Tiefkühlanlage. Die Erfindung betrifft eine Tiefkühl- anlage, insbesondere zum Schnellgefrieren von mindestens zwei Lebensmitteln verschie dener Gefrierdauer, mit Umwälzung des Kälteträgers, und besteht darin, da.ss zum Gefrieren von Stücken, deren Gefrierdauer grösser ist als bei kleinem Kühlgut,
min destens ein Zusatzraum dem Schnellgefrier- raum zugeschaltet werden kann. Der Zusatz raum kann an eine Längswand des Schnel:l- gefrierraumes anstossen. Im Zusatzraum können zur Luftzuführung eine Zwischen wand und eine Zwischendecke eingebaut sein. In der Trennwand zwischen dem Schnell gefrierraum und dem Zusatzraum können Klappen oder Öffnungen für den Luftdurch gang vorhanden sein. Die Öffnungen können in quadratischer, rechteckiger oder sonst in einer Form vorgesehen sein.
Es können ferner Schlitze von der Zwischendecke bis g <B>-</B> eg e n den Boden hin für den Luftdurchgang #D angeordnet sein. Die Verschlüsse der verti kalen Luftschlitze können für den Durch gang der Luft aufklappbar sein..
Im Zusatz- raum können zur besseren Luftverteilung und zurErhöhung der Luftwirbel Schikanen, die entweder drehbar, gerade, gewölbt sind oder eine aerodynamische Form aufweisen, vorgesehen sein, die überdies periodisch ver stellt werden können. In den Zusatzräumen können Decken- und Wandberohrungen vor gesehen sein, die an den Kompressor der Tiefkühlanlage angeschlossen werden können.
Die bisher bekannten, mit Kaltluft- umlauf arbeitenden Kühl- und Gefrier apparate sind für in der Art oder in der Grösse gleiche Kühlprodukte gebaut, also bei spielsweise Obst und Gemüse oder für Fleisch in Viertel oder in halben Stücken etc. Da aber die Verwendung dieser Einrich tungen saisonmässig erfolgt, haben .sie den Nachteil, dass sie in der sogenannten toten Saison gar nicht oder nur schlecht aus genützt werden, was die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen stark beeinträchtigt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, eine Tiefkühl- oder Schnellgefrieranlage für mindestens zwei grundsätzlich verschiedene Lebensmittel verwendbar zu machen, bei- spielsweise Früchte und Gemüse und Fleisch in Stücken oder sonst Stücke, die eine grössere Gefrierdauer haben als die erstgenaiiiiteii Lebensmittel. Bei Obst und Gemüse sind die einzelnen zu gefrierenden Einheiten klein, so dass die Gefrierdauer kurz ausfällt.
Räumlich besprochen wird da.lier der Schriellbefrier- raum klein. indem auf einem Förderband oder auf einem Waben oder sonst mit irgend- einem Mittel die Ware durch den Schnell- befrierraum geleitet wird; an einem Ende -wird das Produkt eingeführt und am andern Ende gefroren herausgenommen. Bei grösseren Stücken, wie z.
B. Fleischviertelstücken, ist die Gefrierzeit ganz bedeutend länger, so da.ss mit unverändertem Gefrierraum iin Tab nur ein beringe. Quantum behandelt werden könnte. Anderseits ist aber der Verdampfer in der Regel gross genug dimensioniert, so dass er ein wesentlich höheres Quantum auclx des la.xibsam -efri.erenden Gutes beivi.ltiben könnte.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs- gegen.s.tandes sind auf der Zeichnung sche matisch dargestellt.
Fib. 1 zeigt eine Tiefkühlanlage im Querschnitt, in welchem der Gefrierbetrieb nur im Schnellbefrzerraum vor sich geht. Fi-. 2 einen Querschnitt der Anla-e, wobei (las Gefrieren auch im Zusatzraum vor sich geht. Fim 3 und 4 zeigen Ansichten der Trennwand zwischen dem Schnellbefrier- raum und dem Zusatzraum.
