CH226789A - Verfahren zur Herstellung von Pentamethylen-tetrazol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pentamethylen-tetrazol.

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CH226789A
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Chinoin Gyogyszer Es Vegy Wolf
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Chinoin Gyogyszer Es Vegyeszet
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  Verfahren zur Herstellung von     Pentamethylen-tetrazol.       Die     Herstellung    von     cycliscban        Imino-          äthern    (siehe     DRP.    Nr. 448447, 531403,  532969 und 521870) und die Darstellung von       Te-trazolen    aus     diesen    ist bereits bekannt.  Die     Herstellung    von     cyclischen        Iminoäthern     ist aber ziemlich     umständlich;    auch sind die       Ausbeuten    unbefriedigend.  



  Es     wurde    gefunden,     dass        cyclisehe        Imino-          thioäther,    welche bis jetzt unbekannt waren,       in     Weise     hergestellt    werden  können, als die     Iminoäther.    Diese     cyclischen          Iminothioäther    kann man zum Beispiel be  quem herstellen, indem man     cyclische        Keto-          xime    oder deren Ester, zum Beispiel die       Sulfosäure-    oder     Schwefelsäureester,

      in Ge  genwart von     Merkaptanen,    der     Beckmann-          schen        Umlagerung    unterwirft.  



  Die     Aryleulfo,säureester    ,der     cyclischen          Ketoximei    kann man aus dem     Ketoxim    und       Arylsul.fochlorid        herstellen,    in -dem man als  Mittel zur Bindung der Säure zweckmässig so    viel     Pyridin    verwendet, dass das Anderthalb  fache der     berechneten    Menge nicht     über-          schritten    wird.  



  Als     cyclisches        Ketoxim    verwendet man  zweckmässig     Cyolo@heaanonoxiin;    man unter  wirft     vorteilhaft    die     B.enzalsulfo-    oder     To-          luolsulfoester    der     cyclischen        getoxime    der       Beckmannschen        Umlagerung.    Als     Merkaptan     verwendet man.     zweckmässigÄthylmerkaptan.     Die so     erhältlichen        Iminathioäther    sind sta  bile Verbindungen.

   Die erzielbaren Ausbeu  ten sind ausgezeichnet.  



  Man     bereitet    zum Beispiel, das in     1,2-          Stellung        ungesättigte        2-Äthylmerkapto-hexa-          methylenimin    wie folgt: Man löst 26,6 g       Cyclohexanonoxim    in 50 cm' trockenem  Chloroform.

   Unter kräftigem Rühren lässt  man zu dieser Lösung, zwischen -20 und       -10'-während        11/        Stunden,    eine     Lösung    von  37 g     Benzo@ls.ulfochlorid    in 30     emg    trockenem  Chloroform und 20 cm' trockenem     Pyridin              zutropfen.    Man rührt die Lösung noch wäh  rend weiteren     21/2    Stunden bei -10 bis -20   und lässt dann     die    kalt gehaltene Lösung  unter Rühren während 35 Minuten zu einer  auf 45" C gehaltenen Lösung von 40 cm'       Athylmjerkaptan    und 30 cm'     troekenem     

  Chloroform     zutropfen        (Rückflusskühler).     Nachher kocht man das Gemisch während  2 Stunden auf dem Wasserbad bei 70" C,  dampft dann auf dem Wasserbad auf ein  Volumen von ungefähr 120 cm' ein und gibt  -     unter    Eiskühlung - ungefähr 130 cm'  20 %     ige    Kalilauge zu. Man trennt die beiden       Schichten    und zieht die     wässrige    Schicht    noch mit Chloroform aus, wäscht die     ver-          eiiiigteii        Cliloroformlös@ungen    mit. wenig Was  ser, trocknet mit     Kaliumkarbona.t    und fil  triert.

   Man dampft das     Lösungsmittel    bei  <B>50</B> mm     Hg    Druck ab und fraktioniert das       zurückgebliebene    0l im Vakuum. Bei 16 mm       H,-    Druck gehen zwischen 97-101  26-28n"  des in     137-Stellung    ungesättigten 2-     Athyl-          merkaptohexamethylenimins          (C"HioNS    .     C--,ff")     über; das Produkt ist eine farblose, unange  nehm riechende Flüssigkeit.  



