Einrichtung zum selbsttätigen Zu- und Abschalten von Blindleistungserzeugern verschiedener Grösse. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein richtung zum selbsttätigen Zu- und Abschal ten von Blin.dleistungserzeugern verschiede ner Grösse, insbesondere zur Netzregelung; bei der von einem Steuerrelais mit .einer An sprechschwelle ein Steuerschalter betätigt wird.. ,Solche Einrichtungen sind für Stark- stromkondensatoren gleicher Grösse an sich bekannt.
Wenn für die Verbesserung des Leistungsfaktors einer Anlage eine Anzahl gleich- oder ungleichbemessener Blindwider stände oder Synchronmaschinen .der Reihe nach zugeschaltet wird, kann, man von einer gleiehgrossen Anzahl Regelstufen durch Summenbildung sprechen.
Mit einer kleine ren Zahl von Blindleistungserzeugern ver schiedener Grösse lassen sich jedoch bekannt lich durch Kombination weit mehr Regel stufen erreichen. So ergeben zum Beispiel drei Kondensatoren vom Verhältnis 1: 2: 4 bereits sieben gleiche Stufen und vier Kon- densatoren vom Verhältnis 1: 2:4: 8 fünf zehn Stufen.
Der Vorteil solcher Schaltmög lichkeit besteht in der Ersparnis an Lei- stungsschaltgeräten. Die Erfindung bezweckt, eine einfache selbsttätige Steuerung zur Aus nutzung aller Kombinationsmöglichkeiten, die Fehlschaltungen und dadurch bedingte .Schäden, insbesondere Spannungsstösse, aus schliesst, zu schaffen.
Die Erfindung besteht -darin, dass an die vom Steuerschalter geschalteten Kontakte Steuerkreise für die Leietunb schaltgeräte der Blindleistun:gserzeuger so angeschlossen sind, und dass die Grössen .der Blindleistungs- erzeuger so gewählt sind, ,dass fortlaufenden Kontaktstellungen um annähernd gleiche Sprünge steigende oder fallende Stufenwerte von. Blindleistungserzeugern entsprechen.
Als elektrische Grösse, auf die das Steuer relais anspricht, kommt die Blindleistung, die .Spannung oder :der Leistungsfaktor in Frage, da diese Grössen untereinander ab- hängig sind.
Das Relais spricht in an sich bekannter Weise nur auf solche Änderun gen der elektrischen Grösse an, die einen iVZindestci-ert, die Ansprechschwelle, über schreiten, so dass die Einrieht.ung ruhig und ohne Pendelurig arbeitet.
Als Blindleistungsrelais sind auch Blind- leistungsbegrenzer nach dem Zählerprinzip verwendbar, wobei das Trielxsystem des Zählers zum Beispiel in an sich bekannter Weisse unmittelbar auf eine Nockenwelle mit lastabhängiger Geschwindigkeit arbei- tet. Als vom Relais gesteuertes Bewegungs organ.
für den Steuerschalter kommt ein Mo tor, Forbsehalterelais, ein Drehwähler mit Unterbrecher bezw. Selbstunterbreeher und Durchzugsfeder oder dergl. in Betracht. Das Bewegungsorgan kann auf verschiedenste Weise mit dem Steuerschalter verbunden werden.
Zum Beispiel kann eine Ferraris- :Scheibe selbst den Schaltkontakt tragen oder eine Schaltwalze mit einem Motor gekuppelt sein. Die Kontaktgabe kann statt über eine Kurbel auch über einen Exzenterarm erfol gen, der eine ausgestreckte Kontaktreihe be- streieht.
Die Erfindung ist in der Zeichnung sehe- matiseh in Ausführungsbeispielen veran- sehaulicht.
