DE4015A - Neuerungen an Kesselfeuerungen - Google Patents

Neuerungen an Kesselfeuerungen

Info

Publication number
DE4015A
DE4015A DE4015A DE 4015 A DE4015 A DE 4015A DE 4015 A DE4015 A DE 4015A
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boiler
pan
combustion
distillation
preheater
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. LAWRENCE in London

Links

Description

1878.
-Klasse,
WILLIAM LAWRENCE in LONDON. Neuerungen an Kesselfeuerungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1878 ab.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, durch Einrichtungen an Kesselfeuerungen eine bessere Ausnutzung des Brennmaterials herbeizuführen und bestehen diese Einrichtungen:
ι. In der Anbringung einer Kohlendestillationspfanne in der Mitte oder an der einen Seite des Rostes; dabei können die Roststäbe horizontal liegen oder in einem gewissen Winkel zu der Destillationspfanne stehen.
2. In der Vertheilung der Verbrennungsproducte hinter der Feuerbrücke des Rostes an die Wände des mit Innenfeuerung versehenen Kessels vermittelst einer sich drehenden Schraube.
3. In der Führung der Verbrennungsproducte durch oder um einen secundären Kessel, durch welchen das :Kesselspeisewasser in ring- oder schlangenförmigen Windungen in Gegenstromrichtung hindürchgeleitet wird.
4. In der Führung der Verbrennungsproducte durch einen Vorwärmer, durch welchen das Kesselspeisewasser in Röhren hindürchgeleitet wird, während der Vorwärmer selbst mit einer chemischen Lösung angefüllt ist, deren Siedepunkt ein höherer als der des Wassers ist.
5. In der Anbringung der Kohlendestillationspfanne über dem Rost oder über einem Theil des Rostes bei Locomotivkesseln und in der Quertheilung der Locomotivkessel, um durch vermehrte Röhrenplatten die Heizfläche zu ersetzen, welche durch die Destillationspfanne in der Feuerbüchse verloren gegangen ist.
6. In der Anwendung von durch Hand oder Maschinenkraft getriebenen endlosen Ketten zur Zuführung der Kohlen in die Destillationspfannen.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 einen Horizontalschnitt und Fig. 2 einen Längsschnitt (nach Z-Z in Fig. 1) einer Dampfkesselfeuerungsanlage mit den unter 1, 2, 3 und 4 aufgeführten Einrichtungen dar. In dem Feuerrohr des Dampfkessels X befindet sich' in der Mitte des Rostes die Destillationspfanne A. Die Pfanne liegt mit ihrem Rande in gleichem Niveau mit -der Rostfläche. Das Feuerungsmaterial wird mittelst passender Werkzeuge durch die Feuerungsthür auf die Pfanne gebracht, wo es durch das seitlich auf den Roststäben brennende Feuerungsmaterial erhitzt wird. Hierdurch destilliren die Gase aus dem Feuerungsmaterial auf der Pfanne ab. Diese Gase ziehen mit den Verbrennungsproducten vom Rostfeuer ab und verbrennen mit denselben. Ist das Feuerungsmaterial in der Pfanne genügend abdestillirt, so wird dasselbe mittelst' Schüreisen nach rechts und links auf den Rost gebracht, woselbst es verbrennt. Sodann wird eine frische Charge auf die Destillationspfanne gegeben; diese bleibt daselbst so lange, bis sie zur rauchfreien Verbrennung vorbereitet ist und auf den Rost befördert werden kann.
Der Boden der Destillationspfanne kann glatt sein; Erfinder zieht jedoch vor, ihn wellenförmig zu machen, wie in Fig. 6, 7 und 8 gezeigt, um das partienweise Transportiren des abdestillirten Feuerungsmaterials aus der Pfanne auf den Rost zu erleichtern. Es kann auch die Stellung des Rostes zur Destillationspfanne eine winklige sein, wie Fig. 7 auf der linken Seite zeigt. G ist die Pfanne, χ der winklig gestellte Rost. Erfinder behält sich auch vor, die Feuerung so einzurichten, dafs die eine Seite von der Pfanne, die andere Seite von dem Rost (von der Feuerungsthür aus gesehen) eingenommen wird.
In dem Feuerrohr des Dampfkessels X, Fig. 1 und 2, liegt hinter der Feuerbrücke b die Schraube B1 welche, durch die Scheibe auf der Welle d in Drehung versetzt, die heifsen Gase gegen die Wände des Feuerrohres treibt, wodurch eine intensivere Wirkung der heifsen Gase auf den Kessel erzielt werden soll. Von hier ziehen die Gase in den wie gewöhnlich angebrachten Zügen um den Kessel. Sie haben jedoch, ehe sie durch den Schornstein entweichen, noch zweimal Wärme abzugeben; zuerst in dem Hülfs- oder Nebenkessel C. Derselbe besteht aus, am besten in Gufseisen ausgeführten, ring- oder schlangenförmigen Windungen, welche innen wie aufsen von den heifsen Gasen bestrichen werden. Das Kesselspeisewasser oder sonst zu erwärmende Wasser wird diesem Nebenkessel durch das Rohr e zugeführt und tritt bei/ wieder aus. Die den Nebenkessel C verlassenden heifsen Gase werden nun in den Vorwärmer D eingeführt, den sie, wie die Pfeile in Fig. 2 andeuten, durchstreichen.
