CH222914A - Verstärker für elektrische Ultrahochfrequenzschwingungen. - Google Patents

Verstärker für elektrische Ultrahochfrequenzschwingungen.

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CH222914A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Description


  Verstärker für elektrische     Ultrahochfreguenzschwingungen.       Die Erfindung bezieht sich auf einen  Verstärker für     elektrischeUltrahochfrequenz-          schwingungen,    der ein breites Frequenzband  überträgt und eine     Entladungsröhre    auf  weist, deren Eingangskreis einen abgestimm  ten Kreis enthält und bei dem die verstärk  ten Spannungen einem mit einer der Elektro  den verbundenen Ausgangskreis entnommen  wird.  



  Es ist bekannt, dass bei Verstärkern für  elektrische     Ultrahochfrequenzschwingungen     eine Dämpfung des Eingangskreises auf  tritt, welche die Folge der unvermeidlichen  Selbstinduktion ist, die in dem dem Ein  gangs- und     Ausgangskreis    gemeinsamen  Teil der Kathodenleitung auftritt. Über diese  Selbstinduktion tritt nämlich zufolge des  Anodenwechselstromes eine um 90   in der  Phase voreilende Spannung auf, die über die       Gitterkathodenkapazität    der Röhre im Ein  gangskreis einen Strom ergibt, der in Phase  mit der Eingangsspannung ist und daher  eine Dämpfung des Eingangskreises bewirkt.

    Ausserdem wird eine Dämpfung des Ein-         gangskreises    dadurch verursacht, dass infolge  der endlichen Laufzeit der Elektronen die  durch Induktion am Steuergitter     entstandene     Spannung im Eingangskreis einen Strom er  gibt, der eine Komponente aufweist, die  gleichfalls mit der Eingangsspannung in  Phase ist. Beide     Dämpfungsursachen    sind  stark     frequenzabhängig,    und zwar nimmt die  Dämpfung des Eingangskreises bei Zunahme  der Frequenz zu. Ausserdem ist die Dämp  fung des Eingangskreises von der dem  Steuergitter der Röhre zugeführten negativen       Vorspannung    abhängig, und zwar nimmt  diese Dämpfung bei Zunahme der negativen  Gitterspannung ab.

   Diese Erscheinungen sind  besonders störend bei einem Verstärker für       Ultrahochfrequenzschwingungen        mit        einem     grossen     Durchlassbereich,    z. B. einem Ver  stärker mit einer Bandbreite von 19 bis  31 MHz. Infolge der bei Zunahme der Fre  quenz zunehmenden Dämpfung ist bei einem  bestimmten, zum Beispiel geringen Wert  der negativen Gitterspannung die Wieder  gabe der höheren Frequenzen wesentlich      geringer als die Wiedergabe der niedrige  ren Frequenzen. Für diesen bestimmten  Wert der negativen Gitterspannung kann  diese unerwünschte Abweichung von einer  geradlinigen     Frequenzcharakteristik    durch  eine mehr oder weniger beträchtliche Ver  stimmung der Kreise ausgeglichen werden.

    Wird dann jedoch zur Regelung der Ver  stärkung die negative Gitterspannung erhöht,  so nimmt die Dämpfung ab. und zwar erheb  lich mehr für die höheren als für die niedri  geren Frequenzen, so dass in diesem Falle die       Frequenzcharakteristik    einen     Anstieg    für die  höheren Frequenzen zeigt..  



  Die Erfindung hat den Zweck.     Mittel        zii     schaffen, durch die bei einem Verstärker für       elektrische        Ultrahochfrequenzschwingungen     eine     geradlinige        Frequcüzcharakteristik    über  einen breiten     Durehlassbereich        erhalten    wird,  auch bei     3nde    rang der     negativen    Gitterspan  nung der     Verstärkerröhre.     



  Dieses Ziel wird     erfindungsgemäss    da  durch     erreicht,        dass    in     dem        dem    Eingangs  und     Ausgangskreis        gemeinsamen    Teil der       Kathodenleitung    der     Röhre    ein     Tiefpassfilter          angeordnet        wird.     



  Dieser Filter     wird        vorzugs,#veise        derart          zusammengesetzt,        dass    die     Selbstinduktion     der     Kathode        und    des dem     Ein.-an-s-    und       Ausgangskreis        gemeinsamen    Teils der Ka  thodenleitung zumindest teilweise eines der  Elemente des Filters bildet.  



