CH222809A - Verfahren zur Erzeugung von Phosphatüberzügen auf Gegenständen aus Metall. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Phosphatüberzügen auf Gegenständen aus Metall.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung von Phosphatüberzügen auf Gegenständen aus Metall. Die Erzeugung von Phosphatüberzügen auf Gegenständen aus Metall, insbesondere Eisen und Stahl mit Hilfe von Schwermeta.ll- phosphatlösungen, die zur Beschleunigung der Überzugsbildung gegebenenfalls Nitrate oder andere Beschleuniger enthalten können, sind verschiedene Verfahren bekannt, die sich nach der Art ihrer Anwendung im wesent lichen in zwei Gruppen einteilen lassen, näm lich in Tauchverfahren,
bei denen die Gegen stände in Phosphatlösun gen eingetaucht wer den, und in Spritzverfahren, bei denen die Lösungen auf die Gegenstände aufgespritzt werden. Letztre Verfahren eignen sich be sonders zum Arbeiten in Fliessanlagen, bei denen Reinigung, Überzugsbildung und Nachbehandlung am laufenden Band erfolgt.
Es ist \wohl vielfach behauptet worden, dass die beschriebenen Lösungen nach beiden Arten von Verfahren verwendbar ,seien, und dies trifft. auch für die frisch hergestellten Lösungen sicher zu, -wenn die einzelnen Lösungen sich auch jeweils besser bei einer der Anwendungsarten verhalten mögen.
Auch bei nur wenige Male eventuell nach Auf frischung wiederholt verwendeten Lösungen braucht eine Störung nicht aufzutreten. Es wurde jedoch gefunden, dass dann, wenn man eine lange Verwendbarkeit der Lösungen er möglichen will, die Lösungen zur Verwen dung in Tauchverfahren und diejenigen zur Verwendung in Spritzverfahren nach ab weichenden Gesichtspunkten aufgebaut und auch nach andern Gesichtspunkten regene riert werden müssen. Für die Anwendung im Tauchverfahren sind Lösungen auf Zink- p.hosphatbasis, die Nitrat enthalten, bekannt, und es bestehen hier Verfahren, die eine lange Lebensdauer dieser Bäder gewähr leisten.
Führt man die Phosphatierung im Tauch verfahren durch, so ist es notwendig, einen gewissen Zinkgehalt im arbeitenden Bad da durch aufrechtzuerhalten, dass eine möglichst hohe Anfangskonzentration an Zink im Ausgangsbad vorhanden ist und auch dem Bad laufend eine möglichst hohe Zinkmenge zugeführt wird. Dies lässt sich am besten dadurch erreichen, dass die Ausgangslösung neben Zi.nkhhosphat Zink nitrat, also nur solche Kationen enthält, die zur Schichtbildung verbraucht werden.
Bei den Spritzverfahren ist nun gerade diese Massnahme unnötig, in vielen Fällen sogar schädlich. Beim Umpumpen und Versprühen der arbeitenden Lösung wird nämlich durch den Sauerstoff der Luft und möglicherweise auch unter Mithilfe des entstehenden Nitrits das in Lösung gegangene Ferroeisen oxydiert und als unlösliches Ferriphosphat ausge schieden. Eine Anreicherung des Eisens in der Lösung findet daher im Gegensatz zii den Tauchbädern nicht statt. Es ist deshalb leichter möglich, den Zinkgehalt der Lösung am Absinken zu verhindern.
Für die Anwendung im Spritzverfahren hat sich als günstig - sowohl zur Gewähr leistung einer guten tberzugsbildung als auch einer langen Lebensdauer der ange wandten Lösungen - erwiesen, ein Verhält nis von P.,05: <B>NO,</B> zwischen 1 : 2,5 und 1 : 4 zu wählen.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Erzeugung von Phosphatiilx@rzügen auf Gegenständen aus Metall, insbesondere Eisen und Stahl, durch Aufspritzen von nitrathal- tigen Schwermetallpbosphatlösungen ist.
nun dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Spritzlösung begonnen wird, die H.,1)0,'-, NO,'- H', Zn"- und Alkali-Ionen enthält, wo- bei das gewichtsmässige Verhältnis von P205: N03 zwischen 1 : 2,5 und 1 :
4 beträgt. Die Spritzlösung enthält vorzugsweise einen Anfang sgehalt; von 1,5 bis 3 g Zink je Lit-i-. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, um die ser Bedingung zu genügen, das Nitrat in der Ausgangslösung überwiegend, vorzugsweise vollständig. als Alkalinitrat zuzusetzen.
