Luftreifen. Die Luftreifen bestehen bisher gewöhn lich aus einer Karkasse (mit Wulst- oder Drahtreifen) aus Cordgewebe, das mit einer Gummilösung getränkt ist, und aus einer Lauffläche und zwei Seitenteilen aus Gummi.
Zweck vorliegender Erfindung ist es, die Verwendung von Gummi zu vermeiden. Es wurde bereits versucht, Luftreifen aus Lino leum herzustellen, welche jedoch zufolge der Sprödigkeit des Linoleums nur eine kurze Lebensdauer haben.
Erfindungsgemäss ist die Karkasse des Luftreifens mit Kunstharz imprägniert und dessen Lauffläche und Seitenteile weisen einen Gewebestreifen auf, auf welchem aus Kunstharz bestehende Profilkörper befestigt sind. Ein solcher Luftreifen weist die erfor derliche Elastizität auf und er besitzt zu gleich den notwendigen Widerstand gegen mechanische Beschädigungen und Abnüt zung.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt eines Luft reiferes und Fig. 2 eine teilweise Draufsicht auf den selben.
Der dargestellte Luftreifen für Auto- oder Fahrradbereifungen weist eine mit einem Wulst 1 versehene Karkasse 2 auf, die aus Cordgeweben besteht, das mit einem Kunstharz, z. B. einem unter dem Namen "Mipolam" verkauften Vinyl - Misch - Poly merisat oder einer Lösung oder wässerigen Dispersion eines Akrylharzes, z. B. des unter dem Namen "Plexiqum" verkauften Produk tes imprägniert ist. Es kann hierbei von den bereits bekannten Verfahren zur Herstellung von Kunstleder aus Mipolam und von wasser dichten Stoffen mit Akrylharzen ausgegan gen werden.
Die Verwendung von Mipolam oder Akrylharzen für die Imprägnierung der Karkasse hat gegenüber Gummi den Vorteil der besseren Widerstandsfähigkeit gegen Säuren und Öle und entspricht dabei den übrigen Anforderungen an Wasserdichtigkeit und Elastizität. Die grössere Wärmebestän digkeit ist ein weiterer Vorteil.
Die Lauffläche und die Seitenteile des Luftreifens weisen einen dünnen, jedoch wi derstandsfähigen Gewebestreifen 3 auf, auf welchen aus Kunstharz bestehende Profil körper 4 aufgepresst sind. Diese Profilkör per 4 können aus den verschiedensten Pheno- plasten hergestellt sein, da sie hauptsäch lich gegen mechanische Einflüsse und Abnüt zung widerstandsfähig sein müssen. Zur gleichzeitigen Erreichung der Elastizität empfiehlt es sich jedoch, die Profilkörper 4 aus einem unter dem Namen "Cibanit" ver kauften Anilinharz herzustellen. Diese Harze verbinden mit Zähigkeit und Elastizität auch eine grosse Wärmebeständigkeit und genügen den. Widerstand gegen mechanische Beschä digungen und Abnützung.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind die einzelnen Profil körper 4 nur durch den sie tragenden Gewebe streifen 3 miteinander verbunden, wodurch die Biegsamkeit des Luftreifens gewahrt wird.
Die Lauffläche und die Seitenteile sind auf die Karkasse aufgeklebt. Das Cordgewebe der Karkasse könnte ge gebenenfalls auch aus Kunstfasern bestehen.
Tire. The pneumatic tires consist of a carcass (with a bead or clincher tire) made of cord fabric impregnated with a rubber solution and a tread and two side parts made of rubber.
The purpose of the present invention is to avoid the use of rubber. Attempts have already been made to manufacture pneumatic tires from linoleum, which, however, have a short lifespan due to the brittleness of linoleum.
According to the invention, the carcass of the pneumatic tire is impregnated with synthetic resin and its tread and side parts have a fabric strip on which profile bodies made of synthetic resin are attached. Such a pneumatic tire has the necessary elasticity and it also has the necessary resistance to mechanical damage and wear.
In the drawing, an execution example of the subject invention is Darge provides. Fig. 1 shows a cross section of a pneumatic tire and Fig. 2 shows a partial plan view of the same.
The illustrated pneumatic tire for car or bicycle tires has a carcass 2 provided with a bead 1, which consists of cord fabrics which are coated with a synthetic resin, e.g. B. a vinyl mixed polymer sold under the name "Mipolam" or a solution or aqueous dispersion of an acrylic resin, e.g. B. the product sold under the name "Plexiqum" tes is impregnated. It can be assumed here from the already known processes for the production of artificial leather from Mipolam and waterproof fabrics with acrylic resins.
Using Mipolam or acrylic resins to impregnate the carcass has the advantage over rubber that it is more resistant to acids and oils and meets the other requirements for waterproofness and elasticity. The greater heat resistance is another advantage.
The tread and the side parts of the pneumatic tire have a thin, but resistant fabric strip 3, onto which the profile body 4 made of synthetic resin is pressed. These Profilkör by 4 can be made from a wide variety of phenoplasts, since they mainly have to be resistant to mechanical influences and wear. To achieve the elasticity at the same time, however, it is advisable to manufacture the profile body 4 from an aniline resin sold under the name "Cibanit". These resins combine toughness and elasticity with great heat resistance and are sufficient for the. Resistance to mechanical damage and wear.
As can be seen from Fig. 2, the individual profile body 4 are only connected to each other by the fabric carrying them strip 3, whereby the flexibility of the pneumatic tire is maintained.
The tread and the side panels are glued to the carcass. The cord fabric of the carcass could possibly also consist of synthetic fibers.