Die Einrichtung dieses Vorwärmers wird deutlicher in den Fig. 3, 4 und 5 veranschaulicht. Fig. 3 zeigt den Vorwärmer theilweise in Endansicht, theilweise im Querschnitt. Fig. 4 zeigt
denselben theilweise in Längenansicht, theilweise im Längenschnitt. Fig. 5 ist ein Grundrifs. Dieser Vorwärmer wird am besten aus Blech construirt, damit hier die Verbrennungsproducte ihre Wärme möglichst vortheilhaft abgeben. E sind die Kanäle, durch welche die Gase hindurchstreichen und wird letzteren ihre Richtung durch die Platten g, Fig. 2, vorgeschrieben. In dem mit L bezeichneten inneren Raum befindet sich eine gesättigte Chlorcalciumlösung; in dieser liegt die schlangenförmig gebogene Rohrleitung F. Jedes Rohr in einer horizontalen Abtheilung des Vorwärmers ist durch Kniestücke F aufserhalb des Vorwärmers mit dem entsprechenden Rohr der nächsten horizontalen Abtheilung des Vorwärmers verbunden. Das zu erhitzende Wasser tritt bei el, Fig. 2, in den Vorwärmer ein, durchströmt ihn im Rohr F und tritt bei e, Fig. 2, aus, um in den Nebenkessel C zu fliefsen. Die Anwendung von gesättigter Chlorcalciumlösung in dem Vorwärmer zur Umhüllung des Speisewasserrohres hat den Zweck, die Wärme der durchziehenden Gase besser auszunutzen, weil eine solche Lösung einen viel höheren Hitzegrad annehmen kann, ehe der Siedepunkt erreicht ist, als z. B. Wasser. Nach dem Verlassen des Vorwärmers D entweichen die heifsen Gase in den Schornstein.
In den Fig. 9, 10 und 11 ist die Feuerungsanlage eines Locomotivkessels dargestellt. Fig. 9 ist ein Querschnitt nach Y- Y in Fig. 11 in der Richtung des Pfeiles Y gesehen. Fig. 10 ist ein Querschnitt nach P-P in Fig. 11, in Richtung des Pfeiles P gesehen. Fig. 11 ist der Längenschnitt der Feuerbüchse mit einem Theile des Kessels.
Ueber dem muldenförmigen Theil des Rostes /' ist in gewisser Entfernung eine verticale Abtheilung in der Feuerbüchse angebracht, welche durch in verticaler Richtung wellenförmig gebogene Thüren gebildet wird, die oben in Scharnieren hängen und durch einen aufsen mit Handgriff versehenen Hebel geöffnet und geschlossen werden können. ■*· Der durch diese Thüren in Verbindung mit dem muldenförmigen Theil des Rostes (welcher Theil nicht mit Oeffnungen zum Durchzug der Luft versehen ist) gebildete Raum ist der Destillationsraum für das Feuerungsmaterial. Diesem Räume wird das Brennmaterial durch eine horizontale Kammer zugeführt, welche aufsen mit einem Deckel verschlossen werden kann. Sobald der Destillationsprocefs in diesem Räume beendet ist, werden durch den Handhebel die Thüren geöffnet und fällt dann das abdestillirte Brennmaterial über das auf dem Roste lagernde brennende Material. Ueber der Einfüllkammer mündet ein Dampfrohr in die Feuerbüchse, welches von einem Luftzuführungsrohr umgeben ist.' Vermittelst dieser Einrichtung kann Luft in die Feuerbüchse eingeführt werden, um den Pr'oducten der Destillation Luft zu ihrer Verbrennung zuzuführen.
In Fig. 12 ist eine aridere Art der Anbringung von Destillationspfannen in Locomotivfeuerbüchsen dargestellt. 1 ist eine ringförmige Zufuhrungsöffmmg für das Brennmaterial, 2 ist die Destillationspfanne, 345 sind Schürlöcher, 6 und 7 Feuerungsthüren zum ersten Anzünden.
Um für die durch Anbringung von Destillationspfannen verringerte Heizfläche einen Ersatz zu schaffen, schlägt Erfinder vor, den Kessel in seiner Länge ein oder mehrere male quer zu theilen durch Anbringung mehrerer Röhrenplatten 8 und 9, Fig. 12. Es ist dabei angenommen, dafs das äufsere, den Dampfkessel bildende Rohr durch diese Quertheilungen eine Unterbrechung nicht erleidet.
Fig. 13 zeigt im Längenschnitt, Fig. 14 im Querschnitt eine Kesselfeuerungsanlage, bei welcher zu beiden Seiten der Destillationspfanne P der Rost χ schräg abfällt. In der Pfanne liegt eine endlose Kette N, welche vorn und hinten über die Kettenräder O geht und durch diese in Bewegung gesetzt wird. Die endlose Kette dient dazu, das Feuerungsmaterial der Destillationspfanne auf mechanische Weise zuzuführen.
Die vorstehend beschriebenen Einrichtungen zur besseren und rauchfreieren Verbrennung des Brennmaterials und behufs besserer Ausnutzung des letzteren können, soweit sie gemeinschaftlich an einer Kesselfeuerung anzubringen sind, gleichzeitig benutzt werden, wobei jedoch nicht ausgeschlossen ist, sie einzeln zur Anwendung zu bringen.