Fig. 5 ist ein Querschnitt durch die Trennwand, wobei die Öffnungen düsenförmi.b ausgebildet sind. Fig. 6 -steine weitere Ausführungsform, wo bei die Öffnungen der Zwisclienwand suf- kla.ppbar angeordnet sind, Fib. 7 ein Quer schnitt der Fig. 6.
Fig. 8 zeigt den Grund- riss einer Zusatzkammer mit Schikanen, Fig. 9 einen Querschnitt des: Schnellbefrier- rvumes finit zwei Zusatzräumen.
Fig. 1 zeigt einen Schnellgefrierraum 1, ix: .dessen Tunnel 2 sich Karren 3 in Betrieb für das Schnellbefrieren von kleinen Produk ten, -wie Beeren, Obst, Gemüse befinden.
Im Tunnel 2 sind Verdampfer oder Kühler 4
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bezw. <SEP> angeordnet, <SEP> welelie <SEP> ixt <SEP> Fornx <SEP> von
<tb> blatten <SEP> Sehlangen <SEP> oder <SEP> Rippenrahreii <SEP> h-, gestellt <SEP> sein <SEP> können. <SEP> Im <SEP> Schnell-efrierraum
<tb> 1. <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Ventilator <SEP> 6 <SEP> angeordnet. <SEP> Bei <SEP> haii baren <SEP> Tunnels <SEP> können <SEP> mehrere <SEP> Ventilatoren
<tb> nebeneinander <SEP> angeordnet <SEP> sein. <SEP> Diese <SEP> Vent.i latoren <SEP> können <SEP> a-ueh <SEP> reversibel <SEP> sein, <SEP> um <SEP> eine
<tb> wechselnde <SEP> St;
römuxi- <SEP> des <SEP> Kälteträ-"ers, <SEP> z. <SEP> I3.
<tb> Kaltluft <SEP> oder <SEP> Gase, <SEP> zu <SEP> erzielen. <SEP> Neben <SEP> dem
<tb> Schnellbefrierra.u <SEP> m <SEP> 1. <SEP> sind <SEP> ein <SEP> oder <SEP> mehrere
<tb> Zusatzräume <SEP> 7 <SEP> vorbes-elien, <SEP> die <SEP> normalerwe'se
<tb> als <SEP> Lagerraum <SEP> für <SEP> "efroren:es <SEP> Gut <SEP> oder <SEP> auch
<tb> für <SEP> andere <SEP> Zweck < <SEP> verwendet <SEP> werden. <SEP> Zwi schen <SEP> den <SEP> beiden <SEP> Räumen <SEP> 1- <SEP> und <SEP> 7 <SEP> ist <SEP> eine
<tb> Trennwand <SEP> 8 <SEP> vor";
eselieii, <SEP> an <SEP> ivelclie <SEP> ehre
<tb> leicht <SEP> anzubauende <SEP> Zwi.schend <SEP> ecke <SEP> 9 <SEP> und <SEP> eine
<tb> leicht <SEP> anzulra.uende <SEP> Zvrisehenwand <SEP> 10 <SEP> an schliessen. <SEP> Iin <SEP> Rauin <SEP> 7 <SEP> ist <SEP> eine <SEP> Wand berohrunb <SEP> 11 <SEP> angeordnet, <SEP> die <SEP> an <SEP> den <SEP> Kom pressor <SEP> der <SEP> Kälteanlage <SEP> angeschlossen <SEP> -wer den <SEP> kann, <SEP> sofern <SEP> der <SEP> Rauni <SEP> für <SEP> Kühlzwecke
<tb> Verwendung <SEP> finden <SEP> soll. <SEP> Zwischen <SEP> dem
<tb> Schnell-efrierrauui <SEP> 1 <SEP> und <SEP> dem <SEP> Zusatzraum <SEP> 7
<tb> sind <SEP> Klappen <SEP> <B>1-3</B> <SEP> vorgesehen, <SEP> die <SEP> in <SEP> der <SEP> in
<tb> Fib. <SEP> 1 <SEP> attsbezogeiien. <SEP> Lage <SEP> den <SEP> Rauni <SEP> 7 <SEP> a13 schliessen;
<SEP> in <SEP> der <SEP> punktierten <SEP> Stellung <SEP> der
<tb> Klappen <SEP> ist <SEP> der <SEP> Selinellbefrierraum <SEP> 1 <SEP> mit
<tb> den <SEP> Z(isatzräumen <SEP> 7 <SEP> verbunden. <SEP> In <SEP> der
<tb> Trennwand <SEP> 8 <SEP> sind <SEP> Öffnungen <SEP> 14 <SEP> und <SEP> in <SEP> der
<tb> Zwischenwand <SEP> 10 <SEP> sind <SEP> Öffnungen <SEP> 15 <SEP> vor g@esehen.