  Die Erfindung     beruht    auf     der    Erkennt  nis, dass die im     Eingangskreis        herbeigcführtc          Dämpfung        infolge    der Impedanz des dem  Eingangs- und     Ausgangskreis        gemeinsamen     Teils der Kathodenleitung gering ist, wenn  diese Impedanz für den Frequenzbereich, auf  dem der Verstärker arbeiten soll. den Cha  rakter     eines        Ohmschen        Widerstandes    hat.  



  Der     Erfindungsgegenstand    wird an Hand  der beiliegenden Zeichnung näher erläutert,  in der die     Fig.    1 und 2 beispielsweise Aus  führungsformen einer     Verstärkerstufe    dar  stellen. an der die Erfindung     angewendet    ist.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 8 eine Verstärker  röhre, die einen Teil einer     Verstärkerstufe     bildet, der die zu verstärkenden Spannungen    mit Hilfe eines     abgestimmten    Eingangs  transformators 6 zugeführt werden und der  die verstärkten Spannungen mit Hilfe eines  ähnlichen Transformators 7 entnommen wer  den. Die     dargestellte    Verstärkungsstufe kann  zum Beispiel einen Teil des Eingangsver  stärkers eines Fernsehempfängers bilden, der  ein breites Frequenzband durchlassen soll.       Das        Steuergitter    9 der Röhre 8 ist mit einem  Anschluss der Sekundärwicklung des     Ein-          gangstransformators    6 verbunden.

   Diese;  Wicklung 11 bildet, ebenso wie ein Konden  sator 12, einen Teil     eines        Resonanzkreises    10.  Parallel zu diesem Kreis ist ein     Dämpfungs-          widerstand    13 geschaltet, der auf der Nieder  spannungsseite über einen Kopplungswider  stand 15 mit; dem einstellbaren Kontakt eines       Spannungsteilers    14 verbunden ist. Dieser       Spannungsteiler    ist parallel zu einer     Gleich-          spannungsquelle    geschaltet, so dass durch       1'erschiebung    des einstellbaren Kontaktes  sich die negative     Gitterspannung    der Röhre 8  ändern lässt.  



  Die     Selbstinduktion    der     Kathode    1 7 und       des        dein        Eingangs-    und     Ausgangskreis        ge-          ineinsamen    Teil der     Kathodenzuführungs-          leitung    ist durch eine Spule 16     dargestellt,     die     zwischen    die Kathode und einen einseitig  mit. Erde     verbundenen    Widerstand 19     ge-          schaltet    ist.

   Ausserdem sind in den Kathoden  kreis eine Spule 20 und ein Kondensator 21       aufgenommen,    die zusammen mit der     Ka-          thodenselbstinduktion    16 einen     Abschnitt          eines        Ticfpassfilters    bilden,     dessen        Grenz-          frequenz    oberhalb der höchsten vom Verstär  ker     zii        übertragenden    Frequenz liegt.  



  Wären die Teile 20 und 21 nicht vorhan  den, so würde bei einer bestimmten Einstel  lung     der    negativen Gitterspannung ein Aus  gleich erforderlich sein, der z. B. durch Ver  stimmung des Kreises 10 erhalten     werden     könnte, um eine über den ganzen Frequenz  bereich geradlinige     Frequenzcharakteristik     zu erhalten. In diesem Falle würde jedoch  bei Erhöhung der negativen Gitterspannung  die Dämpfung des Kreises 10 abnehmen, und  zwar insbesondere für die     höheren    Frequen  zen, so dass eine     ansteigene    Frequenzcharak-           teristik    die Folge sein würde.

   Die Ursache  der geänderten Dämpfung ist, wie bereits  erörtert wurde, in der     Selbstinduktion    der  Kathodenleitung zu suchen, die     frequenz-          abhängig    ist, während die Grösse der Dämp  fung ausserdem von der negativen     Vorspan-          nung    abhängt. Diese veränderliche Dämp  fung kann aufgefasst werden als ein schein  barer Widerstand veränderlicher Grösse, der  parallel zum Widerstand 13 geschaltet ist.  Im obenerwähnten Beispiel wird die obere  Grenze dieses Widerstandes durch den  Widerstand 13 bestimmt, der z. B. einen  Wert von 500 Ohm besitzen kann.

