CH222242A - Kühlanlage mit Kühlraum zur Aufnahme leicht verderblicher Güter. - Google Patents
Kühlanlage mit Kühlraum zur Aufnahme leicht verderblicher Güter.Info
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Description
Kühlanlage mit Kühlraum zur Aufnahme leicht verderblicher Güter. Zur Haltbarmachung und Frischhaltung leicht verderblicher Güter, wie insbesondere von Lebensmitteln, werden diese in Kühl räumen oder Kühlschränken gelagert, deren Temperatur bei längerer Lagerdauer etwa 0 C, bei kürzerer Lagerdauer etwa + 4 bis 6 C beträgt. Man hat darüber hinaus vorgeschlagen, die zu verwahrenden Güter mit ultraviolettem Licht zu bestrahlen, wel ches auf Bakterien und Pilze eine tödliche beziehungsweise das Wachstum hemmende Wirkung ausübt, indem die Strahlen vom Zellstoffbau absorbiert werden.
Bei den bis herigen Kühlanlagen dieser Art hat man jedoch der Anordnung der Bestrahlungsein richtung keinerlei Beachtung geschenkt, son dern sich darauf beschränkt, durch ultravio lette Lichtquellen eine unmittelbare Einwir kung auf die zu behandelnden Güter zu er zielen. Eine nennenswerte Ausnutzung der Wirkung ultravioletten Lichtes lässt sich dabei aber nicht erzielen, auch nicht, wenn man in unwirtschaftlicher Weise eine Viel zahl von Lichtquellen im Kühlraum anord net.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kühlanlage mit Kühlraum zur Aufnahme leicht verderblicher Güter und mit Bestrah lungseinrichtung für ultraviolettes Licht. Sie besteht darin, dass die Bestrahlungseinrich tung an 'solcher Stelle im Kühlluftstrom an geordnet ist, dass die ganze im Kühlraum umlaufende Luftmenge die Bestrahlungs einrichtung umspülen muss. Dadurch erzielt man eine vollkommene Ausnutzung -der ultra violetten Strahlen, die unmittelbar zur Ein wirkung auf die in der Kühlluft enthaltenen Bakterien und Pilzkeime kommen.
Die Kühlluft wird bekanntlich in dem Kühlraum umgewälzt und beschreibt dabei je nach Art der Anordnung des Kühlers in dem Kühlraum eine oder mehrere Kreislauf bahnen. Dabei ist es gleichgültig, ob die Luft auf natürlichem oder künstlichem Wege um- gewälzt wird.
Erfolgt eine Umwälzung der Kühlluft mittels eines Gebläses, so lässt sich die beabsichtigte Wirkung am besten da durch erzielen, dass die Bestrahlungseinricli- tunb, die auch in Mehrzahl vorhanden sein kann, in unmittelbarer Nähe des Gebläse behäuses angeordnet wird. 14Ian kann zum Beispiel die Bestrahlungseinrichtung in Ge stalt einer ringförmigen Röhre rund um das Gebläsegehä.use anordnen.
11Ian kann aber auch zwei oder mehrere gerade Röhren dein Gebläsegehäuse entlanglaufend um dasselbe anordnen, so dass dieses wenigstens teilweise von der Bestrahlungseinrichtung umgeben wird.
Hä,ufib wird der im Kühlraum umbe- wälzten Luft auch noch Frischluft zugesetzt, und es ist zweckmässig, die Anordnung so zu treffen, dass auch die Frischluft, entkeimt wird. Man lässt zu diesem Zwecke den oder die Frisehluftkanäle vorteilhaft derart in den Kreislauf der Kühlluft einmünden, dass auch die Frischluft der unmittelbaren Einwirkung der Bestrahlungseinrichtung unterliegt.
Man kann über dem Strahlungskörper der Bestrahlungseinrichtung eine Abschirmung in Form einer Umhüllung beispielsweise aus Quarzglas vorsehen, welche für die ultravio letten Strahlen durchlässig ist und verhin dert, dass der Strahlungskörper unmittelbar vom Luftstrom getroffen und durch ihn ab gekühlt wird.
Zur weitgehenden Ausnutzung des ultravioletten Lichtes empfiehlt es sich ferner, an den Strahlunbseinrichtungeri selbst oder auch an andern Stellen des Kühlraumes Rückstrahlflächen anzuordnen.
