CH653432A5 - Verfahren zur kuehlung einer kuehlvitrine fuer lebensmittel. - Google Patents
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Description
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PATENTANSPRÜCHE Durch dieses Verfahren kann erreicht werden, dass der jeweils mit Kältemittel beschickte Verdampfer bzw. die entsprechende Verfahren zur Kühlung einer Kühlvitrine für Lebensmittel Verdampfergruppe, die benötigte Kälteleistung abgibt, während mittels einer Kältemittelverdampfereinrichtung, unter Einhai- gleichzeitig mit dem sich in der Abtauphase befindlichen Ver-tung einer möglichst konstanten Temperatur und Luftfeuchte bei 5 dampfer bzw. mit der entsprechenden Verdampfergruppe die Verwendung von mindestens zwei Verdampfern oder Verdam- aus dem Reif zurückgewonnene Kühlluftfeuchte erzielt werden pfergruppen, wobei die Verdampfer bzw. Verdampfergruppen kann. Temperatur und Feuchte können somit im Innenraum der parallel nebeneinander in einem Kühlluftkanal angeordnet und Vitrine zeitlich unbegrenzt konstant gehalten werden, im Gegentakt betrieben werden, so dass immer mindestens ein Die gemeinsame Anordnung von Kälte abgebenden Verdamp-
Verdampfer bzw. eine Verdampfergruppe sich in einer Abtau- 10 fern und solchen, die sich gleichzeitig in der Abtauphase befin-phase befindet, während der bzw. die andere kühlt, dadurch den und Feuchte abgeben, im Einlassbereich eines Kühlluftka-
gekennzeichnet, dass nur dem bzw. der in der Kühlphase befind- nals ermöglicht eine gute Durchmischung der beiden Kühlluft-lichen Verdampfer bzw. Verdampfergruppe Kältemittel zuge- ströme zu einem Gesamtkühlluftstrom unterhalb der Ausstellflä-führt wird, während mit dem bzw. mit der in der Abtauphase che, der dann am vorderen Ende der Ablagefläche auf das zu befindlichen Verdampfer bzw. Verdampfergruppe, die aus dem 15 kühlende Gut ausströmt.
Reif zurückgewonnene Kühlluftfeuchte erzielt wird. Die Kühlvitrine kann mit natürlicher Konvektion, also mit
«Stiller Kühlung» arbeiten. Sie könnte aber auch als Umluft- Kühlvitrine ausgebildet sein, bei der ein oder mehrere Ventilatoren die Kühlluft umwälzen.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kühlung einer Kühl- " in der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungs-vitrine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs. gemässen Kühlvitrine mit natürlicher Konvektion schematisch
Es ist bekannt, dass in Kühlvitrinen zur Schau gestellte dargestellt. Es zeigen:
Lebensmittel unter genau definierten Bedingungen bezüglich Fig. 1 einen vertikalen Querschnitt durch die Vitrine;
Temperatur und Luftfeuchte gelagert werden müssen. Unver- 25 pig. 2 einen Teil der Vitrine nach Fig. 1 im Grundriss.
packte Fleischwaren sollen z. B. bei einer Temperatur zwischen Die Kühlvitrine nach den Fig. 1 und 2 weist eine doppelwan-0 und +5° C und bei einer Feuchte im Vitrinenraum bis 80 % dige Rückwand 1 auf, wobei sich zwischen den beiden Wandtei-
gelagert werden. len ein wärmeisolierendes Material 2, z. B. Glaswatte, befindet.
Da jeder Kühlvorgang eine Entfeuchtung der Umgebungsluft Die Seitenwände 3 sind in gleicher Weise ausgebildet. Über der bewirkt, hat dies bei Kühlvitrinen zur Folge, dass ausgestellten 30 Rückwand 1 ist ein Ablagebrett 4 angeordnet, das einen Einlassunverpackten Fleischwaren Feuchte entzogen wird, dass sie also schlitz 5 nach oben begrenzt. Die Vorderseite der Kühlvitrine ist einem unerwünschten Trocknungsprozess unterliegen. Die durch eine Wand 6 begrenzt, über der eine schrägnach oben anfänglich in der Umgebungsluft enthaltene Feuchte schlägt sich verlaufende Glasscheibe 7 angeordnet ist, die dem Käufer den an der Oberfläche der als Kühlelemente dienenden Kühlmittel- Blick in das Innere der Vitrine ermöglicht. Das Ausstellgut wird Verdampfer in Form von Reif nieder und reduziert gleichzeitig 35 auf der ausklappbaren Ausstellfläche 8 abgelegt, die am hinteren die Kälteübertragungsleistung der Kühlanlage. Die Verdampfer Ende einen senkrecht nach oben verlaufenden Wandteil 8a einer Kühlvitrine sollten demzufolge derart ausgebildet sein, aufweist. An der Vorderkante weist die Ausstellfläche 8 einen dass der Vitrinenraumluft möglichst wenig Feuchte entzogen abgerundeten, nach oben ragenden Rand 8b auf. Nach unten ist wird. Dies kann theoretisch dadurch erreicht werden, dass der die Kühlvitrine durch einen Boden 9 abgeschlossen. In Abstand Vitrinenraum durch Verdampferelemente mit möglichst grossen 40 über diesem ist eine Auskleidung 10 aus rostfreiem Stahlblech Wärmetauscherflächen gekühlt wird. Dadurch könnte die Diffe- 0der Kunststoff angeordnet, die zusammen mit der Unterseite renz zwischen Vitrinenraumluft und Oberflächentemperatur der der Ausstellfläche 8 einen Kühlluftkanal 11 bildet, der sich über Verdampfer vermindert und die Reifbildung reduziert werden. die ganze Breite der Vitrine bis zu den Seitenwänden 3 erstreckt.