<tb> Für <SEP> das <SEP> Sclinell-efrieren <SEP> von <SEP> kleineng
<tb> Kühlgut <SEP> ist <SEP> der <SEP> Raum <SEP> 7 <SEP> ausser <SEP> Betrieb. <SEP> Die
<tb> Klappen <SEP> 13 <SEP> sind <SEP> geschlossen, <SEP> ebenfalls <SEP> die
<tb> @?ffniinbeii <SEP> 14, <SEP> so <SEP> dass <SEP> die <SEP> Kaltluft <SEP> durch <SEP> den
<tb> Ventilator <SEP> 6 <SEP> nur <SEP> ini <SEP> Rauin <SEP> 1 <SEP> zirkuliert.
<SEP> Die
<tb> Zwischendecke <SEP> 9 <SEP> und <SEP> die <SEP> Zwischenwand <SEP> 10
<tb> können <SEP> entfernt <SEP> sein, <SEP> so <SEP> da13 <SEP> der <SEP> Raum <SEP> 7 <SEP> mit
<tb> seiner <SEP> Berohrung <SEP> 11- <SEP> für <SEP> andere <SEP> Kühlzwecke
<tb> Verwendung <SEP> findet.
<tb> Fib. <SEP> 2 <SEP> zeigt <SEP> die <SEP> @chnell@@efriereinriclltunb
<tb> 1 <SEP> mit. <SEP> zubeschaltetein <SEP> Rauin <SEP> 1, <SEP> bei <SEP> welchem
<tb> für <SEP> das <SEP> Sehnell-efrieren <SEP> von <SEP> grossen <SEP> Stilehen,
<tb> z. <SEP> B. <SEP> Fleischstücken <SEP> 17, <SEP> iuit <SEP> einer <SEP> läuguren
<tb> Clefrierzeit <SEP> gereelinet <SEP> -werden <SEP> muss. <SEP> Die
<tb> Fleischstücke <SEP> sind <SEP> an <SEP> Haken <SEP> 18, <SEP> welche <SEP> an
<tb> einer <SEP> Zwisehenwaiid <SEP> oder <SEP> (1 < r <SEP> Decke <SEP> 9 <SEP> L;
festigt <SEP> sind, <SEP> alibehäilgt. <SEP> Der <SEP> ztl@@ltzli('lle Raum 7 wird durch den Ventilator 6 bei spielsweise mit Kaltluft beschickt. Die Klappen 13 sind nach unten gelegt, s o dass sie den Verdampfer 4 nach oben absperren. Da der Ventilator reversibel ist, kann .die: Luft im Sinne der ausgezogenen Pfeile 40 durch den Kanal: 20, durch die Öffnungen 15 in den Raum 7 und durch die Öffnungen 14 in den Raum 1 gelangen oder umgekehrt im Sinne der strichpunktierten Pfeile 41.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform der Wand 8 gezeigt, wobei die vereckigen Öff nungen 14 durch Isolierpfropfen 17 (punk tiert eingezeichnet, Fig. 2) verschlossen wer den, sobald der Zusatzraum 7 nicht zum Schnellgefrieren Verwendung findet.
