CH221376A - Aus einzelnen Abschnitten bestehende, doppelwandige Rohrleitung für Flüssigkeiten oder Gase hoher Temperatur. - Google Patents
Aus einzelnen Abschnitten bestehende, doppelwandige Rohrleitung für Flüssigkeiten oder Gase hoher Temperatur.Info
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Description
Aus einzelnen Abschnitten bestehende, doppelwandige Rohrleitung für Flüssigkeiten oder Gase hoher Temperatur. Die Erfindung betrifft eine aus einzel nen Abschnitten bestehende, doppelwandige Rohrleitung für Flüssigkeiten oder Gase hoher Temperatur, mit einer innern, das För dermittel leitenden und einer äussern, den Druck des durchströmenden Mittels aufneh menden Wandung und einer Wärmeisolie rung zwischen beiden Wandungen.
Bei den bekannten Rohrleitungen dieser Art ist der innere Mantel in Rohrabschnitte unterteilt. Sie haben den Nachteil, dass durch die Trennfugen zwischen den Rohrabschnit ten das durchströmende Mittel hindurch treten und eine Durchströmung des Raumes zwischen Innen- und Aussenmantel erfolgen kann. Wenn es sich dabei auch nur um ver- hältnismässig geringe Mengen handelt, so be steht die Gefahr, dass trotzdem der Aussen mantel auf eine hohe Temperatur erhitzt wird und, da. er absichtlich zwecks Verbilli gung der Rohrleitung aus nicht wärmefestem Material besteht, Schaden leiden kann.
Zur Beseitigung dieses Nachteils wird erfindungsgemäss die Innenwandung der ein zelnen Abschnitte gegen die äussere Wan ,dung derart abgedichtet, d,ass das Förder- mittel den Raum zwischen der innern und der äussern Wandung nicht durchströmen kann.
Vorzugsweise ,sind die Abschnitte des Innenmantels in der Weise .getrennt, dass die Trennfugen längs Linien gleichen Druckes verlaufen. Ipsbesondere kann die Abdichtung zwischen Innen- und Aussenmantel derart nachgiebig ausgebildet sein, dass trotz der Unterschiede sowohl in Temperatur als auch in radialer Ausdehnung beider Mäntel eine Überschreitung der zulässigen Spannungen in der Abdichtung vermieden ist. Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Längsschnitt einer Rohr leitung nach der Erfindung, Fig. 2 den Querschnitt II-II zu Fig. 1, Fig. 3 die Zentrierung des, innern Mantels, Fig. 4 eine Abänderung von Fig. 1, Fib. 5 die Trennun-@ der Rohrabschnitle in einem Rohrkrümmer.
Die Rohrleitung 1 in Fig. 1 hat einen Innenmantel 2, der in Rohrabschnitte unter teilt und der hohen Temperatur des durch- strömenden Mittels ausgesetzt ist und dein- entsprechend aus einem Material besteht, das z. B. durch geeignete Legierung oder Ober- fläc-henbehandlung hitzebeständig resp. zun- derfest ist. Die Rohrabschnitte des Innen mantels 2 sind von Isolationsschichten 3 um geben.
Dadurch werden die Rohre des Aussen mantels 4 vor .der hohen Temperatur des durchströmenden Mittels geschützt, hingegen nehmen sie den Gasdruck des durchströmen den Mittels auf und sind durch Flanschen a- miteinander verbunden und gegeneinander abgedichtet.
An das Ende 6 der Innenmantel-Rolir- abschnitte -2 ist die Abdichtung 7, ein "1,s Kegelmantel geformtes Blech, angeschweisst. Die Abdichtung 7 ist mittels des Flansches 8 gegen den Aussenmantel ohne Zerstörung lösbar abgedichtet, indem dieser zwischen. den Rohrflanschen 5 eingespannt ist.
Somit sind die Rohrabschnitte 2 des Innenmantels gegen den Aussenmantel 4 derart abgedichtet, da.ss eine Durchströmung des Raumes zwi- sehen Innenmantel und Aussenmantel, näm lich der Isolation 3 und des Ringspaltes 9, von der Trennfuge 10 bis zur Trennfuge 11 verhindert wird. Die Isolation 3 ist am untern Ende durch einen Schutzring 12, am obern. Ende durch ein Schutzblech 13 gegen Abbröckeln geschützt.
