CH226582A - Einrichtung zum Vermeiden des Herausdringens ultrahochfrequenter Schwingungsenergie aus einem völlig geschlossenen Hochfrequenzgerät längs einer Gerätezuleitung. - Google Patents
Einrichtung zum Vermeiden des Herausdringens ultrahochfrequenter Schwingungsenergie aus einem völlig geschlossenen Hochfrequenzgerät längs einer Gerätezuleitung.Info
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Description
Einrichtung zum Vermeiden des Herausdringens ultrahochfrequenter Schwingungs energie aus einem völlig geschlossenen Hochfrequenzgerät längs einer Gerätezuleitung. Bei Hochfrequenzgeräten kann über die Gerätezuleitungen hochfrequente Schwin gungsenergie selbst aus völlig geschlossenen Geräten herausdringen, was sich unter Um ständen durch irgendwelche unerwünschte Kopplungen mit andern Teilen störend be merkbar macht. Deshalb ist es notwendig, die Zuleitungen hochfrequenzfrei zu machen. Bei Geräten für längere Wellen kann dies in bekannter Weise durch geeignete Sieb glieder geschehen. Die Wirkung dieser Mass nahme versagt aber bei ultrakurzen Wellen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung einer einfachen und zweckmässigen Einrichtung zur Vermeidung des Heraus dringens ultrahochfrequenter Schwingungs energie aus einem völlig geschlossenen Hoch frequenzgerät längs einer Gerätezuleitung, insbesondere längs der Stromversorgungs- leitung. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass in der Zuleitung, von der der ausserhalb des Gerätes verlaufende Teil von der hochfrequenten Energie freizuhalten ist,
durch Zwischenschalten wenigstens eines Lei tungsstückes mit von dem Wellenwiderstand der Zuleitung sehr verschiedenem Wellen widerstand Stossstellen geschaffen sind, welche für die hochfrequenten Schwingungen nahezu Totalreflexion bewirken und so den ausser halb des Gerätes liegenden Zuleitungsteil praktisch hochfrequenzfrei machen.
Die Abbildungen zeigen die Anordnung und den Aufbau eines Ausführungsbeispiels der Zwischenleitung, deren Wellenwiderstand von dem der Zuleitung, von der der ausser halb des Gerätes verlaufende Teil hochfre- quenzfrei gemacht werden soll, sehr verschie den ist. An Hand ihrer soll der Erfindungs- gegenstand beispielsweise näher beschrieben und erläutert werden. In Fig. 1 bedeuten die Streifen 1 und 3 dünne Metallfolien. 2 und 4 sind zwei Streifen aus nichtleitendem Material.
An den beiden Enden der Folie :3 sind die Anschluhstrelfen 6 und 7 kontakt- sicher angebracht. An diese werden die En den der aufgetrennten Zuleitung, von der der nach aussen führende Teil hochfrequenzfrei zu halten ist, angeschlossen, so dass die Me tallfolie 3 ihrer ganzen Länge nach in die Zuleitung eingeschlossen ist. Die llet < illfol.ie 1 ist zu erden. Dies geschieht beim Ausfüh rungsbeispiel an mehreren Punkten dureli die in gewissen Abständen von der Folie wegge führten Ansehlussstreifen 5.
Die verhältnis- mässig breite Fläche der Folien und ihr ge ringer Abstand voneinander, der von der Dicke der Isolierstreifen 2 und -l bestimmt wird, ergeben für diese Anordnung einen sehr kleinen Wellenwiderstand.
Werden die vier Steifen auf einen Hohl zylinder aufgerollt und mit einer mit dem Chassis leitend verbundenen Schutzkappe 12 versehen, so ergibt sich ein Aufbau der Zwi schenleitung gemäss Fig. \?. An den beiden Enden der Metallfolie 3 sind die seitlich her vorstehenden Anschlussstreifen für die ;1n- schlussleitung ebenfalls mit 6 und 7 bezeich net.
Die Metallfolie 1 ist nach dein in der Abbildung gezeigten Ausführungsbeispiel in geringen Abständen mit seitlich liervorstelien- den Lötfahnen 5 versehen, durch welche sie mit der Erde bezw. mit dein Chassis 11 des Gerätes leitend verbunden ist.
Es sei liier darauf hingewiesen, dass es ebenso zwecl-:- mässig ist, die aufgerollte Folie 1 auf einer Seite gegenüber den andern drei Folien ?, 3 und 4 überstehen zu lassen, und ihre ein zelnen Windungen über die ganze beim Auf rollen entstehende Fläche mitein .inder zti verbinden und erst dann eine sichere Erd- verbindung herzustellen.
'%#@rird nun die Zwischenleitung zum Bei spiel nach Fig. 2 kontaktsicher finit der (-e- rätewand 11 verbunden und mittels der i-In- schlussstreifen 6 und 7 zwischen die Zulei tung 8, 13, von der der Teil 13 von hoch frequenter Energie freizuhalten ist, geschaltet, so treten an den Punkten 6 und 7 Reflexions stellen auf.