In Fig. 1 sind drei Kondensatoreinheiten et, b, c angenommen, deren Grössen sich wie l :'2:3;5 verhalten. Mit Hilfe von Parallel schaltungen in verschiedener Durchmische g ergeben sich Schaltstufen der folgenden Grö ssenfolge: 1, 2, 3, .3;5, 4,:5, 5;5 und 6;,5. Die Spanne zwieschen den Stufensprüngen 1 und 1.5 deutet etwa die Grenze an;
bei einem beträchtlich grösseren Unterschied wären Pendelurigen oder Überregelungen un vermeidlich. Vom nichtgezeichneten -Steuer relais wird über ein Bewegungsorgan der Kontakta=rm 9 des Steuerschalters bewegt, welcher der Reilie nach die Stellungen 1 bis 7 einnimmt. Wenn jedoch bei einer frühe ren Steife der Ausschlag des Steuerrelais auf hört, bleibt der K ontaktarm 9 stehen.
Die Kondensatoreinheiten <I>a, b</I> und c sind zum Beispiel im Stern zusammengeschlossene Kondensatoren, die als eine Gruppe parallel r zum Drehstromnetz 1'0 geschaltet werden können.
Die Schalter<I>A, B, C</I> sind beliebi ger Art, doch vorzugsweise mit einem Dämp- fungsorgan ausgestattet. Es können auch ohmsche oder induktive Dämpfungswider- stände vor jeder Kondensatoreinheit ange ordnet sein. Jede Kondensatoreinheit kann nach ihrer Abschaltung in bekannter Weise selbsttätig entladen und geerdet werden.
Vom 'Steuerschalter sind nur solche Kon taktstücke eingezeichnet, die bei der vorlie genden Aufgabe verwendet sind, doch kann der Steuerschalter bereits für einen erwei terten Ausbau der Schaltanlage durchgebil det sein, ,da sein Raumbedarf auch ,dann nur gering ist. Der gestrichelte Kreis stellt den Teilkreis mit Schaltstellungen 0 bis 7 dar.
Die benutzten Kontaktstücke, die durch kleine Rechtecke angedeutet eind, haben sol chen Anschluss an die Schützspulen A', B' und<B>C</B>, dass die Schaltstufen des Steuer schalters Kombinationen der umgleichen Ein heiten a, b und c, schaffen.
Statt der Schütze können auch Relais vorgesehen sein, welche die zugehörigen Schalter steuern. In der ab- gebildeten .Stellung ist der 'Schaltarm 9 im Begriff, einen Stromkreis von der Batterie 8 über das Schütz A' zu schliessen, nachdem er bereits parallel dazu eine leitende Verbin dung über B' hergestellt hat:
Entsprechend wird der Schalter A und B eingelegt und die dritte Schaltstufe a -i- b mit der Grössen ordnung 3 erreichet.
Da vorher schon die Einheit b einge schaltet war, ist der Kontaktabstand' so ge wählt, dass der Schaltarm 9 ungefähr in der Mitte zwischen den Stellungen 2, 3 beide Kontakte für B' übergreift. Diese unterbre- chungslose Kontaktgabe bewirkt, dass die Einheit b nicht nutzlos ab- und wieder zuge schaltet wird, wobei unnötige Schwankungen im Netz, Unruhe des Steuerrelais und Ab nutzung des Schalters B verhindert werden.
Der gleiche Erfolg kann statt durch die übergreifende Kontaktgabe auch durch eine besondere Abfallverzögerung des betreffen- den Schaltrelais bezw. hier des Schützes B' oder durch entsprechende Wahl der .Schalter- eigenzeit erreicht werden. Das gleiche gilt für :den Rückwärtslauf des Steuerschalters, der zum Beispiel .durch einen Ausschlag des Steuerrelais nach der andern .Seite hervor gerufen wird.
Das Steuerrelais, auf dessen Befehl der Steuerschalter sich bewegt, braucht nun eine gewisse sehr kleine Zeit, um nach dem klei nen Schaltstoss im Netz sicher festzustellen, ob genügend hoher Blindwiderstand einge schaltet ist. Dann wird das Bewebgungsorgan stillgesetzt. Es kann daher notwendig sein, besonders bei ungleichen: Stufenunterschie den, abgestufte Einschaltverzögerungen vor zusehen.
