CH223113A - Vorrichtung zum Herstellen von Walzerzeugnissen wie z. B. Platten, Blechen. - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Walzerzeugnissen wie z. B. Platten, Blechen.Info
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Description
Toi-riehtung zum Herstellen von Walzerzeugnissen wie z. B. Platten, Blechen. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Walzerzeugnissen, wie z. B. Platten oder Blechen, aus Metallen mit einem über 450 gelegenen Schmelzpunkt, insbeson dere Leichtmetallen, bei der das flüssige Me tall einem Walzwerk ununterbrochen zuge leitet wird.
Bei den bekannten Vorrichtungen zum un mittelbaren Auswalzen von flüssigem Metall hat man zwischen zwei in der gleichen waag rechten Ebene angeordnete Walzen über dem Walzenspalt einen Raum zur Aufnahme des flüssigen Metalles geschaffen, indem man die _NV alzen mit breiten seitlichen Bunden ver sehen hat. Schon die bauliche Ausgestaltung eines solchen Sammelraumes bietet infolge der notwendigen Dichtungen zwischen Walzen ballen und Walzenbunden grosse Schwierig keiten.
Hinzu kommt aber der entscheidende Nachteil, dass die Form des Sammelraumes, die ja vom Durchmesser der Walzen bestimmt wird, für den Erstarrungsvorgang des Metalles sehr ungünstig ist. Schlackeneinschlüsse und Gase, die aus dem erstarrenden Metall nach oben entweichen wollen - also entgegen gesetzt der Bewegungsrichtung des flüssigen Metalles - werden zum grössten Teil mitge rissen und infolgedessen eingeschlossen und eingewalzt.
Eine Entfernung bei der Weiter verarbeitung des Walzgutes ist nicht mehr möglich, und deshalb zeigen die so herge stellten Walzerzeugnisse auch nach weitge hendem Herunterwalzen auf geringe Quer schnitte im Schliffbild ein sehr ungünstiges Gefüge.
Weiterhin ist eilie Vorrichtung bekannt geworden, bei der das schmelzflüssige Metall auf eine Ebene vor einer über dieser Ebene angeordneten Walze in einem gewissen Ab stand von dieser Walze aufgegossen wird. Diese Vorrichtung vermeidet wohl den Ein schluss von Gasen und Schlacken im erstar renden Metall, zeigt jedoch sonst eine Aus bildung, die ihre Anwendung allenfalls bei niedrigschmelzenden Metallen, wie z. B. Blei, nicht aber bei höher schmelzenden Metallen von grösserer Festigkeit.
zulässt, denn die Ebene, auf die das Dletall aufgegossen wird, wird durch ein endloses Band gebildet, bei dessen Fortbewegung das erstarrende -Metall dann unter ein entspreeheudes, finit gleicher Ge schwindigkeit fortbewegtes, endloses Band ge bracht wird.
Die beiden Bänder werden von oben und unten gekühlt. Es ist ohne weiteres einzusehen, dass derartige Bänder nicht die Leistung von Walzarbeit zulassen und auch den Beanspruchungen durch flüssig aufgetra gene Metalle mit höheren Schmelzpunkten nicht gewachsen sind.
Bei einem andern bekannten Vorschlag wird als Ebene für das Aufgief.)en des sclime[z- flüssigen Metalles eine gekühlte Platte ver wendet, und der Aufgiesstriahter gekühlt, so dass das Metall im Aufgief.itrieliter anfängt zu erstarren.
Es wird sonach nicht darauf Be dacht genommen, dass die ununterbrochene Walzung schon von dem richtigen Aufgief)cn des Metalles abliiingt. Denn ini Augenblick der beginnenden Erstarrung besitzt das Me tall keine nennenswerte Zugfestigkeit. Es muss deshalb einerseits dafür gesorgt werden,
dass das Metall von der Aufgicssstelle bis zum Walzwerk keine nennenswerten 7.ugbean- spruchuugen erleidet, anderseits aber auch schon möglichst unmittelbar an der Aufgiess- stelle erstarrt, wenn der ununterbrochene Be trieb gewährleistet werden soll.
Die Erfindung sieht zwar ebenfalls vor, dein 31etall durch AufgieMen auf eine Platte die Möglichkeit zu geben, dass die (rase w < ili- rend der beginnenden Erstarrung nach oben entweichen können, doch ist die Vorrichtung gemäss der Erfindung unter Vermeidung der Nachteile der bekannten Vorrichtung auch für Metalle von höherem Schmelzpunkt anwend bar.
Dies ist dadurch erreicht, dass die als (Tiessform dienende Platte unmittelbar vor dein Walzwerk angeordnet und v nu unten derart gekühlt ist, und dass die Aufgiessstelle für das flüssige Metall in einer solchen Eutfernung von dem Walzwerk vorgesehen ist, dass die Erstarrung des Metalles auf seinem Wege von der Aufgiessstelle zum Walzwerk ge sichert ist.
