CH223949A - Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-thiazol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-thiazol.

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CH223949A
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Sons E R Squibb
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  Verfahren zur Herstellung von     2-Amino-thiazol.       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zur Herstellung von     2-Amino-          thiazol,    das an sich bekannt und ein wert  volles     Zwischenprodukt    zur Herstellung  chemotherapeutischer Mittel ist.  



       2-Amino-thiazole    wurden bisher durch  Umsetzung von     a,ss-Dichlor-äthyl-äther    mit       Thioharnstoff    hergestellt.     a,ss-Dichlor-äthyl-          äther        ist    aber im Handel nicht erhältlich und  dessen Herstellung im Grossen erfordert un  sichere     und/oder    kostspielige Verfahren.     2-          Amino-thiazol    ist auch schon früher herge  stellt worden durch Umsetzung von     ss-Chlor-          acetal,    wobei das     Chlor-acetal    z.

   B. aus     a,ss-          Dichlor-äthyl-acetat    erhalten wurde.  



  Gemäss dem Verfahren der vorliegenden  Erfindung wird das     2-Amino-thiazol,    wie  Versuche ergaben, leicht, mit guter Ausbeute,  erhalten durch     unmittelbare    Einwirkung  eines     a,ss-Dihalogen-(vorzugsweise        Dichlor-)-          äthylesters    einer niederen Fettsäure, wie  z.

   B. des     Acetates    auf     Thioharn.stoff,    also  unter Ausschaltung der Umwandlung des  Halogenesters in ein     Halogen-acetal    und die  Abtrennung und Isolation des letzteren, was    von grosser     praktischer    Bedeutung ist.     a,ss-          Dihalogen-(vorzugsweise        Dichlor-)äthyl-ace-          tate    sind leicht erhältlich durch     Addition    von  Halogen an     Vinylacetat    bei niedriger Tempe  ratur (siehe     engl.    Patent Nr.

   325115), wobei  das letztere eine billige, im Handel erhält  liehe Verbindung     ist.    Es hat sich auch ge  zeigt, dass das     Dihalogen-äthyl-acetat,    das  aus     Vinylacetat    hergestellt     wird,        als    solches  nicht isoliert werden muss für die Umsetzung  mit     Thioharnstoff.    Man kann somit das  ganze     Umsetzungsgemisch,    welches durch  Hinzufügen von Chlorgas zum     Vinylmetat     erhalten wird, vorzugsweise nach Befreiung  vom     Chlorgasüberschuss,    direkt mit     Thio-          harnstoff    umsetzen.

   Dies ist ein weiterer  praktischer Vorteil, da die     Dihalogen-äthyl-          acetate    wirksame Tränenerzeuger sind, und  es daher sehr erwünscht ist, das Manipulieren  mit ihnen abzukürzen.  



  Das     2-Amino-thiazol,    wie es aus den  Reaktionsgemischen des     erfindungsgemässen     Verfahrens isoliert wird, enthält unter Um  ständen noch     Unreinigkeiten,    wie z. B.       Alkalimetallhalogenide,    organische Neben-      Produkte und möglicherweise Alkalien. Der       Aminothiazolgehalt    schwankt so     zwischen          unter    60 %     bis        über    90 %.

   Obschon es möglich  ist, das     unraffinierte    Produkt zu verwenden,  ist es auch eine relativ einfache Sache, das       2-Amino-thiazol    in hoher Reinheit aus den  Reaktionsgemischen des erfindungsgemässen  Verfahrens zu erhalten. So kann es z. B.  durch Extraktion mit organischen Lösungs  mitteln oder noch besser durch Destillation  (einschliesslich Sublimation) unter ermässig  tem Druck rein erhalten werden.    <I>Beispiel 1.</I>  



  80 g destilliertes     a,ss-Dichlor-äthyl-acetat     (Siedepunkt 62-67   C bei 11 mm oder  162   C bei Atmosphärendruck) werden unter  Umrühren tropfenweise in eine Lösung von  46,4 g     Thioharnstoff    in 100 cm' auf<B>100'</B> C  erhitztes Wasser eingeführt und das Re  aktionsgemisch während dreier Stunden auf  100   C gehalten. Die sich ergebende Lösung  wird auf 10-15   C abgekühlt, mit 150 cm'  konzentrierter, wässeriger     Natriumhydroxyd-          lösung    versetzt und das aus der Lösung ab  getrennte Produkt     abfiltriert    und getrocknet.

    Das rohe Produkt (53,3 g) kann durch Er  hitzen auf     150-190'    C im Vakuum (3 oder  weniger mm     Hg-Säule)    raffiniert werden.  Das     2-Amino-thiazol    sublimiert im Auf  nahmegefäss als ein weisser fester Körper, der  bei 89,5-90,5   C schmilzt; in der     Sublimier-          schale    verbleibt ein Gemisch von Natrium  chlorid und kohlenähnlichem Material als  Rückstand. Die Ausbeute ist 44 g (86,5     %    der  theoretisch errechneten).  



  80 g rohes     a,ss-Dichlor-äthyl-acetat    (er  halten durch Behandlung von     Vinyl-acetat     mit einem Überschuss von Chlorgas unter  Entfernung des Überschusses durch Anlegen  eines Vakuums an das Reaktionsgefäss oder  durch Durchblasen von Stickstoff durch das  selbe), werden mit einer Lösung von 46,4 g       Thioharnstoff    in 100 cm' Wasser in der im  Beispiel 1 erwähnten Weise zur Reaktion  gebracht. Nach dreistündiger Erhitzung auf  100   C werden 150 cm' einer konzentrierten,  wässerigen Lösung von     Natriumhydroxyd       zugesetzt.

   Das Produkt, das sich so     aus    der       Lösung    abscheidet, wird durch ein     Büchner-          rohr    geleitet und     getrocknet.    Das Rohpro  dukt (50 g) kann wie im Beispiel 1 beschrie  ben raffiniert werden, wobei 43,5 g     2-Amino-          thiazol    als fester weisser Körper mit einem       Smp.    bei 89.5-90,5          C erhalten werden  (Ausbeute 84% der theoretisch errechneten).  



  Das     2-Amino-thiazol    kann auch durch       Reaktion    zwischen     a,ss-Dibrom    -     äthyl    -     acetat          (engl.    Patent Nr. 325115) und     Thioharnstoff     analog Beispiel 1 erhalten werden, ebenso  durch Reaktion zwischen     a,ss-Dibrom-äthyl-          butyrat        (engl.    Patent Nr. 325115) mit     Thio-          harnstbff    analog     Beispiel    1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 2-Amino- thiazol, dadurch gekennzeichnet, dass man Thioharnstoff auf einen a,ss-Dihalogen-äthyl- ester einer niedrigen Fettsäure einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein a,ss-Dichlor- äthylester einer niedrigen Fettsäure verwen det wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Thioharnstoff mit einem Rohprodukt umgesetzt wird, das erhalten wurde durch Einwirkung von Halogen auf einen Vinyl- ester einer niedrigen Fettsäure. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass Thioharnstoff mit a,ss-Di- chlor-äthyl-acetat umgesetzt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Athylester mit dem Thio- harnstoff zur Reaktion gebracht wird, indem er zu einer wässerigen Lösung des letzteren, welche auf erhöhter Temperatur gehalten wird, zugesetzt wird.
CH223949D 1940-01-13 1941-01-10 Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-thiazol. CH223949A (de)

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