Fig. 4 zeigt :eine weitere Ausführungs form der Luftdurahgänbe: in der Wand B. Die Luft wird durch Schlitze 19 geleitet, weiche durch entsprechende isolierte Ein sätze vermacht werden können.
An Stelle des rechteckigen Vierecks in F'ig. 3 können auch Laval:düs:en 22 (Fig. 5) vorhanden sein, oder doppelseitige Düsen 23, um .die Luftzirkulation in beiden Strömungs@- richtungen sicherzustellen.
Fig. 6, die einen Schnitt durch die Linie VI-VI von Fig. 7 darstellt, zeigt, .d:ass die Versdhlüss.e 24 der vertikalen Schlitze 25 drehbar angeordnet sind und zwischen den Hängeschienen 26 aufgeklappt werden, so fern der Raum 7 als Schnellgefrierraum be nutzt wird. Für den Fall, dass der Raum 7 nicht als Schnellgefrierraum benutzt wird, sind die Schlitze durch die Verschlüsse zu schliessen, wie in Fig. 6 punktiert eingezeich net ist.
Fig. 7 zeigt den Grundriss von Fig. 6, in welchem die Verschlüsse (Deckel) 24 zwi schen die Schienen der Hängebahn 26 empor gehoben sind.
Fig. 8 zeigt zusätzliche, feste oder dreh bare Schikanen 26 und 27. Sie können bci- spiels ,weis,e aus Holz oder Blech hergestellt sein.
Diese drehbaren oder festen Schikanen haben den Zweck, die Luftführung dem Kühlgut entsprechend a.nzup.assen, grössere Luftwirbelung zu erzielen, welche den Wärme- bezw. Kältefluss vom Kühlgut an die dasselbe durchstreichende Luft be-. günstigt. Diese Schikanen können. während des Betriebes. periodisch verstellt werden, da mit :
das Kühlgut allseitig voll bestrichen wird, beispielsweise auch in Zusammenhang mit der Strömungsänderung der Luft durch die Ventilatoren 6. Die Schikanen können natürlich auch eine aerodynamische Form 30 aufweisen. Da. der Zusatzraum 7 Rohrschlan gen 11 aufweist, so können diese beim Schne@llgefri.eren vom Kompressor der Haupt gefriereinrichtung betrieben werden. Sie können also, zur Vergrösserung der Kühl fläche herangezogen werden.
In Fig. 9 ist ein Schnellgefrierraum 1 mit zwei Zusatzräumen 7, 7' vorgesehen. Die Luftzirkulation geht vom Ventilator 6 im Sinne der ausgezogenen Pfeile 35 über den Raum 7 zum Verdampfer 4, durch den Ge- frierraum 1 und vom Verdampfer 5 zum Zu satzra,um 7' und wieder zum Ventilator 6. Dreht der Ventilator 6 im andern Sinne, so verläuft die Luftzirkulation umgekehrt, zuerst zum Raum 7',,dann zum Raum 1 und zum Raum 7.
Die entsprechenden Klappen 1.3 sind ebenfalls geschlossen, .so dass die V:er- dampferflächen 4 bezw. 5 nur über die Zu s-atzräume 7 bezw. 7' wirken können.
Die Tiefkühlanlage hat den. Vorteil, dass sie während einer längeren Zeit des. Jahres: voll verwendet und a.usgentitzt werden kann, womit sich die Wirtschaftlichkeit der An lage erhöht. Zuerst werden im Schnell gefrierraum 1 Gemüse und Beeren behandelt, dann folgt gegen den Herbst hin das Obst und vor Einbruch der kalten Jahreszeit, wo die grossen Viehschlachtungen stattfinden, d.a3 Grossvieh. Für das Schrnellgefrieren des Grossviehs wären -dann der bezw. die zusätz lichen Räume 7 hinzuzuschalten.