Sprechmaschine mit Plattenwechseleinrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine Sprechmaschine mit Plattenwechseleinrich- tung mit einem mit einer Schulter versehenen Zapfen zum Stützen der untersten Platte eines Stapels von zu spielenden Platten am Rand ihrer Mittelöffnung.
Die Sprechmaschine kann derart ausge bildet sein, dass sie ermöglicht, Platten ver schiedener Grösse, die unterschiedslos durch einander im Stapel vorkommen, dem Platten teller zuzuführen.
Gemäss der Erfindung ist zum Abheben der untersten, dem Plattenteller zuzuführen den Platte von der Schulter des Zapfens ein seitlich verschiebbares Glied, z. B. eine Platt form, vorgesehen, welches einen quer, aber nichts längs zur Bewegungsrichtung des Gliedes an diesem beweglich angeordneten Anschlag trägt, welcher beim Einwärtsbewe- gen des Gliedes mit dem Plattenrand in Ein griff kommt und die Platte so weit verstellt, bis sie von der Schulter des Zapfens frei gegeben wird.
Der mit der Schulter zum Abstützen der untersten Platte ausgerüstete Tragzapfen könnte an einem den Plattenteller überhän genden Träger aufgehängt sein.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt.
Fig. 1 ist ein Aufriss einer Plattenwech- seleinrichtung für eine Sprechmaschine, wel che für das Spielen von Platten unterschied lichen Durchmessers, z. B. von 250 mm und 300 mm, ausgebildet ist.
Fig. 2 ist ein Grundriss der Einrichtung, wobei sich die Teile in der Lage für das Speilen einer 300-mm-Platte befinden.
Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt eines Teils der Einrichtung, wobei das als Platt form ausgebildete, verschiebbare Glied sich in der vordern Lage, welche auch die Zu führlage ist, befindet. Fig. 4 ist ein gleicher Schnitt wie Fig. 3, jedoch bei einer andern Lage der Plattform, und Fig. 5 ist eine Seitenansicht eines Teils der Einrichtung und zeigt die Mittel für das Festhalten der Platten auf dem Haltezapfen.
Die dargestellte Plattenwechseleinrich- tung weist ein Gestell 1 auf mit einem kon zentrisch zum Plattenteller 2 angeordneten Zapfen 3, der sich über den Plattenteller erstreckt und einen obern Teil 4 mit einer Schulter 5 besitzt, durch welche die untere Platte eines Stapels von zu spielenden Plat ten am Rand ihrer Mittelöffnung getragen wird. Der Zapfen ist unterhalb der Schulter abgebogen und geneigt.
Zum Festhalten der Platten des Stapels in einer ungefähr hori zontalen oder in einer geneigten Lage ist ein am obern Ende einer auf einer Seite des Plattentellers angeordneten Säule angelenk- ter Arm 7 vorgesehen, welcher über den auf dem Zapfen aufruhenden Plattenstapel ge schwenkt werden kann. Der Arm besitzt ein gabelförmiges Ende; und jede der beiden Gabelspitzen trägt einen Gummifuss 9, wel cher auf der Oberseite der obersten Platte in der Arbeitsstellung des Armes aufliegt: Der Gelenkzapfen 8, welcher am Arm 7 be festigt ist, trägt einen kurzen Arm 10, an welchem eine Zugfeder 11 einerseits angreift, die anderseits bei 12 verankert ist.
Wenn sich der Arm 7 in der gezeigten Lage befindet, ist der Arm 10 links in der Totpunktlage, und die Feder 11 übt einen leichten Zug auf den kurzen Arm 10 aus und drückt damit den Arm 7 mit dem freien Ende gegen den Platten stapel. Wenn der Arm 7 von Hand angeho ben wird, geht der Arm 10 nach rechts über die Totpunktlage hinweg, und die Feder hält dann den Arm 7 in angehobener Lage, in welcher Platten ohne Hindernis entfernt und aufgestapelt werden können.
Zum Abheben der Platten von der Schul ter des aufstehenden Tragzapfens, um sie auf den Plattenteller zu bringen, ist eine Vorrichtung vorgesehen, welche eine Platt form 13 aufweist, welche normalerweise die gleiche Neigung wie die Platten des Stapels hat (Fig. 3) und durch drei Hebel, und zwar einem Hebel 14 und zwei Hebel 18 gehal ten ist. Hebel 14 ist gerade, drehbar auf einer Spindel 15 gelagert und bei 16 gelenkig mit dem hintern Ende der Plattform ver bunden. Die Hebel 18 sind einerseits mit je einem Winkelhebel 17, der ebenfalls dreh bar auf der Spindel 151 gelagert ist und an derseits bei<B>19</B> gelenkig mit dem vordern Ende der Plattform verbunden.