Der Schutzring 12 ist mit der Abdichtung 7 verschweisst, während das Schutzblech 13, am Ende 14 des Innen mantelabschnittes 2 angeschweisst, konisch gestaltet und mit Lappen 15, Fig. 3, ver sehen ist, die sich gegen den Aussenmantel 4 abstützen. Durch die Lappen 15 wird der Irn.enmantel 2 am freien Ende 14 zentriert, ohne die Verbindung des Ringspaltes 9 mit dem Innern der Rohrleitung 1 zu unter brechen. Der Ringspalt 9 dient dazu, wenn die Rohrleitung 1 vom Druck entlastet wird, dass da-s. in der Isolation 3 enthaltene Gas rasch und ohne Schaden für die Isolation ent weichen kann.
Indem das Ende 14 des InnenmanIel- abschnittes 2 in die trichterförmige Abdich tung 7 dey anschliessenden M Mantelabschnittes 2 hineinragt, ;sind- die näher .dem Aussen mantel 4 gelegenen Teile der Abdichtung 7, z. B. der Flansch 8, gegen die unmittelbare Einwirkung der Temperatur des durch strömenden Mittels geschützt.
Dies wird noch dadurch gefördert, dass sich die Isolation 3 a a ueh zwischen dein Ende 14 und dem koni- sehen Schutzblech 1-3 erstreckt.
Von, dem heissen Innenmantel 2 strömt Wärme durch die angeschweisste Abdichtung 7 zum Aussenmantel 4 hin. Um diesen Wärmeabfluss zu verringern, ist die Blech dicke der Abdichtung 7 geringer als die Blechdicke des Innenmantels 2.
Das Aussenrohr 4 ist von einer weiteren Isolation issehielit 16 umgeben. Durch eine bestimmte Beme,sung der beiden Isölier- schichten 3 und 16 bezw. durch ein bestimm tes Verhältnis ihrer Dicken im Zusammen hang mit der Wahl des Isoliermaterials kann erzielt werden, da.ss die.
Temperatur des Aussenrohres 4 in einem für das =legierte Material dieses Rohres zulässigen Bereich liegt. Die Isolierschicht 3 kann auf dei- Aul3enseite auch wellenförmig ausgestaltet sein, wie in einem Teil der Fig. 2 punktiert angegeben, damit die Isolierschicht 3 sich gegen das Aussenrohr 4 abstützen kann. Die Schicht 16 kann aus anderem Material als die Schicht 3 sein.
Die Isolationsschicht 3 kann. ferner noch von einem besonderen Schutzmantel 25, z. 13. aus perforiertem Blech oder Drahtgitter, umgeben sein.
In Fig. 4 ist die Abdichtung 7 sowohl am Innenmantel-Rohrabselinitt 2 als auch am Aussenmantel 4 angeschweisst, wobei das Ende 6 des Rohrabschnittes 2 über die Schweissstelle 17 vorsteht, damit das freie Ende 14 des untern Rohrabschnittes 2 zentriert werden kann. Hierfür ist der Zen trierring 18, der das Ende 6 umfasst, an dem untern Rohrabschnitt 2 angeschweisst.
Der Zentrierring 18 ist mit Offnungen 19 ver- sehen, damit der Ringspalt 9 und die Innen- i.cöla.tion 3 mit dem Innern der Rohrleitung l in Verbindung stehen.
Die Trennfugen, 10 und! 11, Fig. 1, ver laufen längs Linien gleichen Druckes, damit nicht durch Druckunterschiede an verschie denen Stellen der Trennfugen eine geringe Zirkulation des heissen durchströmenden 11Tittels im Raum zwischen. Innenmantel 2 und Aussenmantel 4 stattfinden kann und' ein Teil des Aussenmantels in der Nähe der Trennfuge 10 bezw. 11 auf die hohe Tempe ratur des durchströmenden Mittels erhitzt wird.
In den geraden Rohrstücken der Lei tung 1 stehen die Linien gleichen Druckes senkrecht zur Rohrachse, innerhalb eines Krümmers verlaufen sie ganz anders, näm lich wie die Trennfuge 20 in Fig. 5.
