CH210010A - Drosseleinrichtung an Vergasern von Kraftfahrzeugen mit insbesondere im Zweitakt arbeitenden Brennkraftmaschinen. - Google Patents

Drosseleinrichtung an Vergasern von Kraftfahrzeugen mit insbesondere im Zweitakt arbeitenden Brennkraftmaschinen.

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CH210010A
CH210010A CH210010DA CH210010A CH 210010 A CH210010 A CH 210010A CH 210010D A CH210010D A CH 210010DA CH 210010 A CH210010 A CH 210010A
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combustion engines
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Aktiengesellschaft Auto Union
Original Assignee
Audi Ag
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  • Control Of Throttle Valves Provided In The Intake System Or In The Exhaust System (AREA)
  • Electrical Control Of Air Or Fuel Supplied To Internal-Combustion Engine (AREA)

Description


  Drosseleinrichtung an Vergasern von Kraftfahrzeugen mit insbesondere  im Zweitakt arbeitenden     Brennkraftmaschinen.       Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,  das bekannte, besonders bei von Zweitakt  motoren angetriebenen Kraftfahrzeugen auf  tretende Nachschlagen zu vermeiden, das  dann auftritt, wenn das Gaspedal zum Bei  spiel beim     Auslaufenlassen    eines sich in schnel  ler Fahrt befindlichen Fahrzeuges oder bei  Bergabfahrten freigegeben wird. Dieses Nach  schlagen entsteht durch unregelmässig zünd  fähige     Gasgemischbildung    bei einem mit der       Leerlaufbrennstoffmenge    arbeitenden Motor,  dessen Umdrehungszahlen über der     sogenann-          ten    Leerlaufdrehzahl liegen.

   Für das Fahr  zeug sind diese Nachschläge sehr nachteilig,  weil sie sich einerseits den Insassen durch  starke Stösse bemerkbar machen und ander  seits alle Getriebeteile sehr schädlich bean  spruchen. Besonders die Lebensdauer der Lager  der Kolbenbolzen, Pleuelstangen und Kurbel  welle wird durch die starken Schläge sehr  verringert.  



  Die Erfindung bezweckt, dieses Nachschla  gen dadurch zu vermeiden, dass das Drossel-         organ    in der Freigabestellung des Gaspedals  bei     Überschreiten    der Leerlaufdrehzahl des  Motors das Ansaugen des     Brennstoffes    und  auch der Luft vollständig verhindert. Vorzugs  weise ist eine elektromagnetische Steuerung  des Drosselorganes verwendet. Diese kann aus  einem Elektromagneten bestehen, der neben  einer Kontrollampe in eine die Lichtmaschine  und die Batterie parallel zum Ladeschalter  einer     Reglereinrichtung    verbindende Strom  zweigleitung eingeschaltet ist und das Dros  selorgan mittels eines Gestänges oder der  gleichen steuert.  



  Das Verhindern des Ansaugens von Brenn  stoff und von Luft ist dabei insofern von grund  legender Bedeutung, weil das Ansaugen nur  eines der beiden Medien noch Nachexplosionen       zurFolge    hat und andere Nachteile bedingt. Bei  einem Verbrennungsmotor mit grossem schäd  lichem Raum ergibt zum Beispiel selbst in     gerin-          gerMengenachströmenderBrennstoff    odernach  strömende Luft mit dem verbliebenen Rück  stand an Luft und Brennstoff wieder zünd-      fähige Gasgemische. Ausserdem stellt in die  sem Falle das Ansaugen von Brennstoff einen  unnötigen Verbrauch desselben dar. Ferner  führt ein längeres Fahren mit dem Leerlauf  gemisch leicht zu einem Verölen der Zünd  kerzen und zu einem Qualmen aus dem Auspuff.

    Das Ansaugen von Luft allein bei mit     schnrier-          mittelgemischtern        Brennstoff    arbeitenden Mo  toren hat - abgesehen von den zuerst noch  möglichen     Nachexplosionen    - zur Folge, dass  durch die dauernde     Frischluftspiilung,    zum  Beispiel bei längeren Bergabfahrten, der Öl  film der Kolben abreissen und deren Fest  fressen eintreten kann.

   Hierzu kommt ferner  der Nachteil, dass nach längerer Fahrtdauer  bei blosser     Frischluftansaugung    ein Motor  mit grossem schädlichen Raum, zum Beispiel  ein Zweitaktmotor, nach der automatischen       Umschaltung    auf das Ansaugen der Leerlauf  brennstoffmenge nicht schnell genug ein     zünd-          fähiges    Gasgemisch erhält, um den Motor wie  der zum Arbeiten zu bringen. Die Vermei  dung aller dieser Nachteile, von denen das  Nachschlagen und der unnötige Brennstoffver  brauch die     sinnfälligsten    sind, ist daher von  grösster wirtschaftlicher Bedeutung.  