Die Hebel 14, 18 werden durch, eine Steuereinrichtung betätigt, wie nachfolgend erläutert wird.
Durch eine Öffnung 20 in der NMe des vordern Randes der Plattform 13 greift ein beweglicher Anschlag 21, welcher einen Teil eines Hebels 22 bildet, der an einem Zap fen 23 der Plattform drehbar gelagert ist. Das hintere Ende 24 dieses Hebels erstreckt sich abwärts und ist verhältnismässig schwer, so dass der Anschlag 21 normalerweise durch die Öffnung der Plattform hindurch vor steht, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Der Hebel kann gewünschtenfalls federbelastet sein.
Ein fester, in der Bahn des hintern Endes 24 des Hebels 22 liegender Anschlag<B>25</B> ist an einem Halteteil 26 angeordnet, der einen Teil des Gestelles 27 bildet, das diesen Teil der Einrichtung umschliesst.
Das untere Ende des Hebels 14 ist durch einen Lenker 28 mit einem Zwischenpunkt eines Hebels 29 verbunden, der mit seinem einen Ende an einem festen Drehzapfen 30 drehbar gelagert ist. Das andere Ende des Hebels 29 besitzt einen Zapfen 31, welcher in eine Steuerungsbahn der Steuerungstrom mel 32 eintritt: Die Steuerbahn, in welche der Zapfen 31 eingreift, weist einen Bahn stamm auf; welcher sich an einer Stelle ver zweigt. Die beiden Bahnzweige laufen ein Stück weit parallel und vereinigen sich dann wieder zum gemeinsamen Bahnstamm.
Die zwei Winkelhebel 17 sind durch einen gemeinsamen Lenker 33 mit einem Zwischenpunkt eines Hebels 34 verbunden, der am einen Ende um den Punkt 35 dreh bar ist und am andern Ende einen Zapfen 36 trägt, der mit einer Führungsbahn 37 einer zweiten Steuerungstrommel 38 zusam menwirkt.
Der Tonabnehmerarm 39 wird durch einen Hebel 40 einwärts und auswärts ge schwungen, welcher ein schwenkbares Glied 42 mit einem Zapfen trägt, der in eine zwei Zweige aufweisende Steuerungsbahn 41 der Steuerungstrommel 38 eintritt. Die beiden Zweige der Steuerbahn 41 sind so angeord net, dass sie am Tonarm ¯die passende seit liehe Verschiebung für 250-mm- resp. 300-mm- Platten erteilen.
Das Glied 42 wird durch eine Feder 43 gegen einen Anschlag am Hebel 40 gehal ten, und dessen Zapfen 41a wird durch einen Arm eines Winkelhebels 45 in die richtige Kurvennut geführt, welcher am Ende eines Armes 44 gelenkig angeordnet ist und durch eine Feder 46 gegen einen Anschlag dieses Armes 44 gehalten wird. Diese Anordnung ermöglicht, dass der in der Verlängerung des Armes 44 liegende Arm des aasgelenkten Winkelhebels 45 unter übermässigem Druck nachgibt. Ein Zapfen des Armes 44 greift in einen Schlitz eines Hebels 47 ein, der mit einem Ende einer Schubstange 48 gelenkig verbunden und bei 47 drehbar angeordnet ist.
Die Schubstange wird durch die Feder 49 nach links gegen den Hebel 14 gedrückt und greift in nicht dargestellter Weise in einen Einschnitt dieses Hebels ein, so dass sie den Bewegungen des Hebels 14 folgt und bestrebt ist, diesen Hebel entgegen dem Uhr zeigersinn zu drehen.
Wenn sich die Plattform in der Lage der Fig. 3 befindet und der Festhaltearm 7 gehoben ist, werden die Platten auf den Zap fen aufgereiht, wobei ihre Ränder auf der Plattform zum Aufruhen kommen. Nachher wird der Festhaltearm in Wirkungslage ge bracht.
