CH226882A - Schwelofen für kohlenstoffhaltige Erze, Kohlen, bituminöse Schiefer und Pflanzenreste. - Google Patents

Schwelofen für kohlenstoffhaltige Erze, Kohlen, bituminöse Schiefer und Pflanzenreste.

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CH226882A
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Michele Salerni Edoardo
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Michele Salerni Edoardo
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated

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Description


  Schwelofen für kohlenstoffhaltige Erze, Kohlen, bituminöse Schiefer und Pflanzenreste.    Der Schwelofen für kohlenstoffhaltige  Erze, Kohlen, bituminöse Schiefer und  Pflanzenreste gemäss vorliegender     Erfindung     besitzt nebeneinander angeordnete, teilweise       zylinderförmig        gestaltete,    oben offene Tiegel,  wobei benachbarte Tiegel mit ihren     obern     Teilen miteinander verbunden sind, so dass  zwischen denselben nach unten offene Kanäle  für den Durchfluss der Heizmedien gebildet  sind.  



       Ausführungsbeispiele    von Schwelöfen  nach vorliegender     Erfindung    sind in den bei  liegenden Zeichnungen veranschaulicht, in  welchen  Die Fig. 1 einen durch einen Destilla  tions- und Verkohlungsofen geführten senk  rechten Längsschnitt nach der Linie I-I der  Fig. 2 darstellt.  



  Die Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt  nach der Linie II-II der Fig. 1.  



  Fig. 3 und Fig. 4 veranschaulichen sche  matisch, in ähnlichen Schnitten wie diejeni-    gen der Fig. 1 und 2, eine abgeänderte Aus  führungsform.  



  Fig. 5 ist ein senkrechter Querschnitt,  welcher in grösserem Massstab einen Tiegel  satz gemäss Fig. 2 zeigt.  



  Fig. 6 ist ein schematischer Grundriss  einer in einem Trockenkanal für das Behand  lungsgut vorgesehenen Misch- und     Förder-          vorrichtung,    welche zu dem in den Fig. 1  und 2 veranschaulichten Ofen gehört.  



       Fig.    7 zeigt, in gleichem Massstab wie       Fig.    5,     eine        ab:geänd-erte        Ausführungsform     ,der Tiegel und der bezüglichen Misch- und       Förderglieder.     



  Bei dem in den     Fig.    1 und 2 gezeigten  Ausführungsbeispiel weist der Ofen     ein    mit  1 bezeichnetes     Mauerwerk    auf, 2 sind untere       Verbrennungskammern    zur Erzeugung des       Heizmediums.    Jede Kammer 2     ist    mit einer  gewölbten Decke 3 aus     feuerfestem    Material  versehen, welche     Öffnungen    4 für -den Durch  tritt eines Teils der gasförmigen Verbren  nungsprodukte     bezw.    der     Flammen    besitzt.

        An die Verbrennungskammer 2 schliesst sich  auf einer Seite ein Kanal 4' an, durch wel  chen der grösste Teil der     Verbrennungsgase,     wie durch Pfeil 5 angegeben, strömt und in  den Raum 6 gelangt, der sich zwischen der  Decke 3 und einer Metallwand befindet, die  aus der Gesamtheit der teilweise zylindri  schen und teilweise ebenen Wände einer An  zahl     Tiegel    7 besteht, welche mit ihren  flachen obern Teilen miteinander verbunden  sind. Die Verbrennungsbase strömen daher  (siehe Fig. 1) von links nach rechts und  steigen weiter durch Öffnungen     8a    und 8,  wie durch die Pfeile angegeben, zu dem zwi  schen den Deckeln 9 der Tiegel 7 und den  Vorwärmerohrgruppen 10 sich befindenden  Raum.  



  Um ein ungehindertes Strömen der     Ver-          brennungsbase    nach den Heizflächen der  Tiegel zu     ermöglichen,    sind letztere nicht ab  gestützt, sondern aufgehängt.  



