CH227032A - Verfahren zur Herstellung eines Insulin-Präparates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Insulin-Präparates.

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CH227032A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines   Insulin-Präparates.   



   Es ist bekannt, die blutzuckersenkende Wirkung des Insulins dadurch zu verlängern, daB man es in eine in der Gewebfl ssigkeit schwer l¯sliche Verbindung überführt und dadurch die Resorption des   Hormons    verz¯gert. So hat man zum Beispiel Protamine und Histone mit dem Insulin in Wechselwirkung gebracht und Verbindungen erhalten, welche durch Zusatz von Puffersubstanzen   ausge-    fällt werden und welche   unter der Bezeich-      nung    Protamin-bezw. Histoninsulin bekannt geworden sind. Weiter ist bekannt, dass man die verzögernde Wirkung der so erhaltenen    Stoffe-z.

   B. der Protamininsuline-    wesentlich steigern kann, wenn man zinkhaltige Insulinpräparate benutzt, sei es nun, dass man von dem aus dem Hormon mit Zinksalzen entstehenden bekannten sogenannten Zinkinsulin ausgeht, sei es, daB man diesen Stoffen noch zusätzliche Zinksalze einver  leibt.    Weiter sind in der Literatur aluminium- und calciumhaltige Verbindungen des Insulins, teils mit   Protaminen, teils    ohne solche beschrieben. Diese und   andere Metallver-    bindungen des Insulins haben keine praktische Anwendung gefunden, während die entsprechenden Protamin-Zink-Verbindungen eine wachsende klinische Bedeutung zeigen, obgleich letztere bezüglich einer guten Ver  träglichkeit    bekanntlich noch zu wünschen  brig lassen.



   Es wurde nun gefunden, dass sich das Insulin   Nebenso wie    mit Zink-Calcium-und andern Salzen auch mit Magnesiumsalzen umzusetzen vermag, wobei, Substanzen entstehen, die ebenso wie das bekannte Zink-Insulin eine verzögernde Wirkung zeigen. Wie weiter gefunden wurde,   vermögen Sdie    so   Nerhältlichen      Magnesiumverbindungen. des Insulins mit den    verschiedensten für die Herstellung von verzögernd wirkenden   Insulinpräparaten    in Betracht kommenden Stoffen, wie Protamin, Histon usw. zu reagieren. Man. erhalt so, wie Versuche ergaben, Stoffe mit verzögernder  Wirkung, welche die   entsprechenden Zinkver-    bindungen an Verträglichkeit zum Teil wesentlich  bertreffen.



   Man kann das Verfahren so   ausiiben,    dass man das Insulin mit Magnesiumsalzen, wie beispielsweise Magnesiumsulfat, Magnesiumchlorid,   Magnesiumaeetat    versetzt und den erhaltenen   Losungen    den entspreehende   Aminkörper    (Protamin, Histon usw.) zugibt, worauf durch Ausfällung mit einem Puffer die neuen Verbindungen   entstehen. Mit glei-    chem oder ahnlichem Erfolg kann man das Verfahren auch so ausüben, dass man   Magne-    siumsalze mit   magnesiumfreien Insulin-    Protaminen reagieren lässt und dann die. Ausfällung mit   Pufferlosung vollzieht.

   Diese    Arbeitsweise lässt sich nicht nur auf die eben genannten Modifikationen des Insulins anwenden, sondern auch noch auf andere   Insu-      linpräparate, welche bereits einen    die Wirkung des Hormons verzögernden Zusatz ent  halten, wie beispielsweise aueh    auf Histon Insulin, Insulin-Protamin- oder Insulin Histonhydrolysate, ferner auf Verbindungen des Insulins mit hochmolekularen organischen Basen (z. B. Schweizer Patent Nr.   216822    und Zusatzpatente). Man kann jedoch auch in allen Fällen die Magnesiumsalze in einer beliebigen Phase des Verfahrens auf das Insulin einwirken lassen. Das Verfahren lϯt sich sowohl auf amorphes Insulin als aueli auf seine kristalline Form anwenden, welche geringe Mengen Zink enthält.

   Auch kann man das nach dem Schweizer Patent Nr. 219800 darstellbare Insulinpräparat dem Verfahren der Erfindung unterwerfen.



   Die nach den vorstehenden Arbeitsweisen des   erfindungsgemässen Verfahrens erhält-    lichen verschiedenen Verbindungen des Insulins zeigen eine   ausgesprochene    protrahierte Wirkung bei einwandfreier Verträglichkeit.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfaliren zur Herstellung eines PrÏparates aus Insulin, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man Insulin, Forellen  sperma-Protamin    und ein Magnesiumsalz,   in    in   Amasser    gelöst ist, aufeinander einwirken lässt.



   Beispiel :
182 mg Insulin werden in   1,      4    cm3 n/10 Salzsäure gelöst, 30 mg   Forellensperma-      Protamin    in wenig Wasser gelöst der Insulin   losung hinzugefügt und weiterhin 6@ mg    Magnesiumsulfat (mit 7 H2O). Darauf wird das Volumen auf 70 cm3 gebracht, 2.0g Harnstoff zugegeben und mit sekundärem   Natrium-      phosphat auf pn    = 6, 5 eingestellt. Der entstandene Niederschlag stellt das protrahierend wirkende   Protamin-Maglle3iumin3ulin    dar, in dem das Anion des Magnesiumsalzes nicht mehr auftritt.



   Das Produkt ist ein farbloses, in Wasser schwer lösliches Pulver, welches sich auf Zusatz von Säure löst. Aus dieser Lösung fÏllt Natronlauge einen Niederschlag aus, der bei weiterem Zusatz von Lauge wieder in Lösung geht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Insulin- präparates, dadurch gekennzeichnet, dass man das Insulin, Forellensperma-Protamin und ein Magnesiumsalz, welches in Wasser gelöst ist, aufeinander einwirken lässt.
    Das Produkt ist ein farbloses, in Wasser schwer lösliches Pulver, welches sich auf Zusatz von SÏure löst. Aus dieser Lösung fällt Natronlauge einen Niederschlag aus, der bei weiterem Zusatz von Lauge wieder in Lösung geht.
CH227032D 1950-07-27 1939-06-29 Verfahren zur Herstellung eines Insulin-Präparates. CH227032A (de)

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