Diese Massnahme ist auch dann vor teilhaft, wenn in benachbarten: .Stufen eine Abschaltung und dara-uffolgend eine Ein schaltung vorkommt. Bei gestaffelten: Ver zögerungszeiten der .Schaltrelais oder Schütze und lastabhängiger Geschwindigkeit werden auf diese Weise Schaltungen erspart, sobald grösserer Blindleistungebedarf oder Über sühuss auftritt, wie später noch erläutert wird.
Die Verweilzeit in einer Schaltstufe kann durch regelbare Geschwindigkeit oder Rast den örtlichen Erfordernissen angepasst werden, damit das :Stillsetzen des .Steuer schalters möglich wird. Schliesslich ist auch eine Anordnung von Ein- und Ausschalt- kontakten nebeneinander beim Steuerschal ter denkbar.
Die erfindungsgemässe Einrichtung hat jedoch keineswegs häufigere Netzschwan kungen zur Folge als die bekannten Ein richtungen. Es ergibt sich als :ein Gesetz, dass man nur soviel neue Einschaltungen beim Vorwärtslauf durch :die Stufenreihe vornehmen muss, als .Stufen vorhanden sind. Das gleiche gilt für die Ausschaltungen in umgekehrter Richtung. Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel :sind sieben Stufen vor handen.
Bei Verzicht auf .die verhältnis mässig kleine vierte Stufe sind nur noch sechs Einschaltungen nötig, um die Stufen reihe zu durchmessen, weil dann :die Einheit a von der Stufe<I>a</I> + <I>b</I> zur Stufe<I>a</I> -I- <I>c</I> nicht- eingeschaltet werden muss. Schaltstufen, die erfahrungsgemäss selten gebraucht werden, können auch in der einen Steuerrichtung ausgelassen und nur in der andern ,Steuer- richtung einschaltbar sein.
Dadurch wird im Normalfall die Steuerung beschleunigt, für .den selteneren Fall allerdings ein Umweg erzwungen.. In Fig. 2 ist ein solcher Fall veransthauli-cht. Von der Scheibe Sch eines Blindleietungs@relais wird in bekannter Weise über eine (Schneckenübersetzung 13 die Welle W angetrieben, die über eine Rutsch kupplung die Nockenscheibe I, II und III dreht.
Die Ansprechschwelle ist durch einen Dauermagnet 14 gegeben, der in. bekannter Weise :einen Eisenstern 1,4' bei jedem Anlauf ,der .Scheibe Sch in seiner Drehung so lange hält, als nicht ein bestimmtes Mindestdreh moment entwickelt wird.
Die bereits an Hand von Fig. 1 bes:chmiebenen Sehützspulen A', B',<B><I>C</I></B> werden hier durch ein Wechsel stromnetz 15, 15' erregt, wenn die Queck silberröhren I', II', III' Kontakt geben. Zur Kontaktgabe muss der Quecksilbertropfen Hg nach rechts wandern, was dann erreicht wird, wenn ein Nocken der zugehörigen Nockenscheibe das Quecksilberrohr anhebt.
Die Kontaktstellungen 1 bis 7 treten dann ein, wenn die mit diesen Zahlen bezeichneten strichpunktierten Radien der No.ekenscheibe 1I oberhalb ihres Mittelpunktes lotrecht stehen.
Der Nocken N, ist auf der Scheibe II drehbar gelagert, so dass .er bei Drehung des iSteuerschalters in der Pfeilrichtung aus weicht, wenn er an das Quecksilberrohr II' stösst. Bei umgekehrter Drehrichtung liegt der Nocken N2 jedoch an dem Anschlag f fest und hebt das Quecksilberrohr II' in die strichliert antigedeutete waagrechte Stel lung.