Die Erfindung benutzt also schon für den ersten Walzstich der gegossenen Platte ein Walzwerk, wie es z. B. dem Verwalzen von Brummen zii Blechen dient, so dass keine verwickelten Sonderbauarten, wie z. B. Uni versalwalzwerke, verwendet werden müssen, für die erst im Betriebe auf verlustreichem Wege Erfahrungen gesammelt werden können, die immer nur für den bestimmten jeweiligen Betrieb und die ausgewalzte Legierung Gel tung haben.
Die verwendete, von unten kräftig ge kühlte Platte, die sich von der Aufgiessstelle bis unmittelbar vor das Walzwerk erstreckt, ermöglicht es, dass schon unter der Aufgiess- stelle die Erstarrung, wenn auch zunächst nur in Form eines dünnen Filmes, beginnt und dann rasch in Richtung auf das Walzwerk fortschreitet.
Erst dadurch ist die Möglichkeit gegeben, auch Leichtmetalle, wie insbesondere Alumininni, in der Vorrichtung gemäss der Erfindung zu verarbeiten, da das geschmol='. zenc Aluminium einen sehr grossen Wärme- inhalt hat. Selbstverständlich wählt man eine (liesstemperatur, die so niedrig wie möglich ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt, und Fig. 2 eiste Draufsicht. Das Walzwerk besteht aus den zwei übli chen Walzgerüsten 1 und 2 mit der Ober- walze 3 und der Unterwalze 4. Vor dem Walzwerk ist eine Platte 5 vorgesehen, die finit den Seitenwänden 6 und 7 sowie einer Stirnwand 8 ausgerüstet ist.
Unter dieser Platte ist ein Kasten 9 angeordnet, in dem sich ein Rohr 11 befindet, das mit nach oben gerichteten Düsen versehen ist. Diese Düsen dienen dazu, um das Kühlmittel, vorzugsweise Wasser, unter kräftigem Druck auf die un tere Seite der Platte 5 zu spritzen. Ein Rohr 12 dient zur Ableitung des Kühlmittels aus den) Kasten 9. In der Nähe der Stirnwand 8 ist ein Auf giesstrichter 12 vorgesehen, der sich unter Bei behaltung seines Querschnittes bis zu seiner Mündung allmählich so verbreitert, dass er fast der Breite der durch die Wände 6 und 7 begrenzten Platte 5 entspricht.
Der Abstand der Mündung des Aufgiess- trichters 13 vom Walzwerk muss in Abhängig keit von der T#Talzgeschwindigkeit und der Kühlwirkung der Platte 5 so gross gewählt sein, dass das Metall auf seinem Wege vom Eingiesskanal bis zu den Walzen mit Sicher heit erstarrt.
Da die Kühlwirkung der Platte 5 um so besser ist, je besser die Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffes ist, aus dem sie besteht, wird zweckmässig ein Metall von hoher Wärmeleit fähigkeit für die Kühlplatte 5 gewählt, doch ist zu berücksichtigen, welches Metall oder welche Legierung auf die Platte 5 aufge gossen werden soll, damit an der Aufgiess- stelle kein Verschweissen des Plattenwerk stoffes mit dem aufgegossenen Metall statt findet.
Infolgedessen eignet sich Kupfer, das eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit besitzt, nicht sehr gut als Werkstoff für die Platte an der Aufgiessstelle, und es wird für das Vergiessen von Leichtmetallen eine zusammen gesetzte Platte bevorzugt, die an der Auf giessstelle aus Stahlguss, gegebenenfalls mit Zusätzen von Or, Ni, V, Mo, Co und W, be steht, während sie in dem Teil, wo die Un terseite des aufgegossenen Metalles bereits erstarrt ist, aus Kupfer gefertigt ist. Man kann aber auch den hochbeanspruchten Teil der Platte auswechselbar ausbilden, um den Vorteil der geringeren Verwerfung von Kupfer platten in der Hitze nutzbar zu machen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Herstellen von Walz erzeugnissen, wie z. B. Platten oder Blechen, aus Metallen mit einem über 450 gelegenen Schmelzpunkt, insbesondere Leichtmetallen, bei der das flüssige Metall einem Walzwerk ununterbrochen zugeleitet wird, gekennzeich net durch eine unmittelbar vor dem Walz werk waagrecht angeordnete, als Giessform dienende, von unten derart gekühlte Platte und durch eine in solcher Entfernung von dem Walzwerk vorgesehene Aufgiessstelle, dass die Erstarrung des Metalles auf seinem Wege von der Aufgiessstelle bis zum Walzwerk ge sichert ist.UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Eingiesskanal für das schmelzflüssige Metall sich bis zu seiner Mündung auf wenigstens angenähert die Breite der Platte erweitert.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH223113D CH223113A (de) | 1939-02-17 | 1941-11-13 | Vorrichtung zum Herstellen von Walzerzeugnissen wie z. B. Platten, Blechen. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH223113A (de) |
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1941
- 1941-11-13 CH CH223113D patent/CH223113A/de unknown
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