehenden    an  gegeben ist, der Benutzung von     Schwärzungs-          kurven    vorzuziehen ist, und zwar deshalb,  weil für die Anwendung der Erfindung er  forderlich ist, wenigstens denjenigen Teil der  Durchlässigkeitskurve zu verwenden, der  nahezu dem     Durchhang    der zugehörigen       Schwärzungskurve    entspricht-.

   Besonders bei  den kleineren Lichtmengen ist das Arbeiten  mit Durchlässigkeitskurven übersichtlicher,       weil    die prozentuale     Änderung    der     Durch-          lii,ssigkeit        mit    zunehmender Lichtmenge in  diesem Gebiet im     allgemeinen    wesentlich grö  sser ist als die entsprechende     Schwärzungs-          änderung.    Dies gilt insbesondere für die  jenigen Materialien, welche für die Anwen  dung der     Erfindung    in Betracht kommen.  



  Ein besonderer Fall der obengenannten.  einander spiegelbildlichen Durchlässigkeits  kurven ergibt sich. wenn nicht von zwei ver  schiedenen     Materialien    für das negative       bezw.    positive Bild Gebrauch gemacht wird,  sondern     nur    von einem und demselben     D1a-          terial    reit     einer    Durchlässigkeitskurve, die  ihr eigenes     Spiegelbild,        das    heisst symmetrisch  in     bezug    auf die obengenannte unter 45 "  gezogene Gerade ist. Eine derartige     Durch-          lässigl@eitskurve    sei hier eine symmetrische  Kurve genannt.

    



       Dadurch,    dass gemäss der Erfindung im       Gebiet    des Durchganges der     Schwärzungs-          hurve    gearbeitet wird, demzufolge die mitt  lere     Durchlä        ssigk < it    sowohl des Negativs wie  des Positivs bedeutend grösser ist als bei den  üblichen photographischen Verfahren     derFall     ist, wo eben im geraden Teil der Schwär  zungskurve,     also    bei im Mittel niedrigeren       Durchlässigkeiten    gearbeitet wird, ergibt sich  der     besondere    Vorteil,     dass    sowohl bei der       Aufnahme,

      beim     Kopieren    als auch bei der       Wiedergabe,    erheblich geringere Lichtmen  gen erforderlich sind. Gerade für das     Farb-          bildverfahren,        bei    dem bekanntlich verhält-           nismässig    grosse Lichtverluste auftreten, ist  dieser Vorteil wichtig.  



  In den beiliegenden Figuren wird die Er  findung an Hand einiger Beispiele näher ver  deutlicht werden.  



  In     Fig.    1 stellt 1 eine Durchlässigkeits  kurve einer lichtempfindlichen Schicht für  eine der Grundfarben dar. Die Abszissen be  zeichnen aufgetroffene Lichtmengen pro  Oberflächeneinheit, die Ordinaten die nach  Entwicklung erhaltenen Durchlässigkeits  werte. Aus der Kurve 1 ergibt sich somit  der Prozentsatz an Licht, für den die Schicht  entsprechend den verschiedenen pro Ober  flächeneinheit aufgetroffenen Lichtmengen  nach Entwicklung durchlässig ist. Die  Höchstmenge des Lichtes pro Oberflächen  einheit ist dabei gleich den oben definierten       100%    gewählt.  



  Treffen infolge der Lichtausstrahlung des  wiederzugebenden Objektes Lichtmengen pro  Oberflächeneinheit von zum     Beispiel    30       bezw.    50 %, auf ein Negativmaterial mit  einer Durchlässigkeitskurve 1 auf, so wird  letzteres nach Entwicklung somit eine Durch  lässigkeit von 44     bezw.    29 % aufweisen.

   Von  diesem Negativ wird durch Kopieren ein Po  sitiv hergestellt, und zwar so, dass das Nega  tiv mit einer derartigen Lichtmenge durch  leuchtet wird, dass an einer Stelle des     Posi-          tivs,    welche das Bild einer Stelle des     Nega-          tivs    ist, wo gar     kerne    Lichteinwirkung statt  gefunden bat, die pro Oberflächeneinheit  wirksame Lichtmenge wenigstens nahezu  gleich 100 % ist.  



  Wenn nun für das Positiv ein Material  mit einer Durchlässigkeitskurve 2 benutzt  wird, welche gegenüber der Geraden 3 über  das praktisch vorkommende Lichtmengen  intervall nahezu das Spiegelbild der Durch  lässigkeitskurve 1 ist, so kann ein positives  Bild erhalten werden, das praktisch keine  Abweichungen von den bei dem ursprüng  lichen Objekt auftretenden     Lichtintensitäten          aufweist.    Denn pro Oberflächeneinheit auf  getroffene Lichtmengen des Objektes von 30       bezw.    50 % ergeben in diesem Falle die schon  obengenannten Durchlässigkeitswerte des Ne-         gativs    von 44     bezw.    29 % .

