CH225619A - Fühlersteuerung an modellkopierenden Werkzeugmaschinen. - Google Patents
Fühlersteuerung an modellkopierenden Werkzeugmaschinen.Info
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Description
Fühlersteuerung an modellkopierenden Werkzeugmaschinen. Es sind sowohl rein hydraulische als auch rein elektrische Fühlerateuerungen für mo dellkopierende Werkzeugmaschinen bekannt geworden, und zwar sind die hydraulischen Steuerungen bisher in Verbindung mit hydraulischen Vorschubmotoren, die elektri schen mit elektrischen Vorschubmotoren an gewandt worden. Die hydraulischen Fühler steuerungen sind recht verwickelt. Als elek trische Fühlervorrichtungen sind bisher nur Kontaktapparate oder Photozellen angegeben worden.
Die mit Kontakten ausgerüsteten Apparate arbeiten jedoch ungenau, da die an der Maschine angebrachten Kontakte infolge der Erschütterungen leicht verschmoren und daher zu sehr schädlichen Beanspruchungen der Vorschubeinrichtung führen. Die Steue rung mittels Photozellen bringt in die sonst robuste Maschine eine äusserst stossempfind liche Schwachstromapparatur hinein, die im rauhen Werkstattbetrieb unerwünscht ist.
Bei einer weiteren bekannten Einrichtung wird durch das Fühlorgan eine vorzugsweise in einem Hochfrequenzkreis liegende Indukti- vität geändert; die Änderungen wirken, durch Röhren verstärkt, auf die Steuerung des Vorschubmotors ein. Auch hier handelt es sich also um eine infolge ihrer Empfind- liehkeit dem rauhen Werkstattbetrieb wesens fremde Apparatur.
Nach der Erfindung handelt es sich eben falls um ein fühlerkontaktloses System, und zwar wird,dabei die mechanische Abtastung des Modelles elektrisch auf ein hydraulisches Relais übertragen, welches mittels eines hydraulischen Motors den Vorschub steuert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel für die Erfindung schematisch darge stellt, und zwar eine Kopierfräsmaschine mit elektrischem Vorschubmotor. Auf der bei spielsweise in der Pfeilrichtung bewegten Platte 1 ist einerseits .das Werkstück 2, an derseits das Modell 3 aufgespannt. Das Werk stück 2 wird vom Fräser 4 bearbeitet, der vom Rad 5 aus angetrieben. wird.
Er ist auf dem Schlitten 6 gelagert, der vom Drehstrom motor 9 mittels Schraubspindel 7 auf Odem Bett 8 bewegt werden kann. Auch der Füh- ler 10 ist auf dem Schlitten 6 gelagert und wird von -der Feder 11 hegen das Modell 3 angedrückt. Durch seine Bewegungen ver stellt er mittels Zahnstange 12 den Rotor des Induktionsreglers 13, der vom Wechsel stromnetz 14 erregt wird und an der einen Diagonale des Trockengleichrichter-Vierecks 15 liegt. 16 ist ein gleichartiges, unmittelbar vom Netz 14 gespeistes Gleichrichter-Viereck.
Die beiden Wicklungen der Tauchspule 17 des mit Gleichstrom gespeisten Elektro magneten 18 werden von den beiden Gleich richtersystemen 15. 16 in entgegengesetztem Sinne erregt. Je nachdem die Spannung eines der beiden Systeme 15 oder 16 überwiegt, wird die Tauchspule 17 vom Nagneten 18 angezogen oder abgestossen. Die Tauchspule 17 sitzt am Waagebalken 19 eines hydraulischen Relais und verändert hier mittels der Prallplatte 20 das Mengen verhältnis der durch die beiden Düsen 21, 22 strömenden Druckflüssigkeit, die von der Pumpe 23 aus dem Sumpf 24 geliefert wird.
Je nachdem, ob der Abfluss aus der obern Düse 21 oder der untern Düse 22 gedrosselt wird, bewegt sich der zugehörige Kolben im Zylinder 25 nach unten oder nach oben und verstellt dementsprechend den Steuerschieber 27 des hydraulischen Servomotors 26. Dieser legt dabei den Wendeschalter 28 in der Speiseleitung des Vorschubmotors 9 nach un ten oder oben entsprechend einer Rechts- oder Linksdrehung des Motors.
Solange die Stel lung des Fräsers 4 mit der des Fühlers 10 nicht übereinstimmt, tritt infolge der Be festigung des Induktionsreglers 13 auf dem Schlitten 6 eine Rückführung ein, bis das Spannungsgleichgewicht der beiden Gleich richtersysteme 15 und 16 wieder hergestellt ist; der Waagebalken 19 geht dabei unter dem Einfluss der Düsen 21, 22 in seine Mittel lage, und der Schalter 28 stellt den Motor 9 wieder ab. Ist der Vorsehubmotor 9 relativ klein, so kann sein Umschalter 28 auch unmittelbar vom Servomotor 25 betätigt werden, so dass der grössere Servomotor 26 und sein Steuer- schieber 27 entfallen können. Diese können auch entfallen, wenn der Servomotor nur den Erregerkreis eines oder zweier Schütze im Stromkreis des Vorschubmotors 9 zu schalten hat.
Ferner ist es möglich, den Vorschub un mittelbar hydraulisch mittels des hydrau lischen Motors 26 oder bei kleinerem Kraft bedarf sogar mittels des Motors 25 zu bewerk- stelligen.