  Die parallelen Vorwärmungsröhren 10  sind, wie in Fig. 3 ersichtlich, in Abständen  voneinander entfernt und gestatten den  Durchgang der Verbrennungsprodukte     von     unten nach oben durch die Kanäle 12. Doch  sind diese Kanäle 12 oben grösstenteils durch  feuerfeste Elemente 11 geschlossen. Die Ver  brennungsprodukte erreichen die obere Kam  mer 13, welche gemäss Fig. 1 nur eine obere  Austrittsöffnung 14 aufweist, durch welche  die Gase in die Mündungskammer 15 des  Trockenkanals 16 kommen, innerhalb dessen  sieh der mit Stangen und Ketten versehene  Förderer 17 bewegt. Indem die Verbren  nungsprodukte in der durch die Pfeile 18 an  gegebenen Richtung den Trockenkanal 16  durchlaufen, erreichen sie durch die Öffnung  19 den Rauchfang 20.  



  Der zu behandelnde Stoff (Kohlen,  Braunkohlen, bituminöse Schiefer und ähn  liche Kohlenstoff enthaltende Erze oder  Pflanzenstoffe) wird in den Ofen durch den  Trichter 21 eingeführt, welcher den Stoff in  die Mündungskammer 15 des Trockenkanals  16 hineinbringt, wobei er die Fläche A  streift. Die Fläche A dient auch dazu, die  Ladung zu dosieren. Dort fällt der Stoff auf    die waagrechte Fläche 22, die gemäss Fig. 6  aus rhomboidförmigen Gusseisenplatten 23 zu  sammengesetzt ist, welche zur Mischung des  Behandlungsgutes beitragen, aber die Be  wegung der durch des Kettenpaar 25 und 26  getragnen Querstangen 24 nicht hindern.

    Die vorzugsweise aus halbrunden Eisen     he-          stehenden    Querstangen 24 fördern, indem  sie die Fläche 22 streifen, in der durch den  Pfeil 18 bezeichneten Richtung den Stoff von  der Kammer 15 in die Kammer 27. Der An  trieb der Ketten 25 und 26 erfolgt durch die  Welle 28 und die Räder 30, 29. An der  äussersten Mündung des Trockenkanals 16  gehen die Ketten 25 und 26 um die Vor  gelegeräder 30 herum. Indem der Stoff auf  der Fläche 22 von der Kammer 15 zur Kam  mer 27 bewegt wird, erfährt er eine zunächst  dem Trocknen dienende Erwärmung.

   Von der  Kammer 27 fällt der Stoff in die     Vorwär-          mungsröhren    10, welche in ihrer ganzen  Länge von einer drehbaren, aus zwei Strän  gen 31 und 32 bestehenden     #Velle    durch  laufen werden. Die Welle 31, 32 trägt die  Mich- und Förderschaufeln 33, welche den  Stoff von der Eintrittsstelle 34 nach der Aus  trittskammer 35 der Röhren 10 fördern. Die       Welle    31, 32 ist durch ein Rädergetriebe 36  und 37 angetrieben. Die Röhren 10 sind oben  mit mit 38 bezeichneten Austrittsöffnungen  für Gase und Dämpfe     versehen,    die in die  genannte Kammer 13 münden, durch welche.  schon merklich gekühlt, die Verbrennungs  produkte     hin:durchströmen.     



  Von den Röhren 10 geht der     vorerwärmte     Stoff, der jedoch noch nicht die     De.stilla-          tionstemperatur    erreicht hat, durch den an  den Kopf anschliessenden Verbindungskanal  39 hindurch in die     Eintrittskammer    40 für  die Tiegel 7, in welchen die Temperatur  höher ist und die Destillation oder die     Ver-          kohlung    des behandelten Stoffes     stattfindet.     Die Tiegel 7 sind ebenfalls der Länge nach  von einer durch die Zahnradgetriebe 43 und  44     betätigten,    und in Stränge 41 und 42 ge  teilten Welle durchlaufen.

   Die     Wellen-          strän-e    41 und 42 traben Förderschaufeln,       zweckmässig    um 120  versetzt, die zur Ab-      Stützung und Zentrierung der Wellen dienen,  ohne dass eine Zwischenlagerung, welche die  Förderung des Stoffes beeinträchtigen  würde, erforderlich ist. Die Förderschaufeln  können auch als Förderschnecken ausgebildet  sein. Von dem Austrittsende 45 der Tiegel 7  fällt das verkohlte Material durch einen Ver  bindungskanal 46 in einen Förderer 47, der  es zur weiteren Behandlung schickt.  