Würde man da gesamte Nitrat in Form von Zinknitrat in der Ausgangslösung einführen, so bestünde bei Spritzverfahren die Gefahr, dass sich die Lösung, wenn zudem mit einerZink-Phosphat-Ziriknitratlösung ergänzt wird, zu sehr an Zink anreichert. Bei An reicherung der Lösung an Zink besteht die Gefahr, dass das lösliche primäre Zink phosphat hydrolysiert und als unlösliches tertiäres Phosphat in den Schlamm geht.
Dies bringt eine stärkere Verarmung an P_0, und hat zur Folge, dass die Lebensdauer des Bades sehr stark herabgesetzt wird. Um der Fordelrung, neben einem konstanten Zink Behalt den P203-Gehalt konstant zu halten, zu genügen, da.
der Gehalt des arbeitenden Bades an P20,, für die Überzugsbildung von ausschlaggebender Bedeutung ist, wird, in der Ausgangslösung zweckmässigerweise ge wichtsmässig die Hälfte bis % des Gesamt- metallgehaltes als Alkalimetall, vorzugsweise Natrium vorliegen. Ausserdem können die Lösungen noch Kupfer enthalten.
Weiterhin. hat es sich als zweckmässig er wiesen, einen pA-Beneich von 2-8 einzu-, hallten und mit einer geringeren Konzentra tion als bei den üblichen Tauchverfahren zu arbeiten. Als recht brauchbarer Konzentra- tionsbereich hat sich ein 5 bis 10-Punktebad erwiesen, d. h. eine Lösung, bei der<B>10</B> cm' bei Titration gegen Phenolphthalein 5-10 cm' ratur !liegt zweckmässigerweise zwischen 60
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Natronlauge verbrauchen.
Die Badtempe- und 85 C. Das Verhältnis der in Zirkulation befindlichen Menge zum Gesamtlösungsvolu- inen beträgt vorzugsweise 1 : 3 bis 1<B>:6.</B> Die Überzugsbildung findet in sehr kurzer Zeit statt (0,5-2 Min).
Sie wird unterstützt durch vorherige gründliche Reinigung, sowie durch Anwendung von erhöhtem Druck beim Verspritzen der Lösung, wodurch eine gute Benetzung und Erneuerung der Lösung auf der behandelten Oberfläche gewährleistet wird. Es ist Bier von Vorteil, solche Mengen Lösung auf .die Oberfläche aufzubringen, dass eine Schwemmwirkung eintritt, wodurch für eine ständige und rasche Erneuerung der reagierenden Lösung gesorgt wind.
Die Ergänzung der Lösung ist von be sonderer Bedeutung für die Wirksamhaltung der Lösung und ihre lange Lebensdauer. Zur Ergänzung .des arbeitenden Bades können Lösungen verwendet werden, die vorzugs weise neben Zinkphosphat Zinknitrat enthal ten, wobei das Verhältnis von Metall zu P .0, :N03 gewichtsmässig (0,4 bis 0,6) : l : (0,4 bis 0,6) beträgt. Um eine Anreicherung des :11kaligehaltes der Lösung zu vermeiden, wird am besten auf die Einführung grösserer Men gen Alkalinitrat mit der Ergänzungslösung in das arbeitende Bad verzichtet.
Es hat sich weiterhin gezeigt, dass eine Lösung mit einem geringen Anteil an Alkali rnetall gegenüber alkalimetallfreien Lösun gen den Vorteil besitzt, dass die frische Spritzlösung oder eine schon gebrauchte Spritzlösung nach längerer Arbeitspause so fort bei der neuen Verwendung feinkristalline und gleichmässige Überzüge liefert, ohne erst eine gewisse Zeit eingearbeitet werden zu müssen.
Da es demnach zweckmässig ist, einen Alkalimetallg:ehalt in der arbeitenden Lösung aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, den Verlust, der auf mechanischem Wege entsteht (Austrag von Lösung durch die phosphatierten Teile) dadurch zu ergänzen, dass die Ergänzungslösung einen geringen Alkalimetallgehalt besitzt. Der Alkalimetall- gehalt kann hierbei bis etwa 10%, vorzugs- @veise 7-10 % der gesamten Metallkonzentra tion betragen. Ausserdem können auch die Ergänzungslösungen noch Kupfer enthalten.
Es ist zweckmässig, nur den Verbrauch der Lösung an wirksamer Substanz zur Über zugsbildung durch die Ergänzungslösung zu ersetzen, bei grösseren mechanischen Ver lusten jedoch die arbeitende Lösung nicht mit der Ergänzungslösung, sondern mit der Ansatzlösung wieder auf die wirksame Kon zentration zu bringen.
