CH226077A - Verfahren zur Herstellung von Mustern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mustern.

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CH226077A
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Frick Dachziegelwerk
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Mustern.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur Her  stellung von     Mustern    unter Zusammenwirken  mehrerer, verschiedene     Einzelmuster    hervorru  fender Mustervorrichtungen, z. B. Druckwalzen,  Schablonen, Lochkarten, Nockenscheiben usw.  



  Es ist bekannt, zur Vermeidung einer zu  raschen Musterwiederholung     Druckwalzen    mit  verschiedenen Durchmessern hintereinander  anzuordnen, Schablonenbänder verschiedener  Längen und Schablonen, die ihre Bewegung  in voneinander verschiedenen Zeitintervallen  wiederholen, zusammenwirken zu lassen, mit  Schablonen gegenseitige Relativbewegungen  auszuführen, Düsen mittels Lochkarten oder  Walzen zu steuern, einer Musterwalze Farben  in wechselnder Folge oder Dichte zuzuführen,  zwei sich ganz oder teilweise überdeckende       Einzelmuster    aufzudrucken, bei Verwendung  mehrerer gleichachsig angeordneter Walzen  die Kupplung zwischen den     Walzen    zu lösen  oder die Walzen in     achsialer    Richtung zu  verschieben.  



  Der Nachteil dieser Verfahren ist der, dass  die erzielten Unregelmässigkeiten     in    der Mu-         sterung    teils nur Verschiebungen oder Ver  zerrungen von     Einzelmustern    sind, oder dass  die erzielten Unregelmässigkeiten sich so rasch  wiederholen, dass wieder eine regelmässige       Wirkung    entsteht; da die     einzelnen    Muster  selbst nicht gewechselt werden, sind die erziel  t     en        -L        Tnregelmässigkeiten        beschränkt        und        wenig     wirksam.

    Demgegenüber wird nach der Erfindung  eine     Unregelmässigkeit    der Musterung dadurch  erzielt, dass die verschiedene     Einzelmuster     hervorrufenden Mustervorrichtungen - z. B.       Walzen,    Schablonen -     in        unregelmässigem,          vorausbestimmten    Wechsel ganz oder     in        Teilen     zur     Wirkung    gebracht und so die von den ein  zelnen Mustervorrichtungen hervorgerufenen  Muster zu einem     unregelmässigen    Gesamt  muster zusammengesetzt werden.  



  Auf     diese    Weise können kleine Einzel  muster zu grossen unregelmässigen Mustern  zusammengesetzt werden. Die Begrenztheit des  Musters durch die beschränkte Grösse.' des ein  zelnen Musterbildners (z. B. des Durchmessers  der Druckwalze, der Länge der Schablone),      die bisher die Bildung langer, unregelmässiger  Muster unmöglich gemacht hatte, kann dadurch  überwunden werden. Praktisch kann das un  regelmässige Gesamtmuster dadurch erzielt  werden, dass unter Anwendung von zum Teil  bekannten Mitteln die einzelnen Mustervor  richtungen wechselweise ganz oder teilweise  ein- bezw. ausgeschaltet werden.  



  Bei der Herstellung von Mustern auf einer  Farbbahn können in bekannter Weise Druck  walzen von der Färbbahn abgehoben werden;  dieses Abheben erfolgte bisher, um Ränder auf  Tücher aufzudrucken, also um verschiedene  Einzelmuster in     regelmässiger    Weise zusam  menzusetzen, und nicht um durch ein unregel  mässiges     Durcheinanderdrucken    verschiedener  Einzelmuster ein neues unregelmässiges     lauster     zu erzielen. Zur Steigerung der Unregel  mässigkeit können die Druckwalzen seitlich  verschoben werden. Es können auch mehrere  V alten nebeneinander angeordnet werden,  die jeweils nur auf bestimmte oder auch auf  wechselnde Streifen der Färbbahn wirken und  die jede für sich in unregelmässigem, voraus  bestimmten -Wechsel abgehoben werden.

   Auch  können die Farbwalzen, welche die Druck  walzen mit Farbe versehen, so ausgebildet  sein, dass sie wechselnde Teile der Druck  walzen mit Farbe versehen, oder     Quetsch-          walzen    können die Farbe von wechselnden  Teilen der     Druckwalzen    abquetschen. Schliess  lich können auch zwischen die Druckwalzen  und die Färbbahn Schablonen gelegt werden,  die wechselnde Teile der Druckwalzen am  Farbauftrag behindern.  