  Die innern Enden der Wellenstränge 31,  32 und 41, 42 sind mittels einer Hülse 48  verbunden, die deren Gleichachsigkeit ge  währleistet, aber die durch die Tempera  turänderungen hervorgerufene gegenseitige       Axialbewegung    gestattet.  



  In der Ausführungsform nach den Fig. 3  und 4 sind die mit 53 bezeichneten Misch  wellen der Tiegel 52 und ihre Antriebszahn  radgetriebe 56 ausserhalb des Ofens 49 in  Lagern 54 und 55 gelagert.  



  Auf dem innern Teil der Mischwellen 53  sind die Förder- oder Schneckenschaufeln, je  nach der Beschaffenheit des Behandlungs  gutes ausgebildet, angeordnet.  



  Sowohl der oberhalb der Tiegelsätze an  geordnete Vorwärmkanal als auch der über  diesem     vorgesehene    Trockenkanal besitzen,  wie in Fig. 4 gezeigt, waagrechte Flächen,  die aus an den Schenkeln miteinander ver  bundenen U-Eisen gebildet sind. Die Boden  fläche 57 des Vorerwärmers besteht aus einer  einzigen Reihe solcher U-Eisen, die versetzte  Einschnitte 58, 58' zur Ausgleichung der  Ausdehnung aufweisen. Die Bewegung des  Behandlungsgontes erfolgt im Trockenkanal  durch einen Förderer 59 der bereits beschrie  benen Art.  



  In der Nähe des Punktes, an welchem die       Verbrennungsgase    zuerst mit dem     untern    Teil  des Vorwärmkanals in Berührung kommen,  ist eine unten an den U-Eisen befestigte  Schutzplatte 60 vorgesehen, die Löcher 61  aufweist, durch welche ein Teil der warmen  Gase zwischen die Platte und die Boden  fläche 57 des Vorwärmkanals eindringen  kann.  



  Durch den am einen Ende genannter Bo  denfläche 57 vorgesehenen Kanal 62 hin-    durch gelangen die Verbrennungsgase unter  den Trockenkanal, dessen Bodenfläche 63 aus  einer Reihe, wie oben beschrieben, miteinan  der verbundener und mit Einschnitten 58  und 58' versehener U-Eisen gebildet ist. Im  Vorwärmkanal wird das Behandlungsgut  mittels eines Förderers 64 bewegt. Die Decke  65 des Trockenkanals ist in beschriebener  Weise durch U-Eisen gebildet. Andere, in der  Fig. 4 mit 66 bezeichnete U-Eisen bilden die  seitlichen Flächen der Trocken- und Vor  wärmkanäle, und besitzen ebenfalls Ein  schnitte zur Ausgleichung der Ausdehnungen.  



  Je nach der Menge und dem     Feuchtig-          keitsgraddes    zu     behandelnden    Stoffes können  ein oder mehrere Trocknungs- und     Vorwär-          mungskanäle    vorgesehen werden. In beiden  Fällen     ist        die        untere    Fläche eines     Vor-          erwärmers        mit    :der Schutzplatte 60 versehen.  



  Gemäss     Fig.    5 besitzen die nach oben  offenen     Tiegel    7 an die zylindrische Fläche  anschliessende, nach .aussen geneigte     Schräg-          flä:chen    67,     wodurch    der offene obere Teil  jedes Tiegels     trichterförmig    erweitert ist und       zwischen        benachbarten    Tiegeln je ein ent  sprechender     Kanal    68 gebildet ist, durch -den  ,die Heizgase- :oder Dämpfe     frei    strömen  können.

   Diese     Ausbildungsart    der Tiegel 7  trägt zur gleichmässigen     Erwärmung,des        Be-          handlungsgutes    69 bei und     keine    der der       Flamme    oder den heissen Verbrennungs  produkten ausgesetzten Wände der     Tiegel    7       bleiben    ohne     eine        Überdeckung    von kohlen  stoffhaltigem     Material        und    können sich daher  nicht überhitzen und ein     gra@cken    der . öligen  Dämpfe veranlassen;

   die     beschriebenen          Schräbo-flächen    67 bedeuten     eine    vorteilhafte       Vergrösserung    der     zylindrischen    Heizfläche  der Tiegel. Um das Füllen der Tiegel mit  dem zu behandelnden Stoff zu     ;gewährleisten,     können     vorzugsweise    an den Enden der  Tiegel Stauvorrichtungen, zum Beispiel in       Gestalt    von halbkreisförmigen Platten oder       Diaphragmen        vorgesehen    sein, welche die  Tiegel     biss    über deren Schrägflächen 67 mit       Behandlungsgut    gefüllt halten.  