Ausser der wirksamen Entkeimung des ge lagerten Gutes und der Kühlluft lässt sich mit der Kühlanlage nach der Erfindung auch noch ein weiterer Vorteil erreichen. Wenn der Kühlraum auf einer Temperatur von 0 oder zwischen einer Temperatur von -I- 4 und + 6 gehalten wird, so liegt die Ober flächentemperatur des Kühlers stets unter 0 C.
Die Feuchtigkeit in der Kühlluft schlägt sich dann an den Kühloberflächen in Form von Reif nieder, was eine in vielen Fällen nicht erwünschte Austrocknung der Kühlluft und ferner zur Folge hat;, dass die Wärmeübertragung von der Kühlluft zum Kühler verschlechtert wird.
Zufolge der weit- gehenden Ausnutzung der Wirkung des ultravioletten Lichtes bei der Kühlanlage nach der Erfindung ist es möglich, die Be strahlung so kräftig zu halten, dass die Tem- peratur im Kühlraum ohne Beeinträchtigung der Lagerfähigkeit erhöht werden kann; da mit ist es auch möglich, die Oberflächen temperatur des Kühlers über 0 zii halten.
E's findet dann eine Bereif nng der Kühler oberflächen nicht statt, so dass eine bessere Ausnutzung des Kühlers erzielbar ist.
Auf beiliegender Zeichnung sind in den Fig. 1 bis 5 verschiedene Ausführungsbei spiele des Erfindungsg@egeust.@rides darbe stellt.
In Fig. 1 ist ciir Kühlschrank veranschau licht, wie er in vielfacher Ausführungsform und Grösse in gewerblichen Betrieben und Haushaltungen in Gebrauch ist. Der Kühler a ist exzentriseli innerhalb des Kühlraumes gelabert und durch eine Wand c abgedeckt.
Die kalte Luft fällt von dem Kühler nach unten, erwärmt sich an dem Kühlgut und den Wänden des Kühlraumes und steigt in natürlicher Umwälzbewegung nach oben, um dann wieder dein Kühler enthinggeführt zu werden. Die eingezeichneten Pfeile geben etwa die Art der Umwälzbewegung der Luft an.
Im Kreislauf der Kühlluft, und zwar un mittelbar vor dem Kühler a ist eine Bestrah- lungseinrichtung b für ultraviolettes Licht an der Decke des Kühlraumes angeordnet, so da ss die ganze im Kühlraum umlaufende Luftmenge unmittelbar vor dem Zutritt zum Kühler a die Bestrahlungseinrichtung um spülen muss.
Diese Anordnung der Bestrah lungseinrichtung h hat noch den Vorteil, dass auch das Kühlgut selbst der Bestrahlung aus ,gesetzt ist, und dadurch das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen auf dem Kühl gut verhindert wird.
Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist eine exzentrische Lagerung des Kühlers a im in diesem Falle grösseren Kühlraum vorgesehen. Um die auch hier auf natürlichem Wege sich einstellende Be wegung der Luft, veranschaulicht durch die eingezeichneten Pfeile, sicherzustellen, ist eine Abdeckwand c vor dem Kühler und unterhalb desselben eine Tropfrinne d vor gesehen.
Die Bestrahlungseinrichtung b ist unmittelbar am Austrittskanal e vorgesehen, so dass die gesamte im Kühlraum umlaufende eben am Kühler a tiefgekühlte Luftmenge die Bestrahlungseinrichtung b umspülen muss. Selbstverständlich wäre es auch mög lich, die Bestrahlungseinrichtung b am Zu luftkanal f zum Kühler anzuordnen oder so wohl am Austritts- wie auch am Zuluftkanal des Kühlers ultraviolettes Licht aussendende Röhren vorzusehen.
Bei dem Kühlraum nach Fig. <B>3</B> ist als Kühler ein sogenannter Deckenverdampfer a vorgesehen. Die auch hier auf natürlichem Wege umgewälzte Luft beschreibt, wie durch die eingezeichneten Pfeile angedeutet ist, zwei Bahnen mit gegenläufigem Richtungs sinn. Infolgedessen sind an den beiden Zu luftkanälen f zum Kühler Bestrahlungsein richtungen b angeordnet, so dass die ganze im Kühlraum umlaufende Luftmenge die Be strahlungseinrichtungen umspülen muss. Auch am Abluftkanal e aus dem Kühler könnte ein Strahlungskörper vorgesehen sein.