Das zwischengeschaltete Leitungs stück mit einem Wellenwiderstand, der von
EMI0002.0052
dem <SEP> der <SEP> Zuleitung <SEP> sehr <SEP> verschieden <SEP> ist, <SEP> wird
<tb> dabei <SEP> zwechn <SEP> iül:,ig <SEP> läinger <SEP> als <SEP> ';'4 <SEP> der <SEP> Iiingsten
<tb> auftretenden <SEP> und <SEP> von <SEP> dein <SEP> Zuleitungsteil <SEP> 13
<tb> fernzuhaltenden <SEP> lic,elil'i-equenteit <SEP> elektrischen
<tb> Welle <SEP> gewiililt. <SEP> An <SEP> den <SEP> StoL;stellen <SEP> zweier
<tb> Leitungen <SEP> finit <SEP> den <SEP> Wellenwiderständen <SEP> Z,
<tb> und <SEP> <I>rz</I> <SEP> tritt <SEP> eine <SEP> Reflexion <SEP> der <SEP> sieh <SEP> längs
<tb> der <SEP> Leitung- <SEP> forthfl:inzenden <SEP> Wellen <SEP> auf. <SEP> Ein
<tb> Teil <SEP> der <SEP> @oclifrequenzspannung <SEP> wird <SEP> an <SEP> der
<tb> Stol.;
stelle <SEP> reflektiert, <SEP> der <SEP> Rest <SEP> fliesst. <SEP> in <SEP> die
<tb> zweite <SEP> Leitung <SEP> weiter. <SEP> Der <SEP> Reflexionsfaktor,
<tb> zei#t,d < il: <SEP> andei-zweitenLeitung <SEP> ,
<tb> umso <SEP> weniger <SEP> Sli:iiiniing <SEP> auftritt, <SEP> ,je <SEP> verschie dener <SEP> die <SEP> Wellen-,viderstiinde <SEP> sind. <SEP> Die <SEP> in
<tb> der <SEP> Technik <SEP> üblichen <SEP> Leitungen <SEP> haben <SEP> im
<tb> allgemeinen <SEP> einen <SEP> Wellenwiderstand <SEP> 1, <SEP> von
<tb> über <SEP> 150 <SEP> !?. <SEP> Für <SEP> die <SEP> in <SEP> ihrem <SEP> Aufbau <SEP> oben
<tb> beschriebene <SEP> zwisclieitleitung <SEP> kann <SEP> leicht <SEP> ein
<tb> Wellenwiderstand <SEP> Z_ <SEP> von <SEP> 0,1 <SEP> - <SEP> 0,2 <SEP> < ? <SEP> erreicht
<tb> werden.
<SEP> Tritt <SEP> also <SEP> ini <SEP> betrachteten <SEP> Beispiel
<tb> hochfrequente <SEP> Energie <SEP> < itis <SEP> dem <SEP> Innern <SEP> des
<tb> Funkgerätes <SEP> über <SEP> cleii <SEP> @lnseliltisspunlz-t <SEP> 10 <SEP> auf
<tb> die <SEP> Leitung <SEP> 8 <SEP> über, <SEP> so <SEP> wird <SEP> ein <SEP> der <SEP> Stoss stelle <SEP> 6 <SEP> der <SEP> weit;tii@ <SEP> grt>l;te <SEP> Teil <SEP> reflektiert
<tb> und <SEP> nur <SEP> bis <SEP> - <SEP> i""i, <SEP> der <SEP> IIoehfrequenz sp < initnig <SEP> kommt <SEP> ;iuf <SEP> die <SEP> Zwischenleitung.
<tb> Weiter <SEP> findet <SEP> < in <SEP> der <SEP> Stol:@stelle <SEP> 7 <SEP> eine <SEP> gleich gi-osse <SEP> Reflexion <SEP> wie <SEP> :
in <SEP> der <SEP> Stelle <SEP> 6 <SEP> statt,
<tb> so <SEP> dah <SEP> nur <SEP> Millionstel <SEP> der <SEP> bei <SEP> Punkt <SEP> 10 <SEP> auf
<tb> der <SEP> Leitung <SEP> 8 <SEP> vorliiindenen <SEP> Spannung <SEP> hinter
<tb> Punkt <SEP> 7 <SEP> auf <SEP> die <SEP> aus <SEP> denn <SEP> Gerät <SEP> nach <SEP> aussen
<tb> führende <SEP> Leitung <SEP> 13 <SEP> gelungen. <SEP> Sollte <SEP> für <SEP> be stimmte <SEP> ZwecIze <SEP> aueli <SEP> dieser <SEP> Bruchteil <SEP> noch
<tb> unerwünscht <SEP> sein, <SEP> was <SEP> ja <SEP> bei <SEP> besonders <SEP> hohen
<tb> lioclifi-equenteii <SEP> Sp;tnmingen <SEP> innerhalb <SEP> des
<tb> (;
erätes <SEP> niigliclt <SEP> ist, <SEP> so <SEP> braucht <SEP> nureine <SEP> zweite
<tb> solche <SEP> Zwischenleitung <SEP> unter <SEP> Zwischen <SEP> sehal tung <SEP> eines <SEP> Leitungsätiickes <SEP> mit <SEP> hohem <SEP> \Vellen widerstand <SEP> hinter <SEP> die <SEP> erste <SEP> geschaltet <SEP> zu <SEP> wer den, <SEP> wodurch <SEP> von <SEP> der <SEP> bei <SEP> Punkt <SEP> 10 <SEP> auf <SEP> die
<tb> Leitung <SEP> 8 <SEP> kommenden <SEP> Hochfrequenz <SEP> nur <SEP> noch
<tb> Bruchteile <SEP> von <SEP> der <SEP> (lröl.)enordntuig <SEP> 10-1
<tb> hinter <SEP> dem <SEP> dem <SEP> Pi.inkt <SEP> 7 <SEP> entsprechenden
<tb> Punkt <SEP> der <SEP> zweiten <SEP> Zwischenleitung <SEP> aus <SEP> dem
<tb> (Teriit <SEP> auf <SEP> die <SEP> Leitwig <SEP> <B>1.3</B> <SEP> gelangen <SEP> können.