Die Ergänzung der im Spritzverfahren verwendeten Lösungen erfolgt im Prinzip wie bei dem Tauchverfahren, d. h. es wird beispielsweise durch Titration der Punkte zahl die Verarmung der Lösung festgestellt und durch Zugabe der Ergänzungslösung die Punktezahl wieder hergestellt. Eine solche Ergänzung kann laufend oder von Zeit zu Zeit vorgenommen werden. Es ist zweckmässig, die erhaltenen Über züge einer Nachbehandlung zu unterwerfen, vorzugsweise in heissen Lösungen, die sechs wertige Chromverbindungen enthalten.
Folgendes Beispiel möge die Erfindung erläutern Zum Ansatz eines 10 Punktebades werden 50 cm' einer konzentrierten Ausgangslösung mit 45 g Zn/l, 160 g Na::O/l, 340 g/1N03, 100 g P=0,,/l und 0,35 g Cu/1 mit Wasser auf 1 Liter aufgefüllt.
Die Spritzlösung wird laufend ergänzt unter gonstanthaltung der Punktezahl durch Zusatz einer konzentrier ten Ergänzungslösung mit 125 g Zn/l, 275 g PA/l, 125 g N03/1, 13,5g Na,O/l, 1,0 g Cu/l.
Die Lösung wird mit einer Temperatur von ca. 80 und mit einem Druck von 0,7 bis 1. atü auf den zu behandelnden eisernen Gegenstand aufgespritzt. Die Behandlungs- dauer beträgt etwa 1 bis 2 Minuten. An schliessend durchlaufen die Gegenstände eine Ablaufzone, in der sie etwa i/@ bis 1 Minute verweilen, und werden dann zunächst mit Wasser i/2 bis 1. Minute abgespritzt und nach Zwischenschaltung einer Ablaufzone dann mit einer 60 bis 80 heissen Lösung, die 0,5 g Cr03/1 enthält, abgespritzt und anschliessend bei 120 bis 160 4 bis 12 Minuten getrocknet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von Phosphat überzügen auf Gegenständen aus Metall durch Aufspritzen von nitrathaltigem Sehwernietallphosphatlösungen, dadurch ge- kennzeichnet, dass mit einer Spritzlösung be gonnen wird, die 112P'04'-, NO,'-, H'-, Zu"- und Alkali-Ionen enthält, wobei das ge wichtsmässige Verhältnis von P40, : N03 zwischen 1 : 2,5 und 1 :4 beträgt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass Gegenstände aus Eisen und ,Stahl behandelt werden. . Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzlösung Natrium-Ionen enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch und 1Tnteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Anteil des Alkalimetalles am gesamten Metallgehalt gewichtsmässig zu I!, bis 31 gewählt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchenlbis3, dadurchgekennzeich- net, dass die Spritzlösung 1,5 bis 3 g Zink/1 enthält. 5. Verfahren nach \Patentanspruch und Llnteransprüchen1 bis 4, dadurch gekennzeich net, dass die Spritzlösung wirksam erhalten wird durch Ergänzung mit einer Lösung, die ein gewichtsmässiges Verhältnis von Metall zu PzO, zu N03 wie (0,4 bis 0,6): 1 : (0,4 bis 0,6) besitzt. 6.Verfahren nach Patentanspruch -und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeich net, dass die Spritzlösung wirksam erhalten wird durch Ergänzung mit einer Lösung, die als Metallkationen überwiegend Zink und ein gewichtsmässiges Verhältnis von Metall zu P05 zu N03 wie (0,4 bis 0,6) : 1 : (0,4 bis 0,6) besitzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeich net, dass der gewichtsmässige Alkalimetall- anteil am Gesamtmetallgehalt der Ergän zungslösung 7 bis<B>10%</B> beträgt. B.Verfahren ,nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Lösung verwendet wird, die 2,25 g Zink/l, 8 g Na,O/1, 17 g N03/1, 5 g P.03/1 (und 0,02 g Kupfer/1 enthält, und diese wirksam erhalten wird durch Ergän zung mit einer Lösung, die 125 g Zink/l, 975 g Ps05/1, l25 g N03/1, 13,5 g Na:0/1 und 1,0 g Kupfer/1 enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis -8, dadurch gekenn zeichnet, dass die Phosphatlösung mit einer Temperatur von 60 bis<B>80'</B> und mit einem Druck von 0,7 bis 1 atü während 1 bis 2 Minuten auf die' zu phosphatisierenden Gegenstände aufgespritzt wird, anschliessend 1!> bis 1 Minute eine Ablaufzone durchläuft,die Gegenstände dann 1/.> bis 1 Minute mit Wasser abgespritzt werden und nach einer weiteren Ablaufzone mit einer 60 bis 80 heissen Lösung, die 0,5g Cr03/1 enthält, ab gespritzt und anschliessend bei 120 bis<B>160'</B> ,t bis 12 Minuten getrocknet werden.
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