Fig. 4 veranschaulicht einen grösseren Kühlraum, in welchem ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2 der Kühler a exzentrisch in der Nähe einer Wandfläche des Kühlraumes angeordnet und mit einer Abdeckwand c, sowie einer Tropfrinne d ver sehen ist. Um die Kühlluft in ausreichendem Masse innerhalb des Kühlraumes umwälzen zu können, ist kurz unterhalb der Decke des Kühlraumes ein Gebläse g vorgesehen. Die Bestrahlungseinrichtung b ist als ringförmige Röhre ausgebildet und umschliesst unmittel bar das Gehäuse des Gebläses g.
Wie aus Fig. 4 erkennbar ist, wird dadurch die ge samte von dem Gebläse g angesaugte und in den Zuluftkanal <I>f</I> zum Kühler<I>a</I> gedrückte Kühlluft gezwungen, die Bestrahlungsein richtung b zu umspülen. Bei dieser Ausfüh rungsform ist ferner auch noch Frischluftzu- führung vorgesehen. Die Frischluft strömt durch den Kanal h zu, der derart in den Kreislauf der Kühlluft einmündet, dass auch die Frischluft durch unmittelbare Einwir kung des ultravioletten Lichtes entkeimt wird.
Dem Kühlraum nach Fig. 5 wird die ausserhalb des Kühlraumes gekühlte Kühl luft durch den Zuluftkanal i zugeführt und durch den Abluftkanal k abgezogen. Unmit telbar vor der Austrittsöffnung e' ist eine Bestrahlungseinrichtung b angeordnet, die die gesamte entweichende Kühlluft bestrahlt. Ebenso könnte bei der Eintrittsöffnung f' ein Strahlungskörper angeordnet sein.
Die Anordnung der Bestrahlungseinrich tungen b bei den verschiedenen dargestellten Ausführungsformen ist derart gewählt, dass nicht nur eine unmittelbare Einwirkung auf die Kühlluft erzielt wird, sondern auch noch die Kühlgüter selbst der direkten Wirkung des ultravioletten Lichtes ausgesetzt sind. Um diese letzterwähnte Wirkung noch zu stei gern, sind bei den Ausführungsbeispielen ge mäss den Fig. 2, 4 und 5 zusätzliche Strah lungskörper m an verschiedenen Stellen des Kühlraumes untergebracht.
Die Ausführungsbeispiele nach den Fig. 3 bis 5 lassen ferner erkennen, dass zur rest losen Ausnutzung der ultravioletten Strahlen an verschiedenen Stellen des Kühlraumes bezw. bei den Bestrahlungseinrichtungen Rückstrahlflächen n vorgesehen sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kühlanlage mit Kühlraum zur Aufnahme leicht verderblicher Güter und mit Bestrah lungseinrichtung für ultraviolettes Licht, da durch gekennzeichnet, dass die Bestrahlungs einrichtung an solcher Stelle im Kühlluft strom angeordnet ist, dass die ganze im Kühl raum umlaufende Luftmenge die Bestrah lungseinrichtung umspülen muss. UNTERANSPRÜCHE: 1. Kühlanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die im Kühlraum umlaufende Luftmenge die Bestrahlungsein- richtung unmittelbar vor dem Zutritt zum Kühler umspült. 2. Kühlanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die im Kühlraum umlaufende Luftmenge die Bestrahlungsein richtung unmittelbar nach dem Austritt aus dem Kühler umspült. 3.Kühlanlage naeh Patentanspruch, mit hünstlieher Luftumwälzunb mittels eines @e- bläses, dadurch gekennzeichnet, dass die Be strahlung Beinrichtung in Gestalt einer ring förmigen Röhre unmittelbar am Gebläse gehäuse angeordnet ist. 4. Kühlanlage nach Patentanspruch, da durch gelz-ennzeichnet, dass Frischluftkanäle derart in den Kreislauf der Kühlluft ein- münden, dass auch die Frischluft der unmit telbaren Einwirkung der Bestrahlungsein richtung unterliegt. 5.Kühlanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor dem Strah- lungskörper der Bestrahlungseinrichtung eine Aliscliirniung aus einem für ultraviolette Strahlen durchlässigen Stoff angebracht ist. 6. Kühlanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei der Bestrah- lungseinrichtung Rückstrahlflächen vorge sehen sind.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0312060A3 (en) * | 1987-10-14 | 1990-06-13 | Industrie Zanussi S.P.A. | Automatic refrigeration apparatus provided with a sterilized storage compartment |
| EP0835623A3 (de) * | 1996-10-09 | 2000-12-20 | Hertel, Günther | Kühltheke |
-
1941
- 1941-08-19 CH CH222242D patent/CH222242A/de unknown
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