  Die     Schrägflächen    67 der Tiegel 7 laufen  in     senkrechte    Flanschen 70 aus,     welche    mit-      einander vernietet sind, so dass die parallel  nebeneinander liebenden Tiegel je     einen    Satz  von einheitlichem, zusammenhängendem Bau  bilden. Die Deckel 9 jedes Tiegelsatzes sind  zu einem Ganzen vereinigt, das aus gewölbten  Einzelelementen besteht, die an Flanschen 71  (Fig. 5) miteinander vernietet sind.     End-          platten    72 und 73 schliessen den Deckelsatz  auf den ebenen Seiten ab, so dass über jedem  Tiegelsatz eine Destillationskammer 74 ge  bildet ist.

   In Fig. 1 sind drei solcher Tiegel  sätze hintereinander beschaltet, welche An  ordnungsart eine bessere     Beherrschung    der  beim Betrieb des Ofens sich ergebenden Aus  dehnungen ermöglicht. Eine Seitenleitung 75  (Fig. 2) verbindet jede Destillationskammer  74 mit einer Staubabscheidevorrichtung i G  mit gemäss Fig. 6 durch den Motor 7 7 ange  triebener Welle 78. Jeder Siegelsatz ist mit  dem obern Teil an den Wänden des Ofens  aufgehängt, zweckmässig mittels Stützen,  welche an Trägern angreifen, die an genann  ten Wänden befestigt sind.  



  In der Fig. 7 ist der Tiegel 79 derart  ausgeführt, dass in seinem Innern zwei par  allele Mischwellen 80 und 81 Platz finden.  deren Schaufeln 82 und 83 gegeneinander  versetzt sind, so dass ihre Wege sich ohne       gegenseitige        Behinderung    kreuzen. Diese  Ausführung ist besonders geeignet für die  Behandlung von klebenden Stoffen, wie  pflanzliche oder industrielle Abfälle,     Ent-          färbungserden    etc., indem jedes Zusammen  ballen der Stoffe um die Wellen herum wer  mieden wird.    Wärmeverteilung  Der beschriebene Schwelofen ermöglicht  eine Anpassung der Heizwärmeverteilung an  den zu behandelnden Stoff.

   Das blühende Ge  wölbe 3 der Verbrennungskammern 2 erhitzt  die durch die Tiegel gebildeten Retorten auch  durch Strahlung.     Dieses    Gewölbe besitzt ver  schiedene Löcher, die gestatten, den Durch  tritt der Heizmedien zu unterteilen, so dass  für jeden einzelnen Bereich einer     Retorte    ge  eignete thermische Verhältnisse     einbestellt     werden können, wobei vermieden wird, dass    die grosse Wärmemenge die Heizflächen un  mittelbar beaufschlagt und dadurch Über  hitzungen und Feuerschläge erzeugt.  



  Die Verteilung und Regulierung der  Wärme ist ferner erleichtert zufolge der  gemäss Mg. 1 vorgesehenen Rohrstutzen 84,  die die Retorten an den Enden mit den  Mauerwerk 1 verbinden, und durch die zwi  schen den in der Reihe einander folgenden  Tiegel angeordneten Rohrstutzen 85; die  Rohrstutzen 84 und 85 wirken als     Aus-          clehnungskupplungen.    Im Bereiche dieser  Rohrstutzen 84 und 85 sind da, wo die Pfeile  8 und 8a eingezeichnet sind, Räume vorhan  den. die je nach Wunsch für den Durchtritt  des Heizmediums freibelassen oder mittels  feuerfeister Elemente geschlossen werden kön  nen.

   Das die ganze     untero    Fläche der Retor  ten beaufschlagende Heizmedium kommt in  der Folge in den Bereich des obern Teils der  Retorten, indem es durch den erwähnten  Raum 8 oder auch, zum Teil, durch die  Räume 8a hindurchgeht; diese Anordnung       bietet        verschiedene    Umlaufmöglichkeiten des  Heizmediums, was eine genaue Einstellung  der für den zu behandelnden Stoff geeigneten  thermischen Verhältnisse bestattet.  



