CH226479A - Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm, ohne Störung von dessen Auswertbarkeit.
Bei der Aufnahme von MeBdiagrammen ergibt sich oft die Notwendigkeit, zwecks vollständiger Auswertung der aufgezeichneten Abhängigkeiten bestimmte Zeitmomente besonders zu markieren. So tritt zum Beispiel bei der Aufnahme des Gasdruckverlaufes beim Schuss die Forderung auf, den Moment des Auftreffens des Schlagbolzens auf das Zünd- hütchen oder aber auch den Moment des Geschossaustrittes aus dem Lauf oder auch beide liomente im Diagramm besonders zu kennzeichnen.
Ähnliche Forderungen kommen bei allen Messvorgängen vor, bei denen schnell veränderliche GröRen registriert werden sollen, wobei zur Aufzeichnung der veränderlichen Grossen die bekannten Oszillographentypen, wie Schleifen-Oszillograph, Kathodenstrahl- Oszillograph, Glimmlicht-Oszillograph usw. verwendet werden. Unter diesen Oszillographentypen wird der Eathodenstrahl-Oszillograph infolge seiner Trägheitslosigkeit am häufigsten verwendet.
Verwendet man eine Braunsche Röhre, z. B. zur Aufzeichnung des Druckverlaufes beim Schuss, so wird die Markierung, z. B. des Geschossaustrittes aus dem Lauf, bisher dadurch erzielt, dass man die eine Platte der Braunschen Rohre mit einem Mündungsdraht in Verbindung bringt, falls erforderlich unter Benutzung geeignet bemessener Widerstände.
Das Geschoss stellt dann eine kurzzeitige Verbindung zwischen dem geerdeten Lauf der Waffe und dem Mündungsdraht und infolgedessen mit der einen Ablenkplatte her, so dass man die gewünschte Auslenkung im Oszillogramm erhält.
Bei Verwendung dieser Methode treten jedoch immer Schwierigkeiten auf, die durch die übliche galvanische Kupplung des Markierungskreises mit dem Messkreis entstehen.
Im vorerwähnten Beispiel entstehen die Schwierigkeiten dadurch, dass die Pulvergase eine gewisse Elektrizitätsmenge mit sich führen und ein Teil hiervon auf dem angegebe- nen Wege auf die Ablenkplatten der Robre gelant. Es entsteht hierbei unter Umständen eine volige Fälschung des Oszillogrammes, so dass dasselbe nicht ausgewertet werden kann.
Diese Schwierigkeiten werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren dadurch belioben, dass in dem Markierungskreis eine in dem zu markierenden Zeitpunkt einsetzende abklingende Schwingung erzeugt und, welche der Messschwingung iiberlagert wird, unter galvanischer Trennung des Messkreises und des Markierungskreises. Ferner zeichnet sich die erfindungsgemasse Einrichtung zur Durch- führung dieses Verfahrens dadurch aus, dal.) sie eine Braunsche Rohre aufweist, bei der der zu messende Vorgang den Strahl elektro- statisch und die abklingende Schwingung den Strahl elektromagnetisch ablenken.
Eine besonders zweckmässige Ausführungs- moglickkeit wird dadurch erzielt, dass die Ablenkspule gleichzeitig die Selbstinduktion des Schwingungskreises darstellt. Dadurch wird nicht nur eine Spule eingespart, sondern es werden auch das Messergebnis beeinflussende Fehlerquellen ausgeschaltet. Zweck- mässig ist die Ablenkspule einseitig geerdet.
Auf den beiliegenden Zeichnungen zeigen Fig. 1 und 2 schematisch zwei Anwendungen einer Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung und
Fig. 3 zeigt ein Oszillogramm mit zwei Zeitmarkierungen.
Nach Fig. 1 wird die dargestellte Ein- richtung zum Markieren des Austrittszeit- punktes eines Geschosses aus einer Waffe verwendet.
Vor der Messung wird der Kondensator 1 mit Gleichspannung von einer Stromquelle her über den Schalter 20 aufgeladen. Die eine Belegung des Kondensators führt zur Kontakteinrichtung, z. B. einem Mündungs- draht 2 vor dem Lauf der Waffe 3. Der andere Pol 4 der Kontakteinriehtung wird geerdet. Die andere Belegung des Konden- sators ist über eine Spule 5 (ohne Eigen- kern) auch an Erde gelegt. Beim Schuss stellt das Geschoss 6 eine Verbindung her zwischen dem Mündungsdraht 2 und dem geerdeten Lauf 3 der Waffe. Dadurch wird der Kon densator I über den oben angegebenen Weg entladen.
