CH226479A - Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm.

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CH226479A
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CH
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marking
oscillation
time
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oscillogram
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Inventor
Aktiengesell Munitionsfabriken
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Deutsche Waffen & Munitionsfab
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R13/00Arrangements for displaying electric variables or waveforms
    • G01R13/20Cathode-ray oscilloscopes
    • G01R13/22Circuits therefor
    • G01R13/30Circuits for inserting reference markers, e.g. for timing, for calibrating, for frequency marking

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Description


  



  Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm.



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm, ohne Störung von dessen Auswertbarkeit.



   Bei der Aufnahme von MeBdiagrammen ergibt sich oft die Notwendigkeit, zwecks vollständiger Auswertung der aufgezeichneten Abhängigkeiten bestimmte Zeitmomente besonders zu markieren. So tritt zum Beispiel bei der Aufnahme des Gasdruckverlaufes beim Schuss die Forderung auf, den Moment des Auftreffens des   Schlagbolzens    auf das   Zünd-    hütchen oder aber auch den Moment des Geschossaustrittes aus dem Lauf oder auch beide   liomente    im Diagramm besonders zu kennzeichnen.

   Ähnliche Forderungen kommen bei allen   Messvorgängen    vor, bei denen schnell veränderliche GröRen registriert werden sollen, wobei zur Aufzeichnung der veränderlichen Grossen die bekannten Oszillographentypen, wie Schleifen-Oszillograph,   Kathodenstrahl-    Oszillograph,   Glimmlicht-Oszillograph    usw. verwendet werden. Unter diesen Oszillographentypen wird der Eathodenstrahl-Oszillograph infolge seiner Trägheitslosigkeit am häufigsten verwendet.



   Verwendet man eine Braunsche Röhre, z. B. zur Aufzeichnung des Druckverlaufes beim Schuss, so wird die Markierung, z. B. des Geschossaustrittes aus dem Lauf, bisher dadurch erzielt, dass man die eine Platte der Braunschen Rohre mit einem   Mündungsdraht    in Verbindung bringt, falls erforderlich unter Benutzung geeignet bemessener Widerstände.



  Das Geschoss stellt dann eine kurzzeitige Verbindung zwischen dem geerdeten Lauf der Waffe und dem   Mündungsdraht    und infolgedessen mit der einen Ablenkplatte her, so dass man die gewünschte Auslenkung im Oszillogramm erhält.



   Bei Verwendung dieser Methode treten jedoch immer Schwierigkeiten auf, die durch die übliche galvanische Kupplung des Markierungskreises mit dem Messkreis entstehen. 



  Im vorerwähnten Beispiel entstehen die Schwierigkeiten dadurch, dass die   Pulvergase    eine gewisse   Elektrizitätsmenge    mit sich führen und ein Teil hiervon auf dem   angegebe-    nen Wege auf die Ablenkplatten der   Robre      gelant.    Es entsteht hierbei unter   Umständen    eine volige Fälschung des   Oszillogrammes,    so dass dasselbe nicht ausgewertet werden kann.



   Diese Schwierigkeiten werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren dadurch belioben, dass in dem   Markierungskreis    eine in dem zu markierenden Zeitpunkt einsetzende abklingende Schwingung erzeugt und, welche der   Messschwingung iiberlagert wird,    unter galvanischer Trennung des   Messkreises    und des   Markierungskreises.    Ferner zeichnet sich die   erfindungsgemasse    Einrichtung zur   Durch-    führung dieses Verfahrens dadurch aus, dal.) sie eine Braunsche Rohre aufweist, bei der der zu messende Vorgang den Strahl   elektro-    statisch und die abklingende Schwingung den Strahl elektromagnetisch ablenken.



   Eine besonders zweckmässige   Ausführungs-      moglickkeit    wird dadurch erzielt, dass die Ablenkspule gleichzeitig die Selbstinduktion des Schwingungskreises darstellt. Dadurch wird nicht nur eine Spule eingespart, sondern es werden auch das Messergebnis beeinflussende Fehlerquellen ausgeschaltet.   Zweck-    mässig ist die Ablenkspule einseitig geerdet.



   Auf den beiliegenden Zeichnungen zeigen Fig.   1    und 2 schematisch zwei Anwendungen einer Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung und
Fig. 3 zeigt ein Oszillogramm mit zwei Zeitmarkierungen.



   Nach Fig.   1    wird die dargestellte   Ein-    richtung zum Markieren des   Austrittszeit-    punktes eines Geschosses aus einer Waffe verwendet.