   Diese Lichtmen  gen treffen beim Kopieren somit auf das  Positiv mit der Durchlässigkeitskurve 2 auf,  wo sie Durchlässigkeitswerte von 28,5     bezw.     53,5 % erzeugen. Diese Durchlässigkeitswerte,  welche den an denselben Stellen des     Positivs     austretenden Lichtmengen pro Oberflächen  einheit entsprechen, sind in grosser Annähe  rung den ursprünglich vom Objekt ausge  strahlten Lichtintensitäten proportional, wie  sich ausserdem aus der Wiedergabekurve 4,  welche den Zusammenhang zwischen den so  eben genannten     Durchlässigkeitswerten    und  den auf das Negativ pro Oberflächeneinheit  aufgetroffenen Lichtmengen darstellt, ergibt.

    Die mit der Erfindung erzielte fortschritt  liche Wirkung geht klar aus der ebenfalls  eingezeichneten Wiedergabekurve 5 hervor,  welche sich ergibt, wenn man zwei Materia  lien benutzt, deren Durchlässigkeitskurven  nicht das Spiegelbild voneinander     sind,    son  dern sowohl das Negativ wie das Positiv auf  einem und demselben Material mit zum Bei  spiel der Durchlässigkeitskurve 2 herstellt.  



  In     Fig.    2 ist der Fall gezeichnet, bei dem  erfindungsgemäss sowohl für das Negativ wie  für das Positiv dasselbe photographische Ma  terial mit einer wenigstens nahezu symme  trischen Durchlässigkeitskurve 6, wie oben  definiert, angewendet wird.  



  Bei aufgefallenen Lichtmengen pro Ober  flächeneinheit von 10     bezw.    40 % ergeben  sich Durchlässigkeitswerte für das Negativ  von 31,5     bezw.    7,5 %. Diese Mengen treffen  beim     Kopieren    mit einer     Liehtmenge    pro  Oberflächeneinheit gleich     10010o"    auf das Po  sitiv auf und ergeben dort Durchlässigkeits  werte von 10     bezw.    40 %, das heisst     wieder     Lichtmengen, welche den durch das ur  sprüngliche Objekt ausgestrahlten     Lichtinten-          sitäten    proportional sind.

   Wie aus der Wie  dergabekurve 7 hervorgeht, gilt diese Propor  tionalität in dem     grössten    Teil des in Be  tracht kommenden Intensitätsintervallen.  Wenn man nämlich     einen    relativen Fehler  von etwa 5 % in der Wiedergabekurve für  jede der Grundfarben als zulässig voraus  setzt, einen Betrag der in Anbetracht der er-           forderlichen        Naturgetreuheit    des Bildes sicher  nicht zu gross ist, so ergibt sich unter der  Annahme, dass für jede der Grundfarben eine       Durchlässigkeitskurve    wie 6 aus     Fig.    ? be  nutzt wird, dass in einem Intervalle     non    etwa  2 bis<B>100%,

  </B> das heisst also im     Verhältnis     1 : 50, die Proportionalität gewährleistet ist.  



  Hierzu sei noch     bemerkt.    dass dieses Er  gebnis mit handelsüblichen Materialien er  zielbar ist. Auch das aus     Fig.    1 hervor  gehende Resultat ist mit handelsüblichen  Materialien zu erreichen: nur ist das Inter  vall, das mit einem relativen Fehler von etwa  5% proportional wiedergegeben werden kann,  etwas kleiner.

Claims (1)

  1. YATENTANSPRtrCHE I. Verfahren zur Herstellung von far bigen Bildern unter Verwendung von Teil- Negativen und -Positiven, dadurch geheim zeichnet, da,ss zur Gewinnung des Teil-Nega- tivs und des -Positivs für wenigstens eine der Grundfarben lichtempfindliche Schichten mit Durchlässigkeitskurven gewählt werden, von denen wenigstens die dem Durchhang der zugehörigen Schwärzungskurven nahezu ent sprechenden Teile verwendet werden,
    die in einem in dem auf die Abszissen- hez\v. die Ordlnat,enachse die auf das lichl:empfindlicbe Material aufgetroffenen Lichtmengen pro Oberflächeneinheit bezw. die erhaltenenDurchlässigkeit swerte in einem Mass stab von 0 bis 100 ;
    in bleichen Abschnitten aufget=ragen sind, gegenüber einer in dem Quadranten der Durchliissigheitskiirven unter 45 durch den I"rsprnng gezogenen Geraden, über ein möglichst grosses Intervall nahezu das Spiegelbild voneinander sind. II. Farbiges Bild, hergestellt nach dem Verfahren nach Patexitanspruch I. UNTERANSPRVCHE 1.
    Verfahren nach Patentansprueh I, da durch gel@enxizeichnet. dass sov@ohl für das Negativ wie für das Positiv ein und das selbe lichtempfindliche Material mit einer Durchlässiglkeitslzi:irve gewählt wird. die ge genüber der unier 45 gezogenen Geraden wenigstens nnibezu symmetrisch ist. z. Bild, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspriieh 1 und Unteranspruch 1.
CH221330D 1936-01-21 1936-12-05 Verfahren zur Herstellung von farbigen Bildern unter Verwendung von Teil-Negativen und -Positiven und nach diesem Verfahren hergestelltes Bild. CH221330A (de)

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