In der Praxis war es bis anhin nicht möglich, der Forderung Die Auskleidung 10 weist vor der Wand 6 eine Abrundung 10a nach einem entsprechend grossflächigen Verdampfer zu entspre- 45 auf und ragt mit einer ebenen Verlängerung 10b schräg nach chen, ohne gleichzeitig den verfügbaren Vitrineninnenraum bzw. 0ben, wobei sie gegen das Innere der Vitrine geneigt ist. Der die Sicht in diesen, unverhältnismässig einzuschränken. Demzu- Spalt zwischen dem Rand 8b und der Verlängerung 10b bildet folge wird heute meist ein kleinflächiger Verdampfer, welcher den Auslassschlitz IIa für die Kühlluft.
j^ei tiefen Temperaturen arbeitet, eingesetzt. Um ein zu starkes Die Auskleidung weist an der Rückseite einen senkrechten
Bereifen der Verdampferoberfache und demzufolge eine zu 5o Wandteil 10c auf, an den unten ein nach vorn geneigter Teil lOd starke Trocknung der Vrtrinenmnenluft zu verhindern, wird anschliesst, der an die Auskleidung 10 anschliesst, die von hinten dieser Verdampfer von Zeit zu Zelt ausser Betneb gesetzt. In nachvorn etwas ansteigt. Am tiefsten Punkt der Auskleidung diesem Zeitraum taut der angesetzte Reif ab. Dabei steigt wohl befindet sich dne Abflussrinne 12 ffir T f. und Waschwasser.
die relative Luftfeuchte in der Vitrine an, gleichzeitig steigt aber Der Raum zwischen der Auskleidung 10-10d und den Wandtei-jUf ,ie Innentemperatur an. Temperatur und Luftfeuchte sind 55 ien der Kühlvitrine ist ebenfalls mit wärmeisolierendem Material daher käum je Konstant, sondern ständigen periodischen Zyklen 2 ausgefüllt gemäss den Kühl-bzw. Abtauphasen des Verdampfers unterwor-
fen, wobei beide Zustandsgrössen die empfohlenen maximalen e s Kühlelemente dienenden Verdampfer 13 und 14 sind und minimalen Werte über- bzw. unterschreiten. im Raum zwischen dem senkrechten Wandteil 8a und dem
Esist Aufgabeder Erfindung, ein Verfahren zur Kühlung „ senkrechten Wandteil 10c der Auskleidung angeordnet. Sie einer Kühlvitrine zu schaffen und eine Kühlvitrine zur Durchfüh- erstrecken sich über die ganze Breite der Vitrine. Zwischen den rung des Verfahrens derart auszubilden, dass eine zeitlich prak- beiden Verdampfern ist eine wärmeisolierende Schicht 15 ange-
tisch konstante Temperatur und Feuchte im Innenraum der ordnet um die Bildung einer sogenannten Kältebrücke zwischen Vitrine erreicht werden kann. Dabei sollen verhältnismässig beiden Verdampfern 13 ,14 zu verhindern. Die beiden kleinflächige und somit bei tieferen Temperaturen arbeitende Verdampfer 13,14 arbeiten immer im Gegentakt, d. h. es wird und dadurch reifansetzende Verdampfer verwendet werden abwechselnd immer nur einem der Verdampfer Kältemittel können zugeführt, während sich der andere Verdampfer in der Abtau-
Das erfindungsgemässe Verfahren ist im kennzeichnenden phase befindet, in welcher der auf der Verdampferoberfläche
Teil des Patentanspruchs beschrieben. angesetzte Reif abtaut.
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Durch diese Ausbildung entsteht ein durch natürliche Konvektion erzeugter Kühlluftstrom, der durch den Auslassschlitz IIa austritt und über der Ausstellfläche 8 ein Kühlbett K bildet. Der Luftstrom tritt dann durch den Einlassschlitz 5 ein und wird vom einen Verdampfer, z. B. 13, abgekühlt, so dass er nach unten in die Zone M strömt. Ein Teil der einströmenden Luft strömt am auftauenden Verdampfer, z. B. 14, vorbei, wodurch er Feuchte aufnimmt. Der kalte und der feuchte Luftstrom mischen sich dann in der Zone M, die somit eine Mischzone darstellt. Der Kühlluftumlauf könnte durch Ventilatoren beschleunigt werden.
Die Umstellung der Kühlmittelzufuhr von einem Verdampfer bzw. einer Verdampfergruppe zum anderen Verdampfer bzw. zur anderen Verdampfergruppe kann in an sich bekannter
Weise, z. B. durch ein elektrisch betätigtes Umschaltventil erfolgen, das von einer Zeitschaltuhr gesteuert wird.
Für optimale Strömungsverhältnisse der Kühlluft haben sich folgende relative Abmessungen der Kühlvitrine als zweckmässig erwiesen (vgl. Fig. 1): A:B:C:D = 2bis 1,1:1:1:1. Die Höhe des Kühlbettes K kann das 6- bis 7-fache der Höhe C des Einlassschlitzes IIa betragen.
Es wäre ferner möglich, bei geringer Feuchte, wenn genügend Abtaukapazität zur Verfügung steht, durch Besprühen der Verdampfer mit Wasser eine zusätzliche Reifbildung zu erzeugen. Diese würde dann beim Abtauen zu einer zusätzlichen Erhöhung der Feuchte in der Kühlvitrine führen.
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1 Blatt Zeichnungen
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