   Vor der Messung wird der Kondensator   1    mit Gleichspannung von einer Stromquelle her über den Schalter 20 aufgeladen. Die eine Belegung des Kondensators führt zur Kontakteinrichtung, z. B.   einem Mündungs-    draht   2    vor dem Lauf der Waffe 3. Der andere Pol 4 der Kontakteinriehtung wird geerdet. Die andere Belegung des   Konden-    sators ist über eine Spule 5 (ohne   Eigen-    kern) auch an Erde gelegt. Beim Schuss stellt das Geschoss 6 eine Verbindung her zwischen dem   Mündungsdraht    2 und dem geerdeten Lauf 3 der Waffe. Dadurch wird der Kon  densator I über den oben    angegebenen Weg entladen.

   In diesem Kreis tritt dann bei geeigneter Dimensionierung der Teile eine abklingende elektrische Schwingung auf, die eine   elektromagnetisehe Ablenkung    des Elek  tronenstrahles    der Braunschen   Robre    7        Folge hat.



   Da die   Ablenkungsspule    5 einseitig an Erde liegt, und sie selbst nur aus relativ wenigen Windungen dicken Drahtes besteht, ist eine elektrostatische Ablenkung durch die Aufladung der Pulvergase nicht mehr   mög-    lich. Diese werden vielmehr auf dem angegebenen Weg sofort zur Erde abgeleitet, ohne dass eine störende Ablenkung des Strahls dadurch eintreten kann.



   Der Messkreis für den Druckverlauf ist nicht dargestellt. Die   Messsohwingung    wird zwei Ablenkplatten zugeführt, die den Stralil elektrostatisch ablenken. Er ist also vom   Markierungskreis,    in dem die   Zlarkierungs-    schwingung erzeugt wird, galvanisch getrennt, das heisst mit demselben nicht leitend verbunden.



     Fig. 2    zeigt eine Anwendung derselben   Markierungseinrichtung    zur   llTarkierung    des   Augenblickes    des Auftreffens des   Schlagbol-    zens 8 einer Waffe auf das Ziindhiitchen einer Patrone   9.    Die eine Kondensatorbelegung endet hierbei an einer   Mctallfolie    10, die beiderseits mit einer Isolierschicht 11 belegt ist. Diese   Folienanordnung    wird zwischen Schlagbolzen 8 und Patronen 9   gebraclit,    so   daLe7    sie beim   Auslosen    des   Schlagbolzens    von diesem durchschlagen wird, wodurch sich die gewiinschte Ablenkung im Diagramm ergibt.



   Sollen beide Markierungen zugleich in einem Diagramm   vorgenotnmen    werden, so können bei der Kombination beider Schaltungen dadurch Vereinfachungen   vorgenom-    men werden, dass einzelne Schaltelemente, z. B. die Spule, für beide   grise    verwendet werden kann.



   Ein   Gasdruckdiagramm    mit den beiden genannten Markierungen zeigt schematisch Fig. 3. Hierbei ist 12 die durch den Elektronenstrahl gezeichnete Diagrammkurve, in der sich bei 13 der Moment des Auftreffens des Schlagbolzens auf das Ziindhiitchen der Patrone und bei 14 der Moment des   GeschoB-    austrittes aus der Mündung der Waffe mar  kiert.   



   Der Vorteil der beschriebenen Markierung durch eine abklingende elektrische Schwingung ist darin zu sehen, dass der Verlauf des Diagrammes durch die Markierung nicht vollständig   gestort    wird, was bei den andern   bekannten Markierungseinrichtungen    der Fall ist, das Diagramm bleibt vielmehr auswertbar. Trotzdem ist der markierte Zeitmoment durch zur Abszisse rechtwinklige Auslenkung des Strahls sehr genau gegeben.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann bei den verschiedensten Messaufgaben benutzt werden, bei welchen Braunsche Röhren oder andere Oszillographentypen zur Aufzeichnung der veränderlichen Messwerte verwendet werden und bei denen bestimmte Zeitpunkte des Messvorganges genau zu markieren sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm, ohne Störung von dessen Auswertbarkeit, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Markierungskreis eine in dem zu markierenden Zeitpunkt einsetzende abklingende Schwingung erzeugt wird, welche der Messschwingung überlagert wird, unter galvanischer Trennung des Mess- kreises und des Markierungskreises.
    IL Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Braunsche Rohre aufweist, bei der der zu messende Vorgang den Strahl elektrostatisch und die abklingende Schwingung den Strahl elektromagnetisch ablenken.
    UNTERANSPR'UCHE : 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, daB die zur Aufzeichnung der gedämpften Schwingung dienende Ablenkspule gleichzeitig die Selbstinduktion des Schwingungskreises darstellt.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablenkspule einseitig geerdet ist.
CH226479D 1939-03-25 1942-01-12 Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm. CH226479A (de)

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CH226479D CH226479A (de) 1939-03-25 1942-01-12 Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm.

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