Dabei fliesst der Quecksilbertropfen FIg nach rechts und bewirkt durch seine Kontaktgabe, dass die Schützspule B' erregt wird.
Treten bei einer Anlage mit gewis ser Regelmässigkeit unvermeidbare kurze Schwankungen der Blindlast auf, so kann es zweckmässig sein, um den Mittelwert herum eine besondere Regelung zu treffen. Die nächste Stufe oder die nächsten Stufen können in Richtung vom Mittelwert weg beim Auftreten der hohen Schwankung aus gelassen werden und in der andern Steuer richtung, wenn also der Steuerschalter den Mittelwert sucht, einschaltbar sein. Im letz teren Falle wird dann vermieden, dass die Steuerung über den Mittelwert hinaus schiesst. In Fig. 2 ist die Stufe c (Konta.kt- stellung 4) als Mittelwert angenommen.
Der Nocken N.,, für die Kontaktstellung 3 ist so beweglich . angeordnet, dass er bei der Dre hung von 'Stufe c nach Stufe a -f- h, also ent gegen dem Pfeil, ausweieht. In .dieser Regel richtung kann daher die Schützspule .4' nicht erregt werden und der Kondensator a nicht eingelegt werden.
Bei der Drehung von Kon taktstellung 2 nach Kontaktstellung 3 wird der Kondensator a jedoch eingeschaltet. Der Nocken N, für die Kontaktstellung 5 ist ebenfalls nur bei Regelung in Rielitung auf den Mittelwert c wirksam; in Richtung vom Mittelwert weg nach Schaltstellung 5 weicht er aus, so dass bis zur Schaltstellung 6 keine Kondensatorzusehaltung erfolgt.
Die zur nicht ausgeglichenen Blindleistung propor tionale Geschwindigkeit der Scheibe Sch bleibt daher bei Abweichungen von Mit telwert fort unvermindert, bis die Kontakt- stellung 2 bezw. 6 erreicht wird.
Vor Errei chen des Mittelwertes wird diese Geschwin- digkeit bei umgekehrtem Regelsinn in den Kontaktstellungeui 5 bezw. 3 dm-eh Schal tung eines Kondensators vermindert, denn diese Schaltung verbessert bereits den Blind <B>e,</B> Bei stark sehwankender Blindlast, einer Anlage kann es giinstig sein,
dass nach Fig. 3 zur zweipoligen Vorwärts- und Rück- wärtssteuerung je ein besonderer Steuerschal ter mit eigenem Drehorgan dient, da hierbei die zur Umkehr notwendige Zeit, verkürzt wird. Das Relais Re schaltet entweder den Motor 11T oder den gegenläufigen Motor M' ein.
Jeder Motor ist mit einer Sehaltwalze starr gekuppelt, elektrisch sind die Walzen bintereinandergeschaltet. Die zuletzt betä- tigte Walze St,' wird in der Führung durch die neu anlaufende Walze St abgelöst, nach dem diese bis dahin durch die Verbindung I'e federnd mitgeschleppt worden war.
Die eine Walze hebt die Wirkung der andern beim Erreichen der verschiedenen 'Schaltstu fen auf, da der Steuerstrom vorübergehend einpolig unterbrochen wird, in Fig. 3 zum Beispiel durch .den vorübergehenden Lage unterschied der Kontakte <I>k, k'.</I>
Wenn das Netz infolge eines Fehlers ab geschaltet wird, kann gleichzeitig auch das Bewegunb organ des Steuerschalters in dem Sinne ausgelöst werden, dass dieser auf seine Nullstellung oder eine andere ',Stellung geht, die beim Wiedereins.chalten des Netzes den Einschaltstromstoss herabsetzt. Die Schalt spannung kann übrigens dadurch herabge setzt werden, dass man die Kondensatoren über Wandler ans Netz anschliesst.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel unter Verwendung einer an sieh bekannten Hilfssammelschiene H, welche die teuren Leistungssehalter an den Blindwiderständen zu ersparen gestattet. Die :Schiene kann über einen einzigen Leistungsschalter mit dem Netz 10 und über Trennschalter im span nungslosen Zustand mit Blindwiderständen verbunden werden.
