CH223535A - Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril.

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CH223535A
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00—Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/08—Preparation of carboxylic acid nitriles by addition of hydrogen cyanide or salts thereof to unsaturated compounds
    • C07C253/12—Preparation of carboxylic acid nitriles by addition of hydrogen cyanide or salts thereof to unsaturated compounds to compounds containing carbon-to-carbon triple bonds

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     Acrylnitril.       Eine     Anlagerung    von Blausäure an Ace  tylen zu     Acrylnitril    besitzt technisches In  teresse. Bisher     ist    es nur gelungen,     Aeryl-          nitril    neben andern Reaktionsprodukten in  mässiger Ausbeute durch thermische Reaktion  zu gewinnen.  



  Wir haben nun gefunden, dass Acetylen  und Blausäure in einem flüssigen Reaktions  medium in Gegenwart geeigneter Katalysa  toren in guter Ausbeute unter Bildung von       Aerylnitril    reagieren.  



       Überraschenderweise    sind vor allem die  Katalysatoren geeignet, die mit Acetylen  allein höhere     aliphatische    Polymere des Ace  tylens geben; beispielsweise sind das Kupfer  salze in Gegenwart der Salze von Stickstoff  basen, gegebenenfalls in Gegenwart von  freier Säure. Man verwendet zweckmässig  hohe     gatalysatorkonzentrationen,    um gute  Umsetzung zu erzielen; ein Zusatz von me  tallischem Kupfer wirkt günstig.

   Die Um  setzung vollzieht sich schon bei sehr niederen         Temperaturen.    Man erhält als fast einziges       P%,eaktionsprodukt        Acrylnitril,    während eigen  artigerweise die Acetylenpolymeren nicht  oder nur     in    sehr kleiner Menge auftreten,  selbst     wenn    Acetylen im     überschuss    angewen  det wird. Als Lösungsmittel eignet sich vor  allem Wasser, aber auch organische Lösungs  mittel sind brauchbar, zum Beispiel die Auf  lösungen von     Pyridin    in organischen Säuren.

    Katalysatoren und die     Reaktionsführung     können in ähnlicher Weise variiert werden  wie das bei der Synthese von     Vinylacetylen     und     Divinylacetylen        bekannt    ist. Die ein  gesetzte Menge von     Blausäure        und    Acetylen       kann    weitgehend variiert werden und die bei  den Komponenten können in     stöchiometri-          schem    Verhältnis, aber auch unter     Verwen-          dung    von Überschüssen der einen oder der  andern in Reaktion gebracht werden.

   Im In  teresse einer hohen     Leistung    führt man       zweckmässig    mehr Blausäure und     Acetylen     in die     Reaktionsmischung    ein als bei ein.-           maligem    Durchsatz in     Reaktion    tritt; durch  intensive Mischung kann der Umsatz sehr  begünstigt werden.

   Die Aufarbeitung gestal  tet sich besonders einfach, wenn man so viel  Blausäure zuführt, dass diese annähernd voll  ständig umgesetzt wird und einen Überschuss  an Acetylen verwendet, da das     austretende,     nicht umgesetzte     Acetylen    so dazu benutzt  werden kann, das gebildete     Acrylnitril    ans  der warmen Reaktionslösung auszutragen.

    Die Reaktionstemperatur kann variiert wer  den, ebenso das Verhältnis der Komponenten  der     Katalysatormischungen.    Um die     Kataly-          satorkonzentration    möglichst hoch zu halten,  können     überschüssige    Mengen der Kupfer  salze     bezw.    Salze von Stickstoffbasen in ge  sättigter Lösung suspendiert werden. Die  Isolierung des     Acrylnitrils    kann in beliebiger  Weise     erfolben.    Die Ausbeute ist fast quan  titativ, bezogen auf die in Reaktion getretenen  Teile von Blausäure und Acetylen. In den  folgenden Beispielen sind alle Teile Ge  wichtsteile.  



  <I>Beispiel 1:</I>  In einem     Katalysator,    der aus 70 Teilen       Kupferchlorür,    27 Teilen     Ammoniumchlorid,     7 Teilen Kupfer, SO Teilen Wasser und  2 Teilen konzentrierter Salzsäure     besteht,     leitet man bei 70       Acetylen    ein, dem die  halbe     stöchiometrische    Menge an vergaster  Blausäure beigemengt ist. Die Reaktions  mischung wird mit einem gutwirkenden       Rührer    in innige Berührung mit dem Gas       gebracht.    Die entweichenden Gase und  Dämpfe werden durch einen Kühler von der       FIauptmenge    des Reaktionsproduktes befreit.

    Die in die Reaktion eingesetzte Gasmenge    wird so bemessen, dass sich in einer auf     -$0     gekühlten Kältefalle, die das nicht umge  setzte Acetylen durchstreicht, nur kleine Men  gen an nicht in Reaktion getretener Blau  säure abscheiden. Aus den Kondensaten ge  winnt man durch Destillation das     Acrylnitril,     noch vorhandene     Blausäure    wird zurück  gewonnen. Es verbleibt ein höher siedender       Destillationsrückstand    in einer Menge von  nur wenigen Prozenten des     Kondensates.     



       Beispiel   <I>2:</I>       Diäthylamin    wird mit konzentrierter  Salzsäure gegen Lackmus neutralisiert. 50  Teile dieser Mischung werden mit 2 Teilen  konzentrierter Salzsäure, 12 Teilen Kupfer  pulver und 117 Teilen     Kupferchlorür    ver  setzt und in diese     Mischung,    wie in Beispiel  1 ausgeführt, ein     Acetylen-Blausäure-Ge-          misch    eingeleitet. Man erhält auf diesem  Wege ebenfalls das     Acrylnitril.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Aeryl- nitril, dadurch gekennzeichnet, dass man Blausäure mit Acetylen in einem flüssigen Reaktionsmedium in Gegenwart eines Ka- talysators umsetzt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen kupferhal tigen Katalysator verwendet.
CH223535D 1939-11-10 1940-11-14 Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril. CH223535A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2688632A (en) * 1951-02-08 1954-09-07 American Cyanamid Co Catalytic process for producing acrylonitrile
DE1126377B (de) * 1958-11-12 1962-03-29 Du Pont Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Acrylsaeurenitril durch Umsetzen von Cyanwasserstoff mit Acetylen
DE1203758B (de) * 1955-06-02 1965-10-28 Lonza Ag Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeurenitril aus Acetylen und Blausaeure

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DE1203758B (de) * 1955-06-02 1965-10-28 Lonza Ag Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeurenitril aus Acetylen und Blausaeure
DE1126377B (de) * 1958-11-12 1962-03-29 Du Pont Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Acrylsaeurenitril durch Umsetzen von Cyanwasserstoff mit Acetylen

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