Würden die Rohrabschnitte 2 längs der s.trichpunk- tierten Trennfuge 21 senkrecht zur Rohr achse getrennt, so bestände, weil an der Stelle 22 ein anderer Druck als an der Stelle 23 herrscht, die Gefahr,,dass an der Stelle 23 das heisse Mittel in den Raum 9 ,gelangt, um längs des Aussenrohres 4 zur Stelle 22 zu strömen, wodurch örtlich eine Erhitzung des Aussenrohres 4 stattfinden würde. Da die Trennfuge 20 gemäss einer Linie gleichen Druckes im Krümmer bei der Durch strömung im Sinne des Pfeils 24 verläuft, kann eine siolche Strömung längs des Aussen mantels 4 nicht auftreten.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, dass in einem Rohrstück des Aussenmantels 4 auch mehr als ein Abschnitt des Innenmantels 2 vor gesehen sein kann. Dies, kann sowohl bei ge raden Rohrstücken als bei Rohrkrümmern der Fall sein.
Weil die B.eiriebstemperatur des Innen rohres 2? höher ist als diejenige des Aussen rohres 4, dehnen ;sich die Innenrohrabschnitte 2 sowohl in der Richtung der Rohrachse als auch radial viel mehr,als -die Rohrstücke des Aussenmantels. Schon aus diesem Grunde müssen die Trennfugen 10, 11, Fig. 1, und 20, Fig. 5, der achsialen Ausdehnung des betreffenden Innenrohrabschnittes 2 ent sprechend bemessen. sein.
Bei dem Unterschied in der Radial- dehnung zwischen Innenmantel 2 und Aussenmantel 4 würde eine Abdichtung 7 in einer Ebene senkrecht zur Rohrachse an geordnet zu wenig nachgiebig sein, da in einer solchen Radialabdichtung am Innen mantel 2 durch,die auftretenden hohen Tem peraturen für die Festigkeit des Materials unzulässig hohe Spannungen auftreten.
Des halb ist die Abdichtung 7 zwischen Innen- und Aussenmantel durch die trichterförmige Ausbildung derart nachgiebig gestaltet, dass trotz der Unterschiede sowohl in Tempera tur als auch in radialer Ausdehnung beider 14läntel eine Überschreitung der zulässigen Spannungen im Werkstoff der Abdichtung 7 vermieden ist.
An Stelle der trichterförmi gen Ausbildung könnte der Querschnitt der Abdichtung 7 in -der Längsrichtung auch S-förmig, Z-förmig oder auf andere Art nachgiebig gestaltet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCFI Aus einzelnen Abschnitten bestehende, doppelwandige Rohrleitung für Flüssigkei ten oder Gase hoher Temperatur, mit einer innern, das Fördermittel leitenden und einer äussern, den Druck des durehströmenden Mittels aufnehmenden Wandung und einet Wärmeisolierung zwischen beiden Wan dungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandung der einzelnen Abschnitte gegen die äussere Wandung derart ab gedichtet ist, dass das Fördermittel den Raum zwischen der innern und der äussern Wandung nicht durchströmen kann. UNTERANSPR i1CHE 1.Rohrleitung nach Patentanspruch, da: durch gekennzeichnet, .dass die Abschnitte des Innenmantels; in der Weise ,getrennt sind, dass die Trennfugen längs Linien gleichen Druckes verlaufen. 2. Rohrleitung nach P:atentanopruch, da durch gekennzeichnet, dass die Abdichtung zwischen Innen- und Aussenmantel derart nachgiebig ausgebildet ist, dass trotz der Unterschiede sowohl in Temperatur als auch in radialer Ausdehnung beider Mäntel eine Unterschreitung der zulässigen Spannungen in der Abdichtung vermieden ist. 3.Rohrleitung nach Patentanupruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, d.ass die Abdichtung durch trichterförmige Gestaltung nachgiebig ausgebildet ist. 4. Rohrleitung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d@ass die Abdichtung gegen den Aussenmantel lösbar abgedichtet ist. 5.Rohrleitung nach Patentane,prueh, da durch gekennzeichnet, d-ass die Dicke der Abdichtung geringer als die Dicke des Innenmantels ist, zum Zweck, Wärmeabfluss durch Leitung zu verringern. 6.Rohrleitung nach Patentanspruch, und Unte@ranssprüchen 2 und 3, dadurch gelzenn- zeichnet, dass das Ende eines Innenmantel abschnittes in die trichterförmige Abdich tung des anschliessenden Mantelabsehnittes@ hineinragt, zum Zweck, die näher dem Aussenmantel gelegenen Teile der Abdieh- tun- gegen die Einwirkung der Wärme des durchströmenden Mittels zu isolieren.
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