Es ist bereits vorgeschla gen worden, zum dauernden Netzanechluss der einzelnen Blindwidenstandseinheiten Trennsicherungen zu benutzen, die gleicbzei- tig den .Schutz dieser Einheiten übernehmen. Die Blindwiderstände, die dem Netz zuge schaltet werden sollen, müssen zunächst über Trennschalter ohne Spannung an die Hilfssammelschiene H gelegt werden,
worauf über den Leistungsschalter Spannung zage- führt wird. Die für das Netz wirksame Schaltung wird also von dem Ijeistungsscha,1- ter ausgeführt. Die zu ihm parallelen Trenn sicherungen werden nun gefahrlos ein- oder ausgeschaltet, worauf der Leistungsschalter herausgenommen und damit die Hilfssammel- schiene vom Netz getrennt wird.
Das Ausführungsbeispiel zeigt einen Weg, mit selbsttätigen Trennschaltern und Trennsicherungen Kombinationssehaltungen so durchzuführen, dass keine Schäden durch Fehlschaltungen möglich sind, ob zwar nur ein einziger Leistungsschalter verwendet wird. In Fig. 4 ist die Hilfssammelschiene Il .durch. einen Leistunb sehalter S, der eine Dämpfungsspule besitzt, an das Netz 10 zu schalten.
Die Darstellung der Kondensator- einheiten beschränkt sich der Einfachheit halber auf zwei, nämlich<I>a</I> und b, die -durch Trennschalter x bezw. x' an die Hilfssam- melschiene oder durch Trennsicherungen y bezw. y' an das Netz 10<B>gelegt</B> werden kön nen. X, X' und Y, Y' sind .Schaltspulen oder Relais zur Betätigung der entsprechen den, mit kleinen Buchstaben benannten Schaltorgane.
Beim Einschalten der Einheit a im Zuge eines Regelvorganges benötigt man folgende Vorgänge: 1. x schaltet ein und legt den Kondensator a an die spannungslose Schiene 1I, 2. wird Leistungsschalter S eingeschaltet und dadurch -die Schiene H samt dem Kon densator a unter' Spannung gesetzt, 3. y folgt, 4. S fällt selbsttätig heraus., um für weitere Schaltungen bereit zu sein, 5. x schaltet ab, wenn nicht ein neuer Einlegeimpuls eintritt, so dass für dauernden Netzanschluss des Kon densators, wie oben erwähnt, durch .die Trennsicherung dient.
Beim Ausschalten der Einheit a braucht man nacheinander fol gende Schaltungen: 1. x legt ein, 2. S folgt, <I>3.</I> die Trennsicherung<I>y</I> öffnet ohne eine Leistung zu schalten, wenn sie nicht ein neuer Impuls geschlossen hält, 4. S öffnet und schaltet den Kondensator a von .Span nung ab, 5. Trennschalter x folgt verzögert, wenn ihn nicht ein neuer Einlegeimpuls ge schlossen hält, @d. h. wenn er nicht in der nächsten Schaltstufe gebraucht wird. Dabei ist es gleichgültig, ob die Ein- oder Aus schaltung in der Vorwärts- oder Rückwärts- riehtung des Steuerschalters .geschieht.
Aus dem vorstehenden ist ersichtlich, dass ein Einschalt- und ein Ausschaltvorgang für<B>je</B> eine Einheit im gleichen Zeitraum 1. bis 5. stattfinden kann, denn beide Vorgänge sind an die Bedingung geknüpft, dass. beim .Schal ten der Trennsicherung ein Parallelweg über den Trennschalter und Leistungsschalter be stehen muss. Die Zuschaltung kann im Augenblick 2-., die Abschaltung im Augen blick 4. erfolgen.