  Ferner trägt die Aufhängung der ver  schiedenen Elemente, durch welche jedes  Hindernis an den durch das Heizmedium be  aufschlagten Fluchen beseitigt wird, dazu bei,  die Gleiebniissigkcit und das Fortschreiten  der Heizung zu gewährleisten, wobei vermie  den wird, dass einige Zonen ungenügend er  hitzt und andere überhitzt werden.    Um die Wärmeübertragung zwischen dem  Heizmedium und der in den Tiegeln enthal  tenen Masse noch besser zu gewährleisten,  und die durch Wärmedehnungen verursachien  Übelstände soweit als möglich zu heseitigen.  ist zur     Erhitznii@y    das     Gebenstromprinzip\an-          gewendet.     



  Es kann mit schwerem 01     durchtränkter          Sehlamm    in die von den Tiegeln gebildeten  Retorten,     vorzirbatveise    an ihrem in     bezub    auf       Fi--.    1 linken, (las heisst am wärmeren Ende       ein-eführt    werden, so dass das im Schlamm      enthaltene Öl durch Destillation wieder ge  wonnen werden kann.  



  Der grössere Wirkungsgrad, den man mit  der beschriebenen     Anordnung    der Heizflächen  des Ofens erreicht, gestattet bei gleicher  Produktion eine Verminderung in den Ab  messungen des Ofens, oder bei gleichen Ab  messungen des Ofens eine grössere Produk  tion. Da anderseits die für den Betrieb des  Ofens erforderliche mechanische Leistung mit  den Abmessungen des Ofens verhältnisgleich  ist, wird eine Verminderung des Leistungs  aufwandes bei gleicher Produktion oder eine  Vermehrung der Produktion bei gleichem  Leistungsaufwand erhalten. Da ferner die  untern Tiegelheizflächen beständig mit Ma  terial bedeckt bleiben, befinden sie sich nicht  in Berührung mit den öligen Dämpfen, wo  durch das Kracken der letzteren vermieden  wird. Auf diese Weise wird ein erheblicher  Mehrgewinn an rohen Destillaten erreicht.  



  Auf dem Gebiet der Verkohlung bei nied  riger Temperatur sind die aus einer gewissen  Anzahl rohrförmiger oder tiegelförmiger,  waagrecht angeordneter Elemente kleiner Ab  messungen bestehenden Ofen mit Aussen  heizung bekannt, in welchen der in Behand  lung sich befindende, zweckmässig zerklei  nerte Stoff fortwährend gemischt und mittel  Fördervorrichtung vorwärts bewegt wird.  



  Diese Ofen weisen jedoch Übelstände auf,  und zwar sind dies, in einigen Fällen, die  Unzulänglichkeit der Heizflächen in bezug  auf die verwendeten mechanischen Glieder  und, in andern Fällen, die unvermeidliche  Überhitzung der Flächen selbst, die in Be  rührung mit den öligen Dämpfen stehen und  daher das Kracken der Kohlenwasserstoffe  bewirken.  