Claims (8)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Die Verbindung einer Destillationspfanne für Brennmaterial mit den Roststäben einer Kesselfeuerungsanlage.
  2. 2. Die Verbindung einer Kesselfeuerungsanlage, die in der Hauptsache aus Roststäben und einer Destillationspfanne besteht, mit einer Schraube, die sich hinter der Feuerungsanlage dreht, um die heifsen Producte der Verbrennung an die Wände des Kessels zu werfen.
  3. 3. Die Leitung der Verbrennungsproducte durch und um einen Nebenkessel, um die Hitze dieser Verbrennungsproducte auszunutzen, wobei dieser Nebenkessel aus ringförmigen Rohrwindungen bestehen kann, durch welche Wasser oder sonstige Flüssigkeit in entgegengesetzter Richtung zum Zuge der Verbrennungsproducte hindurchstreicht.
  4. 4. Die Leitung der Verbrennungsproducte durch einen Vorwärmer, der aus wellenförmigen Blechen hergestellt ist, durch welchen das Rohr, welches das zu erhitzende Wasser oder eine sonstige Flüssigkeit enthält, gleichfalls hindurchgeleitet ist und welcher Vorwärmer mit einer chemischen Lösung gefüllt ist, deren Siedepunkt höher als der des Wassers liegt.
  5. S- Die beschriebenen Arten der Anbringung einer Destillationspfanne zu dem mehrgenannten Zweck in einer Locomotivfeuerbüchse.
  6. 6. Die Einrichtung von Destillationspfannen in Locomotivfeuerbüchsen, in Verbindung mit einer Dampfstrahleinrichtung zur Zuführung von Luft in die Feuerbüchse.
  7. 7. Die Quertheilung von Locomotivkesseln zur Vermehrung der Rohrplatten in diesen Kesseln.
  8. 8. In Verbindung mit einer Destillationspfanne in einer Kesselfeuerungsanlage die Anbringung einer beweglichen endlosen Kette in der besagten Pfanne.
    Alles wie oben beschrieben und in beiliegenden Zeichnungen dargestellt und zu dem angegebenen Zwecke.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2632788A1 (de) Heizkessel mit waermespeicherelementen
AT143707B (de) Füllschachtfeuerung.
DE20220234U1 (de) Holzbackofen
DE4015A (de) Neuerungen an Kesselfeuerungen
AT217674B (de) Kessel, insbesondere Zentralheizungskessel
DE217990C (de)
DE20696C (de) Neuerungen an Rosten und Feuerungen für Dampfentwickler
DE337743C (de) Wanderrost
DE516287C (de) Aus durch Strahlung beheizten Rohrschlangen bestehender Dampferzeuger
DE910472C (de) Stehender Heizkessel mit ringzylindrischem, von Rauchgaszuegen durchsetztem Wassermantel
DE380765C (de) Muldenrostfeuerung mit Verbindungskanaelen im Mauerwerk zwischen den Fuellschaechten und dem Verbrennungsraum
CH520897A (de) Verfahren zur automatischen Steuerung der Verbrennungsluft in Müllverbrennungsanlagen und Müllverbrennungsanlagen zur Durchführung des Verfahrens
DE27999C (de) Treppenrost
DE13268C (de) Gasofen zum Brennen von Thonwaaren
AT99733B (de) Tragbarer Sparherd.
DE106981C (de)
DE66575C (de) Trockenanlage für ununterbrochenen Betrieb
DE558295C (de) Herstellung aktiver Kohle
DE49069C (de) Luftheizungsanlage mit Vorrichtungen zur Rückführung eines Theiles der Feuergase zu den Feuerräumen
DE56763C (de) Dampfkesselanlage mit mehreren über einander liegenden, als Rost dienenden Rohrreihen
DE1774C (de) Knochenkohlen-Glühofen für kontinuirlichen Betrieb, mit gewellten oder geraden Retorten, die mit einem Mantel aus feuerfestem Material umgeben sind
CH226882A (de) Schwelofen für kohlenstoffhaltige Erze, Kohlen, bituminöse Schiefer und Pflanzenreste.
DE414539C (de) Gliederkessel mit ueber dem Feuerraum verlegten wagerechten Heizkanaelen
DE27909C (de) Feuerung mit glockenförmigem Vorrost
DE544598C (de) Muldenrost aus zwei Schraegrosten mit abwechselnd feststehenden, rostartig durchbrochenen und hin und her beweglichen Roststufen