Um zu verhindern., dass der Schalter S seine Kontakte vor dem in Frage kommen- ,den Trennschalter schliesst, ist ein Verriege- lungsrelais V als Wächter in den Erreger kreis .der Trennschalterrelais X, X' usw. ein gefügt. Die nichteingetragenen Kontakte des Steuerschalters sind oberhalb dieser Trenn schalterrelais zu denken. X wird also an Stelle von, A' in Fig. 1 erregt.
Nur wenn ein Trennschalter, zum Beispiel x eingelegt wird, schliesst das Relais V verzögert sein n Kontakt v, wodurch über die Spule Sp das Schliessen des Schalters S möglich wird. Die ser :
Schalter besitzt Nebenkontakte, die bei Schaltersühluss einen Stromkreis durch Über brücken der Lücke 11, 12 vervollständigen. Dadurch wird die Betätigung eines Trenn sicherungsrelais vorbereitet. Das Relais X des eingelegten Trennschalters schliesst näm lich einen Hilfskontakt x1, über welchen das zugehörige Trennsicherungsrelais Y erregt wird. Dieses Relais veranlasst, .dass -die Trenn sicherung geschlossen wird.
Ebenso besitzt das Relais X' einen Hilfskontakt x2. .Stellt das Befehlsrelais nun fest, dass noch nicht genügend hoher Blindwiderstand am Netz liegt, .so wird .der .Steuerschalter weiterbe wegt. V wird dabei, wenn auch nur vorüber gehend, entregt; v unterbricht umverzögert den Leistungsschalterkreis und der 'Schalter S fällt sofort heraus.
Für Uas Gesehlossenhalten der Trenn sicherung bildet sich ein,Selbsthaltekreis, der in der Abbildung einfachheitsha-lber weg gelassen ist. Mit seiner Entstehung kann eine ,Sicherheitsmassnahme verbunden sein: der Schalter < S\ wird augenblicklich, zum Beispiel durch. einen Hilfskontakt des Halterelais selbst, herausgenommen.
Falls diese Öffnung versagt, wirkt die zweite :durch v ausge- fühTte, sobald der Steuerschalterarm den ,,x"-Ko@ntakt verlässt.
In der einfachsten Ausführung fällt der Selbsthaltekontakt von Y, falls der Steuerschalter nicht stehen g e- blieben ist, sondern zur Kombination a -f- <I>b</I> schreitet, um einen vollen Stufenschritt ver zögert ab und lässt erst dann die zugehörig(, Einheit cz über die Trennsicherung y aus- schalte " wenn sie in der neuen Kombina- tion nicht vorkommt.
Natürlich muss auf der Stufe<I>a</I> + <I>b</I> im Zeitpunkt 3. ein neuer Im puls das Abschalten von a verhindern. Die '\lerzögerung um einen Stufenschritt wird üix rflüssig, wenn besondere Ausschaltspu- len bezw. -rela.is für die Trennsicherungen vorgesehen sind, die im Leitpunkt 3.
voni Steuerschalter gespeist werden. Diese sind so wie Y gegen X zu verriegeln. Natürlich bestehen ausser den angedeuteten noch viole andere Verrieenelungsmöglichheiten.