Das Abheben der Platten eine nach der andern von der Schulter des Tragzapfens zweel@s Verbringung derselben auf den Plat tenteller wird durch Kuppeln des Antriebs motors mit der Steuertrommelachse beim Aufhören des Spielens der Platte eingeleitet. Die sich hierauf drehende Steuerungs trommel 32 betätigt durch den Zapfen 31 den Hebel 29, der seinerseits durch den Lenker 28 den Hebel 14 verschwenkt, welcher der Plattform 13 eine Vorwärtsbewegung erteilt. Während dieser Bewegung wird der vordere Rand der Plattform durch die Steuerwirkung der Steuerungstrommel 38 in der nieder gedrückten Lage gehalten, wie in den Fig. 1 und 4 gezeigt ist.
Die Vorwärtsbewegung der Platte bringt den Vorsprung 21 unter die auf dem Tragzapfen befindlichen Platten und innerhalb des Bereiches der kleinsten Platte, für welche die Einrichtung kon struiert ist (z. B. einer 250-mm-Platte beim vorliegenden Beispiel). Die Steuerungstrom mel 38 betätigt hierauf die Plattform, so dass der vordere Rand derselben gehoben und der Anschlag 21 in Berührung mit der Un terseite der untersten Platte gebracht wird, wodurch der Anschlag 21 niedergedrückt wird. Diese Lage der Einrichtung ist in Fig. 3 gezeigt.
Die weitere Drehung der Steuerungstrommel 32 bewirkt nun eine Dre hung des Hebels 14 im entgegengesetzten Sinne wie vorher, wodurch die Plattform zu rückbewegt wird. Der Anschlag 21 bleibt niedergedrückt, bis er den Rand der untersten Platte erreicht hat. Dann erhebt er sich und folglich senkt sich das hintere Ende 24 des Anschlaghebels. Wenn sich eine kleine Platte zuunterst befindet, z. B. eine 250-mm- Platte, fällt das hintere Hebelende in eine Lage, in welcher es mit dem festen Sperr glied 25 zusammenwirkt, wenn die Plattform ihre rückwärtige Bewegung fortsetzt.
Diese Bewegung wird also begrenzt, so dass der Druck der Feder 49 auf die Schubstange 48 die Hebel 14 und 29 nur so weit verschwenkt, dass der Zapfen 31 nicht in die aus Fig. 2 ersichtliche, rechte Zweigbahn eintreten wird, sondern in der linken Bahn fortläuft, welche der Plattform 13 eine Einwärtsbewegung ent sprechend der kleineren Plattengrösse erteilt. Der nun nach oben vorstehende Anschlag 21 wirkt daher mit dem Rand einer solchen Platte zusammen und bewirkt deren Abheben von der Schulter 5 des Tragzapfens, wodurch diese Platte auf den Plattenteller fällt.
Wenn anderseits jedoch sich zuunterst eine grössere Platte befindet, bleibt der Anschlag 21 nie dergedrückt, während das hintere Ende 24 des Hebels 22 über die Spitze des festen Anschla ges 25 hinweggeht. Infolgedessen fährt die auf die Schubstange 48 einwirkende Feier 49 fort, einen Druck auf den Hebel 14 und somit auf den Zapfen 31 am Hebel 29 au zuüben. Wenn die Steuerungstrommel 32 sich dreht, wird daher der Zapfen 31 in die rechte abgezweigte Bahn eintreten, welche so aus gebildet ist, dass sie der Plattform eine ent sprechende Vorwärtsbewegung zum Abhebc7n einer grösseren Platte erteilt.
Nach Beendi gung dieser Zurückbewegung nimmt die Plattform die Lage ein, von welcher sie ur sprünglich ausgegangen ist, das heisst die in gestrichelten Linien in Fig. 1 angedeutete Stellung ein und die Steuerungen werden an gehalten. Hierauf findet das Spielen der Platte statt. Nach Beendigung des Spielens der Platte wird der Vorgang wiederholt.
Die verschiedenen Rückwärtsbewegungen der Plattform, welche entsprechend der Grösse der untersten Platte des Stapels stattfinden, werden benutzt, um das Einstellen des Ton abnehmerarmes zu steuern, welchem seine waagrechte Bewegung durch den Steuerarm 40 erteilt wird.
Die Bewegungen der Schubstange 48 wer den über den Hebel 47 auf den Arm 44 über tragen, an dem, wie vorstehend erläutert, ein Winkelhebel 45 nachgiebig angelenkt ist und gegen das Glied 42 des Hebels 40 anliegt. Entsprechend der Lage des Armes 44 wird der Zapfen des Gliedes 42 in die eine oder andere der abgezweigten Bahnen der Steue rungstrommel eintreten; welche dem Ton abnehmerarm je nach der Grösse der zu spie lenden Platte eine entsprechende Bewegung erteilt.