CH226089A - Automatische Einrichtung an Verbrennungsmotoren zum Unwirksammachen des Vergasers bei bestimmten Betriebsumständen. - Google Patents
Automatische Einrichtung an Verbrennungsmotoren zum Unwirksammachen des Vergasers bei bestimmten Betriebsumständen.Info
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- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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Description
Automatische Einrichtung an Verbrennungsmotoren zum Unwirksammachen des Vergasers bei bestimmten Betriebsumständen. Beim Automobilbau wird der Ausnüt- zung des Brennstoffes die allergrösste Auf merksamkeit geschenkt, weil von diesem Faktor die Wirtschaftlichkeit und damit die Konkurrenzfähigkeit der erstellten Wagen abhängig ist. In der Regel sind es Spezial fabriken, die sich mit dem Bau der Brenn stoffvergaser befassen und die aus den glei chen Erwägungen alles tun, um gute Resul- tate zu erzielen.
Die Verfeinerung der Kon struktionen der einzelnen Teile und der Wir kungsweise der Vergaserapparate hatte zur Folge, dass. heute jeder neue Wagen mit einem Vergaser ausgestattet ist, .der in bezug auf die Ausnützung des Brennstoffes prak tisch das Maximum leistet, so dass für die früher als so-genannte "Benzinsparer" auf den Markt gekommenen Zusatzgeräte kein Bedürfnis mehr vorhanden sein kann.
In einer einzigen Beziehung aber ist doch die Entwicklung des Vergaserbaues hinter den wirtschaftlichen Anforderungen zurück geblieben, nämlich in -der sehr wichtigen Frage des: Brennstoffverbrauches während den bei fahrenden Wagen eintretenden Leer laufszeiten des Motors, d. h. jenen Perioden des Fahrbetriebes, während denen der Motor keine für die Fortbewegung des Fahrzeuges notwendige Energie zu liefern hat. Diese Leerlaufszeiten sind nicht so unbedeutend, wie man bei oberflächlicher Beurteilung an nehmen könnte. Bei einer Reihe von (Stadien des Automobilbetriebes treten sie auf.
Ein mal auf langen Talfahrten, dann auf rascher Fahrt in ebenem Gelände zur Drosselung der Geschwindigkeit vor Kurven oder Gefällen und sonstigen Hindernissen, sowie endlich im Stadtverkehr. Es ist klar, dass in den gefäll- und kurvenreichen Verkehrsstrassen, wie sie die Schweiz aufweist, dieser Frage eine be sondere Bedeutung zukommt.
Hauptsächlich sind es die Talfahrten, die einen grossen Brennstoffverbrauch im Leerlauf zur Folge haben, weil dabei in der Regel der Motor in kleinem Gang auf hoher Tourenzahl gehal ten wird, um die erwünschte Bremswirkung zu erzielen. Es: hat dies zur Folge, dass im Ansaugrohr ein grosser Unterdruck entsteht, der mehr Brennstoff mitreisst, als der Motor im Leerlauf normal benötigt. Viele Auto mobilisten benützen ferner in ebenem Ge lände die Bremswirkung des Motors im klei nen Gange zur Einfahrt in unsichere oder unübersichtliche Fahrstrecken, wobei die gleichen ungünstigen Wirkungen auf den Brennstoffverbrauch eintreten, wie bei den vorerwähnten Talfahrten.
Dass bei Stadt fahrten die Gaszufuhr verhältnismässig oft unterbrochen werden muss, ist eine allgemein bekannte Erscheinung und jedem Fahrer ist. der verhältnismässig sehr hohe Brennstoff konsum bei solchen Fahrten eine unliebsame Überraschung.
Die vorliegende Erfindung will diesen unnötigen Brennstoffverbrauch unterdrük- ken. Das kann nur so geschehen, dass bei Leerlauffahrt der Vergaser so beeinflusst wird, dass er unwirksam ist und dieses Un- wirksammachen kann nur dadurch erreicht werden, dass atmosphärische Luft unter Um gehung des Vergasers zugeführt wird.
Zu diesem Zwecke weist die erfindungsgemässe Einrichtung am Saugrohr des Motors eine Nebendrosselklappe auf, welche die Verbin dung des .Saugrohres mit der Aussenluft be herrscht, so dass der Motor bei geöffneter Nebendrosselklappe Luft ansaugt und die Leerlaufdüse nicht arbeitet. Es haben sich bereits andere Konstrukteure mit diesem Problem befasst; sie brachten die Nebendros selklappe in Verbindung mit der Drossel klappe des Vergasers, in der Weise, dass sich auf mechanischem Wege die erstere im Momente öffnete, wenn sieh die letztere schloss. Andere Konstrukteure brachten für die Bedienung der Nebendrosselklappe eine besondere Einschaltvorrichtung an.