Zur Ersparnis von 1-ei,stungs.s.chalte rn ist auch an Stelle der Leitung 1t,) die Anwen- dung der bekannten zweiten Hilfssammel- s.chiene möglich, welche durch ein mit dem Netz verbunden ist und auf welche die Blindwiderstände,
.die bereits wi Spannung liegen, umgeschaltet werden. An Stelle der Trennschalter und Trennsiche- rungen treten dann zum Beispiel Trennuni- schalten Bei einer Ausführung nach Fig. -1 kann man jedenfalls mit einem einzigen Blindleistunus- oder
lieistungsfaktorrelais und einem einzigen Leistungsschalter belie big viele Blindwiderstandseinheiten voll kommen betriebssicher zu- und abschalte; die Schaltvorgänge unter Spannung sind da bei auf eine Mindestzahl beschränkt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann auch zur Spa.anungsstützung im Netz ver wendet werden, wie sie mit Hilfe von Kon- den6atoren üblich ist. Für diesen Zweck kann ein Befehlsorgan für den Steuerschalter vor gesehen sein, das auf eine Spannungsa.bsen- kung anspricht und das erste Befehlsrelais ablöst oder zusätzlich beeinflusst. Es muss jedoch verhindert werden,
dass eine festge setzte kapazitive Netzlast oder ein bestimm ter voreilender Leistungsfaktor, der untrag bar wäre, überschritten wird. In einfacher Weise kann dies dadurch geschehen, dass ein Kontakt des Blindleistungs- oder Leistungs- faktorrelais beim erwähnten Grenzwert das zusätzliche Befehlsorgan unwirksam macht.
Die Geräte der erfindungsgemässen E,in- i@iclitu.ng können auch zur Fernsteuerung des Blindstromverbrauches :benutzt werden. Zum Beispiel wird das Bewegungsorgan durch eine willkürliche Erregung des Befehlsrelais gemäss einer Einstellskala fernausgelöst.
Auf gleiche Weise kann die Netzsymmetrierung oder .Stabilisierung von Leitungen erreicht werden. Man kann an einem Ende der Stu fenreihe induktive Blindwiderstände, zum Beispiel Eiseudrasseln oder eisenlose Dros seln anordnen, am andern Ende dagegen Kondensatoren. Die mittleren Stufen stellen alle nötigen Durehmischungen aus den ver schiedenen Widerstandsarten dar,
die ausser aus Parallel- und Reihenschaltungen auch aus Zusammensetzungen von Parallel- mit Reihenschaltungen bestehen können.
Schliesslich kann die Steuergeschwindig keit durch zusätzliche Befehlsrelais mit höherer Ansprechschwelle (Grobrelais) last abhängig gemacht werden, zum Beispiel indem das zusätzliche Grobrelais mehrere Iontaktstelluirgen des Steuerschalters samt den zugehörigen Schützen überbrückt, also unwirksam macht. Es können auch mehrere Befehlskontakte in der gleichen Steuerrich tung eines einzigen Steuerrelais liegen, wel che in bekannter Weise erst nach Überwin dung verschieden starker Druckfedern ein schalten.
Jedem Befehlskontakt entspricht eine verschieden entfernte Schaltstufe, bei welcher das regelrechte Durchlaufen der Schaltreihe erst einsetzt. Man kann auch Bewegungsorgane verschiedener Geschwin digkeit für .Steuerschalter einbauen, welche durch zusätzliche Grobrelais oder -kontakte einschaltbar sind und durch deren Geschwin digkeit die verzögerten Relais der untern Stufen zum Teil schon entregt werden,
bevor sie angesprochen haben. Die Geschwindigkeit des Steuerschalters wird dadurch gewisser- massen künstlich stärker lastabhängig ge macht, damit die 'Schaltmittel bei verschiede nen Drehgeschwindigkeiten ansprechen und die ihnen zugeordneten Kondensatoren zu- bezw. abschalten.
Überflüssige Schaltungen in den Zwischenstufen werden dabei ver hindert. Beim Anfahren eines Betriebes wird dann zum Beispiel als erster der grösste Kon densator zu-, beim ;Stillegen des Betriebes der grösste Kondensator als erster abge- achaltet.
In ein Netzmodell, das auch den Ver brauch abbildet, mit Nachbildungen der Blindleistungserzeuger kann aueh eine Ein richtung nach .der Erfindung eingefügt wer den, welche dort Versuchsschaltungen vor nimmt. Sobald der richtige Wert gefunden ist, geht ein einziger Schaltbefehl an das grosse Netz. Dort wird die im Augenblick nötige .Schaltstufe zum Beispiel über eine Hilfssammelschiene und einen Leistungs schalter unmittelbar eingelegt.