In diesem Kreis tritt dann bei geeigneter Dimensionierung der Teile eine abklingende elektrische Schwingung auf, die eine elektromagnetisehe Ablenkung des Elek tronenstrahles der Braunschen Robre 7 Folge hat.
Da die Ablenkungsspule 5 einseitig an Erde liegt, und sie selbst nur aus relativ wenigen Windungen dicken Drahtes besteht, ist eine elektrostatische Ablenkung durch die Aufladung der Pulvergase nicht mehr mög- lich. Diese werden vielmehr auf dem angegebenen Weg sofort zur Erde abgeleitet, ohne dass eine störende Ablenkung des Strahls dadurch eintreten kann.
Der Messkreis für den Druckverlauf ist nicht dargestellt. Die Messsohwingung wird zwei Ablenkplatten zugeführt, die den Stralil elektrostatisch ablenken. Er ist also vom Markierungskreis, in dem die Zlarkierungs- schwingung erzeugt wird, galvanisch getrennt, das heisst mit demselben nicht leitend verbunden.
Fig. 2 zeigt eine Anwendung derselben Markierungseinrichtung zur llTarkierung des Augenblickes des Auftreffens des Schlagbol- zens 8 einer Waffe auf das Ziindhiitchen einer Patrone 9. Die eine Kondensatorbelegung endet hierbei an einer Mctallfolie 10, die beiderseits mit einer Isolierschicht 11 belegt ist. Diese Folienanordnung wird zwischen Schlagbolzen 8 und Patronen 9 gebraclit, so daLe7 sie beim Auslosen des Schlagbolzens von diesem durchschlagen wird, wodurch sich die gewiinschte Ablenkung im Diagramm ergibt.
Sollen beide Markierungen zugleich in einem Diagramm vorgenotnmen werden, so können bei der Kombination beider Schaltungen dadurch Vereinfachungen vorgenom- men werden, dass einzelne Schaltelemente, z. B. die Spule, für beide grise verwendet werden kann.
Ein Gasdruckdiagramm mit den beiden genannten Markierungen zeigt schematisch Fig. 3. Hierbei ist 12 die durch den Elektronenstrahl gezeichnete Diagrammkurve, in der sich bei 13 der Moment des Auftreffens des Schlagbolzens auf das Ziindhiitchen der Patrone und bei 14 der Moment des GeschoB- austrittes aus der Mündung der Waffe mar kiert.
Der Vorteil der beschriebenen Markierung durch eine abklingende elektrische Schwingung ist darin zu sehen, dass der Verlauf des Diagrammes durch die Markierung nicht vollständig gestort wird, was bei den andern bekannten Markierungseinrichtungen der Fall ist, das Diagramm bleibt vielmehr auswertbar. Trotzdem ist der markierte Zeitmoment durch zur Abszisse rechtwinklige Auslenkung des Strahls sehr genau gegeben.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann bei den verschiedensten Messaufgaben benutzt werden, bei welchen Braunsche Röhren oder andere Oszillographentypen zur Aufzeichnung der veränderlichen Messwerte verwendet werden und bei denen bestimmte Zeitpunkte des Messvorganges genau zu markieren sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm, ohne Störung von dessen Auswertbarkeit, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Markierungskreis eine in dem zu markierenden Zeitpunkt einsetzende abklingende Schwingung erzeugt wird, welche der Messschwingung überlagert wird, unter galvanischer Trennung des Mess- kreises und des Markierungskreises.IL Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Braunsche Rohre aufweist, bei der der zu messende Vorgang den Strahl elektrostatisch und die abklingende Schwingung den Strahl elektromagnetisch ablenken.UNTERANSPR'UCHE : 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, daB die zur Aufzeichnung der gedämpften Schwingung dienende Ablenkspule gleichzeitig die Selbstinduktion des Schwingungskreises darstellt.2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablenkspule einseitig geerdet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE250339X | 1939-03-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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ID=5937495
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| CH226022D CH226022A (de) | 1939-03-25 | 1940-10-21 | Verfahren zur Herstellung synthetischer Gerbstoffe. |
| CH226479D CH226479A (de) | 1939-03-25 | 1942-01-12 | Verfahren und Einrichtung zum Markieren eines Zeitpunktes in einem Oszillogramm. |
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|---|---|---|---|
| CH226022D CH226022A (de) | 1939-03-25 | 1940-10-21 | Verfahren zur Herstellung synthetischer Gerbstoffe. |
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1940
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-
1942
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH226022A (de) | 1943-03-15 |
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