  Diese Nachteile werden mit dem darge  stellten Schwelofen vermieden. Die zwischen  dessen Tiegeln vorgesehenen Kanäle mit be  sonderem Querschnitt ermöglichen eine innige  und     ungestörte    Berührung, wodurch eine     gute     Wärmeübertragung zwischen dem     Heiz-          medium    und dem Behandlungsgut bewirkt  wird. Dies konnte mit den bekannten halb  zylindrischen Tiegelsätzen nicht erreicht wer-    den, welche, bei gleichem Inhalt der Tiegel,  eine viel geringere Heizfläche aufwiesen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schwelofen für kohlenstoffhaltige Erze, Kohlen, bituminöse Schiefer und Pflanzen reste, dadurch gekennzeichnet, dass er neben einander angeordnete, teilweise zylinderför- mig gestaltete, oben offene Tiegel aufweist, wobei benachbarte Tiegel mit ihren obern Teilen miteinander verbunden sind, so dass zwischen denselben nach unten offene Kanäle für den Durchfluss der Heizmedien gebildet sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Ofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Tiegel mit einem Deckel versehen und zu Sätzen vereinigt sind, wobei :die Deckel jedes Tiegelsatzes zu einem Ganzen vereinigt sind. 2.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an die zylindrische Fläche jedes Tiegels nach aussen geneigte Schrägflächen anschliessen. 3.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, ,dass an .die Schrägflächen jedes Tiägels senk rechte Flanschen anschliessen, wobei die nebeneinander liegenden Tiegel mit ihren Flanschen zu iSätzen verbunden sind, und jeder Tiegelsatz mit dem obern Teil an :den Wänden des Ofens aufgehängt ist. 4.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1 bis <B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, class in Reihe angeordnete Tiegel durch als Ausdehnungskupplungen dienende Rohr stutzen miteinander verbunden und in Aus- nehmungen der Ofenwände abgestützt sind. 5.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass gleichachsig zu jedem Tiegel in letzterem :eine Welle angeordnet ist, welche Misch- und Förderglieder für das Behandlungsgut trägt, die Bewegung an einem äussern Ende emp fängt und keine Mittellager hat, da die För- derglieder als Stützen für die Welle dienen und. deren Zentrierung bewirken. 6.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zusammen eine einzige Welle bil dende Wellenstränge mittels einer Hülse mit einander verbunden sind, um Ausdehnung der Wellenstränge durch Erwärmung zu er möglichen. 7. Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Misch- und Förderwellen derart an geordnet sind, dass ein Teil derselben ausser halb der Tiegel, in welchen der Durchgang des Behandlungsgutes und seine Mischung erfolgt, sich befindet. B. Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiegel zwei Mischwellen aufweisen, deren Misch- und Förderglieder zueinander versetzt angeordnet sind, so dass ihre Wege sich ohne gegenseitize Behinderung kreuzen. 9.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet durch am Ausflussende der Tiegel vorgesehene Stau vorrichtungen, um beim Betrieb des Ofens die Tiegel mit Behandlungsgut vollständig gefüllt zu halten und dadurch eine Berüh rung der sich aus dem Behandlungsgut ent wickelnden öligen Dämpfe mit den Heiz flächen zu vermeiden. 10.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7 und 9, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Erzeugung der Heizgase Verbrennungskammern vorgesehen sind, die durch Gewölbedecken aus feuerfestem Ma terial abgeschlossen sind, welche während des Betriebes glühend sind, um die Tiegelwände auch durch Strahlung zu erhitzen, und dass die Gewölbedecken Öffnungen für den Durchtritt eines Teils der Heizgase aufweisen. 11.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7, 9 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass den Tiegeln in bezug auf den Lauf des Behandlungsgutes ein Vor- wärmer vorgeschaltet ist, der nebeneinander ain geordnete Elemente aufweist, welche mit Wellen mit daran fest angebrachten Miscb- und Fördergliedern versehen sind. 12. Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprachen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vorwärmer mit rohrförmigen Ele menten vorgesehen ist. 13.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen Trockner mit einer waagrechten Fläche aus rhomboidförmigen Gusseisenplatten und darüber hinweg bewegten Querstangen zur Mischung und Förderung des Behandlungs- g utes. 14.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Tiegel Wärmeflächen vor gesehen sind, gebildet aus einanderliegen- den, durch ihre Schenkel miteinander verbun denen U-Eisen, an denen versetzte Einschnitte vorgesehen sind, um die Wärmeausdehnung zu gestatten. 15.
    Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7 und 14, dadurch gekenn zeichnet, dass mit den erwähnten Wärme flächen seitliche Flächen Trocken- und Vor wärmkanäle bilden, wobei die seitlichen Flächen ebenfalls aus U-Eisen gebildet sind, die Einschnitte zur Ausgleichung der Aus- dehnung besitzen. 16. Ofen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7 und 13, dadurch gekenn zeichnet, dass unterhalb einer Wärmefläche.
    an demjenigen Ende, an welchem die Ver brennungsprodukte zugeführt werden, eine Schutzplatte vorgesehen ist, die Löcher auf weist, durch welche ein Teil der Verbren nungsmedien zwischen die erwähnte Wärme fläche, ül}er welcher das Behandlungsgut ge fördert wird, und die Schutzplatte eindringen kann.
CH226882D 1940-12-09 1941-11-17 Schwelofen für kohlenstoffhaltige Erze, Kohlen, bituminöse Schiefer und Pflanzenreste. CH226882A (de)

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