  Es sind wohl schon     Einrichtungen    vorge  schlagen worden, bei denen auch von dem Ge  danken Gebrauch gemacht wird, das Drosselor  gan bei Freigabe des Gaspedals über die übliche       Leerlaufstellung    hinaus in Schliessstellung zu  bringen und beim Erreichen der Leerlaufdreh  zahl des Motors automatisch in die     Leerlauf-          stellung    umzusteuern. Den Einrichtungen die  ser Art liegt aber ausnahmslos nur die Aufgabe  zugrunde, den Brennstoffverbrauch zu vermei  den, der bei in entlastetem Zustand arbei  tendem Motor durch das Ansaugen von  Brennstoff bedingt ist. Aus diesem Grunde  wird bei den bekannten Einrichtungen mit  dem Drosselorgan nur die unnötige Brennstoff  zufuhr zurr Motor unterbunden.

   Es liegt also  keiner dieser Einrichtungen die Aufgabe zu  grunde, das Nachschlagen zu beseitigen, und  es fehlt     demgernäss    auch mit der Absperrung  der Brennstoffzufuhr zugleich die völlige Ab  sperrung der Zufuhr von Luft zurr Motor.    In der Zeichnung ist der Gegenstand der       Erfindung    in einem     Ausführungsbeispiel        sche-          rnatisch    dargestellt.  



  Es zeigen       Fig.    1 die     Einrichtung    im Schnitt durch  den Ansaugstutzen des Vergasers mit der  Drosselklappe bei freigegebenem Gaspedal in  vollständig geschlossener Stellung und       Fig.    2 die     Einrichtung    nach     Stromschluss     bei durch den     Elektromagneten    geöffnetem       Leerlaufkanal.     



  In dein vom     Vergaser    abgehenden Stutzen       a    ist die Drosselklappe b     -schwenkbar    gela  gert. Letztere ist so ausgebildet, dass in ihrer  Schliessstellung ausser der Luftzufuhr gleich  zeitig die Zufuhr des Brennstoffes zum Motor  aus der     Einmündungsöffnung    c des     Leerlauf-          karrals    d unterbunden ist. Läuft das Kraft  fahrzeug bei dieser Stellung der Drosselklappe  b zurr Beispiel auf einer abschüssigen Strasse,  so dreht der Motor, ohne dass Brennstoff oder  Luft angesaugt wird.

   Fährt der Wagen auf  einer ebenen oder ansteigenden Strasse, so  wird durch Treten auf das Gaspedal mittels  des     (33restänges    e die Drosselklappe b in eine  die     normale        Zufuhr    von     Brennstoff    und Luft  zum Motor gestattende     Offenstellung    ge  schwenkt.

   Verringert sich bei Freigabe des  Gaspedals die Drehzahl des Motors bis auf  seine     Leerlaufdrehzahl,    so fliesst durch die  parallel zum Ladeschalter der     Reglereinrich-          tung    zwischen Lichtmaschine und Batterie       vorgesehene    Stromzweigleitung fein Strom,  so dass der in letztere rieben einer     Kontroll-          lampe    eingeschaltete Elektromagnet g den  als Anker ausgebildeten Hebel     h    anzieht       (Fig.    2).  



  Der Hebel     h    wirkt in dieser Stellung der  art auf das Steuergestänge der Drosselklappe  b, dass sie sich etwas öffnet und die Zufuhr       von    Brennstoff und Luft zum     Motor    in der  sogenannten     Leerlaufmenge    gestattet. Der  Motor erhält dadurch sofort wieder     zündfä-          higes    Brennstoffgemisch und kommt nicht un  gewollt zum Stillstand. Steigt in dieser Stel  lung der Drosselklippe b die Drehzahl des  Motors über die Leerlaufdrehzahl, so verrin  gert sich der     Strom    in der Leitung f und der      Elektromagnet     g    gibt den Hebel<I>lt</I> wieder frei.

    Das Steuergestänge e bewegt dann die Dros  selklappe b wieder in     dievollkommene    Schliess  stellung, bis es wieder anderweitig beeinflusst  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Drosseleinrichtung an Vergasern von Kraftfahrzeugen mit insbesondere im Zwei takt arbeitenden Brennkraftmaschinen, bei welchen das Drosselorgan in der Freigabestel lung des Gaspedals die Leerlaufbrennstoffzu- fuhr bei Überschreiten der Leerlaufdrebzahl des Motors selbsttätig unterbindet, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselorgan bei abgesperrter Leerlaufbrennstoffzufuhr auch die Luftzufuhr zum Motor völlig unterbindet.
    UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch, bei der das Drosselorgan durch einen Elektromagneten gesteuert wird, der in eine die Lichtmaschine und die Batterie parallel zum Ladeschalter ver bindende Stromzweigleitung eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromag net (g) in Hintereinandersobaltung mit einer Kontrollampe in der Stromzweigleitung (f') liegt.
CH210010D 1938-11-09 1938-11-09 Drosseleinrichtung an Vergasern von Kraftfahrzeugen mit insbesondere im Zweitakt arbeitenden Brennkraftmaschinen. CH210010A (de)

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