CH222258A - Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzgemisches aus Acrolein. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzgemisches aus Acrolein.

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CH222258A
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Haas G M B H Roehm
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Roehm & Haas Gmbh
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Description


      Terfahren    zur Herstellung eines     Nunstharzgemisches    aus     Aerolein.       Es ist bekannt, dass     Aerolein    durch Ein  wirkung von Spuren basischer .Stoffe, wie       Kalziumogyd,        Bleihydrogyd,        Natriumcarbo-          nat    oder Anilin, in lösliche Harze überge  führt werden kann.  



  Man hat Aerolein auch bereits mit Hilfe  von Harnstoff oder     dessen        Derivaten,    wie       Thioharnstoff,    durch Kondensation in den       molaren    Verhältnissen<B>1:1,</B> bis 1 : 0,5 mit  Katalysatoren, wie Essigsäure, Natronlauge  oder     Äthylendiamin    in mehr oder weniger       feste    Harze übergeführt. Die so erhaltenen       Harze    sind zweifellos Kondensationspro  dukte.  



  Gegenstand -der     vorliegenden    Erfindung  ist .ein     Verfahren    zur     Herstellung    eines       Kun-stharzgemisches    aus     Aorolein,    das da  durch gekennzeichnet ist, dass man Aerolein  mit nur katalytisch     wirksamen    Mengen von       Thioharnstoff    zusammenwirken lässt, wobei  man     spätestens    vor     Beendigung,des    Festwer  dens     n-Butylalkohol    zusetzt. Die entstehen-    den Endprodukte sind vermutlich     Polymeri-          sate.     



  Man kann zum     Beispiel    so arbeiten, dass  man auf ein Mal     Aerolein    etwa     0;01    bis  0,1     Mol,        vorteilhaft    0,01 bis 0,03     Mol        Thio-          harnstoff        verwendet.    Bei der     Ausführung     des     erfindungsgemässen        Verfahrene        können     in üblicher Weise Lösungs- oder Verteilungs  mittel,     Weiehmacher    usw.     mitverwen?det     werden.  



  Durch die Verwendung     von        n-Butylalko-          hol    als Zusatzstoff werden modifizierte       Kunstharzgemische    erhalten, die gegenüber  solchen, die ohne     Mitverwendung    dieses Zu  satzstoffes     hergestellt    werden können, we  sentlich verbesserte Eigenschaften aufweisen,  die     unter    anderem darin bestehen, dass die  erfindungsgemäss     beschriebenen        Kunstharz-          gemische    wasserklare,     mechanisch        bearbeit-          bare,    sehr harte, zähe,

   stabile     Produkte    -dar  stellen, während die ohne     modifizierenide          Mittel        hergestellten        Polymerisate    aus Acro-      lein meist trübe oder pulverförmige, leicht  zerreissende Produkte sind.  



  Der     erfindungsgemässe        Zusatz-toff    kann  in Mengen von     etwa        10-70%        zugefügt    wer  den, wobei vorzugsweise bei<B>5-50'</B> C be  arbeitet wird.  



  Es ist überraschend, dass der     zugefügte          n-Butylalkohol    trotz seiner an sich hohen       Flüchtickeit    nach seiner Einverleibung in  das     Iiunstharzgemiseh    so     gut    wie gar nicht  flüchtig ist.  



  Das nach dem     erfindungsgemässen    Ver  fahren     herstellbare        Acrolein-hunstharzge      misch stellt ein hartes, nicht sprödes, farb  loses oder schwach gelblich gefärbtes, glas  klares Harz dar, das sich durch hohen.     Er-          weichunbspunkt    auszeichnet.

      <I>Beispiel:</I>  100 Teile     Aerolein    werden mit ?0 Teilen       n-Butylallzohol    und 2 Teilen     Sulfoharnstoff     versetzt, wobei     nach        etwa    8 Stunden Stehen  bei Zimmertemperatur ein     wasserklares,    sehr       schwach        gelblich        gefärbtes        Polymerisat    von  zunächst     geringer    Härte und     elastischen          Eibenscha-ften    entsteht. Das Harz ist. voll  kommen frei von Rissen und besitzt keine       Haftfestigkeit    an Glas.

   Nach einigem Stehen  härtet das Produkt zu einem festen, mecha  nisch     bearbeitbaren,    in den üblichen     Lö-          sungsmitteln    unlöslichen     Polymerisat,        das     beim Erhitzen im offenen Röhrchen bei 180 "    gelb wird und     bei    .300   sintert; beim Er  hitzen in der offenen Flamme macht sich ein  geringer     Acroleinberuch        bemerkbar.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Iiun.st- harzbemisches aus Aerolein, dadurch gekenn- zeichnet, dass man Aerolein mit nur kataly tisch wirksamen Mengen von Thioharnstoff zusammenwirken lässt und dass man späte- stens vor Beendigung des Festwerdens n-Bu- tylalkohol zusetzt.
    Das so herbestellte Aero- lein-Kunstharzgemisch stellt ein hartes, nicht sprödes, farbloses oder schwach gelblich ge färbtes, glasklares Harz dar, das sich durch einen hohen Erweichungspunkt auszeichnet. UNTERAN SPRt1CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man 1 Mol Aero- lein mit 0,011 'bis 0,1 Mol Thioharnstoff zu sammenwirken lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 1 Mo1 Aerolein<B>0,01</B> bis 0,3 Mol Thioharnstoff verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch bekenn- zeichnet, class bei<B>5-50'</B> gearbeitet wird.
CH222258D 1938-11-02 1939-10-28 Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzgemisches aus Acrolein. CH222258A (de)

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