  Diese Umsetzung wird durch (las nach  stehende Formelbild veranschaulicht:  
EMI0002.0025     
    Ähnlich verfährt man,     wenni    man anstatt       @        Benzolsulfochlorid        Toluolsulfochlorid    ver  wendet. Man kann aber auch den - nach be  kannter Methode mit     Clilorsulfonsäure    her  stellbaren -     Schwefelsäurehalbester    des     Cy-          clohexanonoxims    verwenden.

   Man kann fer  ner auch so     verfahren,    dass man das     Cyclo-          hexanonoximselbst    in Gegenwart von     Mer-          k:aptan    der Einwirkung von Stoffen, die die       Beckmannsche    Umlagerung bewirken, zum  Beispiel     Benzolsulfochlorid,        Phosphoroxy-          Chlorid        usw.,        unterwirft.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur     Herstellung    von     Penta-          methylentetrazol,    welches dadurch gekenn  zeichnet ist, dass man auf das in     1,2-Stellung     ungesättigte     2-Athylmerkapto-hexamethy        len-          imin        Stickstoffwasserstoffsäure    oder eines  ihrer Salze, zum Beispiel     Ammoniumazid     oder     Alkaliazid,        einwirken    lässt.  



  Das     Pentamethylentetrazol    soll als Arz  neimittel, Verwendung finden.  



  Es ist zweckmässig, den     Im.inothioäther    in  Form der freien Base mit     Stickstoffwasser-          säure    zur Reaktion zu bringen. Ferner ist es  zweckmässig, die Umsetzung in einem orga  nischen Lösungsmittel auszuführen. Man    kann aber auch so verfahren, dass man das       Iminothioätliersalz    mit; einem     Al-kaliazid    oder  mit     Ammoniumazid    umsetzt.  



  Die weiteren Einzelheiten des Verfah  rens sowie auch Anweisungen fair die Abtren  nung des     Reaktionsproduktes    sind in dem  nachstehenden Beispiel zu     finden:     Man     übergiesst    1,57     g        (1l,01_        Mol)    des in       1,2-Stellung        ungesättigten        2-Äthylmerkapto-          hexamethyleniniins    mit 22 cm' (0,015     Mol)     einer     dreivolumprozentigen        Chlorofoi,

  mlösung     der     Stiekstoffwasserstoffsäure.    Nach     42stün-          digemStehen    erwärmt man die Lösung unter       Riickfluss    auf dem Wasserbad auf 40", dann  hält man die Lösung während einer     Stim.(1e     bei 40", eine     weitere    Stunde lang bei 65", zu  letzt während einer Stunde bei 70" auf dem  Wasserbad.

   Man destilliert das Lösungsmit  tel ab und befreit den Rückstand im Vakuum  bei     ungefähr    1 mm Druck vom Lösungsmit  tel, man erhält 1,6 g zähflüssiges 01, das       angeim,pft    sofort     kristallisiert.    Zum Zweck  einer allfälligen Reinigung kann man das  - so praktisch in     theoretischer    Ausbeute     er-          hal-tene    -     Pentamethylentetrazol    im Hoch  vakuum destillieren.

   Man kann übrigens für  die     Reinigung        des        Produktes    auch die Berei  tung des     Sublimatdoppel'salzes    oder irgend-      ein der schon bekannten Methoden anwen  den. Für die     Umkristallisierung    hat sich  Äther als     .geeignetes        Lösungsmittel    erwiesen.    Die Umsetzung .gemäss dem Beispiel wird  durch das nachfolgende Formelbild veran  schaulicht:  
EMI0003.0004     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Penta- methylentetrazol, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das in 1,2-Stellung ungesättigte 2 -Äthylmerkapto - hexamethylenimin Stick i stoffwasserstoffsäure oder eines ihrer Salze einwirken lässt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das in 1,2-Stellung ungesättigte 2-Äthylmerkapto-hexamethylen- imin in Gegenwart eines Lösungsmittels mit Stickstoffsäure zur Reaktion bringt.
CH226789D 1940-12-12 1941-11-04 Verfahren zur Herstellung von Pentamethylen-tetrazol. CH226789A (de)

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