<tb>
Die <SEP> ain <SEP> Punkt <SEP> 7 <SEP> reflektierte <SEP> Welle <SEP> hoch frecl.uenter <SEP> Schwingung <SEP> wird <SEP> bei <SEP> ihrem <SEP> Auf- treten auf Punkt 6 mit demselben Reflexions faktor wie oben reflektiert, wodurch die Welle zwischen den Punkten 6 und 7 hin und her wandert, bis ihre Energie durch die auftre tenden Verluste aufgebraucht ist. Dadurch können sich in der Zwischenleitung stehende \Fellen ausbilden. Um nun ein Aufschaukeln dieser stehenden Wellen über ein zulässiges Mass zu vermeiden, ist es zweckmässig, zum Aufbau derZwischenleitung als Isoliermaterial ein Dielektrikum mit hohen dielektrischen Verlusten zu verwenden, welches diese Energie schneller vernichtet.
Damit die auf der Leitung 8 vorhandene Hochfrequenz auch den vorgesehenen Weg über die Zwischenleitung nehmen muss, und diese nicht umgehen kann, muss eine unge wollte Kopplung der Enden der Zwischen leitung unbedingt vermieden werden. Aus diesem Grunde ist im Ausführungsbeispiel in Fig. 2 ein zweckmässiger Aufbau der Zwi schenleitung wiedergegeben, bei welchem die Zuleitung 13 von aussen durch den Hohlraum des Hohlzylinders 9 erfolgt, so dass ein direktes Koppeln der hochfrequenten Schwingungen von Punkt 6 auf Punkt 7 über die Unter brechungsstelle unter TTmgehungderZwischen- leitung unmöglich gemacht ist.
Bei der beschriebenen Einrichtung ist es grundsätzlich gleichgültig, ob die Zuleitung oder die eingeschaltete Zwischenleitung den grösseren Wellenwiderstand besitzt. Es kommt nur auf die Reflexionsstellen an, welche beim Zusammentreffen zweier Leitungen mit ver schiedenen Wellenwiderständen auftreten. Je grösser der Unterschied zwischen den Wellen widerständen ist, um so grösser ist der Re flexionsfaktor, daher wird man bestrebt sein, die Wellenwiderstände ihrer Grösse nach so verschieden wie nur möglich zu machen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Vermeiden des Heraus dringens ultrahochfrequenter Schwingungs energie aus einem völlig geschlossenen Hqch- frequenzgerät längs einer Gerätezuleitung, insbesondere längs der Stromversorgungslei tung, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zuleitung, von der der ausserhalb des Ge rätes verlaufende Teil von der Hochfrequenz- energie freizuhalten ist, durch Zwischen schalten wenigstens eines Leitungsstückes mit von dem Wellenwiderstand der Zuleitung sehr verschiedenem Wellenwiderstand Stoss stellen geschaffen sind,welche für die hoch- frequenten Schwingungen nahezu Totalreflexion bewirken. UNTERANSPRCCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Länge des Leitungsstückes mit dem Wellenwiderstand, der gegenüber dem der Zuleitung sehr ver schieden ist, grösser als '/4 der längsten auf tretenden Welle ist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitungsstück, dessen Wellenwider stand sehr verschieden gegen den der Zulei tung ist, aus aufgewickelten, gegeneinander isolierten, dünnen Metallfolien besteht. 3. Einrichtuug nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zum Aufbau des Leitungs stückes als Isoliermaterial ein Dielektrikum mit hohen dielektrischen Verlusten verwendet ist. 4.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Leitungsstück mit gegenüber dem der Zuleitung sehr ver schiedenem Wellenwiderstand auf einen Hohl zylinder gewickelt ist, durch dessen Hohlraum die Zuleitung führt.
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Country Status (1)
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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1942
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- 1942-05-09 CH CH226260D patent/CH226260A/de unknown
- 1942-05-12 CH CH226582D patent/CH226582A/de unknown
Also Published As
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