  Beim Auftragen von Farbe mittels     Spritz-          vorrichtungen    werden gewöhnlich die Muster  bildner von bewegten Schablonen dargestellt.  Für diese Schablonen gilt sinngemäss das  gleiche wie das für die Druckwalzen aus  geführte. So können die durch verschiedene  Schablonen spritzenden Düsen von Nocken  scheiben wechselnd geschlossen werden. An  Stelle der Düsenabstellung oder in Kombi  nation mit dieser können auch Blenden oder  zusätzliche Schablonen treten, welche die ein  zelnen     Schablonenmuster    oder jeweils nur  Teile von ihnen in unregelmässigem, voraus-    bestimmten Wechsel zum Farbauftrag frei  geben.

   Auch dort, wo mehrere Farben auf  tragende     Düsenbatterien    ohne Schablonen  vorgesehen sind, lässt sich das erfindungsge  mässe Verfahren durchführen, indem die ein  zelnen Düsen in unregelmässigem, voraus  bestimmten Wechsel ein- und ausgeschaltet  werden.  



  Die Elemente, welche die Ein- oder Aus  schaltung der einzelnen Musterbildner bewir  ken (z. B. die Nockenscheiben oder Ketten,  welche die Walzen abheben, die Düsen dros  seln usw.) sind selbst wieder in ihrer Grösse  derart beschränkt, dass bei der Herstellung  längerer Muster Wiederholungen eintreten  können, indem, wenn z. B. die Nockenscbeiben  sich einmal gedreht haben, sie bei der zweiten  Umdrehung die gleichen Einstellungen her  vorrufen wie bei der ersten Umdrehung. Um  diese Wiederholungsmöglichkeit zu verrin  gern, können auf diese Nockenscheiben weitere       Nockensclieiben    oder ähnliche     Vorrichtungen,     die ihre     Bewegungen    in andern     Zeitintervallen     wiederholen, wirken.

   Durch die dabei auf  tretende     Überlagerung    in der Einwirkung  mehrerer verschiedener     Verstellungselemente     lässt sich z. B. auch bei längeren     Färbbabnen     die Unregelmässigkeit eines Musters bis zur  völligen     Rapportlosigkeit    erweitern.  



       Sinngemäss    lässt sich das erfindungsgemässe  Verfahren auch anwenden beim Plattendruck,  wobei die einzelne Platte den Musterbildner  darstellt; weiterhin ist das     Verfahren    anwend  bar bei Webstühlen, Strickmaschinen usw.,  wobei z. B. die einzelnen, verschiedene Einzel  muster hervorrufenden Karten als die Muster  bildner anzusehen sind. Auch wo Muster nicht  durch Farbauftrag, sondern durch Prägungen  erzeugt werden, lässt sich das Verfahren nach  der Erfindung mit Vorteil anwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Raustern unter Zusammenwirken mehrerer verschiedene Einzelmuster hervorrufender Mustervorrich tungen, dadurch gekennzeichnet, dass die ein zelnen 111ustervorriclitungen in unregelmässi gem, vorausbestimmten -Wechsel ganz oder in Teilen zur Wirkung gebracht und so die von den einzelnen Mustervorrichtungen hervor gerufenen Muster zu einem unregelmässigen Gesamtmuster zusammengesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von Mustern auf einer Färbbahn, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere neben einander angeordnete Mustervorrichtungen je weils nur auf bestimmte Streifen der Färb bahn zur Einwirkung gebracht werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von Mustern auf einer Färbbahn, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Mustervorrichtungen auf wechselnde Streifen der Färbbahn zur Einwirkung gebracht werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, zur Herstellung von Mustern auf einer Färbbahn, dadurch gekennzeichnet, dass man mehrere, die Einwirkung der Mustervorrichtungen auf die Färbbahn beeinflussende Vorrichtungen sich gegenseitig beeinflussen lässt.
CH226077D 1939-06-19 1939-06-19 Verfahren zur Herstellung von Mustern. CH226077A (de)

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