Will man die Fühlensteuerung nicht auf ,dem Schlitten der Maschine aufbauen, dann muss man für eine besondere Rückführung sorgen. Diese kann mechanisch, hydraulisch oder elektrisch erfolgen. Beispielsweise kann vom Vorschubmotor 9 aus zugleich mit dem Schlitten 6 der Stator des Induktionsreglers 13 seinem Rotor nachgestellt werden.
Oder es kann mit der Spindel 7 des Schlittens 6 über eine Zahnradübersetzung oder dergleichen ein zweiter Induktionsregler verbunden sein, der bei gleichem Winkelausschlag, wie ihn der Induktionsregler 13 hat, das Spannungs gleichgewicht der beiden Gleichrichter brücken 15 und 16 wiederherstellt und so die Ausschaltung des Vorschubmotors 9 bewirkt.
Statt den Vorschubelektromotor bloss ein- und auszuschalten, lässt sich auch seine Ge schwindigkeit verändern, sei es durch Wider standregelung, sei es durch Bürstenverschie bung. Für die Abtastung von Flächen- und Raumkurven kommen zwei bezw. drei Vor- sehubrichtungen in Betracht, die von einer entsprechenden Zahl von Fühlern und Vor schubmotoren gesteuert werden. Durch Zer legung der Fläche in Zeilen kann man einen Vorschubmotor sparen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ohne elektrische Fühlerkontakte arbei tende Fühlersteuerung an modellkopierenden Werkzeugmaschinen, dadurch gekennzeich net, dass die mechanische Abtastung des 1VIo- delles elektrisch auf ein hydraulisches Relais übertragen wird, welches mittels eines hydraulischen Motors den Werkzeugvorsehub steuert.UNTERANSPRÜCHE 1. Steuerung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass von dem mecha nischen, das Modell abtastenden Fühlorgan ein Induktionsregler verstellt und dadurch die Zugkraft eines .das hydraulische Relais steuernden Elektromagneten beeinflusst wird. 2. Steuerung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Rück- führungdes hydraulischen Relais .das Fühl organ und der Induktionsregler auf dem Schlitten ,der Maschine befestigt sind. 3.Steuerung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Steuerelektro magnet vom Induktionsregler über ein Gleichrichtersystem mit Gleichstrom ge speist wird. 4. Steuerung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass ausser .dem Gleich richtersystem ein zweites, vom gleichen Wechselstromnetz wie der Induktionsregler gespeistes Gleichrichtersystem vorhanden ist und dass im polarisierten Steuerelektromagne ten nur die Differenzspannung der beiden Gleichrichtersysteme wirksam ist.5. Steuerung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der hydraulische Motor unmittelbar den Vorschub des Werk zeuges antreibt. 6. Steuerung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass der hydraulische Motor als Servomotor die Steuerung wenig stenseines weiteren Motors verstellt. 7. Steuerung nach Unteranspruch 6, Ja durch gekennzeichnet, dass der Vorschub hydraulisch angetrieben wird. B.Steuerung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass .der Vorschub :durch wenigstens einen hydraulisch ge steuerten Elektromotor angetrieben wird. 9. Steuerung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass der hydraulische .Servomotor den Wendeschalter ,des Vorschub elektromotors umlegt. 10. Steuerung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass .der hydraulische Servomotor einen Stufenschalter -des regel baren Vorschubelektramotors verstellt.11. Steuerung nach Unteranspruch 8, .da durch gekennzeichnet, dass der hydraulische Servomotor die Bürsten -des Vorschub-Kom- mutatormotors verschiebt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH225619T | 1944-06-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH225619A true CH225619A (de) | 1943-02-15 |
Family
ID=4454126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH225619D CH225619A (de) | 1944-06-19 | 1941-12-22 | Fühlersteuerung an modellkopierenden Werkzeugmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH225619A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE933796C (de) * | 1952-08-09 | 1955-10-06 | Elektro Mechanik G M B H | Einrichtung fuer die Zuordnung hydraulisch gesteuerter Kopier- und Vorschubbewegungen bei Kopiermaschinen |
| DE966827C (de) * | 1950-05-02 | 1957-09-12 | Heidenreich & Harbeck Gmbh | Fuehlergesteuerte Werkzeugmaschine, insbesondere Kopierdrehbank |
| DE974218C (de) * | 1951-04-01 | 1960-10-20 | Hanns Fickert | Tasteinrichtung zum Kopieren nach Modellen, insbesondere fuer Kopierfraesmaschinen |
| DE1232803B (de) * | 1954-12-28 | 1967-01-19 | Cincinnati Milling Machine Co | Tastersteuerung fuer Nachformwerkzeugmaschinen |
-
1941
- 1941-12-22 CH CH225619D patent/CH225619A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966827C (de) * | 1950-05-02 | 1957-09-12 | Heidenreich & Harbeck Gmbh | Fuehlergesteuerte Werkzeugmaschine, insbesondere Kopierdrehbank |
| DE974218C (de) * | 1951-04-01 | 1960-10-20 | Hanns Fickert | Tasteinrichtung zum Kopieren nach Modellen, insbesondere fuer Kopierfraesmaschinen |
| DE933796C (de) * | 1952-08-09 | 1955-10-06 | Elektro Mechanik G M B H | Einrichtung fuer die Zuordnung hydraulisch gesteuerter Kopier- und Vorschubbewegungen bei Kopiermaschinen |
| DE1232803B (de) * | 1954-12-28 | 1967-01-19 | Cincinnati Milling Machine Co | Tastersteuerung fuer Nachformwerkzeugmaschinen |
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