   Bei einem  bestimmten Wert der negativen Gitterspan  nung kann der scheinbare, parallel zum  Widerstand 13 geschaltete Widerstand  bei der höchsten Frequenz des Bereiches,  also bei 31 MHz, von der     Grössenordnilng    von  20 000 Ohm und bei der niedrigsten Fre  quenz des Bereiches einen Wert von etwa  <B>100</B>     000    Ohm besitzen. Sind jedoch, wie in  der Zeichnung, die Teile 20 und 21 vorhan  den, so dass sich in der Kathodenleitung ein       Tiefpassfilter    befindet, und hat der Wider  stand 19 dabei den Wert der Spiegelbild  impedanz des Filters, so befindet. sich zwi  schen der Kathode 17 und Erde für den zu  übertragenden Frequenzbereich eine Impe  danz, die den Charakter eines     Ohmschen     Widerstandes besitzt.

   Es wird dadurch er  reicht, dass die Selbstinduktion der Kathode  nicht mehr zur Dämpfung des Eingangs  kreises beitragen kann; jedenfalls wird der       Mindestdämpfungswiderstand,    der parallel  zum Widerstand 13 gedacht werden kann,  verhältnismässig hoch, z. B. 100 000 Ohm,  und ist nur wenig     frequenzabhängig.    Bei  Erhöhung der negativen Gitterspannung  nimmt der Wert dieses scheinbaren Wider  standes noch weiter zu, und es ist klar, dass  ein Widerstand eines solchen Wertes, der  parallel zu einem Widerstand von 500 Ohm  geschaltet ist, den gesamten     Dämpfungs-          widerstand    um einen     vernachlässigbar    klei  nen Betrag abnehmen lässt.  



  In     Fig.    ' ist ein weiteres Ausführungs  beispiel dargestellt, bei dem die Kathoden-    Selbstinduktion 16 wiederum einen Teil eines       Tiefpassfilters    bildet, dessen     Grenzfrequenz     oberhalb der höchsten zu übertragenden Fre  quenzen liegt. Ausser der Selbstinduktion 16  ist der Filter aus einer Spule 25, einem Kon  densator 26 und einem     Abschlusswiderstand     27 zusammengesetzt. Letzterer Widerstand  ist in Reihe mit einem Widerstand 28 ge  schaltet, wobei zwischen die Klemmen 29 und  30, von denen letztere mit Erde verbunden  ist, eine Spannungsquelle geschaltet ist.

    Durch Änderung des einstellbaren Wider  standes 28 lässt sich die Kathode 17 mehr  oder weniger positiv in bezug auf Erde ein  stellen, so dass auf diese Weise die Laut  stärke von Hand regelbar ist. Das Nieder  spannungsende der Spule 11 ist einerseits  durch Vermittlung eines Widerstandes 32  mit der Erde und anderseits über die Lei  tung 31 mit einer     Regelspannungsquelle    ver  bunden, wodurch eine selbsttätige Stärke  regelung erzielt werden kann. Sowohl die       Handstärkeregelung    als auch die selbst  tätige Stärkeregelung     haben:    in diesem Ver  stärker keinen Einfluss auf die Dämpfung  des Kreises 10.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verstärker für elektrische Ultrahoch- frequenzschwingungen, der ein breites Fre quenzband überträgt und eine Entladungs röhre aufweist, deren Eingangskreis einen abgestimmten Kreis enthält, und bei dem die verstärkten Spannungen einem mit einer der Elektroden verbundenen Ausgangskreis ent nommen werden, dadurch gekennzeichnet, dass in dem dem Eingangs- und dem Aus gangskreis gemeinsamen Teil der Kathoden leitung der Röhre ein Tiefpassfilter vorge sehen ist. UNTERANSPRttCHE 1.
    Verstärker nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Selbstinduk tion der Kathode und des dem Eingangs und Ausgangskreis gemeinsamen Teils der Kathodenleitung zumindest teilweise eines der Elemente des Filters bildet. 2. Verstärker nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die das Filter zusammensetzenden Ele mente derart bemessen sind, dass über den gesamten Durchlassbereich des Verstärkers der dem Eingangs- und Ausgangskreis ge meinsame Teil der Kathodenleitung im wesentlichen den Charakter eines Ohmschen Widerstandes hat. 3.
    Verstärker nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2. dadurch ge kennzeichnet. dass die Grenzfrequenz des Filters oberhalb der höchsten vom Verstärker noch zu übertragenden Frequenz liegt. 4. Verstärker nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dämpfung, die infolge der in dem dem Eingangs- und Ausgangs kreis gemeinsamen Teil der Kathodenleitung vorhandenen Impedanz im Eingangskreis verursacht wird, gering in bezug auf die Dämpfung ist, die der Kreis im Hinblick auf das zu übertragende breite Frequenzband besitzen muss.
CH222914D 1941-08-15 1941-08-15 Verstärker für elektrische Ultrahochfrequenzschwingungen. CH222914A (de)

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