Solche Einrichtungen konnten jedoch ihren Zweck nur mangelhaft erfüllen. Eine richtige Be dienung stellte zu hohe Anforderungen an die Aufmerksamkeit des Fahrers, der oft den Motor ,absterben" sah, wenn er bei zu ge ringer Tourenzahl die Drossel geöffnet hatte.
Die vorliegende Erfindung löst das Pro- blem auf neuem Wege. Sie benützt zur Öff nung der Nebendrosselklappe Strom der Lichtmaschine, die solchen nur in genügen dem Masse a bgibt, wenn die Stromstärke eine bestimmte Minimalhöhe besitzt, was nur der Fall ist, wenn die nötige hohe Tourenzahl vorhanden ist. Sinkt diese Tourenzahl bei langsamem Wagenlauf, so schliesst sich die Klappe wieder Lind es treten die Bedingun gen ein, welche bewirken, dass der Vergaser seine normale Arbeitsweise wieder aufnimmt.
Es wird dadurch eine vollautomatische Wir- kungs.weise erreicht.
In der beigegebenen Zeiclinunb ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfin dung dargestellt. An die Ansaugleitung 10 des Motors ist ein Stutzen 1 angeschlossen, in welchen die Nebendrosselklappe 2 einge baut ist. Sie steht unter dein Einfluss der Schraubenfeder 3, welche die Tendenz hat, die Klappe in die Schliessstellung überzufüh ren und dort festzuhalten. Auf die andere Seite des Steuerhebels 6 der Nebendrossel klappe 2 wirkt < ler Elektromagnet 4, 5 im Sinne des Z)ffnens der Klappe. Dem Stutzen 1 ist ein Luftfilter und Schalldämpfer 7 auf gesetzt und das ganze Aggregat ist in die Kapsel 8 eingeschlossen.
Die Steuerung der Einrichtung erfolgt durch den Schalter 9, der bei in der Ruhe stellung befindlichem Gaspedal 13 geschlos sen ist und die elektrische Verbindung zwi schen der Lichtmaschine 12 und dem Ma gnetteil 5 herstellt. Beim Niedertreten des Gaspedals, oder wenn die Lichtmaschine zu folge kleiner werdender Drehzahl keinen ge nügenden Strom mehr abgibt, wird der Ma gnet 4, 5 nicht mehr oder nur ungenügend erregt und die Feder 3 schliesst die Neben drosselklappe 2 wieder.
Der Figur der Zeichnung liegt das Licht- inasehinensystenL Bosch" zugrunde, wobei der Erregerstrom für den Magneten 4, 5 zwischen Dynamo 12 und dem selbsttätigen Batterieschalter 14 bei Punkt 11, d. h. zwi schen der Lichtmaschine und der Batterie entnommen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Automatische Einrichtung an Verbren nungsmotoren zum Unwirksammachen des Vergasers bei bestimmten Betriebsumstän den, dadurch gekennzeichnet, dass am Saug rohr des Motors eine die Verbindung des Saugrohrs mit der Aussenluft beherrschende Nebendrosselklappe angeordnet ist, welche einerseits unter dem Einfluss einer Feder steht, welche die Nebendrosselklappe in ge schlossenem Zustande zu halten sucht und anderseits unter dem Einfluss eines an die Lichtmaschine anschaltbaren Magneten, wel cher die Nebendrosselklappe öffnet, wenn ein mit dem Gaspedal verbundener Schalter ge schlossen wird und die Stromstärke der Lichtmaschine eine bestimmte Minimalhöhe besitzt.UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stroment nahme für die Erregung des Magneten zwi schen der Lichtmaschine und der Batterie er folgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH226089T | 1939-06-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH226089A true CH226089A (de) | 1943-03-15 |
Family
ID=4454375
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH226089D CH226089A (de) | 1939-06-03 | 1939-06-03 | Automatische Einrichtung an Verbrennungsmotoren zum Unwirksammachen des Vergasers bei bestimmten Betriebsumständen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH226089A (de) |
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1939
- 1939-06-03 CH CH226089D patent/CH226089A/de unknown
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